GKV begrüßt Initiative für besseren Infektionsschutz

 

Berlin (15. Februar 2011) – Der jetzt bekannt gewordene Gesetzentwurf der Bundesregierung für einen besseren Infektionsschutz in Krankenhäusern ist ein wichtiger Schritt für die bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten. Es ist gut, dass das Problem resistenter Keime als gemeinsame Herausforderung für Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte und Pflegeheime gesehen wird.

 

Der Schutz der Patientinnen und Patienten vor neuen Infektionen gehört zu den Kernaufgaben eines Krankenhauses. Dass die Krankenhäuser jetzt genau dafür zusätzliches Geld haben wollen, stellt die Verhältnisse auf den Kopf. Es sollte nicht vergessen werden, dass die Krankenhäuser allein von den gesetzlichen Krankenkassen in diesem Jahr 2,2 Mrd. Euro zusätzlich bekommen – also deutlich mehr Geld als im vergangenen Jahr. Wir erwarten, dass einige dieser Zusatzeinnahmen rasch in einen besseren Infektionsschutz investiert werden. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass Krankenhäuser alles daran setzen, dass Patienten die Krankenhäuser ohne neue Infektionen verlassen.

 

Derzeit steht in Deutschland jedes fünfte Krankenhausbett leer und trotzdem macht der Großteil der Krankenhäuser gute Gewinne. Die Krankenhäuser in Deutschland brauchen  insgesamt nicht mehr Geld, sondern endlich Wettbewerb für eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten und zum Abbau der unnötigen und teuren Überkapazitäten", so Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes.

 


 

Quelle: GKV Spitzenverband, 15.02.2011 (tB).

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