Lebererkrankungen bei Kindern:

Diagnose ohne Nadel

 

Düsseldorf (16. Juli 2008) – Bereits bei Kindern – vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen – können Leber-erkrankungen verschiedenster Ursache zu ernsthaften Schädigungen des Organs führen. Bislang ist die Leberpunktionen die einzige zuverlässige Methode, eine vorliegende Leberschädigung zu bestimmen. Als einzige Kliniken in Deutschland verfügen die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie und die Klinik für Allgemeine Pädiatrie des Düsseldorfer Universitätsklinikums über die Möglichkeit, das Lebergewebe von Kindern nicht-invasiv und schmerzfrei mittels spezieller Ultraschalltechnologie untersuchen zu können.

 

Die so genannte Elastometrie mit dem Fibroscan untersucht die Beschaffenheit des Lebergewebes, aus der sich eine genaue Abschätzung ihrer Funktionalität ergibt. Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, kommentiert: "Wie setzen den Fibroscan bereits seit dem Jahr 2005 bei erwachsenen Patienten ein. Erfahrungswerte für Kinder wollen wir zukünftig gemeinsam mit der Klinik für Allgemeine Pädiatrie im Rahmen einer Studie ermitteln." Voraussetzung für den Einsatz bei Kindern ist ein spezieller kleiner Ultraschallkopf, der auch bereits bei Säuglingen exakte Ergebnisse liefern kann.

Angeborene Stoffwechselerkrankungen, chronische Hepatitis C, eine Fettleber bei stark übergewichtigen Kindern oder ein angeborenes Fehlen der Gallengänge u.a. führen auch bei Kindern zu Lebererkrankungen, an deren Ende oft nur die Transplantation bleibt. Die schmerzfreie und ambulant durchführbare Elastometrie ermöglicht eine weniger belastende und deshalb auch engmaschigere Überwachung des Krankheitsverlaufs.


Quelle: Pressemitteilung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vom 16. Juli 2008.

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