Beim Satellitensymposium „Pulmonale Hypertonie und Rechtsherzversagen bei kardiochirurgischen Eingriffen“ am 13.09.2012 anlässlich des HAI 2012 in Berlin (Hauptstadtkongress der DGAI) wird unter anderem der Einsatz von Stickstoffmonoxid (NO) im Rahmen einer Herzoperation diskutiert. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Bernhard Zwißler (München) und Prof. Dr. Herrmann Wrigge (Leipzig) erörtern die Referenten Dr. Günter Marggraf (Essen), PD Dr. Matthias F. Müller (Gießen) und Dr. Christian Lojewski (Berlin) den aktuellen Stand von Diagnostik und Therapie bei pulmonaler Hypertonie und Rechtsherzinsuffizienz.HAI 2012

Stickstoffmonoxid (INOmax®) bei Pulmonaler Hypertonie und Rechtsherzinsuffizienz

 

Berlin (13. September 2012) – Beim Satellitensymposium „Pulmonale Hypertonie und Rechtsherzversagen bei kardiochirurgischen Eingriffen“ am 13.09.2012 anlässlich des HAI 2012 in Berlin (Hauptstadtkongress der DGAI) wird unter anderem der Einsatz von Stickstoffmonoxid (NO) im Rahmen einer Herzoperation diskutiert. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Bernhard Zwißler (München) und Prof. Dr. Herrmann Wrigge (Leipzig) erörtern die Referenten Dr. Günter Marggraf (Essen), PD Dr. Matthias F. Müller (Gießen) und Dr. Christian Lojewski (Berlin) den aktuellen Stand von Diagnostik und Therapie bei pulmonaler Hypertonie und Rechtsherzinsuffizienz.

 

Eine gefürchtete Komplikation während und kurz nach herzchirurgischen Eingriffen ist ein Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf (Pulmonale Hypertonie), hervorgerufen durch eine Engstellung der Gefäße (Vasokonstriktion). Dadurch muss das Herz des Patienten gegen einen erhöhten Druck arbeiten (Nachlasterhöhung), was den Erfolg der Herzoperation gefährden kann. Gleichzeitig verringert sich die Sauerstoffaufnahme in der Lunge. Klinische Studien haben gezeigt, dass NO (INOmax®) diese Erhöhung des pulmonalarteriellen Drucks reduziert, wodurch sich insgesamt die Durchblutung und die Sauerstoffzufuhr verbessern[1,2,3]. Nach einer Herzoperation senkt NO selektiv den pulmonalarteriellen Druck und verbessert damit die rechtsventrikuläre Funktion und Sauerstoffversorgung.

 

Im ersten Vortrag des Satellitensymposiums geht es um die Entstehung und Behandlung des Rechtsherzversagens. Dr. Günter Marggraf vom Westdeutschen Herzzentrum Essen gibt einen Überblick über die Mechanismen der Rechtsherzinsuffizienz und erläutert die aktuellen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Eine wichtige Therapieoption ist dabei die Inhalation von NO mit seiner schnellen und auf den Lungenkreislauf begrenzten direkten Wirkung.

 

In der Neonatologie gehört der Einsatz von Stickstoffmonoxid zur Routine. Seit März 2011 gibt es eine Zulassung im Bereich der Herzchirurgie. PD Dr. Matthias F. Müller vom Kinderherzzentrum des Universitätsklinikums in Gießen berichtet in seinem Vortrag über den perioperativen Einsatz von NO in der Kinderherzchirurgie. Anhand von klinischen Beispielen geht er auf die Besonderheiten ein, die sich bei Kindern mit angeborenem Herzfehler z.B. im Rahmen von Herztransplantationen ergeben und entsprechend berücksichtigt werden müssen.

 

Auch bei anderen Erkrankungen, bei denen eine pulmonale Hypertonie auftritt, wird inhalatives Stickstoffmonoxid häufig als letzte Therapieoption eingesetzt, um eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) zu vermeiden. Dr. Christian Lojewski von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin der Charité Berlin beschreibt in seinem Vortrag die zugrundeliegende Pathophysiologie einer dieser Erkrankungen, die bestehenden Therapiekonzepte und die Kriterien für die Auswahl der geeigneten Patienten, wie sie bereits in vielen Behandlungszentren verwendet werden.

 

Für eine Therapie mit INOmax® steht neben dem bewährten Dosier- und Monitoringsystem INOvent® ein weiteres innovatives System, der CARDINOTM zur Verfügung, der ebenfalls mit allen gängigen Beatmungsgeräten kombiniert werden kann. Beide Systeme steuern präzise und zuverlässig die Abgabe der gewünschten NO-Konzentration in den Beatmungskreislauf und passen automatisch die Dosis an das jeweilige Atemvolumen an. Dabei wird ständig patientennah die Konzentration von NO, NO2 und Sauerstoff gemessen.

 

Der CARDINOTM ist im Vergleich zum INOvent® kleiner und leichter und verfügt zusätzlich über eine Schnittstelle zur direkten Kopplung mit verschiedenen Beatmungsgeräten. Beide Systeme werden regelmäßig kalibriert und gewartet, um die Qualität und Sicherheit dieser Therapie dauerhaft zu gewährleisten.

 

 

Referenzen 

  1. Miller O.I. et al. Inhaled nitric oxide and prevention of pulmonary hypertension after congenital heart surgery: a randomized double-blind study. Lancet 2000; 356: 1464-69
  2. Rajek A. et al. Inhaled Nitric Oxide Reduces Pulmonary Vascular Resistance Mare Than Prostaglandin E1 During Heart Transplantation. Anesth Analg 2000; 90: 523-530
  3. Solina A.R. et al. Dose Response to Nitric Oxide in Adult Cardiac Surgery Patients. J Clin Anesth 2001; 13: 281-286

 

Über Linde Gas Therapeutics

 

Linde Gas Therapeutics GmbH ist der führende Anbieter für die Arzneimittelversorgung mit Gasen, den dazugehörigen Medizinprodukten und für die aktive Betreuung beatmungspflichtiger Patienten in Deutschland. In allen Bereichen stehen Sicherheit, Qualität und Innovation der Therapien und Dienstleistungen im Vordergrund. Die Geschäftseinheit in Deutschland umfasst rund 500 Mitarbeiter für den Arzneimittel- und Medizinprodukteverkauf sowie die Patientenversorgung zu Hause oder in eigenen Beatmungspflegeeinrichtungen.

 

Linde Gas Therapeutics GmbH ist eine Konzerngesellschaft der Linde Group.

 

Weitere Informationen unter www.linde-gastherapeutics.de

 

 

Über The Linde Group

 

The Linde Group ist ein weltweit führendes Gase- und Engineeringunternehmen, das mit rund 48.500 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern vertreten ist und im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 13,787 Mrd. Euro erzielt hat. Die Strategie der Linde Group ist auf ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt. Linde handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt – weltweit, in jedem Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.

 

Weitere Informationen über The Linde Group finden Sie online unter www.linde.com

 

 


Quelle: Linde Healthcare, Linde Gas Therapeutics GmbH, 13.09.2012 (tB).

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