Medizin

IQWiG

Screening auf Hepatitis B und Hepatitis C:
Nutzen mangels geeigneter Studien unklar

  • Risikogruppen-Screening auf Hepatitis C bedarf gründlicher Begleitevaluation


Köln (14. November 2018) - Hepatitis B und Hepatitis C sind vor allem über das Blut übertragene Vireninfektionen, die – oftmals unbemerkt – chronisch werden und dann die Leber irreversibel schädigen können. Diskutiert wird, ob ein regelmäßiges Screening der Allgemeinbevölkerung oder einzelner Risikogruppen diese Erkrankungen eindämmen könnte, etwa durch eine frühzeitige Identifikation und Behandlung oder ein verändertes Risikoverhalten der Betroffenen. Ein Screening kann aber auch Nachteile haben, zum Beispiel Ängste auslösen.

Neuer Therapieansatz

Hautkrankheit Seborrhoische Dermatitis

 Ulm (9. November 2018) - Es gibt Hautkrankheiten, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Dazu gehört die sogenannte Seborrhoische Dermatitis, von der auch Säuglinge und Kinder betroffen sind sowie Personen mittleren Alters. Zu den Krankheitsbildern gehört schuppiger Ausschlag im Gesicht und auf der Kopfhaut, der häufig begleitet wird von starkem Juckreiz. Dermatologen aus Ulm, Köln, Heidelberg und Rom haben nun herausgefunden, dass der Transkriptionsfaktor JunB eine Schlüsselrolle bei der Entstehung dieser Erkrankung spielt.
 

Kreativ-Wettbewerb und innovative rekombinante Blutgerinnungsfaktoren

Wie sich Shire im Bereich der seltenen Erkrankungen engagiert

Hamburg (9. November 2018) – Jeder Zwanzigste in Deutschland ist von einer seltenen Erkrankung betroffen.(1) Hierzu gehören auch von-Willebrand-Syndrom (vWS) und Hämophilie, bei denen betroffene Patienten Gendefekte bei Blutgerinnungsfaktoren aufweisen. Die Therapie solcher Erkrankungen hat durch innovative Produkte des Unternehmens Shire große Fortschritte gemacht – etwa durch neue rekombinante Faktorpräparate und digitale Tools wie myPKFiT.

Im Rahmen eines Pressefrühstücks am 9. November 2018 am Rande des 49. Hamburger Hämophilie Symposions diskutieren Experten über aktuelle Innovationen und darüber, wie Betroffenen ein besseres Leben ermöglicht werden kann. Neben dem Einsatz aktueller Faktorpräparate geht es auch um digitale Möglichkeiten der Therapiesteuerung und patientenorientierte Services. Dazu zählt der Kreativ-Wettbewerb „Hämophilie – Ganz besonders Du“, den die Deutsche Hämophiliegesellschaft e.V. (DHG), die Interessen-gemeinschaft Hämophiler e.V. (IGH) und Shire Deutschland GmbH gemeinsam initiiert haben.

Neue klinische Daten

Benefit von Tolvaptan auch für ADPKD-Patienten in höheren Niereninsuffizienzstadien (CKD 2–4) bestätigt

Berlin (5. November 2018) – Mit dem Vasopressin-V2-Rezeptor-Antagonisten Tolvaptan (JINARC®) ist die Behandlung der autosomal-dominanten polyzystischen Nierenerkrankung (ADPKD) einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Mit Tolvaptan kann erstmals zielgerichtet in die Pathophysiologie der Krankheit eingegriffen und ihr Fort-schreiten in der Niere verlangsamt werden. Auf einem von Otsuka Pharma unterstützten Symposium im Rahmen der 10. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) in Berlin präsentierten Experten neue Studiendaten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Tolvaptan auch bei Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz (CKD 1–4) und stellten einen neuen Weg vor, um die für Tolvaptan geeigneten Patienten einfach und schnell zu identifizieren. Zudem gaben sie wertvolle Tipps aus ihrer klinischen Erfahrung mit der Therapie.

62. DGGG-Kongress

Adjuvante Therapie mit Perjeta verbessert Prognose für Patienten mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom

Berlin (1. November 2018) - Perjeta® (Pertuzumab) kann sowohl in der Therapie des frühen als auch des fortgeschrittenen HER2-positiven Mammakarzinoms eingesetzt werden.1 Die Patienten profitieren in allen zugelassenen Indikationen von einer konsistent überlegenen Wirksamkeit der doppelten Antikörper-Blockade im Vergleich zur alleinigen Therapie mit Herceptin® (Trastuzumab) und Chemotherapie.2-4 So senkt die zusätzliche Gabe von Perjeta das Risiko für Rezidiv oder Tod in der adjuvanten Situation bei Patienten mit nodal-positiver oder Hormonrezeptor-negativer Erkrankung weiter um nahezu 25 %.2 Dies belegt die Studie APHINITY, auf deren Basis das Perjeta-Regime Ende Mai 2018 für die adjuvante Therapie zugelassen wurde. Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Berlin stellte Prof. Dr. Christian Jackisch, Offenbach, die relevanten Daten der Studie vor und diskutierte praxisrelevante Aspekte beim adjuvanten Einsatz von Perjeta.

DGN-Kongress 2018

Wenn neurologische Erkrankungen chronisch werden –
effektive Therapiestrategien bei MS und Migräne im Fokus

Berlin (1. November 2018) – Neurologische Erkrankungen sind häufig mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität assoziiert – insbesondere dann, wenn sie chronisch werden. Kopfschmerzen (u.a. Migräne, Spannungskopfschmerzen) kommen häufig bei Multiple Sklerose-Patienten vor. Entsprechend ist eine gute Diagnostik inklusive effektiver Differenzialdiagnostik unter Berücksichtigung von klinischen und pathophysiologischen Gesichtspunkten entscheidend, damit eine adäquate und individuell geeignete Therapie eingeleitet werden kann, betonte Prof. Dr. Uwe Zettl (Rostock) bei einem von Teva initiierten Satellitensymposium im Rahmen des diesjährigen 91. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) während der Neurowoche 2018 in Berlin. 

Informationen der BZgA für Eltern, Jugendliche und Arztpraxen zur HPV-Impfung

Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen

Köln (30. Oktober 2018) - Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlungen zur HPV-Impfung erweitert. Während es die offizielle Empfehlung für Mädchen bereits seit dem Jahr 2007 gibt, empfiehlt sie die HPV-Impfung seit diesem Jahr auch für Jungen. Um auf die Wichtigkeit der HPV-Impfung hinzuweisen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Informationsmaterialien entwickelt, die derzeit an die ärztlichen Praxen versendet werden und darüber auch Eltern und Jugendliche erreichen.

Gezieltere Behandlung von Schizophrenie

Wie LSD das Gehirn beeinflusst

Zürich, Schweiz (30. Oktober 2018) - LSD verändert die Kommunikationsmuster zwischen den Hirnregionen. Dies zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universitäten Zürich und Yale. Sie liefert auch Hinweise darauf, wie psychische Störungen sich entwickeln und wie sie behandelt werden könnten.

Wie stabil das Hepatitis-B-Virus wirklich ist

Bochum (30. Oktober 2018) - Hepatitis-B-Viren (HBV) sind bei Raumtemperatur über Wochen ansteckend und trotzen sogar der Kälte bei vier Grad Celsius über neun Monate. Desinfektionsmittel wirken bei sachgemäßer Anwendung – aber nur unverdünnt. Diese Erkenntnisse gelangen einem deutsch-koreanischen Forscherteam mit einem neuen HBV-Infektionssystem in menschlichen Leberzellen. Bisher hatte man mangels humaner Forschungsmodelle an Enten-Hepatitis-B-Viren geforscht.

RKI TBCRobert Koch-Institut (RKI)

Bericht zur Tuberkulose in Deutschland

Berlin (29. Oktober 2018) - Das RKI hat den neuen Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland veröffentlicht, mit detaillierten Analysen der Meldedaten, etwa nach Organbeteiligung und Resistenzlage. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 5.486 Tuberkulosen registriert. Damit sind die Erkrankungszahlen nach der deutlichen Zunahme im Jahr 2015 (5.834 Fälle) und der weitgehend unveränderten Situation in 2016 (5.949 Fälle) wieder rückläufig, wenn auch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Entscheidend für eine erfolgreiche Tuberkulosekontrolle ist neben einem adäquat ausgestatteten öffentlichen Gesundheitsdienst auch eine gut etablierte Tuberkulose-Surveillance, die anhand der übermittelten Daten aktuelle Entwicklungen im epidemiologischen Geschehen frühzeitig und im Kontext ihrer möglichen Einflussfaktoren zu erkennen vermag.

Universitäten Stuttgart, Tübingen und Ulm gemeinsam an Weiterentwicklung

Gegen resistente Keime

Stuttgart (26. Oktober 2018) - Die wachsende Zahl resistenter bakterieller Krankheitserreger und damit die zunehmende Limitierung verfügbarer aktiver Antibiotika stellt eine der großen Herausforderungen des globalen Gesundheitssystems dar. Die durch das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Kultur des Landes Baden-Württemberg für drei Jahre geförderte Forschergruppe „antibioPPAP“ unter Leitung von Prof. Bernd Plietker (Institut für Organische Chemie, Universität Stuttgart) und Prof. Friedrich Götz (Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin, Universität Tübingen) intensiviert nach gemeinsamen Vorarbeiten nun die Weiterentwicklung neuartiger MRSA- und VRE-aktiver Antibiotika.

Bild 1Fossile Wirkstoffe modern interpretiert

ICHTHOTOP® – bakterielle Hauterkrankungen ohne Antibiotika therapieren!

  • Die Familie der bewährten ICHTHYOL®-Präparate bekommt zum 1. Oktober 2018 Zuwachs

Hamburg (25. Oktober 2018) – Mit ICHTHOTOP® steht jetzt ein antibiotikafreies Gel zur Verfügung, das speziell für die Behandlung bakterieller Hautinfektionen entwickelt wurde. Das Pharmazeutikum enthält als Wirkstoff Natriumbituminosulfonat hell, auch unter dem Begriff „helles ICHTHYOL®“ bekannt, und ist eine ideale Alternative zu herkömmlich eingesetzten, antibiotikahaltigen Präparaten.

medelalogo kGewichtsverlust des Neugeborenen nach der Geburt

Sind die Empfehlungen zum Zufüttern überholt?

  • Mehr als 40 Prozent der Babys erhalten bereits in der Klinik Muttermilchersatznahrung1
  • Medela Goldkonferenz: 150 Experten diskutieren den optimalen Stillstart in der Klinik
  • Eine aktuelle Studie2,3 stellt die gängige Lehrmeinung zur Gewichtsentwicklung bei Neugeborenen in Frage
  • Kaiserschnittbabys und späte Frühgeborene bekommen meist zu schnell Säuglingsnahrung1

Dietersheim  (23. Oktober 2018) - Eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter 400 Müttern im Auftrag des Stillprodukte-Herstellers Medela ergab, dass im Krankenhaus zwar rund 95 Prozent aller Babys mit Muttermilch ernährt wurden, jedoch erhielten mehr als 40 Prozent aller neugeborenen Babys bereits in der Klinik zusätzlich Muttermilchersatznahrung. Frühgeborene Kinder erhielten mit 65 Prozent den höchsten Anteil, wobei auch 37 Prozent aller termingeborenen Babys Formula erhielten. Allen voran Babys, die per Kaiserschnitt auf die Welt kamen.1 Dabei empfehlen internationale und nationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO oder die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen.

Tränenersatzmittel

Systane® COMPLETE bei Trockenen Augen –
verschiedene Ursachen, eine Lösung

  • Unangenehme Symptome der Trockenen Augen wie Jucken, Brennen, Tränen oder Rötungen betreffen weltweit hunderte Millionen Menschen1, in Deutschland sind es bis zu 15 Millionen2
  • Systane® COMPLETE schließt mit Hydroxypropyl-Guar (HP-Guar), viskoelastischem HighTech-Netzwerk und Nano-Lipidtropfen Lücken im Tränenfilm und lindert die Beschwerden 
  • Markteinführung für Januar 2019 geplant. 


Großostheim (5. Oktober 2018) – Alcon, der globale Marktführer im Bereich Augenheilkunde und eine Division von Novartis, kündigte anlässlich des Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Bonn die Einführung des innovativen Tränenersatzmittels Systane® COMPLETE an. Das Produkt wird in Deutschland ab Januar 2019 freiverkäuflich in Apotheken erhältlich sein.

microbiotica logoJahrestagung der DGVS

Neue Therapiemethoden unter der Lupe:
Mikrobiom-Modulation bei Darmerkrankungen

München (4. Oktober 2018) - Über neue Wege bei der Therapie von Darmerkrankungen referierten international renommierte Experten aus interdisziplinärer Forschung, Klinik und Praxis im Rahmen des Symposiums der Microbiotica GmbH auf der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)*. Dabei klar im Vordergrund: Das Darmmikrobiom und seine Rolle bei gastrointestinalen Erkrankungen, wie dem Reizdarmsyndrom (RDS), der symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit (SUD), Clostridium difficile-Infektionen (CDI) sowie Colitis ulcerosa (CU) und Pouchitis. Die gezielte Modulation des Mikrobioms durch eine Behandlung mit spezifischen, evidenzbasierten Bakterienstämmen gilt als vielversprechender Therapieansatz, denn ein intaktes Darmmikrobiom schützt gegen die Ansiedlung pathogener Keime und trägt damit erheblich zur Aufrechterhaltung der Darmbarriere und Funktionalität des Immunsystems bei.1-4 Darüber hinaus können die stammspezifischen funktionellen Eigenschaften, wie die Anregung der Mukosaproduktion oder Hemmung von Entzündungsreaktionen der Darmschleimhaut, direkten Einfluss auf die jeweils vorherrschende Pathophysiologie nehmen. Die wachsende Bedeutung der Darm-Mikrobiota zeigt sich in der exponentiell ansteigenden Zahl experimenteller und klinischer Publikationen. Mit ihnen steigt auch das Evidenzlevel für die Behandlung mit Mikrobiotika, die bereits vermehrt als wirksame Therapieoption Einzug in die unterschiedlichen Leitlinien finden.

DGfN

Wie lässt sich eine chronische Nierenkrankheit aufhalten?

Berlin (28. September 2018) - Die chronische Nierenkrankheit ist eine progrediente Erkrankung, sie schreitet fort und verlorene Nierenfunktion lässt sich in aller Regel nicht wiedergewinnen. Allerdings lässt sich das Fortschreiten durch verschiedene Maßnahmen verlangsamen. Eine rechtzeitige Vorstellung beim Nierenexperten (Nephrologen) sorgt dafür, dass die Betroffenen optimal medikamentös versorgt werden, es gibt aber auch einige Dinge, die der Patient selbst machen kann, um die verbliebene Nierenfunktion bestmöglich zu schützen. Aber um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Über die Maßen viel Wasser und Tee trinken gehört nicht dazu.

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)

Zielgerichtete Vorbehandlung vor Transplantation statt Immunsuppression nach „Gießkannenprinzip“

Berlin (28. September 2018) – Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) in Berlin stellte Prof. Dr. Martin Zeier, Universität Heidelberg, heute ein neuartiges Verfahren zur spezifischen Beeinflussung des Immunsystems nach (Nieren-) Transplantation vor, das zukünftig die nebenwirkungsreiche Immunsuppression obsolet machen könnte: Das TolerogenixX-Verfahren gewöhnt das Immunsystem des Empfängers vor der Transplantation an das Fremdgewebe und kann so Abstoßungen verhindern. Eine erste klinische Studie konnte bereits die Sicherheit des Verfahrens nachweisen.

Neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration (nAMD)

Aktuelle Studiendaten aus Klinik und Praxis ermöglichen verbesserte Therapie mit Aflibercept (Eylea®) bei nAMD

  • EU-Kommission erteilt Zulassung für ein neues Behandlungskonzept mit Aflibercept bei der nAMD auf Basis der ALTAIR-Studie
  • Der Eylea Treat-and-Extend-Ansatz ermöglicht der Mehrheit der nAMD-Patienten verlängerte Behandlungsintervalle schon im ersten Jahr, bei gleichzeitigem Erhalt des initialen Visusgewinns
  • Das Visusniveau aus klinischen Studien ist bei therapienaiven nAMD-Patienten mit einer kontinuierlichen Aflibercept-Behandlung auch im Praxisalltag erreichbar
  • Aktuelle Daten der PERSEUS-Studie zeigen, dass ein großer Anteil der Patienten in Deutschland über den Verlauf von zwei Jahren die Therapie mit Aflibercept nicht fortsetzt

Leverkusen/Bonn (27. September 2018 – Kontinuität ist ein entscheidender Faktor, damit die Behandlung der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD) mit Aflibercept (Eylea®) erfolgreich ist. Real-World Daten der PERSEUS-Studie deuten jedoch darauf hin, dass die Behandlung vieler Patienten im Laufe der ersten beiden Behandlungsjahre nicht kontinuierlich fortgeführt wird. Neue Behandlungswege mit Aflibercept können dazu beitragen, dass die Patienten bei einer möglichst geringen Therapielast eine wirksame Behandlung erhalten, die einen stabilen Visus ermöglicht. Wichtige Erkenntnisse dazu liefern die Ergebnisse der prospektiv durchgeführten ALTAIR-Studie. Die EU-Kommission hat Bayer die Zulassung für ein neues Schema zur Behandlung der nAMD mit Aflibercept auf Basis der ALTAIR-Daten erteilt. Damit können die Injektionsintervalle für die Mehrheit der Patienten schon im ersten Behandlungsjahr verlängert werden bei gleichzeitigem Erhalt des initialen Visusgewinns.

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Hoher Nutzen, mäßige Nutzung:
Möglichkeiten der Peritonealdialyse (PD) zu wenig ausgeschöpft

Berlin (27. September 2018) – Die Peritonealdialyse wird im europäischen Vergleich deutschlandweit eher wenig eingesetzt. Dabei bietet das Verfahren zahlreiche Vorteile für Behandler und Patienten. Im Zusammenspiel mit der Telemedizin lassen sich aus der PD noch mehr Pluspunkte gewinnen. Die Resultate sind ein optimiertes Monitoring, die Verbesserung der Adhärenz und eine höhere Lebensqualität für den Nierenpatienten – so das Fazit einer Presseveranstaltung im Rahmen des DGfN in Berlin.

Repräsentative Umfrage DeBeNa-Monitor deckt Widersprüche auf:

Hochgeschätzt, wenig verordnet: Johanniskraut in der Depressionsbehandlung

Frankfurt am Main (26. September 2018) – In der Depressionstherapie gibt es Widersprüche in der Behandlung von Depressionen und Missverständnisse in der Arzt-Patienten-Kommunikation. Dies offenbart der aktuelle „DeBeNa-Monitor – Depressionsbehandlung in Deutschland 2018“. Laut der repräsentativen Umfrage im Auftrag von Bayer werden pflanzliche Wirkstoffe wie hochdosiertes Johanniskraut trotz Leitlinienempfehlung und studiengeprüfter Wirksamkeit selten verordnet. Gleichzeitig überschätzen viele Ärzte die Präferenz ihrer Patienten für chemische Antidepressiva. Tatsächlich wünschen sich mehr Menschen Zugang zu einer pflanzlichen Depressionsbehandlung.

Wann sollte ein suizidgefährdeter Patient stationär aufgenommen und versorgt werden?

Lässt sich ein Suizid vorhersagen?

Leipzig (21. September 2018) - Etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens Suizidgedanken. Eine genaue Vorhersage, wer diesen Gedanken auch Taten folgen lässt, ist der aktuellen Forschung zufolge nicht sicher möglich. Dennoch brauchen Ärzte und Therapeuten Anhaltspunkte, um das Risiko suizidalen Verhaltens abschätzen zu können. Wissenschaftler der Leipziger Universitätsmedizin untersuchen eine Theorie zur Vorhersage von suizidalen Gedanken und Handlungen. Die Ergebnisse stellen sie auf dem gemeinsamen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie vor.

Biosimilars bieten fachübergreifend neue Optionen in der Therapie komplexer Krankheitsbilder

  • Die DGRh empfiehlt den Einsatz von Biosimilars und bewertet den Switch vom Original zu einem Biosimilar als sicher und wirksam1
  • Die Phase-III-Studien EGALITY und ADACCESS belegen die therapeutische Gleich-wertigkeit von Erelzi® (GP2015) und dem Adalimumab-Biosimilar GP2017 mit ihren jeweiligen Referenzpräparaten2,3
  • Erkenntnisse der Mikrobiom-Forschung können möglicherweise helfen, das Ansprechen auf Biologika-Therapien bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen zu verbessern

Mannheim (21. September 2018) – Die Therapie von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen wird zunehmend komplexer, viele Patienten leiden an Komorbiditäten. Aus diesen Gründen wird eine gute fachübergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger, um eine bestmögliche Patientenversorgung zu gewährleisten. Biologika und ihre biotechnologisch hergestellten Folgepräparate, die Biosimilars, haben in der Therapie komplexer Krankheitsbilder inzwischen einen hohen Stellenwert. Für zahlreiche rheumatologische, dermatologische und gastroenterologische Indikationen spielt die Biologika-Gruppe der TNFα-Blocker eine große Rolle. Die Einführung der ersten Biosimilars zu TNFα-Blockern wie die Infliximab-Biosimilars oder das Etanercept-Biosimilar Erelzi® bieten nun die Möglich-keit, auch TNFα-Blocker kostengünstiger zu verordnen und dadurch möglicherweise noch mehr Patienten den wirtschaftlichen Zugang zu dieser Therapie zu ermöglichen. Auf dem von Hexal anlässlich des DGRh-Kongresses 2018 veranstalteten Symposium „Interdisziplinäre Sprechstunde: TNF-Blockade und mehr ...?!“, diskutierten Experten fachübergreifend über Biosimilars der TNFα-Blocker und die Chancen, die diese neuen Therapieoptionen bieten können.

DGRh-Kongress 2018

RA- und RZA-Patienten profitieren von breiter Evidenz und langjähriger Praxiserfahrung mit dem IL-6-Rezeptorinhibitor Tocilizumab

Grenzach-Wyhlen/Frankfurt am Main (20. September 2018) – Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) bietet sich durch die Behandlung mit RoACTEMRA® (Tocilizumab, TCZ) die Chance auf eine effektive Krankheitskontrolle: Früh eingesetzt – direkt nach Versagen von krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARD) – zeigt der Interleukin (IL)-6Rezeptorinhibitor als Mono- wie auch Kombinationstherapie mit Methotrexat (MTX) gute Ansprechraten und führt schnell zu einer Remission.1 Unter einer RoACTEMRA-Monotherapie erreichten die Patienten dabei eine signifikant längere Verweildauer als unter einer Tumor-Nekrose-Faktor-Inhibitor (TNFi)Kombinationstherapie mit MTX.2,3 Dies bestätigen aktuelle Daten einer Interimsanalyse der ARATA-Studie4, die anlässlich des 46. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Mannheim präsentiert wurden. Eine Vorreiterrolle spielt RoACTEMRA in der Indikation der RZA – seit September 2017 steht der IL-6R-Inhibitor als erstes Biologikum zur Behandlung der RZA zur Verfügung und ermöglicht ein neuartiges Therapiemanagement.5

Grundlage für Einführung der Reihenuntersuchung fehlt

Screening auf Depression: Nutzen bleibt fraglich

Köln (17. September 2018) - Bei knapp 12 % aller Erwachsenen in Deutschland wird im Laufe ihres Lebens eine Depression diagnostiziert. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat untersucht, ob es für Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Screenings Vor- oder Nachteile haben könnte, wenn beispielsweise Hausärztinnen und Hausärzte regelhaft einen Test anhand eines Fragebogens anbieten, der Hinweise auf eine Depression geben kann. Ein Vorteil könnte darin bestehen, dass die Diagnose frühzeitig gestellt und eine Therapie begonnen werden kann. Der jetzt publizierte Abschlussbericht bestätigt die vorläufigen Ergebnisse: Nutzen und Schaden sind weiterhin unklar. Somit fehlt weiterhin die wissenschaftliche Grundlage, um eine solche Reihenuntersuchung einzuführen.

Therapie der Gluten-/Weizensensitivität

Neue Daten zur Veränderung des Mikrobioms unter Low-FODMAP- und glutenfreier Ernährung

München (13. September 2018) - Der Personenkreis, der nach dem Verzehr von Getreide- und speziell Weizenhaltigen Produkten klinische Beschwerden aufweist, steigt in den letzten Jahren kontinuierlich an. Bei bestimmten gastrointestinalen Erkrankungen werden ungünstige Veränderungen des intestinalen Mikrobioms beobachtet. Eine neue Studie belegt nun, dass eine Ernährung, die auf Gluten und FODMAPs verzichtet, bei Patienten mit Gluten-/Weizensensitivität zu einer optimierten Zusammensetzung des Mikrobioms und zu einer Besserung der Symptomatik führen kann. Ergebnisse dieser Studie wurden auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) diskutiert. Auch beim Reizdarm-Syndrom können mit diesen diätetischen Maßnahmen gute Erfolge erzielt werden.

4 Jahre Erfahrung mit Vedolizumab (Entyvio®)

First-Line-Biologikum bei Colitis ulcerosa
und Morbus Crohn in Klinik und Praxis

München (13. September 2018) – Bei Colitis ulcerosa (CU) und Morbus Crohn (MC) sollte möglichst in einem frühen Krankheitsstadium, im „window of opportunity“, eine geeignete Therapie mit guter Wirksamkeit zum Einsatz kommen, um Krankheitsprogression und Kompli-kationen zu verhindern.1 Der seit 2014 in Europa zugelassene darmselektiv wirkende2 α4β7-Integrin-Antagonist Vedolizumab (Entyvio®*) nimmt hierbei im Therapiealgorithmus einen wichtigen Stellenwert ein. Klinische Studien bestätigen Vedolizumab eine gute Langzeit-Wirk-samkeit und -Sicherheit in der Therapie von erwachsenen CU- und MC-Patienten und unter-mauern zudem den Einsatz bei Biologika-naiven Patienten.3-5 Real-World-Daten unterstützen diese Ergebnisse und geben neue Impulse für die moderne Behandlung dieser Erkrankungen.6-10 Vedolizumab wird sowohl in den Europäischen CU- und MC-Leitlinien11,12 als auch in der neuen S3-Leitlinie Colitis ulcerosa13 der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) u. a. als ein First-Line-Biologikum empfohlen.