Medizin

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)

Risiko Lebendimpfstoff -
Worauf Rheumapatienten bei Impfungen achten müssen

Berlin (16. August 2019) -- Impfungen sind für Rheuma-Patienten besonders wichtig, weil die Krankheit selbst und deren Behandlung die Immunabwehr gegen Bakterien und Viren schwächen. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) begrüßt deshalb, dass ein Expertenteam auf Initiative der Ständigen Impfkommission (STIKO) Anwendungshinweise für Menschen mit Autoimmunerkrankungen veröffentlicht hat, zu denen auch Rheuma und andere chronisch-entzündliche Erkrankungen gehören.

Neue Leitlinie zu Virusinfektionen bei Organ- und allogen Stammzelltransplantierten

Freiburg (15. August 2019) – Patienten, die eine Organ- oder allogene Stammzelltransplantation erhalten haben, sind durch die in der Folge notwendige Immunsuppression besonders anfällig für virale Infektionen, die bei ihnen zudem oft schwerer verlaufen. Die Gesellschaft für Virologie (GfV) und die Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV) haben in Kooperation mit 18 weiteren wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften den aktuellen Erkenntnisstand zu Diagnose, Prävention und Behandlung von Virusinfektionen bei Organ- und Stammzelltransplantierten nun in einer Leitlinie zusammengefasst. Die Empfehlungen richten sich an sämtliche stationär und ambulant tätigen Ärzte, die an der Versorgung von Patienten vor und nach Organ- und allogenen Stammzelltransplantationen beteiligt sind.

G-BA: Disease-​Management-Programme

Depressionen können zukünftig in Disease-​Management-Programmen behandelt werden

Berlin (15. August 2019) – Patientinnen und Patienten, die an wiederkehrenden oder lang andauernden Depressionen leiden, können zukünftig in einem strukturierten Behandlungsprogramm (Disease-​Management-Programm, DMP) behandelt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die Details zur inhaltlichen Ausgestaltung des neuen DMP beschlossen. Hierbei geht es um die Festlegung der Zielgruppe des Behandlungsangebots, die Therapieziele und -​planung sowie Empfehlungen für die therapeutischen Maßnahmen. Patientinnen und Patienten können sich in das Programm einschreiben lassen, nachdem die gesetzlichen Krankenkassen mit Ärztinnen und Ärzten und/oder Krankenhäusern Verträge zur praktischen Umsetzung des DMP abgeschlossen haben.

Blut ist dicker als Wasser – und strömt daher anders

Bremen (9. August 2019) -- Die Art und Weise, wie Blut durch die Gefäße strömt, spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa Thrombosen und Arteriosklerose. Allerdings sind die physikalischen Grundlagen des Blutstroms kaum bekannt. Blut ist heterogener als Wasser und wird von einer Pumpe, dem Herzen, angetrieben, es pulsiert. Bisherige Experimente zum Strömungsverhalten basieren aber in der Regel auf Wasser, das sich gleichförmig bewegt. Ein interdisziplinäres Team aus der Physik, den Ingenieurswissenschaften und der Medizin will diese Wissenslücke nun schließen – mit dabei ist das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen.

GonokokkenRKI

Gonorrhö im Epidemiologischen Bulletin

Berlin (8. August 2019) -- Die Resistenzentwicklung bei Neisseria gonorrhoeae und die damit verbundene Gefahr eines kaum therapierbaren, hochresistenten Erregers ist ein globales Problem. Im Epidemiologischen Bulletin 32/33 2019 wird über eine urogenitale Gonorrhö mit einer besonders problematischen Resistenzeigenschaft berichtet, einer "high-level-Azithromycin-Resistenz". Das Resümee der Autorinnen und Autoren, unter anderem vom Konsiliarlabor (KL) für Gonokokken am Vivantes Klinikum Neukölln und vom Robert Koch-Institut: "Unerlässlich ist eine Testung der Antibiotika-Empfindlichkeit, um vorhandene Resistenzen aufzuspüren … Eine Therapieerfolgskontrolle sollte stets erfolgen. … Fälle von ungewöhnlicher Resistenz und Therapieversagen sollten daher zeitnah an das KL für Gonokokken und das RKI gemeldet werden." Konsiliarlabor und RKI arbeiten seit 2013 im Gonokokken-Resistenz-Netzwerks GORENET gemeinsam mit Laboren aus ganz Deutschland zusammen, um die Resistenzsituation der Gonorrhö in Deutschland möglichst aussagekräftig abzubilden.

E-Autos, Smartphones und Co.

Welche Geräte stören Funktionen von Herzschrittmachern und implantierten Defibrillatoren?

Düsseldorf (7. August 2019) – Können elektromagnetische Felder, die durch Geräte in unserem privaten und beruflichen Alltag entstehen, Herzrhythmusimplantate wie Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren stören? Und wie gefährlich sind diese Einflüsse? Diese Fragen stellen Herzpatienten sich und ihren Ärzten häufig. Eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) fasst die aktuelle Studienlage zu dem Thema zusammen und spricht Empfehlungen für den Umgang mit unterschiedlichen elektronischen Geräten aus.

EU-Forschungsprojekt zur altersabhängigen Makuladegeneration

Änderung des Lebensstils schützt vor Erblindung

Berlin (6. August 2019) – Eine rechtzeitige Lebensstiländerung kann Menschen mit hohem Risiko, an altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, bis ins fortgeschrittene Alter vor dem Verlust des Sehvermögens schützen. Das ist ein zentrales Zwischenergebnis des europäischen Forschungsprojekts EYE-RISK. Wer besonders gefährdet ist, wie das individuelle Risikoprofil ermittelt wird und welche drei Lebensstil-Faktoren bei der Prävention entscheidend sind, erläuterten Experten auf einer Pressekonferenz der PRO RETINA Deutschland e.V.

Heddergot TUMWahrnehmungsstörung könnte Grund sein

Schwindel ohne Befund

München (2. August 2019) -- Patientinnen und Patienten, die unter funktionellem Schwindel leiden, haben oft eine Odyssee zu unterschiedlichen Ärzten hinter sich, weil sich keine organischen Ursachen feststellen lassen. Ein Experiment an der Technischen Universität München (TUM) klärt nun erstmals mögliche Gründe für die Krankheit auf: Erkrankte haben Probleme in der senso-motorischen Verarbeitung im Gehirn, die denen von Personen mit organischen Schwindel-Ursachen ähneln.

dhr logoMeilenstein für die Therapieoptimierung

Neues Deutsches Hämophilieregister geht online

Berlin (1. August 2019) – Am 1. August 2019 startete die neue Version des Deutschen Hämophilie­registers (dhr) mit veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und erweiterten Nutzungsmöglichkeiten. Es ist einfach zu bedienen und erlaubt es, sowohl etablierte als auch neue Therapieoptionen zu erfassen und so zur Langzeit­erforschung der Hämophiliebehandlung - zum Wohl der Patientinnen und Patienten - beizutragen. Wie gesetzlich festgelegt, wurde eine Geschäftsstelle am Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eingerichtet.

V !cid FF6CD424 E39D 46E0 88CF 4D1505024C98Abszesse und bakteriell bedingte Entzündungen der Haut

Schwarze Zugsalbe: Die Renaissance eines Klassikers – bewährt seit 1925

Die erfolgreiche Therapie mit ICHTHOLAN®

Hamburg (31. Juli 2019) -- Seit 1925 erfolgreich in der Anwendung bei bakteriellen Hauterkrankungen: Das dermatologische Therapeutikum heißt seit Jahrzehnten ICHTHOLAN®, besser bekannt als „schwarze Zugsalbe“. Der Klassiker unter den Dermatologika punktet mit schneller Wirksamkeit und bleibt zahlreichen Verwendern auch durch den charakteristischen Geruch und die spezielle Farbe in Erinnerung. Der Trend zu hochwirksamen Wirkstoffen aus der Natur und die zunehmenden Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika machen das bewährte Original ICHTHOLAN® aktueller denn je.

Hochsicherheitslabor RKIHochsicherheitslabor im Robert Koch-Institut

Berlin (31. Juli 2019) -- Vor einem Jahr, am 31. Juli 2018, hat das neue Hochsicherheitslabor im Robert Koch-Institut seinen Betrieb aufgenommen. In dem Labor der höchsten Schutzstufe (S4) können lebensbedrohliche, hochansteckende Erreger wie Ebola- oder Nipahviren sicher diagnostiziert und erforscht werden – um sie besser bekämpfen und Grundlagen für die Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe schaffen zu können. Das Labor ist mehrfach gesichert, es darf nur von speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ge­schlossenen Vollschutzanzügen betreten werden. Zum einjährigen Laborgeburtstag veröffentlicht das RKI fünf kurze Webvideos, die einen Blick in den Arbeitsalltag im Hochsicherheitslabor erlauben - vom Anziehen des Schutz­anzugs über die Müllentsorgung bis zur Dekontaminationsdusche.

Auf Herz und Nieren prüfen

Neue „Klug entscheiden“-Empfehlung der DGIM nimmt Mehrfacherkrankungen in den Fokus

Wiesbaden (26. Juli 2019) -- Experten zufolge leidet jeder 20. Bundesbürger an einer höhergradigen Niereninsuffizienz, bei der die Nieren kaum noch in der Lage sind, den Körper zu entgiften. Gleichzeitig erkranken Nierenpatienten wesentlich häufiger am Herzen als der Bevölkerungsdurchschnitt, doch bleibt dies oft unentdeckt. Daher raten Experten der DGIM im Rahmen von neuen „Klug entscheiden“-Empfehlungen (KEE) dazu, Patienten mit fortgeschrittenen chronischen Nierenerkrankungen gezielt auf zusätzliche kardiologische Erkrankungen zu untersuchen. Zur Verbesserung der Patientenversorgung fordert die Fachgesellschaft zudem, dass Nierenpatienten zukünftig nicht mehr aus kardiologischen Studien ausgeschlossen werden.

CRUZIVAX Raubwanze 340x220Projekt CRUZIVAX

Entwicklung einer nasalen Impfung gegen Chagas-Krankheit

Braunschweig (25. Juli 2019) -- Ein Konsortium aus elf Partnern hat für sein Projekt CRUZIVAX („Vaccine for Prevention and Treatment of Trypanosoma cruzi Infection“) eine umfangreiche Förderung aus dem Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 der Europäischen Kommission erhalten. Ziel von CRUZIVAX ist es, einen hochwirksamen, kostengünstigen und einfach zu verabreichenden prophylaktischen Impfstoffkandidaten für die Chagas-Krankheit zu entwickeln, die durch den Parasiten Trypanosoma cruzi (T. cruzi) verursacht wird. Der Impfstoff soll als Nasenspray einsetzbar sein. Das Projekt wird von der Abteilung Vakzinologie des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) unter der Leitung von Prof. Carlos A. Guzmán koordiniert. Die Gesamtfördersumme beträgt mehr als acht Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren, wobei dem HZI rund zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Versorgung von Verletzten nach einem Terroranschlag

Unfallchirurgen legen Instrumentenliste für Notfall-OP-Set vor

Berlin (24. Juli 2019) -- Das Überleben von Verletzten mit Schuss- und Explosionsverletzungen bei einer lebensbedrohlichen Einsatzlage wie einem Massenanfall von Verletzten im Terrorfall/Amoklauf (TerrorMANV) hängt maßgeblich von einer schnellen Blutungskontrolle ab. Dafür hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) jetzt ein Notfall-OP-Set zusammengestellt, das speziell auf lebensrettende Notfalloperationen zur Versorgung von sogenannten Höhlenblutungen ausgerichtet ist.

DGI

Sommerleiden Blasenentzündung –
Erstmal ohne Antibiotikum behandeln

Berlin (23. Juli 2019) -- Blasenentzündungen sind kein Phänomen der kalten Jahreszeit, auch in den Sommermonaten tritt die Infektion häufig auf. Denn wenn nasse Badekleidung nicht rasch genug ausgezogen oder die abendliche Kühle unterschätzt wird, macht man es Bakterien unfreiwillig leicht. Harnwegsinfektionen werden oft sofort mit einem Antibiotikum behandelt. Noch immer zu wenig bekannt ist: Antibiotika sind bei diesem Krankheitsbild in vielen Fällen unnötig. Ihr unkritischer Einsatz trägt zudem zur Entstehung von Antibiotikaresistenzen bei. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e. V. (DGI) hin. Unkomplizierte Blasenentzündungen heilen oft auch dann folgenlos aus, wenn lediglich die Symptome mit Schmerzmitteln gelindert werden.

DGU aktualisiert S2k-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis

Neue Empfehlungen zur Volkskrankheit Harnsteine

Berlin (19. Juli 2019) -- Die Volkskrankheit Harnsteine tritt in vielen Ländern der Welt mit zunehmender Häufigkeit auf. In Deutschland wird davon ausgegangen, dass rund fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung mindestens einmal im Leben unter Harnsteinen leiden – Männer doppelt so häufig wie Frauen. Veränderte Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände, aber auch eine verbesserte Diagnostik, die Harnsteine häufiger eindeutig nachweist, gelten als Gründe.

HIV-Reservoirs

Neue Erkenntnisse über die zähen Gegner auf dem Weg zur Heilung

Zürich, Schweiz (19. Juli 2019) – HI-Viren können in Reservoirs jahrelang im menschlichen Körper überdauern. Sie sind das grösste Hindernis für die Heilung von HIV, aber immer noch ungenügend erforscht. In der weltweit grössten longitudinalen Beobachtungsstudie zur Erforschung der HIV-Reservoirs hat ein Forscherteam des Universitätsspitals Zürich neue Erkenntnisse zu diesen Reservoirs gewonnen.

AnalfistelnStammzellen

Neuer Therapieansatz zur Behandlung von Fisteln

Zürich, Schweiz (16. Juli 2019) --Als erste Klinik in der Schweiz wendet das Universitätsspital Zürich (USZ) eine innovative Therapie zur Behandlung von Analfisteln an. Im Labor gezüchtete Stammzellen werden ins Gewebe gespritzt, um die Abheilung von Fisteln zu fördern. Patientinnen und Patienten mit Analfisteln haben häufig einen langen Leidensweg. Analfisteln sind krankhafte Gänge, die den Analkanal mit der Körperoberfläche am After verbinden. In diesen Kanälen sammeln sich Stuhl und Sekrete an. Es kommt zu eitrigen Entzündungen, die starke Schmerzen insbesondere beim Sitzen und beim Stuhlgang verursachen. Zusätzlich haben Fisteln an dieser Körperstelle einen grossen Einfluss auf die Lebensqualität der meist jungen Patientinnen und Patienten – auch aufgrund der Geruchsbildung und Beeinträchtigungen im Sexualleben.

Das Gehirn von Männern und Frauen reagiert bei sexueller Erregung identisch.Wissenschaft räumt mit dem Macho-Klischee auf

Sexuelle Erregbarkeit ist keine Frage des Geschlechts

Tübingen (16. Juli 2019) -- Männer denken immer nur an Sex. Ist das so? Sind sie wirklich schneller und leichter erregbar, während Frauen als vernünftiger und rationaler gelten? Betrachtet man die spontane, nicht kontrollierbare Reaktion unseres Gehirns auf erotisches Bildmaterial, so findet man keine geschlechtlichen Unterschiede. Tübinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik analysierten die Daten aus verschiedenen Studien weltweit und stellten fest: Auf neurobiologischer Ebene gibt es keine Unterschiede.

Mutter Kind Bindung vor 2 Millionen JahrenNahrungsaufnahme im Kindesalter

Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren

Frankfurt am Main (15. Juli 2019) – Senckenberg-Wissenschaftler Ottmar Kullmer hat mit einem internationalen Team Zähne der ausgestorbenen Vormenschen-Art Australopithecus africanus in Hinblick auf die Nahrungsaufnahme im Kindesalter untersucht. Analysen der Zahnchemie zeigen, dass die Mütter der afrikanischen Homininen-Art ihre Kinder in den ersten 12 Lebensmonaten stillten und auch später – in Zeiten von Nahrungsknappheit – auf die Ernährung mit Muttermilch zurückgriffen. Die intensive, jahrelange Mutter-Kind-Bindung wird als eine der Ursachen für die geringe Nachkommen-Anzahl bei den Vormenschen gedeutet. Die Studie erscheint heute im renommierten Fachjournal „Nature“.

KalkschulterKalkschulter per Ultraschall gezielt aufspüren und Schmerzen mit Stoßwellen lindern

Stoßwellentherapie als Alternative zur Operation

Berlin (4. Juli 2019) -- Wenn die Schulter in der Nacht schmerzt und das vom Schlafen abhält oder Haare kämmen nahezu unmöglich erscheint – dann kann eine Kalkschulter die Ursache sein. Bei Kalkansammlungen, die starke Schmerzen verursachen, wird den Patienten manchmal zur Operation geraten. Eine schonende Alternative dazu kann die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) sein. Dabei richtet der behandelnde Arzt mit einem Ultraschallgerät energiereiche Stoß- oder Druckwellen gezielt auf die betroffene Schulter. Und auch bei der Diagnose kann das Ultraschallverfahren sehr hilfreich sein. Wie die Diagnostik und die Stoßwellentherapie genau funktionieren und warum sie so erfolgsversprechend sind, erläutert Dr. Rainer Berthold, Experte der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM).

SCJohnson Hautschutz Healthcare NSC Johnson Professional™ – Hautschutzserie für die Arbeit

Professioneller Schutz für sensible Haut

Krefeld (2. Juli 2019) – SC Johnson Professional™ präsentiert jetzt eine Hautschutzserie für die Arbeit, die speziell auf Menschen mit sensibler oder irritierter Haut zugeschnitten ist. Die SC Johnson Professional™ Sensitiv Serie umfasst neben professionellen Hautschutz-, Hautreinigungs-, und Hautpflegeprodukten auch einen voll viruziden Handdesinfektionsschaum. Alle Produkte sind mit dem ECARF Siegel ausgezeichnet und damit auf Allergikerfreundlichkeit getestet.

Depression

Antidepressiva können das empathische Einfühlungsvermögen verringern

Wien, Österreich (18. Juni 2019) -- Depression ist eine Störung, die oft mit starken Beeinträchtigungen des Soziallebens einhergeht. Bisher galt die Annahme, dass auch empathisches Einfühlungsvermögen, eine wesentliche Fähigkeit für ein gelingendes Sozialleben, bei der Depression beeinträchtigt ist. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von ExpertInnen von der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien konnte nun gezeigt werden, dass die Beeinträchtigungen des empathischen Einfühlungsvermögens bei Schmerzwahrnehmung offenbar auch auf Antidepressiva zurückgeführt werden können. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Translational Psychiatry veröffentlicht.

BfArM

Risiko der Übertragung von multiresistenten Erregern durch fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT, Stuhltransplantation)

Bonn (18. Juni 2019) -- Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Warnung veröffentlicht zum möglichen Risiko von schwerwiegenden bakteriellen Infektionen durch Übertragung von multiresistenten Erregern im Rahmen von sog. fäkaler Mikrobiota-Transplantation (FMT, Stuhltransplantation). Die FDA berichtet, dass im Rahmen der klinischen FMT-Anwendungen multiresistente Bakterien übertragen worden sind. Zwei Empfänger von FMT entwickelten invasive bakterielle Infektionen, in deren Folge einer der Empfänger verstarb und ein weiterer Proband schwer erkrankte. Es hat sich gezeigt, dass das bei diesen beiden Empfängern verwendete FMT-Präparat aus Stuhl desselben Spenders hergestellt wurde. Der Spenderstuhl bzw. das aufbereitete FMT-Präparat wurde vor der Verwendung nicht auf multiresistente Erreger getestet.

BfArM

Empfehlung für die Verwendung von Paclitaxel-beschichteten Stents (DES) und Ballons (DCB) in der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)

Bonn (13. Juni 2019) -- Im Dezember 2018 wurde von Katsamos et al. im Journal of American Heart Association eine Meta-Analyse* randomisierter kontrollierter Studien veröffentlicht. Die Analyse konzentrierte sich auf Paclitaxel-beschichtete Ballons und Stents, die in Oberschenkel- und Kniekehlenarterien bei Patientinnen und Patienten mit intermittierender Claudicatio eingesetzt wurden. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass Patientinnen / Patienten, bei denen diese Produkte eingesetzt wurden, 2 bis 5 Jahre nach deren Anwendung eine statistisch signifikant erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit (Gesamtmortalität) im Vergleich zu Patientinnen / Patienten aufwiesen, die mit unbeschichteten Ballons oder Bare-Metal-Stents behandelt wurden. Da die spezifische Ursache und der Mechanismus der erhöhten Mortalität auch nach Überprüfung der Meta-Analyse von Katsamos et al. momentan noch unbekannt ist, kann nach Auffassung des BfArM derzeit noch keine abschließende Empfehlung zur Verwendung der in Rede stehenden Produkte erfolgen. Hierzu sind weiterführende Datenanalysen notwendig, um insbesondere zusätzliche Langzeitdaten in die Auswertung zu integrieren.

Erster psychologischer Test zur „Gaming Disorder“ entwickelt

Harmloses Computerspielen oder schon Gesundheitsrisiko?

Ulm (4. Juni 2019) - Kürzlich hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Computerspielsucht ("Gaming Disorder") als psychische Erkrankung anerkannt. Nun veröffentlichen Forschende um den Ulmer Psychologieprofessor Christian Montag den ersten psychologischen Test zur "Gaming Disorder". Der Online-Test ist bereits an mehr als 550 Studierenden aus Großbritannien und China erprobt worden und soll die Grundlage einer der bislang größten wissenschaftlichen Untersuchung zur Computerspielsucht bilden.