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Erfolgsgeschichte des Marktführers Atacand® hält an

Atacand® zeigt auch Vorteile bei Diabetes

 

Wedel/Bochum (22. November 2007) ‑ Seit nunmehr 10 Jahren schreibt AstraZeneca mit Atacand® (Candesartan) ‑ in Deutschland seit September 2005 Marktführer unter den AT1‑Blockern (Sartanen) ‑ Erfolgsgeschichte in der Hypertonietherapie. Candesartan gehört zu den modernsten Antihypertensiva und ist ‑ bei gleichzeitig hervorragender Verträglichkeit ‑ ein sehr stark blutdrucksenkendes Medikament. In Studien konnte Atacand® zudem auch sein organprotektives Potential zeigen.

 

„Über die Blutdrucksenkung hinaus zeigt Candesartan vielfältige therapeutische Vorteile bei den verschiedensten Hypertonie‑Begleiterkrankungen", kommentierte Prof. Dr. med. Joachim Schrader, Chefarzt an der Klinik für Innere Medizin des St.‑Josefs‑Hospitals in Cloppenburg, das noch nicht voll ausgeschöpfte Therapiepotenzial von Candesartan. Prof. Schrader sprach anlässlich des heute in Bochum beginnenden 31. wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga 'Hypertonie 2007'. „Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe vielversprechender Studiendaten zur organprotektiven Wirkung von Candesartan bei Hypertonikern. Das gilt insbesondere für den Einsatz bei Bluthochdruck‑Patienten mit Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Proteinurie oder Diabetes mellitus."

 

Atacand® ist das erste und bislang auch einzige Sartan, das bei Patienten mit Herzinsuffizienz in einem großen Studienprogramm die kardiovaskuläre Mortalität signifikant gesenkt hat und zusätzlich zu einer bereits bestehenden Kombinationstherapie mit ACE-Hemmern und Betablockern gegeben werden darf(1).

 

Professor Schrader selbst hat mit Atacand® eine Pilotstudie bei Patienten nach akutem ischämischen Insult durchgeführt. (ACCESS‑Studie)(2) „Bei Schlaganfall‑Patienten mit Bluthochdruck scheint eine frühe Intervention mit Candesartan wichtig zu sein. Patienten die bereits durchschnittlich 30 Stunden nach Aufnahme in die Klinik mit Candesartan behandelt wurden, profitierten bezüglich der kardiovaskulären Ereignisse im weiteren Studienverlauf deutlich gegenüber der anderen Patientengruppe, die erst 7 Tage nach Krankenhausaufnahme auf eine Atacand‑Therapie eingestellt wurden", fasste Prof. Schrader die Ergebnisse der ACCESS‑Studie(3) kurz zusammen. Derzeit wird in über 100 Studienzentren in der SCAST‑Studie(4) dieser Befund bei über 2.500 Patienten mit ischämischem oder hämoragischem Schlaganfall überprüft.

 

Bei Patienten mit Nierenerkrankungen zeigen kleinere Studien einen Vorteil der Kombination von ACE‑Hemmer und AT1‑Blocker gegenüber einer ACE‑Hemmer Hochdosistherapie. In einer Untersuchung von Kincaid‑Smith(6) ist die Kombinationstherapie von Candesartan mit einem ACE‑Hemmer hinsichtlich der Blutdrucksenkung und Verringerung der Proteinurie wirkungsvoller, als eine alleinige Erhöhung des ACE‑Hemmers um 50 Prozent. Als weitere Alternative wird zur Zeit eine Hochdosistherapie mit AT1‑Blockern wie Candesartan diskutiert. So konnte in der kürzlich publizierten Supramax‑Studie(5) bei 346 Patienten mit Proteinurie (>1g/24 Stunden) der Nutzen einer Hochdosistherapie mit Candesartan (128 mg/Tag). Die Proteinurie wurde mit der Hochdosis im Vergleich zu 16 mg Candesartan nach 30 Wochen signifikant um ein Drittel gesenkt. Die Hochdosis wurde von den Patienten gut vertragen. Hinsichtlich der Blutdrucksenkung gab es in dieser Studie keine Unterschiede.

 

Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass für diese Therapieoptionen zur Zeit noch keine Empfehlungen der Fachgesellschaften bestehen oder ein AT1‑Blocker in einer entsprechenden Dosierung zugelassen ist.

 

Auch zum Thema Diabetes bzw. Prävention von Diabetes gibt es neue Daten. In mehreren großen Studien mit Atacand® konnte eindrucksvoll gezeigt werden, dass in der Behandlungsgruppe mit Candesartan die Patienten signifikant weniger häufig einen Diabetes mellitus entwickelten. So wurden im CHARM‑Studienprogramm(2) bei herzinsuffizienten Patienten die Diabetes‑Neuerkrankungen um 22 Prozent reduziert. Diese Beobachtung bestätigte auch die CASE‑J‑Studie(7), die mit Hypertonikern durchgeführt wurde, die zusätzlich ein hohes kardiovaskuläres Risiko hatten. In dieser Studie zeigte sich im Laufe einer mindestens dreijährigen Therapie, dass die Rate der Diabetes‑Neuerkrankungen gegenüber der Behandlung mit dem Kalziumantagonisten Amlodipin um 36 Prozent zurückging. Die Blutdruckeinstellung war dabei in beiden Studienarmen nicht unterschiedlich. Interessant war hier auch, dass der protektive Effekt mit steigendem Body‑Maß‑Index (BMI) der Patienten zunahm (bei BMI  27kg/m2 62 Prozent weniger Diabetes‑Neuerkrankungen in der Candesartan‑Gruppe). Die Ergebnisse stimmen mit einer Metaanalyse von Elliott et al.(8) zur Diabetes‑Inzidenz in klinischen Studien mit Antihypertensiva überein.

 

Ein weiteres „Zukunftthema" sprach Professor Schrader an: „Obwohl die Einstellung des Stoffwechsels bei Diabetikern in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht hat, stellt die diabetische Retinopathie in den westlichen Industrieländern immer noch die Hauptursache für Erblindungen dar. Verschiedene Überlegungen und kleiner Studien legen einen Nutzen einer AT1‑Blocker Therapie bei diesen Diabetes‑Patienten nahe. Es wird deshalb zurzeit geprüft, ob bei Diabetikern durch eine Therapie mit Candesartan auch das Auftreten einer diabetischen Retinopathie verhindert oder deren Progression verlangsamt werden kann."

 

Am plazebo‑kontrollierten Studienprogramm DIRECT (Diabetic Retinopathy Candesartan Trials)(9) nehmen ‑ auf drei Studienarme verteilt ‑ 5.231 Typ‑1 bzw. Typ‑2 Diabetiker aus 30 Ländern teil. Bei 1.421 Typ‑1‑Diabetikern ohne Netzhautveränderungen wird das Neuauftreten der Retinopathie untersucht. Bei 1.905 Typ‑1‑Diabetikern mit einer milden Retinopathie soll geprüft werden, ob der AT1‑Blocker die Progression der Retinopathie aufhalten kann. Außerdem wird bei 1.905 Typ‑2‑Diabetikern mit Hypertonie und milder Retinopathie der Nutzen von Candesartan in der Sekundärprävention untersucht. Die Studienergebnisse werden für Ende 2008 erwartet.

 

Professor Schrader fasste den Ausblick auf die Zukunft von Atacand® wie folgt kurz und prägnant zusammen: „Wir dürfen auch zukünftig auf interessante Studienergebnisse mit Candesartan gespannt sein."

 

 

 

Literatur 

  1. CHARM: Effects of candesartan an mortality and morbidity in patients with chronic heart failure: the CHARM‑Overall programme; Pfeffer MA et al., 2003, Lancet 362, 9386, 759‑766
  2. CHARM: Effects of Candesartan an the Development of a New Diagnosis of Diabetes Mellitus in Patients With Heart Failure Yusuf S et al., 2005, Circulation 112: 48‑43.
  3. ACCESS: Acute Candesartan Cilexetil Therapy in Stroke Survivors; Schrader J et al., 2003, Stroke 34: 1699‑1703.
  4. SCAST: Scandinavian candesartan acute stroke trial. Boysen G. Ugeskrift for Laeger 2005;167(33):3043 ; aktueller Stand unter www.scast.no.
  5. Supramax: Supra Maximal Atacand Renal Trial, Burgess ED et al., 2007, ASN, San Francisco.
  6. Dual blockade of the renin‑angiotensin system compared with a 50 % increase in the dose of angiotensin‑converting enzyme inhibitor: effects an proteinuria and blood pressure; Kincaid‑Smith P et al., 2004, Nephrol Dial Transplant 19: 2272‑2274.
  7. CASE‑J: Clinical Outcomes in Hypertensive Patients with High Cardiovascular Risks: Principal Results of Candesartan Antihypertensive Survival Evaluation in Japan (CASE‑J) Study ‑ Presented by: Toshio Ogihara in Fukuoka, 2006 ‑ 21 st Scientific Meeting of the International Society of Hypertension ‑ Late Breaking Clinical Trials ‑available from: http://webcasts.prous.com/ISH2006/program.asp?SID=l (Accessed 21 November 2007).
  8. Incident diabetes in clinical trials of antihypertensive drugs: a network meta‑analysis; Elliott WJ, Meyer PM, 2007, Lancet 369: 201‑07.
  9. The DIabetic REtinopathy Candesartan Trials (DIRECT) Programme: baseline characteristics; The DIRECT Programme Study Group, 2005, JRAAS 6: 25‑32.

 


Quelle: Pressemeldung der Firma AstraZeneca vom 22.11.2007.