Gesundheitspolitik

Rabattverträge im rechtsfreien Raum - Pharmaindustrie fordert Einschreiten des Gesetzgebers

BPI: Rechtsunsicherheit endlich beseitigen!

 

Berlin (5. Mai 2008) - Als „unzumutbaren Zustand“ bezeichnete Dr. Bernd Wegener, Vorsitzender des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) die aktuelle Situation um die Rabattverträge der gesetzlichen Krankenkassen mit Pharmaunternehmen. „Was hier abläuft, ist eines Rechtsstaates unwürdig. Krankenkassen als öffentliche Auftraggeber schließen in einem quasi rechtsfreien Raum Rabattverträge ohne internationale und nationale Wettbewerbs- und Vergaberegeln zu beachten. Und der Gesetzgeber, der dafür verantwortlich ist, schweigt ganz bewusst. Kleine und mittlere Unternehmen gehen in Konkurs, weil sie de facto aus dem Markt gedrängt werden. Der Gesetzgeber versagt in seiner rechtstaatlichen Pflicht, konsistente Wettbewerbsregeln vorzugeben und durchzusetzen“, sagte Wegener.

3. Berliner Roche Forum:
Gesundheit braucht Innovation und Prioritäten

Berlin (25. April 2008) - Medizinischer Fortschritt soll in Zukunft zu vertretbaren Kosten finanzierbar sein. Das kann gelingen, wenn Innovationen aus der Diagnostik und der Therapie eine personalisierte Medizin möglich machen, die zielgenau wirkt und Nebenwirkungen vermeidet. Gleichwohl wird nach Expertenauffassung ein gesamt-gesellschaftlicher Diskurs über Prioritätensetzungen im deutschen Gesundheitswesen notwendig sein, wobei allerdings strittig bleibt, wer konkret über Prioritäten oder gar explizite Rationierung entscheiden soll.

Kein Tarifvertrag mit Nebenwirkungen
Hebammenverband  fordert Erleichterungen für Krankenhäuser

Karlsruhe (8. April 2008) - Der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst war längst überfällig. Der Abschluss liegt deutlich über der Inflationsrate, sodass die Beschäftigten seit langem mal wieder einen Reallohnzuwachs erhalten. Die Freude über den Tarifabschluss währte allerdings nur kurz, weil sie sofort von der Frage nach möglichen Auswirkungen für die Beschäftigten im Krankenhaus verdrängt wurde.

Symposium: Dialog im Gesundheitswesen

Ärztliche Therapiefreiheit in der Onkologie – quo vadis?


Bad Homburg (7. April 2008) - Wie steht es um die ärztliche Therapiefrei­heit in der Onkologie? So lautete die zentrale Frage einer gesundheits­politischen Dialogveranstaltung, zu der die Lilly Deutschland GmbH zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deut­schen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) in Berlin eingeladen hatte. Hochkarätige Experten aus den Bereichen Gesund­heitspolitik, Krankenversicherung und Wissenschaft sowie onkologi­sche Fachärzte und Vertreter von Patientenorganisationen diskutierten mit rund 200 Teilnehmern gemeinsam über die derzeitigen Rahmen­bedigungen und die Zukunftsperspektiven der onkologischen Versor­gung in Deutschland. Lilly Deutschland hatte zum 6. Mal zu dieser Symposiumsreihe eingeladen. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren als aktiver Partner im gesundheitspolitischen Dialog um die Ver­sorgung von Krebspatienten.

Gesundheitsministerium beanstandet Richtlinie häusliche Krankenpflege
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Leider nur Teilbeanstandung


Berlin (3. April 2008) - Mit der letzten Gesundheitsreform (GKV-WSG) wurden Leistungsverbesserungen und Klarstellungen für behandlungspflegerische Leistungen beschlossen, deren genaue Ausgestaltung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) in einer Richtlinie erfolgt ist. Diese Richtlinie zur Umsetzung der Vorgaben des GKVWSG hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) kürzlich beanstandet.

Bundesverband Managed Care e.V. (BMC)
Zu wenig Transparenz und Evidenz
Konstruktive Kritik des BMC zum Methodenpapier des IQWiG

Berlin (4. April 2008) - Die Arbeitsgruppe Qualität- und Nutzenbewertung beim BMC, ein 15-köpfiges Gremium, hat eine Stellungnahme zum Entwurf des Methodenpapiers aus dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erarbeitet. Diese Stellungnahme ist sowohl an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages sowie die zuständigen Vertreter im Bundesministerium für Gesundheit gegangen. Im Einzelnen kritisiert der BMC:

IQWiG-Methodenvorschlag zur Kosten-Nutzen-Bewertung stößt auf breite Resonanz
Stellungnahmefrist beendet / IQWiG erläutert weiteres Vorgehen

Berlin (1. April .2008) - Bis zum 31.3. sind beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen fast 50 Stellungnahmen zum Methodenvorschlag für die Kosten-Nutzen-Bewertung eingegangen.

Pflegereform ohne nachhaltiges Finanzierungskonzept

Verbesserungen für pflegebedürftige Menschen erreicht

Berlin (14. März 2008) - Caritas begrüßt bessere Leistungen für Demenzkranke und Einführung einer Pflegezeit. Der am 14.03.08 im Bundestag in zweiter und dritter Lesung beratene Gesetzentwurf zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung enthält Verbesserung für pflegebedürftige Menschen. "Wir begrüßen die besseren Leistungen für Menschen mit Demenz und die Stärkung der häuslichen und ambulanten Pflege", so Caritas-Präsident Peter Neher. Auch die Einführung einer Pflegezeit und die Stärkung des Ehrenamtes in der Pflege seien wichtige Schritte in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft.

bpa begrüßt Leistungsverbesserungen und kritisiert regulierende Eingriffe zu Lasten der Pflegeeinrichtungen

Licht und Schatten bei der Pflegereform

Berlin (6. März 2008) - Die Fraktionen von Union und SPD haben am Mittwoch ihre Änderungsanträge zur Pflegereform in den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages eingebracht. Damit liegt die endgültige Fassung des Gesetzentwurfs vor, der in der nächsten Woche vom Bundestag abschließend beraten wird.

IQWiG erkennt Bedeutung von Sartanen bei Bluthochdrucktherapie an

 

Wedel (21.02.2007) - Die grundsätzliche Anerkennung der Sartane zur Behandlung von Bluthochdruck bewertet AstraZeneca Deutschland, die Tochtergesellschaft der AstraZeneca PLC in London, als positives Signal zum Erhalt der therapeutischen Vielfalt. Im heute veröffentlichten Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) wird die Wirkstoffklasse der Diuretika als Initialtherapie bei Bluthochdruck empfohlen. Bei zu geringer Wirksamkeit oder zu starken Nebenwirkungen bleiben Sartane wie Atacand® von AstraZeneca für Bluthochdruckpatienten das Mittel der Wahl.

 

„Mit seiner Entscheidung bestätigt das IQWiG die Bedeutung von Sartanen bei der Behandlung von Bluthochdruck. Dies ist eine gute Nachricht für alle Bluthochdruckpatienten ‑ und natürlich für AstraZeneca", sagte Mark Fladrich, Geschäftsführer AstraZeneca Deutschland. „Sartane stellen aufgrund ihrer blutdrucksenkenden Wirkung in Verbindung mit ihrem günstigen Nebenwirkungsprofil für viele Patienten die beste Therapie dar."

Weitere Daten werden Vorteile von Symbicort® belegen

IQWiG-Vorbericht zur Asthmatherapie ist „vorläufig"

 

Wedel (18. Januar 2007) ‑ Der heute veröffentliche Vorbericht zur Asthmatherapie ist als Grundlage einer Nutzenbewertung nicht ausreichend und damit als „vorläufig" zu werten. Diese Auffassung vertritt die Geschäftsleitung der AstraZeneca Deutschland, Tochtergesellschaft von AstraZeneca PLC, in einer ersten Reaktion auf den Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

 

„Der Vorbericht zur Asthmatherapie ist bereits bei seiner Veröffentlichung veraltet, weil relevante klinische Zulassungsstudien nicht einbezogen wurden", erklärte Mark Fladrich, Geschäftsführer von AstraZeneca Deutschland. „Ich mache dem IQWiG keinen Vorwurf, aber bin fest davon überzeugt, dass die neuesten Studien zu Symbicort® einbezogen werden müssen und dies zu einer Neubewertung unserer fixen Kombination durch das IQWiG führen wird."