Kooperationsvertrag: Pflege dual studieren

 

Hochschule Osnabrück und verbundleitende Fachschulen wollen drohendem Pflegenotstand entgegenwirken

 

Osnabrück (28. März 2011) – „Pflege“ dual zu studieren ist ab dem Wintersemester 2011/12 an der Hochschule Osnabrück möglich. Mit dem neuen Ausbildungsmodell setzt sich die Hochschule zum Ziel, gemeinsam mit den verbundleitenden Fachschulen für Pflegeberufe hochqualifiziertes Arbeitskräftepotential für die Pflege zu erschließen und damit dem drohenden Pflegenotstand entgegenzuwirken. Heute fand die offizielle Unterzeichnung der Kooperationsverträge in den Räumlichkeiten der Hochschule statt.

 

„Die Doppelqualifikation Ausbildungsabschluss und Bachelor verspricht den Absolventen besonders gute Beschäftigungsmöglichkeiten“, ist sich Prof. Dr. Andreas Bertram, Präsident der Hochschule Osnabrück, sicher. Gemeinsam mit den verbundleitenden Fachschulen (Niels-Stensen-Kliniken – Bildungszentrum St. Hildegard in Osnabrück, Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Christlichen Krankenhaus in Quakenbrück, Akademie St. Franziskus in Lingen, Gesundheits- und Krankenpflegeschule Ludmillenstift sowie Marienhausschule in Meppen) will die Hochschule insgesamt drei Bereiche in einem integrativen Ansatz zusammenfassen: Pflegewissenschaft, Pflegeschulen und Pflegeeinrichtungen. Das neue Studienprogramm „Pflege“ ermöglicht den Studierenden, parallel zur Berufsausbildung in acht Semestern den Abschluss Bachelor of Science zu erlangen und neben speziellem Fachwissen auch wissenschaftsbasierte methodische Kenntnisse zu gewinnen.

 

Vertreter der Pflegefachschulen und Kliniken begrüßten das neue Ausbildungsmodell – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Anforderungen an die pflegerischen Tätigkeiten aufgrund des steigenden und komplexer werdenden Pflegebedarfs. „Häufig fehlen in Deutschland geeignete Pflegekräfte, da wir zukünftig mit einer gegenläufigen Entwicklung in der Bewerberzahl auf Ausbildungsplätze im Gesundheitswesen konfrontiert sein werden“, so Dr. Bernd Runde, stellvertretender Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken. Durch das neue Studienprogramm soll die Attraktivität des Berufsfeldes „Pflege“ deutlich gesteigert werden.

 

Positiver Nebeneffekt für die beteiligten Kliniken und Pflegeeinrichtungen wird insbesondere das gesteigerte Wissenspotential innerhalb ihrer Einrichtungen sein. Vergleichbar mit den Erfahrungen industrieller Betriebe im Bereich der dualen Studiengänge soll die persönliche und fachliche Entwicklung der Studierenden gleichermaßen gefördert werden. Bewerben können sich alle Schulabsolventen, die die Hochschulreife erreicht haben, um einen Ausbildungsvertrag mit einer der verbundleitenden Fachschulen für Pflegeberufe und danach um einen Studienplatz an der Hochschule. Es werden zum Wintersemester 2011 60 Studienplätze angeboten, die zum Wintersemester 2012 auf 80 erweitert werden.

 

Weitere Information zum Studienprogramm können unter http://www.wiso.hs-osnabrueck.de/pfw-ba.html  abgerufen werden. Für Rückfragen steht Dipl.-Pflegepädagogin (FH) Marlies Böggemann unter der Telefonnummer 0541 – 969 3000 zur Verfügung.

 

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag „Pflege“: Die Vertreterinnen und Vertreter der verbundleitenden Fachschulen sowie Prof. Dr. Marie-Luise Rehn, Vizepräsidentin der Hochschule Osnabrück (obere Reihe, l.), Prof. Dr. Martin Moers, Projektleiter (obere Reihe, 2. v.l.) und Prof. Dr. Andreas Bertram, Präsident der Hochschule Osnabrück (untere Reihe, 2. v.l.).

 

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag „Pflege“: Die Vertreterinnen und Vertreter der verbundleitenden Fachschulen sowie Prof. Dr. Marie-Luise Rehn, Vizepräsidentin der Hochschule Osnabrück (obere Reihe, l.), Prof. Dr. Martin Moers, Projektleiter (obere Reihe, 2. v.l.) und Prof. Dr. Andreas Bertram, Präsident der Hochschule Osnabrück (untere Reihe, 2. v.l.).

 

 


Quelle: Hochschule Osnabrück, 28.03.2011 (tB).

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