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DBfK fordert grundsätzlichen Systemwechsel im Gesundheitswesen

Berlin (23. Mai 2019) - „Die Ergebnisse des gestern veröffentlichten Krankenhaus Rating Reports 2019 zeigen die Folgen von 20 Jahren verfehlter Krankenhauspolitik“, lautet die Einschätzung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). Schlechte wirtschaftliche Lage, Pflegepersonalmangel, nicht am Bedarf der Bevölkerung orientierte Strukturen, ökonomisch basierte Über-, Unter- und Fehlversorgung, teure Fehlanreize, ethisch fragwürdige Strategien, mangelnde Patientenorientierung und -sicherheit, ausgebrannte und resignierende Pflegefachpersonen usw. – die Liste der gravierenden Probleme in den Kliniken ist lang und seit Jahren bekannt.


„Statt immer nur halbherzig Symptome zu bearbeiten, sollte die Politik in Bund, Ländern und Kommunen endlich den grundsätzlichen Systemwechsel einleiten, bevor die Krankenversorgung vollständig kollabiert“, erklärt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Die Strukturen im Gesundheitssystem müssen konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet werden – sektorenübergreifend, nachhaltig, outcome-orientiert und gut zugänglich. Das erfordert drastische Einschnitte – der Überhang von Krankenhausbetten muss zügig und koordiniert vom Netz, ein grundlegendes Umdenken und veränderte Anreize, aber auch neue Rollen und Aufgabenzuschnitte mit stärkerer Autonomie der Gesundheitsberufe sind nötig. Manches kleine Krankenhaus könnte in ein regionales Gesundheitszentrum umgewandelt werden. Das sind Forderungen, die der DBfK schon seit Jahren stellt und denen sich jetzt auch die Experten des RWI anschließen.“


Zu den Empfehlungen der Wissenschaftler im Krankenhaus Rating Report 2019 gehören u.a.:





Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK e.V., 23.05.2019 (tB) Thomas Backe