Hygiene

aktion_saubere_small3.jpgRichtige Händehygiene schützt vor Infektionen

Wichtig ist, dass die Hände sauber bleiben
 

Köln (2. Mai 2014) - Händewaschen nicht vergessen! - Auf diese einfache Formel weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Welthändehygienetages am 5. Mai hin wenn es darum geht, Infektionen zu vermeiden. Schon einfache Hygieneregeln können, gerade auch im unmittelbaren Umfeld, die Ansteckungsgefahr bei Erkrankungswellen deutlich senken. Häufig werden diese Regeln aber nicht befolgt, wie eine Studie der BZgA belegt.

Krankenhausinfektionen

80.000 Patienten pro Tag infizieren sich in Europa mit Krankenhauskeimen

 

Gastein, Österreich (4. Oktober 2013) - Täglich sind 80.000 Patienten/-innen, jährlich rund 3,2 Millionen Menschen, in Europas Krankenhäusern von mindestens einer Krankenhausinfektion betroffen. Ein Gutteil der Infektionen könnte durch nachhaltige, breit gefächerte Präventions- und Kontrollprogramme verhindert werden, sagte ECDC-Direktor Dr. Marc Sprenger beim European Health Forum Gastein. Das würde auch Europas angespannte Gesundheitsbudgets entlasten.

 

Bakterienvielfalt im Krankenhaus

Mehr mikrobielles Leben unter uns, als bisher angenommen

 

Graz, Österreich (24. Juni 2013) - Als weltweit erste haben Forscher der TU Graz in Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz die Mikroorganismen einer Intensivstation genauer untersucht. Das Team rund um Gabriele Berg ist dabei auf eine unerwartet große Vielfalt mikrobieller „Mitbewohner“ gestoßen – darunter zahlreiche potenzielle Nützlinge. Bisherige Hygiene- und Sterilitätsmaßnahmen vernichten auch den nützlichen Teil des Mikrobioms. Die Studie, durchgeführt am Grazer Universitätsklinikum, legt daher den Grundstein für eine neue Bewertung von Hygiene- und Sterilitätskonzepten. Die Arbeit wurde in „Nature Scientific Reports 2013“ veröffentlicht.

 

Steri-Report 2012

Zufriedenstellende Sterilgutversorgung in deutschen Krankenhäusern?

 

Frankfurt am Main (26. März 2013) - Erste Ergebnisse des Steri-Reports 2012 sind an der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) veröffentlicht worden. Das Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der Hochschule führte 2012 eine Umfrage zur Situation und Ausstattung der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) in deutschen Krankenhäusern durch.

 

G-BA: Hygiene

Gesetzliche Vorgaben und Zuständigkeiten

 

Berlin (6. Dezember 2012) - In Deutschland gibt es auf Bundes- und Landesebene eine Vielzahl von Regelungen, die – im engeren oder weiteren Sinne – die Hygiene betreffen. Dies sind zum einen Vorgaben, die von baulichen, technischen oder organisatorischen Maßnahmen über Desinfektions- und Sterilisationsvorschriften bis zum Hygienemanagement reichen. Ziel ist es, das Infektionsrisiko bei einem Aufenthalt in einem Krankenhaus, einer Praxis oder einer anderen Gesundheitseinrichtung zu verringern. Zum anderen gibt es eine Reihe von Vorschriften, die nicht in erster Linie die Vorbeugung/Vermeidung von nosokomialen (in einer Behandlungseinrichtung erworbenen) Infektionen betreffen, sondern deren Erkennung, Erfassung, Bewertung und gezielte Kontrolle.

 

Stellungnahme der  Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene

Klarstellung und Erläuterung zum Stellenwert von Surveillance-Systemen in Einrichtungen des Gesundheitswesens

 

1. Hintergrund und Anlass der Stellungnahme

 

Berlin (14. November 2012) - Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) stellt fest, dass in zunehmenden Maße von Auditoren im Rahmen von Zertifizierungen, von Gesundheitskonferenzen, Krankenhausgesellschaften und auch Versicherungen die Krankenhäuser verpflichtet werden sollen, an überregionalen Messungen nosokomialer Infektionen teilzunehmen. Derartige Forderungen entbehren einer inhaltlichen wie juristischen Grundlage (Bales et al. 2003).
Insbesondere wird häufig gefordert, an den KISS-Modulen teilzunehmen. Die DGKH lehnt dies entschieden ab, da die Ergebnisse nicht valide sind und das eingesetzte Personal sinnvollerweise anderweitig tätig werden sollte.

BVMed-Hygieneforum 2012: Mit konsequenten Hygienemaßnahmen sind rund 30 Prozent aller Krankenhausinfektionen vermeidbar . Quelle: BVMed, 14.11.2012 (tB).BVMed-Hygieneforum 2012

Mit konsequenten Hygienemaßnahmen sind rund 30 Prozent aller Krankenhausinfektionen vermeidbar

 

Berlin (14. November 2012) - Bei konsequenten Hygienemaßnahmen ist mit ergebnisorientierter Zusammenarbeit und Kommunikation aller Beteiligten, ein großer Teil von nosokomialen Infektionen vermeidbar. Darüber waren sich die Referenten des BVMed-Hygieneforums 2012: "Prävention von Krankenhausinfektionen – Möglichkeiten, Grenzen und ökonomische Aspekte beim Einsatz von Medizinprodukten" am 13. November 2012 in Berlin einig. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen nach Ansicht der Experten verschiedene Strategien verfolgt werden, von Schulungen über die Optimierung der Arbeitsprozesse bis zum richtigen Einsatz der richtigen Medizintechnologien. "Hygiene ist ein Spagat zwischen eigenen Ansprüchen und Finanzierbarkeit in unserem Gesundheitssystem", so Moderator Hans-Peter Geisel.

Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM)

Infektionsgefahren bei Frühgeborenen auf Intensivstationen

 

Hannover (25. Oktober 2012) - In den letzten Tagen wurde in der Öffentlichkeit und in den Medien intensiv und zum Teil unsachlich über die Serratia-Infektionen bei Frühgeborenen in der Charité berichtet. Wir möchten mit dieser Pressemitteilung zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beitragen.

 

Aufbereitung von Medizinprodukten

RKI stellt Neufassung der Empfehlungen vor

 

Berlin (21. September 2012) - Die Neufassung der Empfehlung über die "Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten" liegt nach Informationen des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) nun vor. In einer aktuellen Mitteilung informiert das Robert Koch-Institut (RKI) über die Vorveröffentlichung der Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim RKI und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

 

Merkblatt: Schutz vor Infektionen mit enterohämorrhagischen E. coli (EHEC)

Schutz vor EHEC: Sorgfältiger Umgang mit Rohmilch, rohem Fleisch und Sprossen notwendig

 

Berlin (13. Juni 2012) - EHEC-Erreger kommen natürlicherweise im Darm von Rindern und anderen Wiederkäuern vor. Menschen infizieren sich mit dem Keim in erster Linie durch direkten Tierkontakt oder über rohe Lebensmittel, die vom Tier stammen. Auch durch Obst und Gemüse kann EHEC übertragen werden, das Vorkommen in diesen Lebensmitteln ist aber deutlich seltener. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in einem Merkblatt Verbrauchertipps zum Schutz vor EHEC-Infektionen zusammengefasst.

Hygiene-Tipp der DGKH, Juni 2012

Aufbereitung von Medizinprodukten – Was ist eigentlich der A0-Wert?

 

Berlin (1. Juni 2012) - In der Norm EN DIN ISO 15883-1 wird der Begriff A0 eingeführt: Dieser ist ein Maßstab für die Abtötung von Mikroorganismen in Desinfektionsverfahren mit feuchter Hitze. Dieser Wert wird heute benutzt, um bei der thermischen Desinfektion in den maschinellen Desinfektionsverfahren und -geräten, also bei RDG (Reinigungs-Desinfektions-Geräte) für chirurgische Instrumente und für Steckbecken, die benötigte Menge an feuchter Hitze festzulegen. Der A0-Wert kann im Prozess mit Thermologgern bestimmt werden und ist, vereinfacht gesagt, die auf die Oberfläche der Instrumente einwirkende Temperatur über die Zeit integriert.

Hygiene-Tipp der DGKH, Mai 2012

Trinkbrunnen und Water-Cooler

 

Berlin (1. Mai 2012) - In Krankenhäusern und niedergelassenen Praxen werden oft Trinkbrunnen oder ähnliche Angebote für Patienten zur Verfügung gestellt. Gründe hierfür sind der Wunsch nach einer höheren Patientenzufriedenheit sowie der Wegfall des Transportes von Wasserkästen.

 

Stiftung Patientensicherheit Schweiz

Teamverhalten bei der Händedesinfektion - doppelter "follower"-Effekt

 

Basel, Schweiz (25. April 2012) - Die Spitalinfektionen stellen immer noch ein bedeutendes Problem der Patientensicherheit dar. Die korrekte Desinfektion der Hände ist eine wirkungsvolle Massnahme, um die Infektionsrate zu reduzieren. Mit verschiedenen Kampagnen, Hilfsmitteln, und Schulungen können gute Erfolge im Desinfektionsverhalten der Spitalmitarbeiter erzielt werden. Es zeigt sich aber auch, dass eine nachhaltig hohe compliance mit der Händedesinfektion oft schwer zu erreichen ist. Die soziale Norm und das Verhalten der Kollegen in einem Spital können einen erheblichen Einfluss auf das Händedesinfektionsverhalten haben, gerade in Ausbildungsinstitutionen in denen das soziale Lernen, z.B. bei Visiten, eine grosse Rolle spielt.

 

Mecklenburg-Vorpommern verbessert Voraussetzungen für Krankenhaushygiene

 

Schwerin (3. April 2012) - Mecklenburg-Vorpommern wird den Hygienestandard in Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen weiter erhöhen. Dazu dient die seit März geltende Verordnung zur Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygVO M-V). Gesundheitsministerin Manuela Schwesig sagte am Dienstag: „Ziel der Krankenhaushygieneverordnung ist es, den Schutz vor Infektionen zu erhöhen. Wir sind im Land schon auf einem sehr hohen Standard auf diesem Gebiet. Die Verordnung wird die Qualität noch einmal erhöhen.“

 

Hygiene-Tipp der DGKH, April 2012

MRSA abrechnen – jetzt ambulant möglich

 

Berlin (29. März 2012) - Im Jahr 2011 wurden im Rahmen der Änderung des Infektionsschutzgesetzes auch die Möglichkeiten zur ambulanten Abrechnung von Leistungen bei MRSA-Patienten geschaffen. Ende Januar 2012 wurden die EBM-Ziffern veröffentlicht, nach denen nun auch niedergelassene Ärzte bei der Versorgung von MRSA-Patienten Abrechnungsmöglichkeiten haben (Tabelle).

 

Klare regeln für Hygiene in medizinischen Einrichtungen

Hamburgische Verordnung über Hygiene und Infektionsprävention beschlossen

 

Hamburg (27. März 2012) - Der Senat hat heute die Hamburgische Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen beschlossen. Durch die Verordnung werden Maßnahmen zur Verhütung, Erkennung, Erfassung und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen, d.h. Infektionen, die in Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen erworben wurden, und Krankheitserregern mit Resistenzen geregelt. Die Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt, die in den nächsten Tagen erfolgen wird, in Kraft.