Kinder- und Jugendmedizin

Kleinkindermilchgetränke sind nicht besser als Kuhmilch

BfR bewertet Nährstoffe im Vergleich

Berlin (16. August 2011) - „Auf die Ernährungsbedürfnisse von Kleinkindern abgestimmt“ – solche und ähnliche Aussagen finden sich häufig auf den Verpackungen von Milchgetränken für Kleinkinder, die als Kindermilch oder Kleinkindermilch bezeichnet werden. Die Aussagen beziehen sich auf die Gehalte von Proteinen, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen. So beuge ein – im Vergleich zu Kuhmilch – reduzierter Proteingehalt späterem Übergewicht vor, angereicherte Vitamine und Mineralstoffe trügen zur optimalen geistigen Entwicklung bei. Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bieten Kleinkindermilchgetränke jedoch keinen Vorteil gegenüber fettreduzierter Kuhmilch, wie sie Ernährungsmediziner für Kleinkinder empfehlen.

Den Schmerz besiegen

 

Kinder lernen effektiven Umgang mit chronischen Schmerzen – Verhaltenstherapeutische Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Gießen bietet neues Gruppentrainingsprogramm

 

Gießen (5. August 2011) - „Wenn die Kopfschmerzen kommen, bin ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich werde dann ganz traurig und habe oft Angst, dass die Schmerzen immer schlimmer werden und ich nichts dagegen tun kann.“ So beschreibt der 11jährige Sven seinen Alltag mit den Kopfschmerzen, die ihn immer wieder plagen. Etwa 25 % der Kinder und Jugendlichen berichten, dass sie mindestens ein Mal pro Woche Schmerzen haben.

 

Photo: Polizei NRWHTA-Bericht: Prävention von Alkoholmissbrauch bei Kindern/Jugendlichen

Wirksamkeit ist zu prüfen

 

Köln (26. Juli 2011) - Trotz verschiedener Aktivitäten zur Prävention des riskanten Alkoholkonsums steigt die Zahl von Alkoholvergiftungen bei Zehn- bis 20-Jährigen. Wissenschaftler haben untersucht, welche Präventionsmaßnahmen unter welchen Bedingungen Alkoholmissbrauch bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vermindern können. Sie zeigen, dass Untersuchungen über die Wirksamkeit solcher Maßnahmen lückenhaft sind. Die Ergebnisse fassen sie in einem HTA-Bericht zusammen, der kostenfrei beim DIMDI abrufbar ist.

Hochgebirgsklinik Davos

Mukoviszidose: Rehabilitation im Hochgebirge

 

Davos, Schweiz (5. Juli 2011) - Die Hochgebirgsklinik Davos bietet seit 2010 ein mit den Patientenorganisationen und Fachgesellschaften aus der Schweiz, Deutschland und Österreich abgesprochenes und von diesen akzeptiertes, multidisziplinäres Rehabilitationsprogramm für Patienten mit Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF). Die angeborene Krankheit erfordert eine umfassende und lebenslange Therapie. In Davos werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen behandelt. Dabei wird streng darauf geachtet, dass sich die Patienten in der Klinik nicht mit unerwünschten Keimen infizieren. Strikte räumliche und zeitliche Trennung von Patientengruppen mit unterschiedlicher bakterieller Besiedlung ist dabei oberstes Gebot. Die Betroffenen und ihre Familien profitieren während ihres Aufenthaltes in Davos sowohl von der hohen fachlichen Kompetenz des multidisziplinären CF- spezialisierten Teams der Hochgebirgsklinik als auch von den klimatischen Besonderheiten des 1.600 m hoch gelegenen geschützten Hochtales.

 

Fortschritt in der Enuresis-Therapie mit der ersten Desmopressin „Schmelztablette“

Geringere Wirkstoffbelastung bei kinderleichter Einnahme

 

Kiel  (1. Juli 2011) – Mit der Zulassung der ersten „Schmelztablette“ zur Behandlung der Enuresis nocturna (nächtliches Einnässen) erweitert die FERRING Arzneimittel GmbH, Kiel, ihre Produktpalette in der Urologie. Das ab 1. Juni in Deutschland erhältliche Präparat Minirin® 60 I 120 I 240 Mikrogramm Lyophilisat zum Einnehmen ist die Weiterentwicklung des Klassikers Minirin® und setzt neue Standards in der Therapie des kindlichen Bettnäs­sens. Rund zehn Prozent der Schulanfänger leiden an Enuresis nocturna.(1)

 

Sexuellen Missbrauch an Kindern frühzeitig erkennen

 

  • Uniklinik Ulm entwickelt Fortbildungssoftware für Pädagogen und Heilberufe
  • BMBF fördert das Projekt im Rahmen des "Runden Tischs Kindesmissbrauch

 

Berlin (1. Juli 2011) - Wie kann ich sexuellen Missbrauch erkennen? Wie kann man ihn möglicherweise verhindern? Wie gehe ich damit um, wenn ein Kind sexuell missbraucht wurde? Welche Möglichkeiten gibt es, das Geschehene zu verarbeiten? All dies sind Fragen, die sich Menschen, die in pädagogischen Berufen und in Heilberufen in Betreuungseinrichtungen arbeiten, stellen müssen. Die Bundesregierung hat deshalb den Runden Tisch - Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich ins Leben gerufen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat in diesem Zusammenhang seine Bildungs- und Gesundheitsforschung intensiviert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Erfahrungen mit innovativen Lernansätzen im E-Learning Bereich.

 

Talkumhaltiger Babypuder ist ein Gesundheitsrisiko

Schwere Gesundheitsstörungen bei unsachgemäßem Gebrauch möglich

 

Berlin (27. Juni 2011) - Talkumhaltiger Babypuder kann bei Babys und Kleinkindern zu schweren Gesundheitsstörungen führen. Atmet ein Baby oder Kleinkind versehentlich den Puder ein, kann er in die Lunge gelangen und zu Atembeeinträchtigungen bis hin zu schweren Lungenschäden führen. „Eine typische Unfallsituation besteht, wenn das Kind zum Wickeln auf dem Rücken liegt, sich die Puderdose unbeabsichtigt über ihm öffnet und der Puder herausrieselt“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Um zukünftig solche Unfälle zu vermeiden, sollten die Puderdosen entweder auf sichere Verschlusssysteme umgestellt oder talkumhaltiger Babypuder verboten werden.

Kommunikation schafft Sprachfähigkeit

Photo: DAMM & BIERBAUM

 

Karlsruhe (22. Juni 2011) - Der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) macht mit einer Kampagne auf das Thema Sprachentwicklung aufmerksam. Mit pfiffigen Motiven, die pro bono von der Agentur Damm & Bierbaum entwickelt worden sind, werden Eltern, Lehrer und Erzieher auf die Website www.sprachentwicklung-dbl.de hingewiesen. Hier finden sie kostenlos umfangreiche Informationen zu den Themen Sprachentwicklung, Mehrsprachigkeit und Sprachförderung. Abgebildet werden die Motive im Internet und auf Plakaten, die in Logopädie- und Kinderarztpraxen, in KITAS und Grundschulen zum Einsatz kommen.

 

Wie ADHS-Kinder ihre Konzentration verbessern können

 

Frankfurt am Main (27. April 2011) - Sie sind nicht weniger intelligent als ihre Mitschüler und doch sind ihre schulischen Leistungen meist schlechter: Kinder, die unter einer Störung mit Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität (ADHS) leiden, haben es schwer im Schulsystem. Wie können sie lernen, ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen bewusst zu beeinflussen und sich nicht ablenken zu lassen? Untersuchungen am Frankfurter IDeA-Forschungszentrum zeigen, dass zum Beispiel konkrete Wenn-Dann-Pläne die Konzentrationsfähigkeit deutlich verbessern können.

 

Shire initiiert Informationskampagne

Trotz ADHS Zukunftsträume verwirklichen

 

Berlin (5. April 2011) - Heute stellte Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a. D. und Schirmherrin, in Berlin die Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“ vor. Im Zentrum der von der Shire Deutschland GmbH initiierten Kampagne stehen die Zukunftsträume von Kindern und Jugendlichen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sowie ihre schulischen und beruflichen Perspektiven. Bedingt durch die ADHS-Symptome haben die Betroffenen schlechtere Startbedingungen in Schule und Ausbildung als nichterkrankte Gleichaltrige – sie benötigen Unterstützung. „Kinder und Jugendliche mit ADHS haben Stärken und Begabungen und sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sie haben ein Anrecht darauf, unterstützt und gefördert zu werden, damit sie ihre Zukunftsträume verwirklichen können“, betonte Schmidt im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin.

 

Fine Star Modellcasting 2011. Photo: Bayer Vital GmbHDrei starke Kids mit Diabetes gesucht!

Mitmachen beim Fine Star-Modelcasting 2011 und Fotostar werden

 

Leverkusen (21. März 2011) – Das Leben mit dem „Zucker“ ist manchmal ganz schön kompliziert. Trotzdem lassen sich viele Kinder mit Diabetes von ihrer Erkrankung nicht unterkriegen! Sie treiben Sport, pflegen ihre Hobbies, nehmen an Schulausflügen oder sogar an Wettkämpfen teil. Jetzt können starke Kids mit Diabetes beim „Fine Star“-Modelcasting mitmachen und zu echten Fotostars werden.