GonokokkenRKI

Gonorrhö im Epidemiologischen Bulletin

Berlin (8. August 2019) -- Die Resistenzentwicklung bei Neisseria gonorrhoeae und die damit verbundene Gefahr eines kaum therapierbaren, hochresistenten Erregers ist ein globales Problem. Im Epidemiologischen Bulletin 32/33 2019 wird über eine urogenitale Gonorrhö mit einer besonders problematischen Resistenzeigenschaft berichtet, einer "high-level-Azithromycin-Resistenz". Das Resümee der Autorinnen und Autoren, unter anderem vom Konsiliarlabor (KL) für Gonokokken am Vivantes Klinikum Neukölln und vom Robert Koch-Institut: "Unerlässlich ist eine Testung der Antibiotika-Empfindlichkeit, um vorhandene Resistenzen aufzuspüren … Eine Therapieerfolgskontrolle sollte stets erfolgen. … Fälle von ungewöhnlicher Resistenz und Therapieversagen sollten daher zeitnah an das KL für Gonokokken und das RKI gemeldet werden." Konsiliarlabor und RKI arbeiten seit 2013 im Gonokokken-Resistenz-Netzwerks GORENET gemeinsam mit Laboren aus ganz Deutschland zusammen, um die Resistenzsituation der Gonorrhö in Deutschland möglichst aussagekräftig abzubilden.


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Quelle: Robert Koch-Institut 08.08.2019 (tB).