Kinder- und Jugendmedizin

Behandlung von ADHS von Vorurteilen befreienBehandlung von ADHS von Vorurteilen befreien

 

München (12. Januar 2012) - Die Entwicklung ist beunruhigend: Immer mehr Kinder zeigen bereits in den ersten Schulklassen psychische Auffälligkeiten mit Symptomen von Konzentrationsstörungen und motorischer Hyperaktivität. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Die Stiftung Kindergesundheit fordert ganzheitliche Therapien, die je nach Situation des Kindes sowohl die medikamentöse Behandlung als auch psychoedukative und psychotherapeutische Maßnahmen umfassen.

 

Rote-Hand-Brief zu Strattera® (Atomoxetin)

Neue Sicherheitsinformationen zum Risiko eines Blutdruck- und Herzfrequenzanstiegs

 

Berlin (13. Dezember 2011) - Atomoxetin ist ein zentral wirkendes Sympathomimetikum. Es ist zugelassen zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms, das typischerweise psychologische, pädagogische und soziale Maßnahmen einschließt. Die Behandlung mit Atomoxetin muss von einem Arzt begonnen werden, der über ein entsprechendes Fachwissen in der Behandlung von ADHS verfügt.

 

Vorteil durch pentavalente Schluckimpfung. Photo: Sanofi Pasteur MSDVorteil durch pentavalente Rotavirus-Schluckimpfung

Nicht nur die Jüngsten profitieren

 

Frankfurt am Main (13. Dezember 2011) - Die positiven Effekte der Rotavirus-Schluckimpfung (z.B. RotaTeq®) – bei einer breiten Anwendung – wurden in den letzten Jahren mehrfach dokumentiert. In Ländern mit hohen Impfraten konnten die Rotavirus-bedingten Hospitalisierungen bei den Säuglingen und Kleinkindern drastisch reduziert werden. Jetzt gibt es erstmals Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass auch ältere Kinder von dem Auftreten einer Herdenimmunität stark profitieren – eine Altersgruppe, von der man bisher angenommen hat, dass sie von der Krankheitslast der Rotaviren kaum betroffen ist.1 In Deutschland, wo die Empfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) bisher noch aussteht, gibt es hinsichtlich der Impfraten ein sehr starkes Ost-West-Gefälle.2 Hier ist das Engagement der einzelnen Pädiater gefragt, die Impfung in den Praxis-Alltag zu implementieren und die Eltern eingehend zu informieren. Eine aktuelle Umfrage zum Rotavirus-Impfverhalten zeigt, dass die Vorgehensweise der Pädiater zum Teil sehr unterschiedlich ist.3

Forschung für Frühgeborene

 

Würzburg (15. November 2011) - Die jüngsten Vorfälle in einer Bremer Kinderklinik haben es wieder auf tragische Weise gezeigt: Infektionen stellen für Frühgeborene eine große, häufig lebensbedrohliche Gefahr dar. Wie man die Frühchen vor Infektionen schützen kann, ist deshalb ein Thema, an dem weltweit geforscht wird. Auch bei einer der größten Tagungen der Neugeborenenmedizin – der „Recent Advances in Neonatal Medicine“, die Anfang Oktober in Würzburg stattfand, stand dieses Thema auf dem Programm. Eine neueste Studie, auf die Mediziner große Hoffnungen gesetzt hatten, brachte jedoch eine herbe Enttäuschung.

 

www.initiative-familienbande.deLARES Geschwisterkinder

Fragebogen erkennt Hilfebedarf von Geschwistern chronisch kranker oder behinderter Kinder

 

Frankfurt am Main (10. November 2011) - In Deutschland leben rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche mit einem schwer chronisch kranken oder behinderten Geschwisterkind(1). Durch die besondere Situation sind die betroffenen Familien häufig sehr belastet. Das kann sich auch auf die Entwicklung der gesunden Geschwisterkinder auswirken. Mit dem Fragebogen „LARES Geschwisterkinder“ gibt FamilienBande, eine Initiative der Novartis-Gruppe Deutschland, erstmals Fachkräften aus dem Gesundheits- und Sozialwesen ein geprüftes Analyse-Instrument an die Hand, mit dem die Belastung und der damit verbundene Leidensgrad dieser Geschwister erkannt  und das Kind spezifischen Hilfen zugeführt werden kann. „LARES Geschwisterkinder“ kann von Fachkräften sofort eingesetzt werden. Das Verfahren wird kontinuierlich weiterentwickelt.

 

PAH und Komplikation – Eisenmenger-Syndrom bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Erfahrungen aus dem Alltag mit APAH-AHF – wie würden Sie entscheiden?

 

Prof. Dr. med. Gorenflo, Heidelberg

 

Weimar (3. Oktober 2011) - Der vorgestellte Fall einer zum Zeitpunkt der Untersuchungen 45 Jahre alten Patienten mit einem prä-trikuspidalen Shunt-Vitium bei Ellis-van-Creveld-Syndrom (chondroektodermaler Dysplasie) zeigt, das auch eine chronische Mehrdurchblutung allein, vor allem auch bei syndromal erkrankten Patienten, zu einer pulmonalen Vaskulopathie (pulmonal arteriellen Hypertonie, PAH) führen kann. Die pulmonale Vaskulopathie entsteht durch eine pulmonale Mehrdurchblutung mit oder ohne pul­monale Druckerhöhung bei Shunt-Vitium. Vorgestellt werden die typi­schen klinischen, elektrokardiographischen und echokardiographischen Veränderungen sowie die hämodynamischen Befunde.

 

PAH und Komplikation – Eisenmenger-Syndrom bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Management von Patienten mit AHF und Eisenmenger-Syndrom

 

Dr. med. Mebus, München

 

Weimar (3. Oktober 2011) - Bei dem Eisenmenger-Syndrom handelt es sich um die schwerste Form der pulmonal arteriellen Hypertension, welche bei angeborenen Herz­fehlern mit großem systemisch pulmonalem Shunt entstehen kann. Es ist ein schwerwiegendes, multimorbides Krankheitsbild mit hoher indivi­dueller, familiärer und gesellschaftlicher Belastung.

 

PAH und Komplikation – Eisenmenger-Syndrom bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Erfahrungen aus dem Alltag: Patient mit AHF und PAH?

 

Prof. Dr. med. Stiller, Freiburg

 

Weimar (3. Oktober 2011) - Im Kindesalter ist die Diagnostik der idiopathischen PAH (iPAH) an­gesichts der Seltenheit dieses Krankheitsbildes sehr schwierig. Zu den häufigen Fehldiagnosen zählt die Verkennung des Krankheitsbildes als Asthma oder als Epilepsie, wobei die Synkopen bei schwerer Hypoxie durchaus auch mal mit Krampfanfällen einhergehen können. Die Symp­tome der IPAH sind leider unspezifisch, und viele Routine­untersuchungen wie Röntgen-Thorax, EKG, Lungenfunktion und Spiro­ergometrie sind nicht ausreichend, um eine PAH zu diagnostizieren.

 

Photo: Linde GasInhalative Analgesie mit LIVOPAN®

Erfahrungen aus dem Klinikalltag

 

Bielefeld (24. September 2011) - Als fixes 50% Sauerstoff- / 50% Lachgasgemisch findet das inhalative Analgetikum LIVOPAN® eine stetig wachsende Akzeptanz beim Klinikpersonal in den verschiedensten Anwendungsbereichen. Daher setzen immer mehr Kliniken die einsatzbereite Fertigmischung zur Behandlung von kurzzeitigen Schmerzzuständen von leichter bis mittlerer Intensität insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ein.

 

Photo: CytonetNeonatale Harnstoffzyklusdefekte

„Wait and see“ ist kontraindiziert

 

Bielefeld (24. September 2011) - Erbrechen, Lethargie, Gerinnungsstörungen, Apnoe und Koma – treten diese Symptome einige Stunden bis Tage nach der Geburt auf, denken 50 Prozent der Ärzte an Sepsis und 9 Prozent an eine Stoffwechselerkrankung (Maestri et al. J Pediatr 1999,134:255). „Und an was denken die restlichen 41 Prozent?“, fragt Prof. Dr. med. Prof. h.c. (RCH) Georg Friedrich Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Universitätskinderklinik Heidelberg, anlässlich eines Experten­gesprächs der Cytonet GmbH in die Runde. Gerade bei der ge­nannten hochakuten Symptomatik in der Neonatalperiode sei jedoch schnelles und gezieltes Handeln auf der Grundlage einer rationalen Verdachtsdiagnose lebenswichtig, so Hoffmann weiter. Diese Symptome müssen neben der Sepsis immer auch an eine Hyperammonämie in Folge angeborener Harnstoffzyklusdefekte denken lassen. Bei dieser seltenen Störung der Leberzellen kann das im Proteinstoffwechsel anfallende Ammoniak nicht zu Harn­stoff abgebaut werden. Die Folgen sind schwere neurologische Schäden, die zu geistiger Behinderung bis hin zum Tode führen können. „Aufgrund dieser Dramatik ist es uns so wichtig, Neona­tologen und Kinderärzte stetig über diese Erkrankung aufzuklären und zu informieren, zumal es mit der zurzeit in Studien unter­suchten Leberzelltherapie eine vielversprechende therapeutische Option geben könnte“, erläutert Hoffmann das Ziel der Veran­staltung.

 

Keine alltägliche Diagnose – Gerinnungsstörungen in der Pädiatrie

Gerinnungsstörungen bei Kindern: rechtzeitig erkennen und Komplikationen vermeiden

 

Bielefeld (23. September 2011) – Kinder- und Jugendärzte sind die wichtigste Facharztgruppe zur Früherkennung angeborener Erkrankungen. Dies gilt auch für das medizinisch hochkomplexe Feld der Blutgerinnungsstörungen. Das Symposium von CSL Behring auf dem diesjährigen DGKJ gab interessierten Kinderärzten einen Überblick über relevante Gerinnungsstörungen – vom von-Willebrand-Syndrom mit hoher Prävalenz bis hin zu seltenen Störungen der Fibrinogensynthese. Die Referenten unter dem Vorsitz von PD Dr. med. Wolfhart Kreuz und Dr. med. Cornelia Wermes vermittelten die Pathophysiologie der unterschiedlichen Hämostasestörungen, gaben aber auch viele praktische Tipps, worauf Pädiater in der täglichen Praxis achten sollten, um potenzielle Gerinnungspatienten zu erkennen. Auch zur Abgrenzung von Gerinnungsstörungen und Kindesmisshandlung wurden wertvolle Ratschläge gegeben, damit betroffene Kinder rechtzeitig identifiziert, aber auch Fehldeutungen vermieden werden können.