Intermittierender Selbstkatheterismus (ISK)

BVMed startet Patientenbefragung zur ISK-Versorgung

Berlin (4. Juli 2016) – Die Initiative "Faktor Lebensqualität" von führenden ISK-Herstellern im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) startet mit Unterstützung des Arbeitskreises Neuro-Urologie der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMGP) eine Patientenbefragung. ISK steht für "Intermittierenden Selbstkatheterismus". Dabei wird die Harnblase mittels eines sterilen Einmalkatheters in regelmäßigen Intervallen entleert, wobei der Patient sich selbst katheterisiert. Die Umfrage soll die Versorgungsrealität und die Bedürfnisse der ISK-Patienten ermitteln und Erkenntnisse für die Verbesserung der Versorgungsqualität liefern.

Um eine möglichst repräsentative Datenbasis zu erhalten, wendet sich der BVMed an Krankenkassen, Fachgesellschaften und Patientengruppen, um möglichst viele betroffene Patienten zur Teilnahme an der Umfrage zu bewegen.

Bei der ISK-Versorgung kommt es aufgrund der Heterogenität der Betroffenen, der vielfältigen Grunderkrankungen und der unterschiedlichen Versorgungsbedarfe – je nach Lebenssituation, Krankheitsverlauf und Therapieform – darauf an, dass die Versorgung individuell erfolgt. Dies setzt zum einen die Versorgung mit dem individuell benötigten Produkt, zum anderen mit der ausreichenden Menge der Katheter voraus. Der individuelle Bedarf richtet sich unter anderem nach Faktoren wie der anatomischen Konstitution, dem Trinkverhalten und der Flüssigkeitszufuhr, Materialunverträglichkeiten und den feinmotorischen Fähigkeiten.

"Nur wenn eine individuelle Versorgungsqualität gewährleistet ist, können die Betroffenen die Lebensqualität erhalten, die sie für die selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben benötigen. Dies gilt umso mehr für den sensiblen Versorgungsbereich der ISK-Inkontinenzversorgung", so die BVMed-Experten zur Umfrage. Zentrale Fragen, die durch die Umfrage beantwortet werden sollen, sind dabei: Welche Kriterien sind in die Auswahl des spezifisch erforderlichen Hilfsmittels einzubeziehen? Welche Anforderungen bestehen an eine qualitative, zweckmäßige und individuelle ISK-Versorgung?


Quelle: BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V., 04.07.2016 (tB).

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