Langzeitstudie über Menschen im Alter ab 40 Jahren

Deutscher Alterssurvey zeigt Wandel des Alters

Berlin (29. September 2016) – Vor 26 Jahren erklärte die UNO-Generalversammlung im Rahmen des Weltaltenplans den 1. Oktober zum „Internationalen Tag der älteren Menschen“. Seit 1996 liefert der Deutsche Alterssurvey (DEAS), eine Langzeitstudie über Menschen im Alter ab 40 Jahren, detaillierte Informationen über die zweite Lebenshälfte in Deutschland. Die Daten von 1996 bis 2014 zeigen: Der Blick aufs eigene Älterwerden ist positiver geworden, auch wenn es nach wie vor problematische Aspekte gibt.


Altersbilder werden positiver

Zwar sind etwa zwei Drittel (64,8 Prozent) der Menschen in der zweiten Lebenshälfte der Ansicht, dass das Älterwerden mit körperlichen Verlusten einhergeht. Fast drei Viertel (73,1 Prozent) allerdings verbinden das eigene Älterwerden mit persönlicher Weiterentwicklung. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die Altersbilder zudem zum Positiven verändert: Damit verbinden weniger Ältere das Älterwerden mit Verlusten als noch im Jahr 1996. Und der Anteil derjenigen, die Gewinne mit dem Älterwerden verbinden, ist im gleichen Zeitraum noch gestiegen.

Ältere sind nicht einsamer als Jüngere

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Entgegen häufig geäußerten Vorurteilen sind Ältere nicht häufiger von Einsamkeitsgefühlen betroffen als Menschen im mittleren Lebensalter. Während sich etwa jede zehnte Person im Alter von 40 bis 69 Jahren einsam fühlt, sind es bei den 70- bis 85-Jährigen nur 7 Prozent. Vielmehr als das Alter scheint die soziale Eingebundenheit für Einsamkeitsgefühle verantwortlich zu sein: Menschen, die wenige Personen haben, die sie um Rat oder Trost fragen könnten, berichten häufiger von Einsamkeit als Menschen, die auf eine größere Anzahl von unterstützenden Beziehungen bauen können.

Monatliche Wohnkostenbelastung ist bei älteren Mietern besonders hoch

Der Anteil des Haushaltseinkommens, den Mieterinnen und Mieter für die Miete und die Nebenkosten ausgeben, beträgt nach Ergebnissen der letzten Befragung 35,1 Prozent und ist damit seit 1996 um sieben Prozentpunkte gestiegen. Besonders hoch ist die finanzielle Belastung derzeit für Mieterinnen und Mieter im Alter von 70 bis 85 Jahren (37,8 Prozent des Haushaltseinkommens). Eine relativ niedrige Wohnkostenbelastung haben Haushalte, die im schuldenfreien Wohneigentum leben (16,0 Prozent). Dennoch bewertet die große Mehrheit (92,0 Prozent) der 70- bis 85-Jährigen derzeit ihre Wohnsituation insgesamt als gut.

  • Nachzulesen sind diese und weitere Ergebnisse im Bericht ‚Altern im Wandel – Zwei Jahrzehnte Deutscher Alterssurvey (DEAS)‘, der vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erstellt wurde. Er steht zum kostenlosen Download unter http://www.dza.de/forschung/deas bereit und ist in Kürze als Buchpublikation (open access) bei Springer VS erhältlich.

  • Zudem werden die Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys (DEAS) am 5.10.2016 im Rahmen einer gemeinsamen Tagung des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) in Berlin vorgestellt ( http://www.bagso.de/veranstaltungen/deas.html ).


Quelle: Deutsches Zentrum für Altersfragen , 29.09.2016 (tB).

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