Kinder- und Jugendmedizin

„Wie berechenbar sind Kinder?"

Verbesserung der Arzneimittelsicherheit für Kinder durch Simulationstechniken

 

Hexal-Initiative Kinderarzneimittel Photo: HexalDüsseldorf (15. Februar 2008) - Kinder sind bei medikamentöser Behandlung einem größeren Risiko von Therapieversagen und Nebenwirkungen ausgesetzt als Erwachsene, da bisher aus arzneimittelrechtlichen und methodischen Gründen kaum klinische Studien mit pädiatrischen Patienten durchgeführt wurden. Ende Januar 2007 ist eine europäische Verordnung über Kinderarzneimittel in Kraft getreten. Neue Arzneimittel, die auch zur Behandlung von Kindern geeignet sind, werden nur zugelassen, wenn klinische Studien mit pädiatrischen Patienten durchgeführt wurden. Für die große Gruppe der bereits zugelassenen Arzneimittel gibt es allerdings keine Verpflichtung zur nachträglichen Durchführung klinischer Studien. Somit werden Kinder in Zukunft zwar am therapeutischen Fortschritt teilhaben, jedoch weiterhin überwiegend Arzneimittel erhalten, über deren Wirksamkeit und Sicherheit in der Pädiatrie zu wenige Daten vorliegen.

HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel

Mehr Arzneimittelsicherheit für Kinder durch Information und Transparenz

 

Mainz (15. September 2006) Viele Kinder müssen mit Arzneimitteln behandelt werden, die für ihre Altersgruppe nicht zugelassen sind, weil nicht genügend geprüfte Arzneimittel zur Verfügung stehen. Kinder erhalten jedoch auch ungeprüfte Arzneimittel, obwohl zugelassene Alternativen zur Verfügung stehen, wie in einer Untersuchung der HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel zum off-label use bei Kindern festgestellt wurde. Vor allem bei Arzneimitteln zur Behandlung seltener Erkrankungen im Kindesalter kann die Suche nach einem zugelassenen Arzneimittel viel Zeit erfordern. Der Zulassungsstatus muss aus der Fachinformation ermittelt werden, die vom pharmazeutischen Unternehmer entweder als Papierversion oder über das elektronische Fachinformations-Verzeichnis der Roten Liste zur Verfügung gestellt wird. Somit ist zwar ein schneller Zugriff auf einzelne Fachinformationen möglich, nicht jedoch die gezielte Suche nach einem Arzneimittel mit bestimmten Merkmalen.

Robert Koch-Institut empfiehlt Kinder-Impfung gegen Hirnhautentzündung

Meningokkoken C: Neue Impfempfehlung wird die Zahl der Todesopfer in Deutschland senken

 

Experten informierten über Notwendigkeit des Impfschutzes für Kinder und Jugendliche

Sterblichkeit und schwere Folgeschäden können durch modernen Konjugat-impfstoff nachhaltig reduziert werden.

 

Meningokokken_mikroskopisch. Photo: Novartis BehringMünchen (6. September 2006) - Trotz moderner Behandlungsmethoden weisen Meningokokken-C-Erkrankungen in Deutschland noch immer eine Sterblichkeit von über zehn Prozent auf. Von durchschnittlich 200 invasiven, das bedeutet schweren und lebensbedrohlichen, Meningokokken-C-Erkrankungen pro Jahr führen ca. 25 zum Tod der Erkrankten. Eine in etwa gleich große Zahl erleidet  durch Sepsis oder Hirnhautentzündungen schwerste Folgeschäden, die z.B. zu Amputationen der Gliedmaßen führen können. Die im Juli 2006 von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) ausgesprochene neue Impfempfehlung für alle Kinder im zweiten Lebensjahr wird diese erschreckenden Zahlen nachhaltig reduzieren. Dieser Hoffnung gaben alle Experten im Rahmen des Fachpressegespräches „Schutz vor tödlichen Meningokokken C – Viele Kinder und Jugendliche noch nicht geimpft“ Ausdruck, das heute in München stattfand. Veranstalter war der Impfstoffhersteller Novartis Behring.