Interdisziplinärer Austausch zu Wunde und Pflege

7. Bremer Pflegekongress und 5. Deutscher Wundkongress eröffnet

 

Bremen (11. Mai 2011) – Vom 11. bis 12. Mai 2011 treffen sich rund 3.000 Mitarbeiter der ambulanten, stationären und akutklinischen Pflege sowie Mediziner aus ganz Deutschland zum fachlichen Austausch beim 7. Bremer Pflegekongress und dem 5. deutschen Wundkongress im Congress Centrum Bremen. Eröffnet wurden die Veranstaltungen durch Dr. Matthias Gruhl, Abteilungsleiter Gesundheit bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales der Freien Hansestadt Bremen. Die Kongressteilnehmer können aus rund 100 Sitzungen und Workshops mit etwa 150 Vorträgen wählen.

 

„Beide Kongresse bieten den Besuchern eine vielfältige und fachlich anspruchsvolle Kombination an Vorträgen und Workshops, die thematisch genau auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt sind“, erklärt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen. „Die Referenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vermitteln aus dem ärztlichen, pflegerischen und auch berufspolitischen Blickwinkel wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse. Der Bremer Pflegekongress und der Deutsche Wundkongress fördern wir den interdisziplinären Austausch und regen fächerübergreifende Diskussionen an. Die gemeinsamen Kongresstage hier in der Hansestadt haben inzwischen einen festen Platz in den Terminkalendern des Pflege- und medizinischen Personals. Und dieses kann sich auf zwei interessante Tage voller Diskussionen und Anregungen freuen.“

 

Schwerpunkt des Bremer Pflegekongresses ist die „Herausforderung Ernährung“. „Zweifelsohne gehören Essen und Trinken zu den Aktivitäten des täglichen Lebens, deren Förderung und Unterstützung die Kernaufgaben der Pflege darstellen. Und ebenso zweifelsohne ist Essen und Trinken außerhalb von Pflegbebedürftigkeit und Krankheit mit Genuss, Gemeinschaftlichkeit und überhaupt oftmals mit einem lustvollen, sozialen Ereignis verbunden. Eigentlich sollte das auch mit Pflegebedürftigkeit und Krankheit so sein“, sagt Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik, aus dem Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke und Standortsprecherin am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Witten, zur Kongresseröffnung. „Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass viele Patienten und Bewohner mehr Schwierigkeiten haben zu essen, als auf dem ersten Blick zu sehen ist. Dies zu erkennen, ist natürlich Aufgabe von Pflegefachpersonen. Es sind die Pflegenden, die beim Patienten oder Bewohner sind und am ehesten Auffälligkeiten und Gründe dafür wahrnehmen können, wenn sie – und das ist natürlich wichtig – genau hinsehen.“ Diese und weitere Aspekte der Ernährung im Pflegebereich werden auf dem 7. Bremer Pflegekongress ausführlich diskutiert, Erfahrungen und Forschungsergebnisse ausgetauscht und Hilfestellungen für die in der Pflege Tätigen gegeben.

 

 „Wunden und Demenz“, „Wunden und Adipositas“, „Diagnostik“, „Update Therapiestrategien“ sowie „Grenzübergreifendes Agieren“ sind die thematischen Schwerpunkte des 5. Deutschen Wundkongresses. Vor dem Hintergrund des in der Medizin wachsenden Drucks, bei hoher Qualität Kosten einsparen zu müssen, werden auch in diesem Jahr Fragen der Wirtschaftlichkeit angesprochen. Ebenso treffen sich die Wundnetze in Bremen und erörtern die Zusammenarbeiten von Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Zuständigkeiten im Team und fachliche Kompetenzen, Qualität und Finanzierung. Zudem behandelt der Kongress therapeutische Fragestellungen wie Wundbehandlung, Hygiene oder Heilungsansätze. Die Referenten stellen neue Methoden vor und liefern Fallbeispiele, und natürlich gibt es auch Gelegenheit zum Dialog und zum intensiven Erfahrungsaustausch.

 

Begleitet werden die Kongresse von einer Industrieausstellung, auf der Unternehmen und Verbände aus dem pflegerischen und medizinischen Bereich ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Am Donnerstag, 12. Mai, und Freitag, 13. Mai, findet zudem die eigenständige Veranstaltung „Leben und Tod“, Deutschlands einzige Veranstaltung zum Thema Sterben, Tod und Trauer sowohl für Fachleute als auch Privatbesucher, statt. Sie kann ebenfalls von Kongressteilnehmern besucht werden.

 

Der Bremer Pflegekongress und der Deutsche Wundkongress laden am 11. und 12. Mai 2011 ins Congress Centrum Bremen und in die Messe Bremen ein. Das komplette Programm, die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Informationen gibt es online unter www.bremer-pflegekongress.de und www.deutscher-wundkongress.de sowie www.lebenundtod-bremen.de

 

 


Quelle: Messe Bremen, 11.05.2011 (tB).

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