Globale Studie der Embracing Carers™-Initiative von Merck belegt massive Auswirkung von Covid-19 auf Wohlbefinden von pflegenden Angehörigen

 

  • Ergebnisse zeigen: Covid-19 erhöht Anforderungen an pflegende Angehörige und verschlechtert deren psychische, physische und finanzielle Gesundheit maßgeblich.
  • Globale Initiative Embracing Carers™ von Merck will Anerkennung und Bewusstsein für die zentrale Rolle von Pflegenden schaffen und zusammen mit globalen Verbänden für pflegende Angehörige Lösungen entwickeln.
  • Carer Well-Being Index bietet öffentlichem und privatem Sektor Einblicke und Empfehlungen für die bessere Unterstützung von pflegenden Angehörigen weltweit.

 

Darmstadt (16. Februar 2021) -– Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute die Ergebnisse einer globalen Befragung im Rahmen seiner Embracing Carers™-Initiative zur Auswirkung von Covid-19 auf pflegende Angehörige bekannt gegeben. Die Ergebnisse belegen, dass die Pandemie die physische, emotionale und finanzielle Gesundheit von Pflegenden weltweit beeinträchtigt hat. Des Weiteren untermauern sie die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen des öffentlichen und privaten Sektors, um die gestiegene Belastung von pflegenden Angehörigen seit dem Ausbruch von Covid-19 zu reduzieren.

In der von Merck beauftragten und in Partnerschaft mit globalen Verbänden für pflegende Angehörige durchgeführten Studie „Carer Well-Being Index“ wurde eine breite Stichprobe von über 9.000 pflegenden Angehörigen aus 12 Ländern Asiens, Europas und Nord- und Südamerikas befragt. Sie alle leisten informelle, d. h. unbezahlte Pflege für einen nahestehenden Menschen mit einer Langzeiterkrankung, körperlichen/geistigen Behinderung oder kognitiven/psychischen Störung.

Die Studie brachte zutage, dass sich viele Menschen angesichts der Covid-19Pandemie erstmals dazu gezwungen sahen, Pflegeaufgaben zu übernehmen. Dies traf auf 20 % der befragten Pflegepersonen weltweit zu. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass durch die Pandemie die Anforderungen an pflegende Angehörige nochmals gestiegen sind. Zwei von fünf pflegenden Angehörigen (39 %) weltweit geben an, dass sie mehr als je zuvor als Pflegeperson in Anspruch genommen würden.

Als die Pandemie weltweit in allen Ländern ihren Höhepunkt erreichte, nahm die durchschnittliche Pflegezeit um 7,6 Stunden pro Woche im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie zu. Dies entspricht einer Steigerung von 46 %. Darüber hinaus glaubt etwa ein Drittel der Pflegenden (32 %), dass sie aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Zukunft durchschnittlich 31 oder mehr Stunden pro Woche für die Pflege aufwenden werden. Ein Anstieg der durchschnittlichen wöchentlichen Pflegezeit auf dem Höhepunkt der Pandemie wurde in allen untersuchten Ländern festgestellt. Demnach leisteten pflegende Angehörige im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie in Deutschland einen zusätzlichen Pflegeaufwand von 3,7 Stunden und Pflegepersonen in China von 15,4 Stunden pro Woche.

„Pflegende Angehörige spielen eine entscheidende, wenngleich unterschätzte Rolle im globalen Gesundheitswesen, was oft zu Lasten ihrer eigenen Gesundheit und ihres Wohlbefindens geht“, sagte Heather Connor, globale Leiterin Communications für den Unternehmensbereich Healthcare von Merck. „Mit der ‚Carer Well-Being Index‘-Studie wollen wir Regierungsvertretern, Arbeitgebern, Gemeindeorganisationen und Menschen auf der ganzen Welt eine Ressource zur Verfügung stellen, die zu einem besseren Verständnis der Bedürfnisse pflegender Angehöriger führt, und die Handlungsempfehlungen zur Bewältigung dieses so wichtigen Aspekts der öffentlichen Gesundheit gibt.“

 

 

Wichtige Ergebnisse der „Global Carer Well-Being Index“-Studie

 

  • Erhöhte emotionale Belastung: Mehr als die Hälfte der pflegenden Angehörigen (65 %) gaben an, vorrangig emotionale Unterstützung leisten zu müssen, wobei diese Aufgabe bei 57 % von ihnen erst seit Ausbruch der Pandemie zugenommen habe. Für 61 % der Pflegenden habe die Covid-19-Pandemie ihre eigene psychische und emotionale Gesundheit verschlechtert.
  • Telemedizin & Technologie: 51 % der pflegenden Angehörigen stellten ein gestiegenes Maß an Umgang mit Technologie* fest, sei es bei der Terminvergabe/Wahrnehmung von virtuellen Arztsprechstunden und/oder der Kontaktpflege zu Familienangehörigen und Freunden. Der zusätzliche Bedarf an telemedizinischer Beratung war in Asien besonders ausgeprägt.
  • Finanzielle Auswirkungen: Etwas mehr als die Hälfte der Pflegenden (54 %) bestätigten, dass die Pandemie ihre finanzielle Situation verschlechtert habe, und 71 % seien besorgt, es sich zukünftig nicht mehr leisten zu können, Pflegeaufgaben adäquat auszuüben.

Fast alle weltweit befragten pflegenden Angehörigen (96 %) stimmten zu, dass ein besserer Zugang zu Gesundheitsleistungen wichtig sei, damit die erforderlichen Pflegeaufgaben durchgeführt werden können. Dies unterstreicht die wichtige Rolle, die sowohl der öffentliche als auch der private Sektor bei der besseren Unterstützung privater Pflegepersonen spielen kann.

 

 

Download

  • Den Bericht zur „Global Carer Well-Being Index“-Studie finden Sie hier. Forschungsergebnisse, Ressourcen und weitere Informationen für pflegende Angehörige finden Sie unter embracingcarers.com.

 

 

 

Über Merck

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, ist in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials tätig. Rund 58.000 Mitarbeiter arbeiten daran, im Leben von Millionen von Menschen täglich einen entscheidenden Unterschied für eine lebenswertere Zukunft zu machen: Von der Entwicklung präziser Technologien zur Genom-Editierung über die Entdeckung einzigartiger Wege zur Behandlung von Krankheiten bis zur Bereitstellung von Anwendungen für intelligente Geräte – Merck ist überall. 2019 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 16,2 Milliarden Euro.

Wissenschaftliche Forschung und verantwortungsvolles Unternehmertum sind für den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt von Merck entscheidend. Dieser Grundsatz gilt seit der Gründung 1668. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümer des börsennotierten Konzerns. Merck hält die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Die einzigen Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo die Unternehmensbereiche als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftreten.

 

Über Embracing Carers™

Embracing Carers ist eine globale Initiative von Merck in Zusammenarbeit mit führenden Pflegeorganisationen weltweit, mit der das Bewusstsein für, die Diskussion über und Maßnahmen gegen die oft übersehenen Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen verstärkt werden sollen. Vor dem Hintergrund, dass Pflegende Unterstützung benötigen und oft nicht wissen, an wen sie sich für Hilfe wenden sollen, wurde Embracing Carers™ ins Leben gerufen, um diese Lücke zu schließen.

 

Durchführung der „Carer Well-Being Index“-Studie 

In Zusammenarbeit mit einem weltweit führenden Dienstleister für multinationale Marktforschung wurde im Zeitraum 3. September bis 27. Oktober 2020 eine online- und telefonbasierte Befragung in den folgenden 12 Ländern durchgeführt: USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Australien, Brasilien, Taiwan, Indien und China. An der Befragung nahmen 9044 unbezahlte Pflegende teil (n = ca. 750 pro Land). Als unbezahlte Pflegende wurden Personen definiert, die Angehörige mit einer Langzeiterkrankung, einer körperlichen/geistigen Behinderung oder einer kognitiven/psychischen Störung (einschließlich Krebs, Multiple Sklerose, Parkinson, Demenz, Alzheimer, Rückenmarksverletzung, Muskeldystrophie, Herzinsuffizienz usw.) pflegen. Die erhobene Ausgangsstichprobe wurde mit der Vollerhebung des jeweiligen Landes abgeglichen, wodurch die infrage kommenden Auskunftsgeber zwangsläufig heraussortiert wurden. In ausgewählten Ländern wurde eine leichte Gewichtung vorgenommen, um eine bessere länderspezifische Repräsentativität zu erreichen. Bei einem Konfidenzintervall von 95 % beträgt die Fehlerspanne für die Grundgesamtheit der Pflegenden auf die gesamten 12 Länder bezogen +/- 1,03 Prozentpunkte. Auf individueller Länderebene beträgt die Fehlerspanne +/- 3,6 Prozentpunkte. Die Befragung dauerte circa 20 – 25 Minuten. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle in dieser Pressemitteilung zitierten Daten auf den weltweiten Durchschnitt der 12 Länder.

 

Anmerkung

*Unter der Kategorie „Umgang mit Technologie“ sind alle Befragten zusammengefasst, die „Umgang mit Technologien für Telemedizin/Telegesundheit/virtuelle Arztsprechstunden“ und/oder „Umgang mit Technologien für die Kontaktpflege mit Familienangehörigen und Freunden“ als ihre Hauptaufgaben ausgewählt haben, die aufgrund der Pandemie zunahmen.

 

 


Quelle: Merck, 16.02.2021 (tB).

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