Institut für Patientensicherheit (IfPS)

Besserer Schutz vor Behandlungsfehlern

 

Bonn (19. September 2012) – Hygiene, Sturzprävention, Vorbeugung gegen Wundliegen und die Vermeidung von Mangelernährung sind wichtige Aspekte in der Patientensicherheit. Das Institut für Patientensicherheit (IfPS) der Universität Bonn ist nun am EU-Projekt „Joint Action on Patient Safety and Quality of Care“ (PaSQ JA) beteiligt. In einer Datenbank werden international Best-practice-Beispiele für Sicherheitsmaßnahmen zusammengestellt, um Patienten während einer Heilbehandlung vor Fehlern oder Beinahe-Fehlern zu schützen. Das Gesamtbudget für das Projekt beträgt rund 5,9 Millionen Euro, davon erhält das IfPS fast 260.000 Euro.

 

Häufig wissen die einzelnen Akteure gar nicht, welche Patientensicherheitsmaßnahmen anderswo bereits umgesetzt werden. Oft ist auch unbekannt, welche Verbesserungen diese Maßnahmen genau bewirken. Um diese Lücke zu schließen, startete die Europäische Union (EU) zusammen mit den teilnehmenden Nationen das Projekt „Joint Action on Patient Safety and Quality of Care“ (PaSQ JA). Hauptziel ist neben dem Austausch der Beteiligten in den unterschiedlichen Ländern die Gestaltung und Pflege einer gemeinsamen Projektdatenbank. In ihr sollen Informationen zu Patientensicherheitsprojekten bereit gestellt werden.

Insgesamt beteiligen sich an PaSQ JA 44 Partnerorganisationen aus 25 EU-Mitgliedsstaaten. Dies sind beispielsweise der National Health Service (NHS) (Nationaler Gesundheitsdienst in Großbritannien), die Dänische Gesellschaft für Patientensicherheit und die Europäische Gesellschaft für Pflege (EFN). In der gemeinsamen Datenbank sollen europäische Patientensicherheitsprojekte so verfügbar gemacht werden, dass andere EU-Mitgliedsländer und weitere Interessierte sich über die Projekte zügig einen Überblick verschaffen können. Auch der Projektverantwortliche, der die Maßnahme in seinem Heimatland verantwortet hat, und die Kontaktdaten sollen ersichtlich sein.

Über eine interaktive Webpage hinaus besteht der zukünftige Austausch der Projektpartner in gegenseitigen Besuchen erfolgreich implementierter Sicherheitsprojekte in anderen Mitgliedsländern. Auch die Teilnahme an Workshops ist als eine weitere Form des Austausches geplant. Derzeit arbeitet das Institut für Patientensicherheit der Universität Bonn (IfPS) an einem Fragebogen, um die EU-Mitgliedsstaaten nach relevanten, bereits erfolgreich implementierten Sicherheitsmaßnahmen zu befragen. Darüber hinaus wirkt das IfPS mit, die Austauschmechanismen, mit denen die Projektbeteiligten voneinander lernen sollen, zu beschreiben und zu klassifizieren.

 

 

Weitere Informationen

 

 

 

Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 19.09.2012 (tB).

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