Kostengünstige Prä-Expositionsprophylaxe zur Vorbeugung von HIV Infektionen jetzt bundesweit in allen Apotheken verfügbar

  • Abgabepreis für Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilratiopharm® deutlich gesenkt

Berlin (30. November 2017) – Die medikamentöse Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) hat einen hohen Stellenwert in der Verhinderung neuer HIV-Infektionen. Allerdings standen einer breiten Anwendung bislang erhebliche Hürden im Weg. Die Preisoffensive von Teva soll Personen mit einem hohen HIV-Infektionsrisiko den Zugang zur PrEP nun erleichtern.

Es ist eine Statistik gegen das Vergessen, die das Robert-Koch-Institut kürzlich veröffentlichte.1 „Denn dem Bericht zufolge infizieren sich in Deutschland nach wie vor mehrere Tausend Menschen pro Jahr mit dem HI-Virus. 2016 waren es schätzungsweise 3.100 und damit ähnlich viele wie 2015“, sagte Christoph Weber, Berlin. Zugleich ist die Statistik ein Beleg dafür, Präventionsmaßnahmen zu propagieren und durchzuführen. Zu ihnen zählt unter anderem die PrEP mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil.

Potenzial der PrEP bislang nicht ausgeschöpft

Die Gabe von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil hat sich in Studien als eine wirksame Maßnahme erwiesen, um Risikopersonen vor einer Infektion mit dem humanen Immunschwäche-Virus(HIV)-1 zu schützen.2 „Allerdings wird die Verordnung nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet, was den Zugang zu der Strategie erschwert”, sagte Weber. Denn das Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Originalpräparat bewegt sich auf einem Kostenniveau, das für viele Selbstzahler unerschwinglich sein dürfte, und eine günstigere Alternative gab es bislang nur in einzelnen ausgewählten Apotheken. „Unter solchen Bedingungen lässt sich das Potenzial der PrEP kaum ausschöpfen”, kommentierte Weber.

Nun senkt Teva zum 1. Dezember 2017 den Abgabepreis für Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-ratiopharm® 200mg/245mg auf 69,90 € für die Monatspackung mit 30 Tabletten. Das Medikament ist dadurch nicht nur sehr günstig, sondern vor allem auch mit einem solch niedrigen Preis erstmals bundesweit in allen Apotheken erhältlich. Innerhalb der PrEP ist die medikamentöse Gabe aber immer eingebunden in eine medizinische Diagnostik sowie weitere Präventionsmaßnahmen. Relevant ist dabei auch die korrekte Einnahme des Medikaments. Dies alles sind entscheidende Faktoren für die Wirksamkeit der PrEP.

Awareness Kampagne Sex on PrEP

Vor diesem Hintergrund ist die Awareness Kampagne Sex on PrEP der ratiopharm zu sehen, die passend zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember 2017 startet. Das Unternehmen Teva hat sich zum Ziel gesetzt, patientenorientierte Gesundheitslösungen zu entwickeln, die allen Betroffenen ermöglichen, ihre Gesundheit zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen. Für die PrEP ist die flächendeckende Bereitstellung des nun für nahezu jeden erschwinglichen Präparats Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilratiopharm ® Ausdruck dieses Anspruchs. Das drückt sich im zweiten Schritt auch darin aus, dass das ratiopharm Präparat nicht nur in der Selbstzahlerpraxis für die PrEP so günstig ist, sondern gleichzeitig damit auch die Therapiekosten für die gesetzlichen Krankenkassen und damit der Solidargemeinschaft erheblich reduziert sind. Diese kostengünstige Konstellation gibt es bisher in Deutschland von keinem anderen Anbieter.

Reduktion des Infektionsrisikos um bis zu 86 Prozent

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist derzeit die einzige Wirkstoffkombination, die für die PrEP der HIV-1-Infektion bei Erwachsenen zugelassen ist. „In Studien mit Personen, die ein hohes Infektionsrisiko haben, reduzierte die Wirkstoffkombination das Infektionsrisiko relativ um bis zu 86 Prozent”, berichtete Dr. Nils Postel, München.3

Die Gleichwertigkeit von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilratiopharm ® mit dem Originalpräparat Truvada® 200mg/245mg wurde in einer Bioäquivalenzstudie nachgewiesen, die Zulassung gilt für Erwachsene, die einmal täglich eine Tablette Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-ratiopharm® einnehmen.4

„Die PrEP ist geeignet für HIV-negative Personen, die ein erhöhtes Infektionsrisiko bei sexuellen Begegnungen haben oder ferner deren sexuelles Verhalten Kontrollverluste beinhaltet, die den Einsatz von Kondomen möglicherweise einschränken, z.B. bei sogenanntem Chem-Sex. Allen, denen die Benutzung von Kondomen schwer fällt, ist die PrEP ebenfalls anzuraten”, sagte Marcel Berger, Berlin.3 Ein erhöhtes Infektionsrisiko könnte beispielsweise auf Männer zutreffen, die ungeschützten Sex mit Männern oder transidenten Personen haben, sowie auf heterosexuelle Frauen und Männer, die ungeschützten Sex mit HIV-infizierten Partnern haben, bzw. mit Partnern, deren HIV-Status nicht bekannt ist.3,5

Generika verbessern die Kosteneffektivität

Mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-ratiopharm® leistet Teva einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor HIV-Neuinfektionen. Denn wie auch die aktuelle Leitlinie der European AIDS Clinical Society (EACS) feststellt, können Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Generika die Kosteneffektivität der PrEP verbessern – eine wichtige setzung dafür, dass die Maßnahme als Public-health-Strategie ihre Ziele erreicht.5

Damit hält ratiopharm sein Markenversprechen, qualitativ hochwertige Medikamente preisgünstig anzubieten, auch in diesem Indikationsgebiet ein. Seit über 40 Jahren tragen Präparate mit dem Namen ratiopharm so zu einer erheblichen Kostensenkung im deutschen Gesundheitswesen bei.


Literaturverweise

  1. Robert Koch-Institut Epidemiologisches Bulletin 47/2017
  2. The Use of Antiretroviral Drugs for Treating and Preventing HIV Infection; WHO Guidelines 2016
  3. Kann G, Wetzstein N Arzneiverordnung in der Praxis 2017;44(4):168-172
  4. Fachinformation Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-ratiopharm® 200mg/245mg, Stand Mai 2017
  5. European AIDS Clinical Society Guidelines 2017


Teva GmbH

Teva ist in Deutschland mit innovativen Arzneimitteln, Markenprodukten, Generika und freiverkäuflichen Medikamenten breit aufgestellt. Rund 2.900 Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte Ulm, Blaubeuren/Weiler und Berlin. Der Deutschlandsitz ist Ulm.

Zu Teva Deutschland gehört mit ratiopharm die bekannteste Arzneimittelmarke Deutschlands. Das Präparatesortiment deckt nahezu alle Anwendungsgebiete ab und ist eines der größten und umfangreichsten im deutschen Markt.

Teva Global

Teva Pharmaceutical Industries Ltd. mit Firmensitz in Israel ist ein weltweit führender pharmazeutischer Konzern und Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen. Der Konzern erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von 21,9 Milliarden US-Dollar.


Quelle: TEVA, 30.11.2017 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung