Hautsache Diabetes

Was hat Diabetes mit Hautproblemen zu tun?

 

fusspflegeLeipzig (20. Mai 2009) – Die Haut verändert sich im Lauf des Lebens. Mit den Jahren offenbart sie ihr wahres Ich: Ihre Zellproduktion läuft deutlich langsamer ab. Auch deren Lebensdauer verkürzt sich. In Kindertagen sind sie durchschnittlich 100 Tage aktiv. Mit den Zeichen der Zeit leben Zellen maximal 45 Tage. Auch Feuchtigkeitsspeicher sind nicht mehr so prall gefüllt – aus Linien werden Falten. Das durchlebt jeder Mensch. Bei Diabetes ist die Haut zudem meist sehr trocken und pflegebedürftig. Erhöhte Blutzuckerwerte sind die Ursache. Sie führen dazu, dass sie Feuchtigkeit schlecht speichern kann. Das Hautbild ist trocken und empfindlich, ihre Schutzbarriere geschwächt.

 


 

Problemzone Füße und Beine

 

Am stärksten betroffen sind Füße und Beine. Sie werden nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Ihre Abwehrkraft ist deutlich herabgesetzt, Infektionen haben ein leichtes Spiel. Hinzu kommt, dass zu wenig Schweiß gebildet wird, Füße überwärmen. Das so genannte „Diabetische Fußsyndrom“ ist vorprogrammiert. Empfindungen für heiß und kalt, als auch Schmerzen werden von Betroffenen nicht wahr genommen. Schnell bleiben kleine Verletzungen unbemerkt. Verschleppte Bagatellverletzungen entzünden sich, unbehandelt werden sie größer. Aufgrund erhöhter Blutzuckerwerte verlangsamt sich der Heilungsprozess – Wunden heilen schwer und langsam zu. Auch Beine – insbesondere Waden – sind trocken und schuppig. Kratzen erhöht die Infektionsgefahr, eine Linderung ist nicht in Sicht.             

 

 

Pflegefall von Kopf bis Fuß

 

Getreu dem Motto: „Fett macht trockene Haut weich“, greifen Betroffene häufig zu Fettsalben wie Melkfett oder Vaseline. Viele Diabetologen warnen vor dieser Methode. Je fetter die Creme, desto stärker können Poren verstopfen. Ein undurchlässiger Film gibt der Haut wenig Raum zum Atmen. Ihr feuchtwarmes Klima bietet einen optimalen Nährboden für Pilze. Hier sind besonders Zehenzwischenräume und Körperfalten betroffen. Was die Haut jetzt dringend braucht, ist ein besonderes Feuchtigkeitsplus. Hautpflegeprodukte mit Urea (Harnstoff) und Pentavitin (z.B. Allpresan diabetic Fuss-Schaum-Creme und Allpresan Körper-Schaum-Creme, in Apotheken) verfügen über ein patentiertes, atmungsaktives Wirkprinzip. Für einen effektiven Feuchtigkeitsschub sorgt Urea. Pentavitin hilft zusätzlich, diabetesbedingte Feuchtigkeitsverluste auszugleichen. Die Haut an Körper und Füßen ist wieder gut versorgt und atmet auf. Schaum-Cremes haben zusätzlich den Vorteil, dass sie blitzschnell einziehen. Kleidung und Strümpfe lassen sich kurz nach der Anwendung anziehen.

 

Damit Hautirritationen keine Chance haben, sind Pflegeprodukte ohne Duft- Farb- und Konservierungsstoffe sinnvoll. Auch Kunstfaserkleidung und falsches Schuhwerk können Wachstumsbedingungen für Pilze verstärken. Ein hoher Naturfaseranteil (Baumwolle, Viskose, Modal, Seide, weiche Wollfasern), sowie bequeme, weiche und diabetesgerechte Schuhe schützen.

 

 

Hautpflege bei Diabetes

 

  • Für Gesicht, Körper und Füße: Feuchtigkeitsspendende Produkte mit Harnstoff bevorzugen.  
  • Sinnvoll: Schaum-Cremes ohne Duft- Farb- und Konservierungsstoffe.
  • Zur Gesichtsreinigung seifen- und parfumfreies Reinigungsprodukt anwenden.
  • Vor dem zu Bett gehen immer abschminken. Auch dazu gibt es hautverträgliche Produkte.
  • Gesicht morgens und abends mit harnstoffhaltiger Gesichtspflege eincremen. 
  • In der Sonne, bei sportlichen Aktivitäten oder Gartenarbeit zusätzlich hypoallergene Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden.
  • Körper und Füße täglich mit speziellen harnstoffhaltigen Schaum-Cremes (z.B. Allpresan diabetic, Apotheke) versorgen.
  • Hände und Füße, besonders zwischen den Zehen, nach dem Waschen immer gründlich abtrocknen. 
  • Auf besondere Sauberkeit achten. 
  • Regelmäßig heimische Fußpflege praktizieren.
  • Bei Veränderungen an den Füßen: Arzt und Fußspezialisten aufsuchen.

 

 

 

Zusammenfassung Expertenvorträge

 

Symposium „Diabetes und Haut“ am 20. Mai im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Leipzig

 

Hautprobleme als Auslöser des diabetischen Fußsyndroms

Prof. Dr. med. M. Spraul, Diabetologe

 

Die Haut ist die wichtigste Barriere gegen schädliche Einwirkungen aus der Umwelt. Bei Menschen mit Diabetes mellitus treten Schädigungen der Haut im Bereich des Fußes auf, bedingt durch die periphere diabetische Polyneuropathie, die periphere arterielle Verschlusskrankheit und Infektionen. Dies führt zu sehr unterschiedlichen Hautveränderungen, die das Auftreten eines diabetischen Fußsyndroms begünstigen oder direkt verursachen. 

 

 

Schaum-Cremes – Die Pflege trockener Haut muss die Poren nicht verstopfen

Prof. Dr. rer. nat. R. Daniels, Pharmazeutischer Technologe

 

Trockene Haut ist ein häufiges Begleitsymptom bei Diabetes mellitus. Der wissenschaftliche Erkenntnisstand erlaubt zur Pflege trockener Haut grundsätzlich unterschiedliche Formulierungstypen. Schaum-Cremes verbinden durch ihre besondere Galenik Compliance-fördernde kosmetische Eleganz mit sehr guter Effizienz ohne dabei die Poren zu verstopfen.

 

 

Praxisleitfaden „Das Diabetische Fußsyndrom“

Dr. med. M. Lederle, Diabetologe

 

Nach Untersuchungen der AOK lebten 2006 in Deutschland mehr als 7 Millionen Personen mit einem diagnostizierten Diabetes mellitus. Etwa 2 – 7 % der Patienten mit Diabetes mellitus haben eine akute, behandlungsbedürftige Fußveränderung.

In der nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) „Typ 2 – Diabetes: Präventions- und Behandlungsstrategien für Fußkomplika-tionen“ wird umfassend dargestellt, wie Patienten mit einem Diabetischen Fußsyndrom von den beteiligten Leistungserbringern rechtzeitig und richtig behandelt werden. Der Praxisleitfaden „Das Diabetische Fußsyndrom“ wurde konzipiert, um die Inhalte der NVL in einer kompakten Form darzustellen.

 

 

„Haut- und Nagelerkrankungen beim Diabetiker“

Dr. med. R. Thiede, Dermatologe

 

Die Haut ist ein Spiegel innerer Erkrankungen und kann Hinweise auf zahlreiche internistische Erkrankungen geben. Dies gilt auch für den Diabetes mellitus. Nahezu jeder Diabetiker entwickelt im  Laufe seiner Erkrankung Hautveränderungen, die auf den Diabetes zurückzuführen sind bzw. in unmittelbarem Zusammenhang zum Diabetes stehen.

 

 

 

Abbildungen

 

Abb 1: Steigerung der Hautfeuchtigkeit bei Diabetikerinnen durch die Anwendung von Allpresan(R) diabetic Fuß-Schaum-Creme Photo: Neubourg Skin

 

 

Abb. 1b

 

Abb 1: Steigerung der Hautfeuchtigkeit bei Diabetikerinnen durch die Anwendung von Allpresan(R) diabetic Fuß-Schaum-Creme Photo: Neubourg Skin

 


 

Quelle: Symposium der Firma Neubourg Skin zum Thema „Diabetes und Haut“ am 20.05.2009 im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Leipzig (Yupik PR)

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