Kölner Memorandum zur Evidenzbasierung in der Suchtprävention

 

Köln (10. Juli 2014) – Welche kurz- und langfristigen Wirkungen haben Maßnahmen in der Suchtprävention? Wie können sie gemessen werden? Lassen sich dafür Methoden aus der evidenzbasierten Medizin auf die Suchtprävention übertragen? Wissenschaft und Praxis fordern immer häufiger belegbare Ergebnisse auf diese Fragen. Solche Fragen empirisch zu beantworten, stellt sowohl Forschung als auch Praxis vor eine Herausforderung. Diskussionen über die Möglichkeit und Grenzen, die Wirkung von Suchtprävention zu messen und dies vor dem Hintergrund einer hohen Praxisrelevanz, sind noch nicht sehr weit fortgeschritten.

 

Das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung der Katholischen Hochschule NRW führte in einem vom Bundesministerium für Gesundheit 2013 geförderten Projekt hierzu eine fünftägige Klausurwoche mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis durch, in der disziplinübergreifende Empfehlungen zu forschungsmethodischen und praxisrelevanten Aspekten der Evidenzbasierung in der Suchtprävention erarbeitet wurden.


Unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Hoff und Prof. Dr. Michael Klein fand im Februar 2014 die Klausurwoche in Köln mit acht Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie drei Referenten statt:


„Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis haben sich während der fünftägigen Klausurwoche fachübergreifend, intensiv mit relevanten Fragestellungen und Problemen der Forschung im Bereich der Suchtprävention beschäftigt“, so die Projektleiter. „Die Klausurwoche wurde dabei unter Anleitung einer methodisch und inhaltlich ausgewiesenen Moderatorin mit Arbeitsphasen sowohl in Kleingruppen als auch im Plenum durchgeführt, in denen großer Wert auf den Dialog aller Beteiligten, den transdisziplinären Austausch sowie die Gewinnung gemeinsam getragener Ergebnisse gelegt wurde.“

Das daraus entstandene „Kölner Memorandum: Evidenzbasierung in der Suchtprävention“ steht nun einer interessierten Fachöffentlichkeit zu Verfügung.

Darüber hinaus ist die Publikation eines vertiefenden Sammelbandes der Teilnehmer/-innen für Frühjahr 2015 in Vorbereitung.

 

 

Download

 

 


Quelle: Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, 10.07.2014 (tB).

MEDICAL NEWS

New guidance to prevent the tragedy of unrecognized esophageal intubation
Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…

ERNÄHRUNG

Gesunde Ernährung: „Nicht das Salz und nicht das Fett verteufeln“
Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus
Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…