Sanofi LogoErgebnisse der Studie ODYSSEY OUTCOMES

Praluent® reduzierte signifikant das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom  

Frankfurt am Main (29. Januar 2019) - Patienten mit einem hohen kardiovaskulären Risiko, die Alirocumab (Praluent®) zusätzlich zu einer maximal tolerierten Statintherapie erhielten, erfuhren signifikant weniger schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse (major adverse cardiovascular events, MACE) im Vergleich zu Patienten unter maximal tolerierten Statinen alleine. Dies zeigten Daten der Studie ODYSSEY OUTCOMES mit knapp 19.000 Patienten. Besonders deutlich war der Benefit bei Patienten, die zu Studienbeginn LDL-C-Werte von 100 mg/dl (2,6 mmol/l) oder höher aufwiesen.1



Die Bedeutung der LDL-C-Senkung für die Prävention vaskulärer Ereignisse unterstrich Professor Dr. Ursula Rauch-Kröhnert, Berlin,* anhand einer Metaanalyse mit über 90.000 Patienten: Eine Reduktion des LDL-C-Spiegels um 40 mg/dl (1 mmol/l) führte zu einer 21-prozentigen Verminderung vaskulärer Ereignisse.2 Ein besonders hohes Risiko haben Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom (ACS) – bei ihnen muss kurzfristig mit einem weiteren kardiovaskulären Ereignis gerechnet werden. So zeigt eine schwedische Registerstudie mit über 100.000 Patienten, dass 18,3 Prozent von ihnen innerhalb eines Jahres einen weiteren Myokardinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten bzw. an einem kardiovaskulären Ereignis verstarben.3 Dementsprechend fordern die aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaften für Kardiologie bzw. Atherosklerose (ESC/EAS) für die lipidsenkende Therapie bei Hochrisiko-Patienten einen LDL-CZielwert von unter 70 mg/dl (1,8 mmol/l) oder eine Reduktion des Baseline-LDL-C-Wertes um mindestens die Hälfte, falls der Wert zwischen 70 und 135 mg/dl (1,8-3,5 mmol/l) liegt.4

„Bei Patienten mit einem kardiovaskulären Ereignis und einem LDL-C-Wert von ≥ 70 mg/dl (≥ 1,8 mmol/l), die trotz maximal tolerierter Statindosis ein hohes Risiko für erneute kardiovaskuläre Ereignisse haben, sollte eine weitere LDL-C-senkende Therapie in Erwägung gezogen werden, 4“ so Rauch-Kröhnert.


Positive Ergebnisse der kardiovaskulären Endpunktstudie ODYSSEY OUTCOMES

Den Effekt des PCSK9-Inhibitors** Alirocumab auf kardiovaskuläre Ereignisse untersuchte die Studie ODYSSEY OUTCOMES: Die 18.924 eingeschlossenen Patienten hatten ein bis zwölf Monate (Median 2,6 Monate) vor Studieneinschluss ein ACS (Herzinfarkt oder instabile Angina pectoris) erlitten und wurden bereits mit einer maximal tolerierten Statindosis behandelt. Sie erhielten über zwei bis fünf Jahre randomisiert und doppelblind Alirocumab (n=9.462) oder Placebo (n=9.462). Etwa 90 Prozent der Patienten erhielten zusätzlich eine hoch-intensive Statintherapie.1

Mit Alirocumab behandelte Patienten begannen in der Studie mit 75 mg jede zweite Woche und wechselten auf 150 mg jede zweite Woche, falls ihre LDL-C-Spiegel oberhalb von 50 mg/dl (1,3 mmol/l) blieben (n=2.615). Einige Patienten, die auf 150 mg wechselten, wurden auf 75 mg rückumgestellt, wenn ihr LDL-C unter 25 mg/dl (0,6 mmol/l) fiel (n=805). Patienten, deren LDL-CSpiegel unter der 75-mg-Dosis bei zwei aufeinander folgenden Messungen unter 15 mg/dl (0,4 mmol/l) lag (n=730), beendeten für den Rest der Studie die aktive Alirocumab-Therapie. Primärer Wirksamkeitsendpunkt der Studie war ein 4-Punkt-MACE, der kardiovaskulären Tod, nicht-tödlichen Myokardinfarkt, ischämischen Schlaganfall und instabile Angina pectoris, die eine Hospitalisierung erforderte, umfasste.1

Die Ende 2018 im The New England Journal of Medicine publizierten Daten zeigten, dass die signifikante Reduktion des LDL-Wertes unter Alirocumab mit einem reduzierten Risiko für das Erreichen des primären kombinierten MACE-Endpunktes assoziiert war: Die relative Risikoreduktion gegenüber Placebo betrug 15 Prozent (Hazard-Ratio [HR] 0,85; 95-%-Konfidenzintervall [KI] 0,78 bis 0,93; p = 0,0003). Eine Subgruppenanalyse von ODYSSEY OUTCOMES zeigte, dass Alirocumab-behandelte Patienten, deren Baseline-LDL-C-Wert mindestens 100 ml/dl (2,6 mmol/l) betrug, sogar ein um 24 Prozent verringertes Risiko für MACE hatten (HR 0,76; 95-%-KI 0,65 bis 0,87). 1
 
„In ODYSSEY OUTCOMES reduzierte Alirocumab – im Vergleich zu Placebo – bei Patienten mit kürzlich durchgemachtem akuten Koronarsyndrom das Auftreten von MACE und war über die Dauer der Studie sicher und gut verträglich,“ so Rauch-Kröhnert und ergänzte: „Bei Patienten mit Zustand nach ACS und einem Ausgangs-LDL ≥ 100 mg/dl (≥ 2,6 mmol/l) war der Einsatz von Alirocumab mit dem größten Benefit assoziiert.1“

 
 
Sicherheitsprofil von Placebo und Alirocumab vergleichbar
 
Die Inzidenz unerwünschter Ereignisse in ODYSSEY OUTCOMES war in beiden Gruppen vergleichbar – mit Ausnahme von Reaktionen an der Injektionsstelle (3,8 % in der AlirocumabGruppe vs. 2,1 % in der Placebogruppe).1

 
 
Anmerkungen

* Fachpressekonferenz „Modernes Diabetesmanagement, aktuelle Studienergebnisse: Die Highlights des Jahres 2018“, Berlin, 7. Dezember 2018; Veranstalter Sanofi

** Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9

 
 
Referenzen

  1. Schwartz GG et al., NEJM Nov 7, 2018; doi 10.1056/NEJMoa1801174
  2. Cannon CP et al., NEJM 2015; jun 3;372(25):2387-97
  3. Jernberg T et al., Eur Heart J, 2015; May 14;36(19):1163-70
  4. Catapano AL et al., Eur Heart J 2016;37(39):2999-3058      

  
 
Über Praluent® (Alirocumab)
 
Alirocumab hemmt die Bindung von PCSK9 (Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9) an den LDL-Rezeptor und erhöht damit die Anzahl der verfügbaren LDL-Rezeptoren auf der Leberzelloberfläche. Dadurch wird der LDL-C-Spiegel im Blut gesenkt. Der Einsatz von Alirocumab um das Risiko von MACE (major adverse cardiovascular events) zu reduzieren, befindet sich aktuell in der Bewertung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA).

Alirocumab ist in mehr als 60 Ländern weltweit zugelassen, darunter die USA, Japan, Kanada, die Schweiz, Mexiko, Brasilien und die Europäische Union (EU).

In der EU ist Alirocumab zur Behandlung von Erwachsenen mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygote familiäre und nicht familiäre) oder gemischter Dyslipidämie begleitend zu einer Diät: a) in Kombination mit einem Statin oder mit einem Statin und anderen lipidsenkenden Therapieprinzipien bei Patienten, die mit einer maximal tolerierten Statintherapie die LDL-C Zielwerte nicht erreichen oder b) als Monotherapie oder in Kombination mit anderen lipidsenkenden Therapieprinzipien bei einer Statinunverträglichkeit oder wenn Statine kontraindiziert sind, zugelassen.

▼ Die ODYSSEY OUTCOMES Studie, die die Wirkung von Alirocumab auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität untersucht hat, wurde publiziert. Die Daten werden aktuell von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) bewertet und sind daher noch nicht Bestandteil der Zulassung.

 

  • Die Wirkung von Alirocumab auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität ist bisher noch nicht belegt.

Sanofi und Regeneron arbeiten gemeinsam an einem globalen Produktentwicklungsprogramm und an der Vermarktung von Praluent®. 
 
 
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Quelle: Sanofi-Aventis, 29.01.2019 (tB).