Mistel. Photo: Helixor HeilmittelIntegrative Onkologie – Der Weg für einen aktiven Patienten Kampf gegen den Krebs

Wie die Mistel die körpereigene Abwehr stärkt und Lebensqualität verbessert

Berlin (5. April 2014) – Als Helga Maschke vor 20 Jahren die Diagnose Brustkrebs erhielt, war sie wie betäubt. „Ich erlitt einen körperlichen und seelischen Zusammenbruch“, erinnert sich die heute 71-Jährige. „Doch ich rappelte mich auf und begann zu kämpfen. Ganzheitliche und integrative medizinische Therapien sowie psychoonkologische Unterstützung haben mir dabei entscheidend geholfen.“ Und das erfolgreich. Den Krebs hat sie besiegt. 1997 gründete die Bürokauffrau den Förderverein für Krebsbetroffene, dem sie den Namen „Sonnenweg“ gab.

Knapp 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen.
Nach der schockierenden Diagnose setzt sich für Betroffene sogleich die enorme psychische Belastung mit lebenswichtigen Fragen fort: Welche Therapie ist jetzt ratsam? Können die Nebenwirkungen gelindert werden? Welche Möglichkeiten bieten sich an?

Seit mehr als 35 Jahren steht eine Pflanze, der bereits im Mittelalter heilende Eigenschaften zugeschrieben wurden, im Fokus der sogenannten integrativen Onkologie: die Mistel.

Hexenkraut, Donnerbesen – der Volksmund kannte gerade im Mittelalter viele Bezeichnungen für die sogenannten Halbschmarotzer. Denn das ist die Mistel botanisch gesehen. Wer im vergangenen Winter aufmerksam nach oben blickend durch den Wald spazierte, wird sie gesehen haben – die buschförmigen Gewächse, die etwas Geheimnisvolles umgibt. Misteln wachsen ausschließlich auf Bäumen, besonders häufig sind sie in den Kronen von Laubbäumen wie Apfelbäume und Pappeln gut an ihrem kugelförmigen Wachstum zu erkennen. Um sie auf Tannen oder Kiefern zu entdecken, muss man den „Mistelblick“ entwickeln. Dies machte sie schon früh für den Menschen interessant und ihr Gebrauch als Heilpflanze ist schon seit den Kelten bekannt.

Seit 1938 wissenschaftlich erforscht

Der Philosoph und Naturwissenschaftler Rudolf Steiner (1861 bis 1925), Begründer der Anthroposophie, erkannte als erster das Heil-Potenzial der Mistel bei Krebserkrankungen – zu einer Zeit, in der es außer Operationen nur wenige Therapiemöglichkeiten gab. Rudolf Steiner beschrieb die „Eigensinnigkeit“ der Mistel, die gegen den normalen Jahreslauf im Winter blüht und ihre weißlichen Beerenfrüchte ausbildet und dadurch zum Heilmittel gegen das ebenso „irrsinnige“ Krebswachstum wird.

In Zusammenarbeit mit Rudolf Steiner entwickelte die Frauenärztin Ita Wegman das erste Mistel-Injektionspräparat und setzte es in der Tumorbehandlung ein. Was als Erfahrungsmedizin und aufgrund phänomenologischer Betrachtung begann, wurde ab den 1960er Jahren zunehmend auch wissenschaftlich und klinisch erforscht.

Mistelextrakte stärken das Immunsystem

Gut zwei Drittel aller Krebspatienten greifen inzwischen neben der konventionellen Medizin zu komplementären Methoden, um ihr Immunsystem und den Organismus zu stärken. Die Misteltherapie nimmt dabei einen wichtigen Platz ein. Als einer der Pfeiler der Anthroposophischen Medizin versteht sie sich als Komplementärbehandlung zu onkologischen Standard-Therapien.

Klinische Studien belegen, dass Mistelextrakte das Immunsystem stärken und die Lebensqualität von Tumor-Patienten deutlich verbessern können. So kann das während und nach der Chemotherapie auftretende Fatigue-Syndrom mit einem Mistelpräparat verringert, wenn nicht gar verhindert werden und eine Besserung bei Schlaf- und Appetitlosigkeit sowie Übelkeit erreicht werden. Darüber hinaus gilt auch, dass der subkutan verabreichte Pflanzenextrakt stimmungsaufhellend wirken kann.

Für Dr. Annette Jänsch, Expertin für Biologische Tumortherapie am Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Wannsee, ist die integrative Krebsbehandlung das Therapiekonzept des neuen Jahrtausends. Ihr Credo: „Die Angst vor dem Krebs darf den Patienten nicht lähmen.“ Deshalb müsse der Patient, neben klassischen Therapien wie Chemo, Bestrahlung und Operation, wieder an die eigene Kraft glauben, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. „Kommt die Naturheilkunde dazu, wird der Mensch in seiner Gesamtheit wahrgenommen. Dabei geht es darum, dem Patienten zu helfen, sein eigener Heiler zu werden.

Die Empfehlung lautet: Direkt nach der Krebs-Diagnose mit dem kompletten Programm der integrativen Medizin starten. Ein klarer Weg führt zu signifikant besseren Therapieerfolgen“, so Dr. Jänsch, die sich seit 15 Jahren mit biologischer Tumortherapie beschäftigt und einen Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Berliner Charité innehat.

Abbildung: Förderung der körpereigenen Abwehrkräfte durch komplementäre Misteltherapie. Graphik: Helixor Heilmittel
Abbildung: Förderung der körpereigenen Abwehrkräfte durch komplementäre Misteltherapie


Ein Konzept, das bei Helga Maschke aufgegangen ist. „Ganzheitliche, biologische, integrative medizinische Therapien und psychoonkologische Unterstützung waren für mich entscheidende Maßnahmen zur Krankheitsbewältigung. Hilfe zur Selbsthilfe führte mich in meinem Genesungsprozess zu einer neuen Lebensweise und Bewusstseinsebene“, resümiert Helga Maschke.

Helga Maschke: Die Hilfe zur Selbsthilfe ließ sie den Krebs überwinden

„52 Jahre hatte ich ein gesundes und zufriedenes Leben. Doch dann veränderte sich an einem Tag alles!“ Mit der Diagnose Brustkrebs erlebte Helga Maschke einen körperlichen und seelischen Zusammenbruch. „Es passierte im Jahr 1994. Ich hatte selbst einen Knoten in meiner Brust ertastet. Und als mein Gynäkologe die befürchtete Diagnose Brustkrebs bestätigte, war ich wie gelähmt und zu keiner emotionalen Reaktion fähig“, erinnert sich die damals 52-Jährige. Die Ironie des Schicksals: Am selben Tag bekam Helga Maschke auch die Nachricht von der Geburt ihres Enkelsohnes. „In der Freude darüber habe ich funktioniert und die Krebsdiagnose irgendwie verdrängt.“ Erst Wochen nach ihrem Krankenhausaufenthalt und während der konventionellen Krebstherapie ist sie aus der Schockstarre erwacht. Nach der ersten Operation im November 1994 musste sich die damalige Verwaltungsangestellte des Forschungszentrums Jülich von Januar bis März 1995 einer Strahlentherapie unterziehen – parallel zur Hormontherapie. Bei der zweiten OP im Juni 1995 erfolgte eine Reduktion beider Brüste.

Was Helga Maschke noch heute verärgert, ist, dass sie bei der Wahl der Therapie von ihren Ärzten nicht einbezogen wurde. Ihr wurden keine verschiedenen Optionen genannt. Sie fühlte sich allein gelassen. Schließlich fasste die Bürokauffrau all ihren Mut zusammen und machte sich selbst auf die Suche nach Wegen aus dieser lebensbedrohlichen Situation. Die Patientin informierte sich über ganzheitliche Therapien bei Krebs, speziell die integrative Onkologie inklusive psychoonkologischer Therapie. Ihre erste Option: die Misteltherapie. „Doch die Verordnung musste ich mir bei meinem Gynäkologen erstreiten und bei der Krankenkasse erkämpfen“, berichtet sie nicht ohne Zorn.

Die Mühen wurden belohnt. Helga Maschke: „Sechs Jahre lang habe ich zweimal pro Woche den Mistelextrakt gespritzt. Bereits nach kurzer Zeit spürte ich die positive Wirkung. Ganzheitliche, biologische, integrative medizinische Therapien und psychoonkologische Unterstützung waren für mich entscheidende Maßnahmen zur Krankheitsbewältigung. Hilfe zur Selbsthilfe führte zu meinem Genesungsprozess und einer neuen Lebensweise und Bewusstseinsebene.“

Ihre persönlichen Erfahrungen in der Krankheitsbewältigung motivierten Helga Maschke 1997 zur Gründung des Sonnenweg e.V. (Förderverein für Krebsbetroffene). Ihr Leitsatz: „Menschen mit der Diagnose Krebs Hoffnung und Mut zusprechen.“ 2011 erhielt sie für ihre ehrenamtliche Arbeit den Ehrenpreis für soziales Engagement des Kreises Düren und wurde 2013 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Rat & Hilfe

 

 

  • Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
    Hauptstr. 27, 69117 Heidelberg
    Tel. 06221/13802-0
    www.biokrebs.de

  • Sonnenweg e.V.
    Gesundheitsforum
    Große Rurstraße 70, 52428 Jülich
    Tel. 02461/34 41 93
    www.sonnenweg-verein.de

 

 

Weitere Informationen

 

 


Quelle: Helixor Heilmittel, 05.04.2014 (tB).

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