MDS geht am 1. Juli in die Trägerschaft des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen über

Neuer Verwaltungsrat wählt Vorsitzende und Geschäftsführung

 

Essen (12. Juni 2008) – Der Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) hat sich am 11. Juni in Berlin konstituiert. 21 Mitglieder werden künftig die gesundheitspolitische Ausrichtung des MDS bestimmen, die Satzung beschließen und über den Haushalt entscheiden. Auf ihrer ersten Sitzung wählten sie die Vorsitzenden des Verwaltungsrates sowie die Geschäftsführung des MDS. Mit der Konstituierung des Verwaltungsrates wurden die Voraussetzungen für die neuen Arbeitsstrukturen des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund geschaffen.

 

Der Übergang des bisherigen Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen in die Trägerschaft des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG). Seine Aufgaben sind jetzt deutlich erweitert: Er berät den Spitzenverband Bund in allen medizinischen und pflegerischen Fragen, die diesem qua Gesetz zugewiesen sind. Außerdem koordiniert und fördert der MDS die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) in medizinischen und organisatorischen Fragen. Der Verwaltungsrat des MDS umfasst 14 ehrenamtliche Mitglieder, die sich paritätisch auf Versicherten- und Arbeitgebervertreter verteilen, und sieben hauptamtliche Mitglieder.

 

Zu seinem Vorsitzenden wählte der neu konstituierte Verwaltungsrat Dr. Volker Hansen. Der Volkswirt Hansen ist seit 2005 alternierender Verwaltungsratsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes und seit Januar 2006 alternierender Vorstandsvorsitzender des MDS. Seit 2007 ist er außerdem einer von zwei alternierenden Verwaltungsratsvorsitzenden des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen. Hauptberuflich ist Hansen stellvertretender Abteilungsleiter "Soziale Sicherung" bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin.

 

Zum alternierenden Vorsitzenden wurde Dieter F. Märtens, Vertreter der Gruppe der Versicherten, gewählt. Märtens ist seit den 1980er Jahren in der Selbstverwaltung von Kranken- und Rentenversicherung aktiv und ist langjähriges Vorstandsmitglied der Techniker Krankenkasse. Seit 2005 ist er stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) und seit Januar 2006 gemeinsam mit Hansen alternierender Vorstandsvorsitzender des MDS. Seit 2007 gehört Märtens außerdem dem Verwaltungsrat des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen an.

 

Der Vorsitzende resp. der alternierende Vorsitzende gehören laut Satzung jeweils der Gruppe der Versicherten bzw. der Arbeitgeber an. Der Vorsitz wechselt jährlich. Hansen und Märtens hoben hervor, als Organ der Selbstverwaltung werde der neue Verwaltungsrat die Interessen der Versicherten und Beitragszahler engagiert wahrnehmen. "Die Träger des MDS haben ein großes Interesse an einer qualitativ gesicherten Versorgung mit ausgewogenen Nutzen-Kosten-Verhältnissen. Hierzu können und werden die Medizinischen Dienste einen anerkannten Beitrag leisten."

 

Außerdem wählte der Verwaltungsrat den Volkswirt Dr. Peter Pick zum Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen. Er war zunächst Leiter der Abteilung Verbandspolitik beim AOK-Bundesverband und Leiter der Hauptabteilung Marketing und Unternehmensplanung beim AOK-Landesverband Rheinland, bevor er 1992 als stellvertretender Geschäftsführer zum MDS kam. Seit 1997 ist Pick Geschäftsführer des MDS.

 

Zum stellvertretenden Geschäftsführer des MDS wurde Prof. Dr. Jürgen Windeler gewählt. Der Medizinstatistiker und Epidemiologe Windeler kam 1999 als Leiter des neu gegründeten Fachbereichs "Evidenzbasierte Medizin" zum Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen. Seit 2004 ist er als Leitender Arzt und stellvertretender Geschäftsführer beim MDS tätig. Die Geschäftsführung nimmt zukünftig auch die Aufgaben des Vereinsvorstandes wahr.

 

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen ist wie schon sein Vorgänger ein eingetragener Verein. Die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene – als bisherige Träger des MDS – werden als fördernde Mitglieder auch künftig die gesundheitspolitische Ausrichtung mitgestalten. Darüber hinaus können die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung dem MDS als fördernde Mitglieder beitreten.


 

Quelle: Pressemitteilung des „Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen“  (MDS)vom 12.06.2008.

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung