Hohe Wirksamkeit bei mehr Lebensqualität

Xeloda in der Therapie gastrointestinaler Tumoren

 

Frankfurt am Main (6. Juli 2011) – In der Behandlung gastrointestinaler Tumoren ist Capecitabin (Xeloda®) eine effektive Therapieoption mit einem günstigen Nebenwirkungsprofil. Anlässlich eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG präsentierte Prof. Dr. Ralf-Dieter Hofheinz, Interdisziplinäres Tumorzentrum Mannheim, aktuelle Daten zur (neo-)adjuvanten Therapie des lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinoms (LARC) und erläuterte das vorteilhafte Therapiemanagement des oralen Fluoropyrimidins.

 

In der (neo-)adjuvanten Therapie des lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinoms ist die Capecitabin-basierte Radiochemotherapie (CRT) dem bisherigen Therapiestandard, der 5-FU-basierten CRT, tendenziell überlegen. Das belegen die Langzeitdaten einer Phase III-Studie, die im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncologie (ASCO) präsentiert wurden [1]. In der randomisierten, stratifizierten und auf Nicht-Unterlegenheit ausgelegten Studie wurden 401 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Rektumkarzinom (UICC-Stadium II oder III) adjuvant oder neo-adjuvant mit einer Capecitabin- oder 5-FU-basierten CRT behandelt. Primärer Endpunkt war das Gesamtüberleben (OS), sekundäre Endpunkte betrafen das krankheitsfreie Überleben (DFS) und das Sicherheitsprofil.

 

 

Starker Trend zur Überlegenheit von Capecitabin

 

Erste zuvor präsentierte Ergebnisse der Studie bestätigten Capecitabin im Vergleich zu 5-FU ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil und ein verbessertes T-Downstaging in der neo-adjuvanten Situation [2]. Die nun aktuell vorgestellten Langzeitdaten der Studie bekräftigen diesen positiven Trend: Hinsichtlich des 5-Jahres-OS erwiesen sich Capecitabin und 5-FU als gleichwertig (75,7 vs. 66,6 Prozent; p = 0,0004 für die Nicht-Unterlegenheit). Dabei zeigte sich jedoch ein starker Trend zur Überlegenheit der Capecitabin-basierten Therapie (p = 0,053). Gleichzeitig war Capecitabin der 5-FU-basierten Therapie hinsichtlich weiterer klinischer Parameter signifikant überlegen: Neben einer signifikant höheren 3-Jahres-DFS-Rate (75,2 vs. 66,6 Prozent, p = 0,034) traten unter Capecitabin auch signifikant weniger Fernmetastasen auf (18,8 vs. 27,7 Prozent, p = 0,037). „Angesichts des vorteilhaften Sicherheitsprofils und der überzeugenden Studiendaten kann Capecitabin als ein weiterer neuer Standard in der perioperativen Therapie des fortgeschrittenen Rektumkarzinoms gelten“, so Hofheinz in seinem Fazit zu den Studienergebnissen.

 

 

Capecitabin: ­Vorteile für Arzt und Patient

 

Neben der hohen Wirksamkeit in der Therapie gastrointestinaler Tumoren überzeugt die orale Behandlung mit Capecitabin durch ihr vorteilhaftes Therapie- und Nebenwirkungsmanagement. Infolge des tumorselektiven Wirkmechanismus von Capecitabin wird die systemische Exposition niedrig gehalten und die Verträglichkeit gegenüber der infusionalen Therapie verbessert.

 

Darüber hinaus ermöglicht die orale Verabreichungsform den behandelnden Ärzten ein flexibles und individuell angepasstes Nebenwirkungsmanagement. Die Daten von drei großen Phase III-Studien belegen, dass die Modifikation der Capecitabin-Dosierung keinen Einfluss auf die Wirksamkeit der Therapie nimmt und tendenziell sogar mit einem verlängerten DFS assoziiert ist [3].

 

 

Quellen

 

  • 1 Hofheinz R et al., J Clin Oncol 2011; 29 (Suppl.): Abstract 3504
  • 2 Hofheinz R et al., J Clin Oncol 2009; 27 (Suppl.): Abstract 4014
  • 3 Cassidy J et al., ASCO GI 2011, Poster 497

 


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma Roche Pharma zum Thema „Hohe Wirksamkeit bei mehr Lebensqualität – Xeloda in der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms und gastrointestinaler Tumoren“ am 06.07.2011 in Frankfurt am Main (medical relations) (tB).

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