Hunderttausende von Pflegefachkräften fehlen

Studien von PwC in Zusammenarbeit mit WifOR und des DIW im Auftrag des bpa belegen: es werden künftig fast 400.000 Pflegefachkräfte gebraucht

 

Berlin (25. Oktober 2010) – Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers hat in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter WifOR-Institut eine aktuelle Studie vorgelegt. Hierin wird für die kommenden zehn Jahre ein Bedarf von 140.000 zusätzlichen Vollzeitstellen für Pflegefachkräfte allein im Krankenhaussektor ermittelt. Zurückgeführt wird dieser enorme Bedarf an Krankenpflegefachkräften auf die zunehmend älter werdende Bevölkerung und die damit verbundene medizinische Behandlungsbedürftigkeit.

 

 „Bei diesen Zahlen ist der Bedarf an Pflegefachkräften in der Altenpflege noch nicht berücksichtigt. Die wirkliche Dramatik des Fachkräftemangels wird erst deutlich, wenn auch dieser bereits in den nächsten zehn Jahren rapide zunehmende Pflegebedarf mit einbezogen wird“, sagt Bernd Meurer. Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), weist darauf hin, dass nach der vom bpa in Auftrag gegebenen Studie von Professor Dominik H. Enste vom Deutschen Institut der Wirtschaft der zusätzliche Bedarf an Pflegefachkräften allein in der Altenpflege 2020 mehr als 230.000 Vollzeitstellen betragen wird.

 

 „Insgesamt brauchen wir zur Versorgung unserer älteren Bevölkerung rund 400.000 neue vollzeitbeschäftigte Pflegefachkräfte. Dies entspricht den Einwohnerzahlen von Mainz und Erfurt zusammen. Im gleichen Zeitraum brauchen wir 56.000 neue Ärzte. Es wird Zeit, dass dieser Zustand erkannt wird“, so Bernd Meurer.

 

 


Quelle: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., 25. 10.2010 (tB).

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