Innovative Therapieoption

BlueTouch – Natürliche Schmerzlinderung mit blauem LED-Licht

 

Mannheim (18. Oktober 2012) – Die medizinische Nutzung von blauem Licht ist nicht neu. Allerdings beschränkte sie sich bisher zumeist auf dermatologische Behandlungen. Ein Forscherteam des Philips Light & Health Ventures, einer Einrichtung innerhalb des Unternehmens Philips, das die therapeutischen Möglichkeiten von Licht untersucht, machte jedoch eine völlig neuartige Entdeckung. So konnte in Philips internen Studien ein weiterer Effekt von blauem LED-Licht (LED = Licht emittierende Diode) aufgezeigt werden: Die Anwendung von blauem LED-Licht einer speziellen Wellenlänge (453 Nanometern) auf der Haut regt körpereigene Prozesse an, die eine natürliche Schmerzlinderung bewirken.

 

Ursächlich hierfür wird die lichtinduzierte, endogene Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) in der Haut gesehen.(1,2) Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass das freigesetzte NO anti-inflammatorische, antioxidative und anti-apoptotische Eigenschaften besitzt, die den Schmerz lindern können.(3,4,5,6) Besonders für Rückenschmerzgeplagte, die häufig unter unspezifischen, aber lokal eingrenzbaren Schmerzen leiden, welchen sie oft mit chemischen Substanzen wie Schmerzgels oder Schmerztabletten zu Leibe rücken, stellt blaues LED-Licht eine natürliche Therapiemöglichkeit dar. Das Philips Forscherteam machte es sich deshalb zur Aufgabe, eine mobile, täglich anwendbare Therapieoption mit blauem LED-Licht zu entwickeln.

 

Abb. 1: Wirkungsweise

 

Abb. 1: Wirkungsweise

 

 

Innovative, mobil anwendbare Therapieoption

 

Gemeinsam entwickelten sie ein textiles Endgerät, in das 40 qualitativ hochwertige blaue LEDs integriert sind. LEDs eignen sich aufgrund ihrer hohen spektralen Selektivität besonders für diesen Zweck, denn sie ermöglichen die direkte Anwendung von blauem Licht einer spezifi schen Wellenlänge (in diesem Fall von 453 Nanometern) auf der Haut. Um eine tägliche mobile Nutzung gewährleisten zu können, wurden zudem 3 leistungsstarke, fl exible Lithium-Ionen Akkus eingebaut, die jegliche normale Bewegung erlauben.

 

 

Abb. 2: Philips BlueTouch: Innovative Rückenschmerztherapie mit blauem LED-Licht.

 

Abb. 2: Philips BlueTouch: Innovative Rückenschmerztherapie mit blauem LED-Licht.

 

 

Philips BlueTouch

 

Mit BlueTouch, einem CE-zertifi zierten Medizingerät der Klasse 2a, stellt Philips ein erstes tragbares LED-Patch vor, das zur Linderung von milden bis moderaten chronischen Rückenschmerzen im Nacken-Schulter-Bereich oder im Lenden-Wirbelsäulen-Bereich empfohlen ist. Das Pain Relief Patch wird zur Anwendung auf der Haut in ein komfortables Rückenband aus hochwertigem DriRelease® Material eingeschoben und um den unteren Rücken oder den oberen Rücken gelegt. Nach dem Anlegen reagiert ein integrierter Infrarotsensor im Patch auf den Hautkontakt und schaltet automatisch die vollständige Leistung der 40 blauen LEDs ein. (Ohne direkten Hautkontakt leuchten die blauen LEDs ebenfalls, allerdings ist die Strahlung reduziert.) Bereits nach wenigen Minuten der Anwendung kann eine wohltuende Schmerzlinderung wahrgenommen werden.

 

 

Anwendung

 

BlueTouch besitzt drei Intensitätsstufen, die sich hinsichtlich der Wärmeentwicklung unterscheiden. Bei Nutzung der höchsten Stufe wird eine Anwendung von maximal zweimal täglich 15 Minuten empfohlen.

 

Abb. 3: Therapiestufen

 

Abb. 3: Therapiestufen 

 

 

Natürliche Schmerzlinderung

 

Besonders für Rückenschmerzpatienten, die häufig auf medikamentöse Schmerzstiller zurückgreifen müssen, stellt BlueTouch wegen seiner lokalen Anwendung und gleichzeitig natürlichen Schmerzlinderung durch blaues LED-Licht eine vielversprechende Therapieoption dar. Die Wirksamkeit von BlueTouch bei Rückenschmerzen konnte bereits in ersten Untersuchungen belegt werden.7 Eine weitere klinische Studie in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Heidelberg wurde aktuell abgeschlossen, erste Ergebnisse werden im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses 2012 vorgestellt. In dieser Studie wurde bei 17 (1) Probanden mit milden bis moderaten chronischen Rückenschmerzen die schmerzlindernde Wirkung eines „Muskelschmerzbehandlungsgeräts“ untersucht. Die Ergebnisse werden nach Veröffentlichung unter www.LED-Schmerztherapie.de im Fachbereich bereitgestellt.

 

 

Abb. 4: Philips BlueTouch – erhältlich in Apotheken.

 

Abb. 4: Philips BlueTouch – erhältlich in Apotheken.

 

 

BlueTouch im Überblick

 

  • Anregung körpereigener Schmerzlinderungsprozesse
  • Bei Schmerzen im oberen und unteren Rückenbereich
  • Für Patienten mit chronischen muskulären Rückenschmerzen
  • Mobil und diskret jederzeit anwendbar
  • Wirkstofffrei
  • Sofort spürbare Wirkung
  • Zusätzlich wohltuende Wärmewirkung

 

 

Referenzen 

  1. Suschek CV, Opländer C, Berichtsblatt zum BMBF-Verbundprojekt, Uniklinikum Aachen. Aachen, 2010.
  2. Liebmann J et al., J Invest Dermatol, Vol. 130, pp. 259–269, 2010.
  3. Dal Secco D et al., Nitric Oxide, Vol. 9, pp. 153–164, 2004.
  4. Phillips L et al., J Invest Surg, Vol. 22, pp. 46–55, 2009.
  5. Rauhala P et al., Toxicol Appl Pharmacol, Vol. 207 (Suppl 2), pp. 91–95, 2005.
  6. Chiueh CC, Ann N Y Acad Sci., Vol. 890, pp. 301–311, 1999.
  7. Philips Light & Health Venture. Data on fi le. Eindhoven, 2011.

 

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Philips Light & Health Venture

 

Das Philips Light & Health Venture ist aus einer Kooperation der beiden Sparten Philips Lighting und Philips Healthcare des niederländischen Technologiekonzerns Philips hervorgegangen. Das 2009 gegründete Venture entwickelt innovative Produkte im Gesundheitsbereich, die die therapeutischen Effekte von Licht in anwendungsorientierten Lösungen nutzbar machen. Damit verbindet Philips sein über 120-jähriges Wissen im Bereich Licht und Produktdesign mit der Medizintechnik.

 

Im Firmensitz in Eindhoven arbeiten die ca. 50 Mitarbeiter des Ventures an neuen Anwendungen auf Basis verschiedener Lichttechnologien, die auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten sind – sowohl für den privaten Einsatz zu Hause als auch für die professionelle Anwendung, zum Beispiel in Krankenhäusern.

 


 

Quelle: Philips, 18.10.2012 (hB).

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