LifeScan-Symposium zur 41. Jahrestagung der DDG:

Praxisrelevanz der postprandialen Blutglukose Neue Evidenzen und aktuelle Empfehlungen

 

Leipzig (24. Mai 2006) ‑ Die große Bedeutung postprandialer Blutglukosewerte für die Therapie des Diabetes mellitus wurde in der Vergangenheit unterschätzt, Nüchternglukose und HbA1c-Wert galten als entscheidende Zielwerte. Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus zahlreichen jüngeren Studien wurde die postprandiale Blutglukose in den neuen Guidelines der International Diabetes Federation (IDF) jetzt als drittes Therapieziel für Typ 2-Diabetes festgelegt.

LifeScan, Experte und Partner in der Blutzuckerselbstkontrolle mit Sitz in Neckargemünd, veranstaltete im Rahmen der diesjährigen DDG‑Tagung in Leipzig ein Satellitensymposium zu diesem Thema. Anerkannte Diabetesexperten aus Forschung und Praxis stellten neue Evidenzen und Empfehlungen vor und betonten den belegten Einfluss postprandialer Hyperglykämien auf die Entstehung diabetesbedingter Folgeerkrankungen und Spätkomplikationen. LifeScan reagierte auf das neue Therapieziel auch mit der Erweiterung seiner bewährten Messtechnologie: Das neue Blutzuckermesssystem OneTouch® Ultra® 2 ermöglicht Diabetespatienten unter anderem das spezifische Markieren präund postprandialer Blutglukosewerte.

 

Trotz verbesserter Therapiemöglichkeiten in den letzten Jahren konnten diabetesbedingte Folgeerkrankungen durch die Einstellung der traditionellen Zielparameter Nüchternglukose und HbA1c-Wert nicht reduziert werden. Gleichzeitig wurde in zahlreichen Studien gezeigt, dass postprandiale Hyperglykämien einerseits bereits im Vorstadium des Typ 2-Diabetes ein eigenständiger Risikofaktor sind und andererseits wesentliche Auswirkungen auf die Entstehung von Spätkomplikationen haben.


 

 

Prognostische Eigenschaft postprandialer Werte

 

PD Dr. Thomas Kunt, Diabetologe in Berlin und deutscher Repräsentant der IDF, sowie Dr. Rolf Renner, Diabetologe am Endokrinologikum München, betonten gleichermaßen die unbedingte Notwendigkeit, die postprandiale Blutglukose in der Oualitätsbeurteilung der Diabeteseinstellung zu berücksichtigen. Da sich der menschliche Organismus zu etwa 60 Prozent des Tages in der postprandialen Phase befindet, haben die dann auftretenden Blutzuckerspitzen besonderen, immer noch unterschätzten Einfluss auf den HbA1c-Wert. Als Beurteilungsparameter für die Einstellungsqualität und das Risiko für Folgeerkrankungen ist der HbA1c-Wert nur bedingt geeignet; da sich schwankende Blutzuckerwerte mit diesem Durchschnittswert nicht erfassen lassen.

 

 

Oft unterschätzt: Postprandiale Hyperglykämie

 

Die postprandiale Hyperglykämie beeinträchtigt die Glukosetoleranz, begünstigt die Ausprägung einer Insulinresistenz und kardiovaskuläre Risiken. Diese Zusam­menhänge beschrieb Professor Andreas Pfeiffer, Charite Universitätsmedizin Berlin, und stellte die Komplikationen aus pathophysiologischer Sicht dar. Im Zustand hoher Glukosekonzentration im Blut werden freie Radikale ausgeschüt­tet und lösen im Körper gefäßschädigenden oxidativen Stress aus. Des weiteren stimulieren häufige Blutzuckerspitzen eine anhaltende Insulinsekretion, die eine Fettleberbildung begünstigt. Die möglichen Auswirkungen postprandialer Hy­perglykämien auf das Gehirn erläuterte Professor Werner Kern vom Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig‑Holstein: Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass erhöhte Glukosespiegel und der damit einhergehende relative Insu­linmangel im Gehirn die Gedächtnisleistung verschlechtern können.

 

 

Die Konsequenz: Drei Zielwerte in der Therapie des Typ 2‑Diabetes

 

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse stellte der Vorsitzende der IDF Task Force, Professor Philip Home von der Universität Newcastle upon Tyne, UK, die in den aktuellen IDF-Guidelines empfohlenen drei Zielwerte für die Therapie des Typ 2-Diabetes vor: HbA1c-Wert 6,5 %, Nüchternglukose unter 6 mmol/I bzw. 110 mg/dl, postprandiale Blutglukose unter 8 mmol/I bzw. 145 mg/dl (zwei Stunden nach Nahrungsaufnahme). Home betonte in diesem Zusammenhang die abso­lute Notwendigkeit der Blutzuckerselbstkontrolle zur effektiven Insulineinstel­lung und Anpassung an Lebensstiländerungen. Nur durch konsequente Mes­sungen können Blutglukosespitzen erkannt, dokumentiert und nach adäquater Anpassung der Therapie der Entstehung von Spätkomplikationen vorgebeugt werden.

 

 

Messtechnologie für ein aussagekräftiges Blutzuckerprofil

 

Um diesen Schritt zur konsequenten Blutzuckerselbstkontrolle zu vereinfachen, bietet OneTouch®Ultra®2, das neue Blutzuckermesssystem von LifeScan, die Möglichkeit prä- und postprandiale Werte zu markieren. Durch diese Kennzeich­nung können Arzt und Patient den Verlauf des Blutzuckerspiegels besser bewer­ten und in den Therapieentscheidungen berücksichtigen. Weitere Informationen zum neuen Messgerät gibt es im Internet unter www.lifescan.de.


Quelle: Satellitensymposium der Firma LifeScan anlässlich der 41. Jahrestagung der DDG zum Thema „Praxisrelevante Aspekte der postprandialen Blutglukose: Neue Evidenzen und aktuelle Empfehlungen“ am 24.05.2006 in Leipzig (Circle Comm) (tB).

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