Innovation für die Diabetologische Schwerpunktpraxis

Mit TheraKey® Diabetes in die digitale Zukunft

Berlin (5. Mai 2016) – Die Arztpraxis der Zukunft ist digital: Schon heute ist die Recherche nach Gesundheitsinformationen im Internet selbstverständlich und der Wunsch von Patienten nach digitalen Gesundheitsdienstleistungen nimmt stetig zu. Darin waren sich die Experten eines Symposiums der BERLIN-CHEMIE AG auf dem diesjährigen Diabetes Kongress in Berlin einig. Eine positive und konstruktive Auseinandersetzung der Ärzte mit dem Thema Digitalisierung sei daher dringend notwendig, um auch in Zukunft die optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Anhand des innovativen Kommunikationskonzeptes TheraKey® zeigten die Referenten, wie Diabetesteams mit digitalen Werkzeugen wertvolle Unterstützung für den Praxisalltag erhalten können. Solche Tools würden nicht nur zunehmend von Patienten nachgefragt, sondern könnten die Kommunikation mit Patienten erleichtern, die Patientenzufriedenheit steigern und die Adhärenz verbessern.

„Wenn Sie in zehn Jahren Ihren Patienten im Sprechzimmer begrüßen, wird vermutlich folgendes im Hintergrund passiert sein: Während der Patient im Wartezimmer seine Zeitschrift gelesen hat, wurden seine gesundheitsbezogenen Daten von seinem Handy auf die Praxissoftware übertragen“, leitete Prof. Lutz Heinemann, Düsseldorf, mit der Zukunftsvision einer digitalen Arztpraxis das Symposium ein. „Die Daten werden automatisch abgelegt, mit Hilfe von Algorithmen analysiert und zudem interpretiert. Und Sie als Arzt oder Ärztin nutzen die Auswertung dann in der Sprechstunde, um gemeinsam mit dem Patienten zu entscheiden, welche Parameter der Therapie gegebenenfalls angepasst werden müssen.“ Bereits heute, so der Experte, seien viele digitale Geräte miteinander verbunden, würden sich vernetzten, verfolgten und übertrügen Daten per Smartphone, Tablet oder PC. Umso wichtiger sei es, betonte Heinemann, erster Vorsitzender der AG Diabetes und Technologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft, dass es bei dem Einsatz digitaler Technologien auch in Zukunft immer darauf ankäme, evidenzgeprüfte Tools einzusetzen und individuell zu entscheiden, welche digitale Technik für welchen Patienten geeignet ist.


Herausforderung Praxisalltag

Die Digitalisierung findet aber nicht nur in der Arztpraxis selbst statt. Patienten und Angehörige informierten sich rund um die Uhr im Internet und in Foren über ihre Erkrankung und Therapiemöglichkeiten, machte Dr. Martina Lange, Rheinbach, deutlich.

Von den 16- bis 44-Jährigen nutzt nahezu jeder das Internet, von den 45- bis 64-Jährigen 90 % und sogar fast die Hälfte der 65-Jährigen sind bereits im Internet unterwegs [1]. Insgesamt suchen 65 % aller Deutschen gesundheitsrelevante Informationen über das Internet [2]. „Und die Tendenz ist steigend. Uns Ärzten bleibt also gar nichts anderes übrig, als uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen“, erklärte die Diabetologin. „Wie oft sitzt denn ein Patient vor uns mit einem Ausdruck aus dem Internet und möchte erfahren, warum wir ihm nicht Therapie XY verschreiben? Und danach möchte er noch gerne Empfehlungen aus dem Patientenforum von Ihnen bewertet haben und wissen, welche App zur Unterstützung seiner Therapie die richtige ist.“

Lange empfiehlt, den Themen E-Health, Gesundheitsinformationen aus dem Internet und digitaler Arztpraxis gegenüber aufgeschlossen zu sein. „Aus Erfahrung weiß ich, dass der Praxisalltag einfacher wird, wenn wir das Thema für uns annehmen und überlegen: Wie positioniere ich mich dazu in meiner Praxis, was erwarten meine Patienten und wie kommuniziere ich mit ihnen – auch unabhängig vom Internet. Und was können wir guten Gewissens überhaupt an Apps oder Internetseiten empfehlen, wo stimmen Qualität, Inhalt und Funktionalität?“


TheraKey®: Digitale Therapiebegleitung für die diabotologische Sprechstunde

Gute Erfahrung hat die Diabetologin mit TheraKey® Diabetes gemacht, dem Kommunikationskonzept der BERLIN-CHEMIE AG. Das Konzept wurde speziell zur Unterstützung für das gesamte Diabetes-Team, für Patienten und Angehörige entwickelt, um den Arzt als Ansprechpartner Nr. 1 im Therapiealltag zu entlasten. Die verschiedenen Tools des Konzeptes setzt Lange – je nach Situation und Bedarf – gezielt in der Praxis ein oder empfiehlt sie Patienten und Angehörigen zur Nutzung zu Hause oder unterwegs. „Im Zentrum steht das TheraKey Onlineportal, in das der Patient und auch der Angehörige sich einloggen können, nachdem ich als Ärztin ihnen als exklusives Angebot einen Zugangscode gegeben habe“, beschreibt die Fachärztin. Das Onlineportal vermittelt sicheres Diabeteswissen zu Therapie und Alltag. Mit einem passwortgeschützen Profil können Anwender zudem alle Inhalte des Portals individualisiert nutzen – motiviert durch interaktive Elemente. Als Ergänzung zum Onlineportal dient die MyTherapy App, mit der Patienten Erinnerungen zur Medikamenteneinnahme und Therapieoptimierung erhalten. Schaukarten und Praxisposter unterstützen das Diabetesteam während der Sprechstunde, Patienten komplexe Sachverhalte mit einfachen Worten und in Bildern zu erklären. Die Materialien werden ergänzend zur Therapie eingesetzt, ersetzen aber nicht eine Diabetesschulung. „Diabetes beschäftigt unsere Patienten ja nicht nur 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche – er betrifft ihr gesamtes soziales Umfeld, ihre Familie, ihre Freunde, ihren Alltag.“ Aufklärung und Unterstützung der Patienten und seiner Angehörigen in der Therapie seien daher wichtige Ziele für den Therapieerfolg.


Welcher Patient profitiert vom TheraKey®?

„Für mich sind besonders solche Patienten für den TheraKey geeignet, die immer wieder mit einem Internetausdruck vor mir sitzen“, spricht die Expertin aus der Praxis. In Frage kämen zudem wissbegierige Patienten, Menschen mit Erstmanifestation oder solche, die ihren Diabetes wieder besser annehmen möchten – oder einfach Betroffene, die auch außerhalb der Sprechstunde motiviert werden wollen. „Ob diese Menschen jung oder im fortgeschrittenen Alter sind, ist aus meiner Erfahrung nach irrelevant – sobald sie über ein Smartphone, Tablet oder einen einfachen Internetzugang zu Hause verfügen, sind sie geeignet.“ Die Themen im Onlineportal, mit denen sich die Patienten bis zur nächsten Sprechstunde beschäftigen sollen, notiert die Ärztin auf dem TheraKey® Rezept. Das konkretisiere die mündliche Empfehlung und schaffe Verbindlichkeit.

„Den Menschen als Ganzes zu betrachten, um langfristig gute Therapieergebnisse und Adhärenz zu erlangen, ist gerade für uns in der Diabetologischen Schwerpunktpraxis wichtig. Selbstverständlich gehen wir dafür auch neue Wege. Moderne Medikamente und TheraKey®– beide sind aus meiner Praxis kaum noch wegzudenken“, fasst Lange in ihrem Fazit zusammen. Zudem könne sie ihren Patienten zeigen, dass sie und ihre Praxis up to date und für die digitale Zukunft gerüstet sind.


TheraKey®: Patienten können präzisere Gespräche mit dem Arzt führen

Entwickelt wurde das TheraKey® Konzept von der BERLIN-CHEMIE AG mit Unterstützung von kompetenten Partnern und in der Indikation Diabetes mit Diabetesexperten. Gemeinsam mit Ärzten, Patienten und Angehören wird das Konzept in jeder Phase wissenschaftlich geprüft. So zeigen aktuelle Ergebnisse der ThESIS 2-Evaluationsstudie, dass Patienten die Nutzung des Onlineportals zu einem deutlich besseren Verständnis für die Erkrankung geführt hat: 40 % wussten vor der Nutzung „ganz gut über meine Erkrankung Bescheid“, nach der Nutzung des Onlineportals waren dies zwei Drittel der Patienten. Bezüglich der Auswirkungen auf das Gespräch mit dem Arzt urteilten 81 % der Patienten, nach Nutzung des TheraKeys® präzisere Gespräche mit dem Arzt führen zu können, und 79% der Befragten, einen besseren Umgang mit ihrer Erkrankung zu haben [3].

TheraKey® steht mit einem identischen Aufbau für sieben Indikationen zur Verfügung: Diabetes Typ 1 (mit Injektion), Diabetes Typ 2 (ohne Injektion), Hypertonie, COPD, Ejaculatio praecox, Gicht, Angina Pectoris und Fettstoffwechselstörung.


Literatur

  1. Private Haushalte in der Informationsgesellschaft, Statistisches Bundesamt 2015
  2. Philips Gesundheitsstudie 2015
  3. data on file

     


Quelle: Symposium der BERLIN-CHEMIE AG „Neue Wege der Steigerung des Therapieerfolgs: E-Adhärenz“, Diabetes Kongress 2016, Berlin, 05.05.2016 (tB).

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