Medizin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie

SARS-CoV-2: HNO-Ärzte besonders gefährdet - Schutzausrüstung dringend benötigt

Bonn (2. April 2020) -- Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist weltweit vor allem deshalb gefürchtet, weil es schwere, in vielen Fällen auch tödliche Lungenentzündungen verursachen kann. Die größte Virusdichte findet sich in der Regel aber nicht in der Lunge, sondern in den oberen Atemwegen, vor allem in der Nase und im Nasenrachenraum. Hals-Nasen-Ohren-Ärzte sind daher einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie (DGHNO-KHC) richtet sich mit einem dringenden Appell an Fachkollegen, Patienten und Verantwortliche im Gesundheitswesen, um gemeinsam den Schutz von Ärzten, medizinischem Fachpersonal und Patienten in der HNO zu verbessern.

Atemstillstand bei schweren SARS-CoV2-Verläufen kann auch neural vermittelt sein

Berlin (31. März 2020) -- Ein kleiner Anteil der Patienten mit SARS-CoV2-Infektion verstirbt an einem akuten Lungenversagen, meistens in Folge einer schweren Form der Lungenentzündung. Eine kürzlich publizierte Arbeit [1] beschreibt jedoch einen weiteren möglichen, bislang wenig erforschten Pathomechanismus des tödlichen Lungenversagens. Demnach könnte eine Beteiligung des Hirnstamms und somit des Atemzentrums eine Rolle spielen. Unbekannt ist, wie häufig das der Fall ist. Eine aktuelle Arbeit aus Science [2] gibt Anlass zur Hoffnung, dass schwere Verläufe grundsätzlich seltener als angenommen sind.

Corona-Virus in Deutschland

Lageeinschätzung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)

Berlin (30. März 2020) -- Die gesundheitspolitische Diskussion über eine sogenannte Exitstrategie durch eine kontrollierte Deeskalation der Maßnahmen zur Kontrolle der COVID- 19 Pandemie wird mit immer stärkerer Intensität geführt. Die DGKH hält diese Diskussion auf sachlicher und infektionshygienischer Grundlage vor dem Hintergrund der erheblichen gesellschaftlichen Auswirkungen für notwendig, um definierte Ziele für eine Exitstrategie zu benennen, an denen man sich orientieren kann, zumal Impfstoffe und Medikamente in der nächsten Zeit nicht zur Verfügung stehen werden.

Deutsche Herzstiftung

Warnung vor voreiliger Chloroquin-Azithromycin-Kombinationstherapie gegen COVID-19:
Risiko bösartiger Rhythmusstörungen

  • Nach Trump-Äußerung: Deutsche Herzstiftung und Herzspezialisten warnen vor voreiligem Einsatz beider Wirkstoffe in Kombination. Ihr Nutzen ist bis heute nicht bewiesen, zudem besteht ein Risiko durch lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen.

Frankfurt am Main (25. März 2020) -- Die Deutsche Herzstiftung und Herzspezialisten warmen vor den jüngsten Äußerungen des US-amerikanischen Präsidenten ein sofortiger versuchsweiser Einsatz des Anti-Malariamittels Chloroquin Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin könne bei COVID-19-Erkrankten einen Durchbruch bringen.

Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM)

Seelenhygiene in Zeiten der Krise –
Psychische Belastungen durch Covid-19 und was wir dagegen tun können

Berlin (25. März 2020) – Covid-19 verändert unsere Gesellschaft und das Leben jedes Einzelnen. Das betrifft nicht nur akut am Virus erkrankte Menschen, sondern auch all jene, die sich vor einer Infektion fürchten, um ihre Existenzgrundlage bangen müssen oder etwa strengen Quarantäne-Regelungen unterliegen. Durch die aktuelle Lage können Ängsten und seelische Belastungen ausgelöst werden, die sich nicht zuletzt auch körperlich auswirken, indem sie etwa unser Immunsystem schwächen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin (DGPM) hin. Einige Tipps können helfen, die seelische Gesundheit aufrecht zu erhalten.

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene

Gesundheitsämter müssen flexibler entscheiden können:
Bei bürokratischer Quarantäne-Verordnung droht Lahmlegung medizinischer Versorgungsstrukturen

Berlin (19. März 2020) -- Die aktuelle Praxis der Quarantäne-Verordnungen der Gesundheitsämter legt medizinische Versorgungsstrukturen lahm, wenn sie sich an die zentralen RKI-Empfehlungen halten.

Relevante Beeinträchtigung der Immunfunktion? SARS-CoV-2

Was Rheuma-Patienten wissen sollten

Berlin (19. März 2020) -- COVID-19 verläuft sehr unterschiedlich: von einer unbemerkten, weil symptomlosen Infektion bis hin zu einem tödlichen Lungen- oder Multiorganversagen. Zu den vom Robert Koch Institut (RKI) zusammengestellten Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf zählen auch Menschen mit aktiven entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und unter immunsuppressiver Therapie, worauf die DGRh hinweist. Ob dies tatsächlich der Fall ist, lässt sich nicht sicher sagen, da es bisher keine Daten dazu gibt. Menschen mit Rheuma sollten sich deshalb sehr konsequent vor einer Infektion schützen, indem sie die empfohlenen Maßnahmen des RKI sorgfältig beachten.

Hygiene-Tipp der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, Sondertipp 2020

Benutzung von Masken bei Lieferengpässen -
jede Maske hat mehr Schutzwirkung für Träger und Gegenüber als keine Maske

Berlin (18. März 2020) -- In der derzeitigen Situation kommt es in vielen Bereichen des Gesundheitswesens zu Lieferengpässen für FFP-Masken und Mund-Nasen-Schutz (MNS). Da das Coronavirus laut RKI überwiegend über Tröpfchen übertragen wird, gilt:

DGK zu COVID-19

Behandlung mit Hemmstoffen des Renin-Angiotensin-Systems

Düsseldorf (16. März 2020) -- Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie informiert in einer Stellungnahme für Fachkreise über Zusammenhänge zwischen COVID-19 und der Behandlung mit Hemmstoffen des Renin-Angiotensin-Systems.

Doctor advising patient 1 5e661d771e77eExperten-Roundtable

Frauen stehen im Fokus bei Bayer

  • Nahrungsergänzungsmittel geben Frauen das gute Gefühl bei Kinderwunsch sowie während Schwangerschaft und Stillzeit umfangreich versorgt zu sein
  • Elevit® 1, 2 und 3 enthalten Mikronährstoffe, die den individuellen Bedürfnissen von Mutter und Kind in der jeweiligen Phase angepasst sind
  • WHO und Paul-Ehrlich-Gesellschaft empfehlen zur Therapie von Vaginalmykosen das von Bayer entwickelte Clotrimazol – enthalten in Canesten® Gyn Once und Canesten® Gyn 3-Tage-Kombi
  • Der Zusatz von Milchsäure in den Vaginaltabletten von Canesten® Gyn steigert die Freisetzung und Bioverfügbarkeit des Antimykotikums

Leverkusen (13. März 2020) – „Frauen machen sich vielerlei Gedanken um die Schwangerschaft und möchten ihrem Kind den bestmöglichen Start ins Leben ermöglichen. Sie sorgen sich beispielsweise um die Gesundheit ihres Kindes, oder ob sie bei Ernährung und Verhalten in der Schwangerschaft alles richtig machen. Dies steht im Einklang mit den Ergebnissen des Mama-Monitors“, erklärte der Gynäkologe Dr. Matthias Krick, Moers, im Rahmen eines Experten-Roundtables. Der „Mama-Monitor – von Wunsch bis Wunder“ ist eine im Jahr 2019 durchgeführte repräsentative Umfrage unter 2.000 Frauen mit Kinderwunsch, Schwangeren und stillenden Müttern in Deutschland. Die Auswertung zeigt, dass fast alle Frauen wissen, dass der Nährstoffbedarf in diesen Lebensphasen erhöht ist.1 

Blutungsrisiko nach Thrombektomie

Interventionelle Therapie ist bei Schlaganfall trotz blutverdünnender Therapie möglich

Berlin (12. März 2020) -- Bei Schlaganfällen, die durch einen Gefäßverschluss der hirnversorgenden Gefäße durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) entstehen, muss das Gerinnsel so bald wie möglich durch eine medikamentöse Auflösung (Lyse) oder einen Gefäßkatheter-Eingriff (Thrombektomie) entfernt werden. Nur so kann das Absterben von Gehirnzellen verhindert werden. Manche Patienten stehen vor dem Schlaganfall jedoch wegen einer anderen Erkrankung unter einer gerinnungshemmenden Therapie, die im Prinzip das Blutungsrisiko bei medizinischen Eingriffen erhöhen kann. Eine Studie [1] zeigte nun, dass das Blutungsrisiko nach Thrombektomie nicht bei allen gerinnungshemmenden Substanzklassen gleichermaßen erhöht ist.

Gesellschaft für Virologie (GfV) und Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e. V. (DVV)

Einsatz von Desinfektionsmitteln bei Infektionsverdacht oder bei nachgewiesener Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2

Freiburg (12. März 2020) – Die gemeinsame Kommission „Virusdesinfektion“ der Gesellschaft für Virologie (GfV) und der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV) hat eine Stellungnahme zum Einsatz von Desinfektionsmitteln bei Infektionsverdacht oder bei nachgewiesener Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 erarbeitet. Die Publikation ist ab sofort auf der Website der GfV einsehbar.

Gemeinsamer Krisenstab BMI/BMG fällt weitere Beschlüsse

Absage aller Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern

Berlin (10. März 2020) -- Der Gemeinsame Krisenstab von BMI und BMG, der nach Pandemieplan zur Bekämpfung des Coronavirus gegründet wurde, hat in seiner fünften Sitzung folgende Beschlüsse gefasst:

Gut für ältere Patienten

In Zukunft Teamwork von Unfallchirurgen und Altersmedizinern verpflichtend

  • G-BA-Richtlinie zur Versorgung der hüftgelenknahen Femurfraktur

Berlin (10. März 2020) -- Ältere Patienten mit einer hüftgelenknahen Femurfraktur, auch Oberschenkelhalsbruch genannt, sollen in Zukunft nur noch gemeinsam von Orthopäden und Unfallchirurgen und Altersmedizinern versorgt werden. Das besagt eine neue Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) begrüßen diesen Beschluss dem Grunde nach.

Stellungnahme - Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) und Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)

Bekämpfung der COVID-19-Epidemie in Deutschland –
Notwendige Rollenverteilung zwischen ambulantem und stationärem Sektor sowie öffentlichem Gesundheitsdienst

Peter Walger1, Ute Teichert2, Martin Exner3

1. Aktueller Anlass

Berlin (9. März 2020) -- Verdachtsfälle von SARS-CoV-2 Virus zu erkennen, Kontaktpersonen zu ermitteln, Quarantänemaßnahmen zu gewährleisten und das Management der ambulant zu versorgenden Infizierten zu organisieren, damit eine unverzügliche medizinische Versorgung bei klinischer Verschlechterung garantiert werden kann - das kennzeichnet die aktuellen Prioritäten des Pandemie-Managements für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) in Deutschland in Kooperation mit den ambulanten und stationären Versorgungsbereichen.

1583760549 5f5d51eeCoronavirus

"Wischen statt Sprühen" –
Hinweise für Beschäftigte des Reinigungsgewerbes

Berlin (9. März 2020) -- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reinigungsgewerbes sind vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus ganz besonders gefordert. Denn: Hygiene ist in einer Pandemiesituation von allergrößter Bedeutung - für alle. Dies gilt besonders für Beschäftigte der Reinigungsbranche, denn sie sind in der Regel diejenigen, die vom Büro über das Krankenhaus bis zum Flughafen für saubere und hygienische Zustände sorgen. Dieses nicht nur durch die Reinigung von Oberflächen wie Fußböden oder Türklinken, sondern auch durch das Auffüllen von Seifenspendern und Einmalhandtüchern. Wie können sich die Beschäftigten schützen und was können Arbeitgeber tun? Die zuständige Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) gibt Hinweise.

140520 stemo 500Schlaganfall-Akutversorgung: Neue Studie

Mobile Stroke Units verbessern Chancen von Schlaganfallpatienten gravierend

  • DSG befürwortet verstärkten Einsatz der Rettungswagen

Berlin (4. März 2020) – Die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten ist in Deutschland im internationalen Vergleich schon auf einem sehr hohen Niveau – doch sie könnte noch weiter optimiert werden. Wenn vermehrt speziell ausgerüstete Krankenwagen – sogenannte Mobile Stroke Units – zum Einsatz kommen würden, könnte das die Behandlungsergebnisse noch erheblich verbessern. Laut einer aktuellen Studie traten bei Patienten, die direkt nach einem Schlaganfall in diesen technisch und personell speziell ausgerüsteten Einsatzfahrzeugen behandelt wurden, signifikant weniger Todesfälle und Behinderungen auf als bei Erkrankten, die erst im Krankenhaus eine Behandlung erhielten. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Professor Dr. med. Heinrich Audebert, Experte der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und seinem Berliner Forscherteam, die kürzlich auf der International Stroke Conference (ISC) in Los Angeles vorgestellt wurde. Nach Erkenntnis dieser Studie befürwortet die DSG den vermehrten Einsatz dieser Rettungswagen.

IQWiG

Dupilumab bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen:
Beleg für einen Zusatznutzen

  • Ausmaß nicht quantifizierbar, aber mindestens beträchtlich

Köln (2. März 2020) -- Der bereits in der Neurodermitis- und Asthma-Behandlung eingesetzte Wirkstoff Dupilumab ist seit 2019 auch als Ergänzung zu intranasalen Kortikosteroiden für die Behandlung Erwachsener mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen zugelassen, wenn systemische Kortikosteroide allein oder auch eine Operation keine ausreichende Krankheitskontrolle bewirken. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun untersucht, ob Dupilumab als Add-on-Therapie mit intranasalen Kortikosteroiden Patientinnen und Patienten mit einer solchen chronischen Nasenschleimhaut- und Nasennebenhöhlen-Entzündung einen Zusatznutzen gegenüber intranasalen Kortikosteroiden allein bietet.

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)

Die stationäre Aufnahme von an Covid-19-erkrankten Patienten soll sich an Schweregradkriterien orientieren

Im Auftrag des Vorstandes der DGKH: P. Walger, S. Ewig und M. Exner in Abstimmung mit W. Popp, L. Jatzwauk, F. Lemm, B. Christiansen, U. Heudorf und  A. Krame

 

1. Anlass

Berlin (28. Februar 2020) -- Aktuelle RKI-Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen“, dass Patienten mit laborbestätigter SARS-CoV-2-Infektion stationär behandelt werden müssen. Die DGKH sieht diese Empfehlung mit Sorge, da sie der nachdrücklichen Auffassung ist, dass nur Patienten mit klinisch schwerer Verlaufsform in stationäre Behandlung aufgenommen werden sollten, um das stationäre Versorgungssystem nicht zu überfordern und  das Risiko einer nosokomialen Übertragung auf weitere Patienten in stationärer Behandlung und auf das medizinische Personal so gering wie möglich zu halten.

Robert Koch-Institut

Risikobewertung zu COVID-19

  • Änderungen gegenüber der Version vom 26.2.2020 im ersten Absatz (Situation)


Situation

Berlin (28. Februar 2020) -- In Deutschland sind bislang nur wenige bestätigte Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) aufgetreten. Nach dem Infektionscluster bei einer Firma in Bayern und einzelnen Fällen bei den deutschen Staatsbürgern, die Anfang Februar 2020 aus Wuhan ausgeflogen worden waren, sind seit 25.2.2020 Erkrankungsfälle in weiteren Bundesländern bekannt geworden (Fallzahlen siehe www.rki.de/covid-19-fallzahlen). Fast alle Patienten aus dem Infektionscluster in Bayern wurden inzwischen genesen aus dem Krankenhaus entlassen.

Maßnahmen im grenzüberschreitenden Verkehr werden intensiviert, Prinzipien zur Risikobewertung von Großveranstaltungen wurden beschlossen:

Krisenstab des BMI und BMG beschließt Maßnahmen zur Gesundheitssicherheit gegen Corona-Infektionen

Berlin (28. Februar 2020) -- Der nach dem Pandemieplan des Bundes durch Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eingesetzte gemeinsame Krisenstab hat in seiner zweiten Sitzung folgende Beschlüsse gefasst:

Therapieempfehlungen auf der Basis einer systematischen und kritischen Evaluation neuester wissenschaftlicher Ergebnisse

S3-Leitlinie zur Rehabilitation von Herz-Kreislaufpatienten
in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Frankfurt am Main (27. Februar 2020) -- Herzpatienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK), chronischer Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen wird empfohlen, eine kardiologische Rehabilitation durchzuführen, da diese den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen und die Lebensqualität verbessern kann. Bei Patienten nach einem Herzinfarkt oder nach einer Bypass-Operation senkt die Teilnahme an einer kardiologischen Rehabilitation (KardReha) die Sterblichkeit deutlich. Bei Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz (HFrEF) werden körperliche Belastbarkeit und Lebensqualität deutlich verbessert. Gemäß erster Studienergebnisse senkt eine KardReha auch bei Patienten nach Klappenkorrektur, insbesondere nach kathetergestütztem Aortenklappenersatz (TAVI), die Sterblichkeit deutlich.

Bundesministerium für Gesundheit

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Berlin (26. Februar 2020) -- Erstmals wurden nun auch Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Beide Länder haben einen Krisenstab eingerichtet, der durch das Robert Koch-Institut sowie das Bundesgesundheitsministerium unterstützt wird. Zum Gesundheitszustand der Patienten unterrichten die jeweiligen regionalen Behörden. Ziel sei es, so Jens Spahn, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen.

Hochrechnung

Genug Betten, aber zu wenig Pflegepersonal für Corona-Patienten

Gelsenkirchen (21. Februar 2020) -- Wenn die Zahl von Corona-Patienten in Deutschland steigen sollte, hat Deutschland voraussichtlich genug Akutbetten, aber zu wenig Pflegepersonal für ihre Betreuung. Das errechnete jetzt Prof. Bernd Mühlbauer, der an der Westfälischen Hochschule Gesundheitsmanagement lehrt.

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)

DGKH ist besorgt über die hohe Infektionsrate bei Passagieren auf der Diamond Princess und vermutet einen Zusammenhang zwischen der Infektionsrate und Quarantänemaßnahmen auf Kreuzfahrtschiffen

M. Exner, A. Kramer, P. Walger, W. Popp im Auftrag des Vertretungsvorstandes der DGKH

 

Berlin (19. Februar 2020) - Auf dem seit dem 03.02.2020 wegen Covid-19 Infektionen im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff mit rund 3.700 Passagieren und Crew-Mitgliedern sind insgesamt (Stand 15.2.2020) 355 infizierte an Bord festgestellt worden. 1.219 Personen seien nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums getestet. Unter den Infizierten befinden sich auch zwei Deutsche.

Kleber für gebrochene Herzen

Dübendorf, Schweiz (18. Februar 2020) -- Ist der Herzmuskel geschädigt, stellt die Reparatur des stets aktiven Organs eine Herausforderung dar. Empa-Forschende entwickeln daher einen von der Natur inspirierten Gewebekleber, der Defekte im Muskelgewebe wieder perfekt zusammenfügen kann. Sie haben sich dazu die phänomenale Haftfähigkeit von Meeresmuscheln zunutze gemacht.