Koalitionsvertrag

Deutscher Pflegerat erwartet Nachbesserungen für die Pflege

 

Berlin (28. November 2013)  – Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) als Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege und Hebammenwesen begrüßt die positiven Ansätze im Kapitel „Gesundheit und Pflege“ des gerade geschlossenen Koalitionsvertrages von CDU, CSU und SPD, erwartet aber von der Großen Koalition noch deutlich mehr. Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR, bewertete den Vertrag heute in Berlin: „Nach wie vor liegt die Herausforderung der Zukunft in den Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sowie in der dramatischen Entwicklung des Fachkräftemangels“, sagte er.

 

„Jede Reform wird in ihrer Wirkung verpuffen, wenn die Frage der Leistungserbringung durch professionelle Pflegekräfte – und zwar in allen Sektoren – ausgeklammert wird“. Ansätze seien zwar in der Nachjustierung des DRG-Systems zu erkennen, bedürften aber einer dringenden und konsequenten Umsetzung. „Enttäuschend ist leider auch, dass eine große Reform der Pflegeversicherung auf Grundlage eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes nicht sofort angegangen wird“, so Westerfellhaus.

 

In der Bewertung des Koalitionsvertrags konstatiert der DPR, dass die Angleichung der Leistungen durch ambulante und stationäre Pflege zu unterstützen sei, ebenso wie die Lösung der Schnittstellenprobleme zwischen den Sozialgesetzbüchern V und XI. Zu begrüßen sei auch der neue Anlauf für ein Präventionsgesetz. Die Ansätze für eine bessere Personalausstattung – nicht nur im Krankenhaus –  und zur Aufwertung des Berufsbildes seien zu begrüßen; hier bedürfe es angesichts der Arbeitsbedingungen und der zunehmenden Flucht aus dem Beruf dringend einer Intervention des Gesetzgebers.

 

Kritisch bemerkt der DPR, dass diejenigen Passagen des Koalitionsvertrages, die direkte Auswirkungen auf die Pflegeberufe haben, zum Teil vage blieben und dass bei der Reform der Ausbildung an mehreren Stellen nicht eindeutig sei, was gemeint ist. Die akademische Ausbildung als Variante fehle vollständig.

 


 

Quelle: Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), 28.11.2013 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 
Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung