DKG zum Prüfverhalten von Krankenkassen

Kliniken kritisieren Prüfwut der Krankenkassen

 

Berlin (2. September 2013) – Zur Kritik von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr am Prüfverhalten der Krankenkassen erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: „Die Krankenhäuser begrüßen die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Bahr, das Prüfverhalten der Krankenkassen unter verschärfte politische und öffentliche Beobachtung nehmen zu wollen.

 

Die Kliniken sehen sich einer permanent steigenden Prüfungsflut ausgesetzt. Dabei werden computergesteuerte Prüfungen eingeleitet, ohne dass die medizinischen Sachverhalte gewürdigt werden. Offensichtliches Ziel der Krankenkassen ist die Minderung der Rechnungen, obwohl die Krankenhäuser die Leistungen für die Patienten erbracht haben. Mit ihren Prüfungen stellen die Krankenkassen am häufigsten die Notwendigkeit der Aufnahme von Patienten zur Krankenhausbehandlung in Frage und sie wollen erreichen, dass Patienten innerhalb der sogenannten Grenzverweildauer, also sehr schnell, wieder entlassen werden. Demgegenüber sehen sich die Krankenhäuser in der Pflicht, Patienten, die die Hilfe des Krankenhauses suchen, im Zweifelsfall aufzunehmen und die Patienten erst zu entlassen, wenn die medizinischen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Es wird höchste Zeit, dass sich die Politik dem Prüfunwesen der Krankenkassen annimmt.“

 


 

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), 02.09.2013 (tB).

 

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