Herausragende Persönlichkeiten aus dem Gesundheitswesen für das Netzwerk SCIANA gesucht

  • Die Robert Bosch Stiftung sucht zusammen mit der Health Foundation und der Careum Stiftung Führungspersönlichkeiten aus dem Gesundheitsbereich für den fünften Jahrgang des Netzwerks SCIANA.
  • Die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen des Gesundheitssystems im Rahmen des Themenschwerpunkts: „Leadership for health in a post-pandemic world“.
  • Angesprochen sind vor allem gesundheitspolitische Entscheidungsträger, Personen aus der medizinischen Praxis und dem akademischen Umfeld, Medienschaffende, gewählte Vertreter von Patienten- und Berufsverbänden sowie andere Führungskräfte des öffentlichen Sektors und der Wirtschaft aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz.

 

Stuttgart (15. April 2021) – Gesundheit ist kein nationales Thema. Viele europäische Länder stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie der steigenden Zahl chronisch Kranker, dem demografischen Wandel, finanziellen Belastungen oder Migration. Um den länderübergreifenden Austausch zu fördern und innovative Lösungsansätze zu entwickeln, bringt das Netzwerk SCIANA regelmäßig Gesundheitsexperten aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz zusammen. Die Ausschreibung für den fünften Jahrgang ist jetzt gestartet und richtet sich an Führungspersönlichkeiten aus dem Gesundheitswesen, die sich für Qualität, Nachhaltigkeit und eine flächendeckende, patientenorientierte und gesellschaftsnahe Gesundheitsversorgung einsetzen.

„Besonders spannend wären Teilnehmende im Bereich Patient-Leader und Interessensvertretungen von Gesundheitsverbänden. Es wäre sehr sinnvoll, Akteure aus der Digitalbranche mehr in das Denken der Gesundheitsökonomie einzubinden. Außerdem spielen Journalisten eine immer wichtigere Rolle. Insgesamt ist das Ziel, die Komplexität der Gesundheitsthemen auch innerhalb von SCIANA durch die Mitglieder besser abzubilden. So kann die Führung in eine neue Richtung gelingen“, beschreibt SCIANA-Co-Chair und Leiterin des globalen Gesundheitsprogramms am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklungen in Genf, Prof. Dr. Dr. h. c. Ilona Kickbusch, den gesuchten Bewerberkreis.

 

Auszeit für den Austausch

Werbung

SCIANA bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit – und vor allem den Raum und die Zeit – sich gemeinsam mit unterschiedlichen Problemen der Gesundheitsversorgung und Lösungsansätzen zu beschäftigen, sich gegenseitig zu inspirieren und Erkenntnisse mit Gleichgesinnten zu teilen. Das Netzwerk ist berufsgruppenübergreifend und bringt Personen zusammen, die in der Regel nicht zusammenarbeiten. Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Bereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung, fasst zusammen, wie Menschen vom SCIANA-Netzwerk profitieren: „Die Treffen des Netzwerkes eröffnen den Mitgliedern einen Freiraum, den sie in ihrem Berufsalltag so nicht haben. So können sie sich auf Neues einlassen und im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Gesundheitssystemen Ideen für Lösungen und innovative Ansätze entwickeln. Diese Treffen sind sehr inspirierend, es sind etliche vielversprechende Projekte entstanden.“

 

Wie geht es nach der Pandemie weiter?

Die Teilnehmenden beschäftigen sich bei ihren Treffen mit aktuellen, globalen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus wählt jede Gruppe individuelle Themen, die im Fokus ihrer Arbeit stehen. Dieses Jahr geht es unter dem Titel „Leadership for health in a post-pandemic world“ um wichtige Lehren aus der Pandemie, die für die Führung innerhalb eines weiterhin dynamischen, herausfordernden und komplexen Gesundheitssystem eruiert und angewendet werden sollen. Bisher befassten sich die Mitglieder unter anderem mit Führungsmodellen, der Schaffung von Versorgungskapazitäten im ländlichen und städtischen Raum, Auswirkungen der Digitalisierung im Zusammenspiel mit menschlichen Faktoren sowie den positiven und negativen Aspekten von sozialen Bewegungen im Gesundheitswesen (z. B. Initiativen für und gegen das Impfen, die Welt-Aids-Bewegung).

 

  • Mehr Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

 

 

 

Das Netzwerk SCIANA

Die Robert Bosch Stiftung GmbH, die britische Health Foundation und die schweizerische Careum Stiftung verfolgen mit SCIANA eine gemeinsame Vision für eine Gesundheitsversorgung, die sich an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) orientiert. Verbunden ist das Netzwerk durch die Position, dass Gesundheit ein hohes Gut ist und Auswirkungen auf alle Sektoren der Gesellschaft hat. Ziel von SCIANA ist es, den internationalen Austausch langfristig zu fördern und insgesamt eine bessere Versorgung zu schaffen.

Jedes Jahr werden bis zu 18 Personen in das Netzwerk aufgenommen, wobei jeweils 6 Mitglieder aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz ausgewählt werden. Für die Teilnehmenden ergeben sich durch SCIANA zahlreiche Vorteile, wie der Blick über den eigenen Tellerrand und der Zugang zu internationalen Experten auf höchster Ebene in Politik, Forschung und Praxis. Jeder Jahrgang nimmt über einen Zeitraum von zwei Jahren an vier je dreitägigen Treffen teil. Nach diesen zwei Jahren engagieren sich die Mitglieder weiterhin bei zahlreichen Netzwerkaktivitäten und bringen so weitere Projekte voran.

 

Über die Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. Sie arbeitet in den Fördergebieten Gesundheit, Bildung und Globale Fragen. Mit ihrer gemeinnützigen Tätigkeit trägt sie zur Entwicklung tragfähiger Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bei. Dazu setzt sie eigene Projekte um, geht Allianzen mit Partnern ein und fördert Initiativen Dritter.

Zentrale Themen im Fördergebiet Globale Fragen sind Frieden, Ungleichheit, Klimawandel, Demokratie, Migration und Einwanderungsgesellschaft. Im Bereich Bildung steht das Lernen des Individuums und der Organisationen im Fokus. Mit ihrer Gesundheitsförderung engagiert sich die Stiftung für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem, das den Menschen stärker in den Mittelpunkt rückt.

Die Robert Bosch Stiftung bekennt sich zu den Werten und dem Vorbild ihres Stifters, Robert Bosch, und setzt dessen philanthropisches Wirken zeitgemäß fort. Sie profitiert in ihrer Arbeit von einer mehr als 50-jährigen Erfahrung und einem umfangreichen Netzwerk von Praktikern und Experten weltweit. Sie unterstützt den interdisziplinären Austausch zwischen Entscheidungsträgern und Meinungsbildern in der Robert Bosch Academy und fördert die Arbeit profilierter, praxisnaher Thinktanks.

Die Robert Bosch Stiftung ist alleinige Trägerin des Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart und der zugehörigen Forschungseinrichtungen, Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP), Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT) und Institut für Geschichte der Medizin (IGM). Sie ist außerdem Gesellschafterin des UWC Robert Bosch Colleges in Freiburg, der Deutschen Schulakademie in Berlin und des International Alumni Center (iac) in Berlin. Die Robert Bosch Stiftung hält rund 94 Prozent der Geschäftsanteile an der Robert Bosch GmbH und finanziert sich aus den Dividenden, die sie aus dieser Beteiligung erhält. Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung rund 1,8 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben.

 

 


Quelle: Robert Bosch Stiftung, 15.04.2021 (tB).

Schlagwörter: ,

MEDICAL NEWS

COVID-19 pandemic sees increased consults for alcohol-related GI and liver…
The eyes offer a window into Alzheimer’s disease
Ventilating the rectum to support respiration
Screening for ovarian cancer did not reduce deaths
Fatigue, mood disorders associated with post-COVID-19 syndrome

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf
Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Menschen mit Diabetes
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Krebs – eine unterschätzte finanzielle Herausforderung
Cannabidiol gegen Hirntumore
Assistierte Selbsttötung bei Krebspatienten: Regelungsbedarf und Ermessensspielraum
Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie

MULTIPLE SKLEROSE

Neue S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose
Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Stellungnahme zu SARS CoV 2 Impfdaten…
Schwangere mit MS: Schadet Schubbehandlung dem Ungeborenen?
Multiple Sklerose: Ein Sprung sagt mehr, als viele Kreuzchen auf…
Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung

PARKINSON

Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit