Kinder- und Jugendmedizin

Abb.: Dr. Wolfgang Eßer, KZBV-Vorsitzender, Prof. Dr. Christian H. Splieth, Universität Greifswald, Susanne Steppat, DHV-Beirätin und Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (v.l.) stellen neues Versorgungskonzept vor. Foto: © KZBV/DarchingerVersorgungskonzept „Frühkindliche Karies vermeiden“

Zahnprophylaxe vom ersten Milchzahn an!

 

Karlsruhe (7. Februar 2014) - Die Kariesprophylaxe muss früher beginnen. Denn viele Kinder leiden schon im Vorschulalter unter starker Karies, die häufig in den ersten Lebensmonaten angelegt ist. Aus diesem Grund haben Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) zusammen mit dem Deutschen Hebammenverband (DHV) und unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Greifswald jetzt das Versorgungskonzept „Frühkindliche Karies vermeiden“ entwickelt. Das Konzept wird heute auf einer gemeinsamen Presskonferenz in Berlin vorgestellt.

 

Kinder- und Jugendmedizin

Monopolisierung der Impfstoffherstellung gefährdet die Immunisierung und damit die Gesundheit von Kindern

 

Berlin (23. Januar 2014) - Schon 2006 hat die Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der DAKJ unter Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Ulrich Heininger darauf hingewiesen (siehe Link unten) , dass auf Grund der zurückgegangenen Produktvielfalt bei Lieferengpässen oder der Entscheidung, ein Präparat vom Markt zu nehmen, oftmals nicht auf ein Alternativprodukt zurückgegriffen werden kann bzw. ein Alternativprodukt zwar verfügbar ist, aber den aktuellen Bedarf nicht decken kann.

 

Gemeinsame Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts und des Robert Koch-Instituts

Lieferunfähigkeit von Varizellen-Einzel- und Kombinationsimpfstoffen der Firma GlaxoSmithKline (GSK)

 

Berlin (15. Januar 204) - Das Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) hat mitgeteilt, dass wegen eines Herstellungsproblems vorsorglich die Freigabe aller von GSK produzierten Varizellen-Einzel- und Kombinationsimpfstoffe gestoppt wurde. Aus diesem Grund wird es im Verlauf des ersten Quartals 2014 zu einer Lieferunfähigkeit sowohl des Masern-Mumps-Röteln-Varizellen (MMRV)-Kombinationsimpfstoffs (Priorix-Tetra®) als auch des Varizellen-Einzelimpfstoffs (Varilrix®) der Firma GSK kommen.

 

Kinderschützer und Ärzte ziehen Bilanz

Beschneidungsgesetz auf ganzer Linie gescheitert

 

Berlin (12. Dezember 2013) - Ein Jahr nach der Legalisierung von Vorhautamputationen ("Beschneidungen") an Jungen aus jeglichem Grund traten in Berlin sieben Kinderschutzverbände und Ärztevertretungen vor die Presse, um ihre Bedenken zum so genannten Beschneidungsgesetz, zu seiner Anwendung und dessen Folgen zu äußern. Ihr Fazit: Das Gesetz ist auf ganzer Linie gescheitert.

 

Transkutane Bilirubinbestimmung (TcB) mit dem Dräger Jaundice Meter 105. Photo: DrägerwerkBilirubinbestimmung bei Neugeborenen

Messen ohne Piksen

 

Düsseldorf (21. November 2013) - Circa 60 Prozent aller neugeborenen Babys entwickeln in den ersten Lebensstunden eine mehr oder weniger sichtbare Gelbfärbung.(1) Die sogenannte Neugeborenengelbsucht oder Ikterus stellt oft nur ein geringes Risiko dar und kann innerhalb weniger Tage allein abklingen.(2) Wenn es aber dem kleinen Körper nicht gelingt, das überschüssige Bilirubin (lat. bilis = Galle und ruber = rot), ein Pigment, das für die gelbe Färbung verantwortlich ist, im Blut abzubauen, ist Vorsicht geboten. Steigt die Konzentration des Gallenfarbstoffs zu sehr an, kann sich das Bilirubin in den Nervenzellen des Gehirns ablagern und dort das Gewebe schädigen. Ein Kernikterus entsteht, der das Neugeborene langfristig irreversibel schädigen kann durch Bewegungsstörungen, Sprachbeeinträchtigungen oder Hörverlust.(3)

Abb. 1: Nicht-invasive Gelbsuchtmessung mit dem JM-105 von Dräger. © Drägerwerk AG & Co. KgaANeues Gelbsuchtmessgerät für die Kleinsten

JM-105 hilft die Entwicklung von Extremfrühchen zu schützen

 

Düsseldorf (21. November 2013) – Mit dem Ikterus Messgerät (Jaundice Meter) JM-105 können Kliniken jetzt Bilirubinwerte bei extrem frühen Frühchen ab der 24. Woche nicht-invasiv bestimmen. Dadurch können schmerzhafte Blutabnahmen mit möglichen Spätfolgen bei diesen kleinen Patienten verringert werden. JM-105 kann bis zu 100 Messergebnisse speichern und über eine Docking-Station in das klinikeigene Patientendaten-Managementsystem übertragen.

 

BVKJ 2013

Neues zu Kombinationsimpfstoffen und der STIKO-Empfehlung zur Rotavirus-Schluckimpfung

 

Bad Orb (13. Oktober 2013) -  In diesem Jahr gab es zwei wichtige Neuerungen im Bereich der Kinderimpfstoffe: Zum einen ist seit dem Frühjahr der neue Sechsfach-Impfstoff Hexyon® zugelassen und zum anderen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut seit August die allgemeine Rotavirus-Schluckimpfung von Säuglingen. In Deutschland stehen zwei Impfstoffe zur Verfügung, z.B. der pentavalente Schluckimpfstoff RotaTeq®.1,2,3 Dr. med. Michael Hubmann, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Zirndorf, wies anlässlich des 41. Herbst-Seminar-Kongresses des Berufsverbands der Kinder-und Jugendärzte e.V. (BVKJ) in Bad Orb auf die Bedeutung der STIKO-Impfempfehlung sowie die Möglichkeit einer kombinierten Gabe einer Rotavirus-Impfung mit anderen Impfungen zur Grundimmunisierung hin.

Unfälle traumatisieren auch Kleinkinder

Traumagefahr bei verunfallten Kleinkindern rechtzeitig erkennen

 

Zürich, Schweiz (23. September 2013) - Auch Kleinkinder leiden nach einem schweren Unfall an posttraumatischen Belastungsstörungen. Mithilfe eines neuen Tests können Kinder mit einem erhöhten Risiko bereits innert weniger Tage erkannt werden. Der von Wissenschaftlern der Universität und des Kinderspitals Zürich entwickelte Test hilft, dass traumatisierte Kleinkinder rechtzeitig behandelt werden können.

 

Junge mit Maske und Pflege. Photo: Lindes Healthcare DeutschlandDGKJ 2013

LIVOPAN® schließt Lücke in der analgetischen Medikation

 

Düsseldorf (14. September 2013) - Anlässlich der 109. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Düsseldorf, fand am 14.09.2013 ein „Meet the Experts“ zur inhalativen Analgesie mit dem Lachgas-Sauerstoff-Gemisch LIVOPAN® statt. Die Experten Dr. Michael Barthel aus Bielefeld, Dr. Kolja Eckert aus Essen sowie Dr. Matthias Kuch aus Karlsruhe berichteten von ihren Erfahrungen mit der 50 % : 50 %  Lachgas / Sauerstoff Mischung in der kinderchirurgischen Ambulanz.

 

Aktuelles vom DGKJ 2013

Blutungskomplikationen in der pädiatrischen Praxis:  Mit standardisierter Anamnese Warnsignale des vWS schnell und sicher erkennen

 

Düsseldorf (14. September 2013) – Im Rahmen der 109. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) diskutieren Experten anlässlich eines Pressegesprächs von CSL Behring über die Bedeutung der Früherkennung von Gerinnungsstörungen wie dem von-Willebrand-Syndrom (vWS) in der pädiatrischen Praxis. Im Fokus steht insbesondere die Sensibilisierung der Kinder- und Jugendärzte für die Erkrankung und die sichere Diagnosestellung mittels standardisierter Anamnese. Denn gerade bei blutungsgefährdeten Kindern ist die Früherkennung von eminenter Wichtigkeit, um – vor allem im perioperativen Umfeld – ernste Komplikationen zu vermeiden.

Elvanse® schließt Lücke in der ADHS-Therapie

 

Frankfurt am Main (5. September 2013) – Das kürzlich in Deutschland zur Zweitlinientherapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zugelassene Prodrug-Stimulans Elvanse® (Lisdexamfetamindimesilat) hat sich in Studien als hoch wirksam erwiesen. Von der neuen Behandlungsoption können zahlreiche Patienten profitieren, so die Einschätzung führender Experten auf einer Pressekonferenz der Shire Deutschland GmbH in Frankfurt. Rund 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit einer ADHS sprechen auf Methylphenidat nur unzureichend an (1, 2).