Medizin

Teaser InfAZ Staphylococcus aureus 17 10 2019Robert Koch-Institut

MRSA in Deutschland

Berlin (17. Oktober 2019) -- Die detaillierte Analyse von Erregern, insbesondere die Er­stellung eines so genannten mikrobiellen genetischen Fingerabdrucks, ist unverzichtbar, um Ausbruchsgeschehen zu erkennen und evolutionäre Entwicklungen darzustellen. Die über die Routine hinausreichende Diagnostik und Feintypisierung von Erregern ist eine der Aufgaben der Nationalen Referenzzentren und Konsiliarlaboratorien. Im Epidemiologischen Bulletin 42/2019 berichtet das Nationale Referenzzentrum für Staphylokokken und Enterokokken über Häufigkeit, Eigenschaften und Verbreitung von MRSA in Deutschland.

DGIM: Nutzen überwiegt Schaden

Angst vor Nierenschäden sollte Kontrastmittelgabe nicht ausschließen

Wiesbaden (14. Oktober 2019) -- Ohne Kontrastmittel sind bildgebende medizinische Verfahren oft nur wenig aussagekräftig oder gar unmöglich. Umso beunruhigender ist es für Patienten, dass manche dieser Substanzen die Nieren schädigen können. Wie aktuelle Studien und Metaanalysen nahelegen, ist dieses Risiko jedoch lange Zeit stark überschätzt worden. Jüngere Daten weisen darauf hin, dass die Mehrzahl akuter Nierenschäden nach Röntgen gar nicht mit einer Kontrastmittel-Gabe in Verbindung stehen. Nicht voreilig auf Kontrastmittel zu verzichten - dazu raten Experten der DGIM: Der Nutzen einer aussagekräftigen Röntgen-Untersuchung muss immer gegen das – relativ geringe – Risiko einer akuten Nierenschädigung abgewogen werden.

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin

Warnung auch vor E-Zigaretten

Berlin (9. Oktober 2019) -- E-Zigaretten sind für Menschen, die ganz mit dem Rauchen aufhören wollen, kein geeignetes Hilfsmittel. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) hin. Wer von der herkömmlichen Tabakzigarette auf die E-Zigarette umsteige, ersetze lediglich eine Sucht durch eine andere. Einige Suchtforscher propagieren zwar, E-Zigaretten seien ein praktisches Instrument zur Rauch- und Nikotinentwöhnung. Jedoch zeigen aktuelle Erhebungen, dass sich ein langfristiger Nutzen der E-Zigaretten bei der Entwöhnung nicht belegen lässt. Dagegen bergen die elektrischen Ersatzprodukte Gesundheitsgefahren, deren Ausmaß bislang noch nicht vollständig abzuschätzen ist.

IQWiG

Kein Anhaltspunkt für einen Nutzen von EMDR bei Angststörungen

  • Schwache Studien liefern unzureichende Daten

Köln (8. Oktober 2019) -- Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) wird bislang hauptsächlich in der Traumatherapie eingesetzt. Hier bezahlen die Krankenkassen die Behandlung. Traumatische Ereignisse sollen dabei mit Hilfe der Aktivierung beider Gehirnhälften, zum Beispiel durch das Verfolgen eines hin und her bewegten Fingers mit den Augen, aufgearbeitet werden. Im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Universität Witten/Herdecke und der Fernuniversität Hagen untersucht, ob eine EMDR-Behandlung auch bei Angststörungen hilft. Die schlechte Studienlage lässt allerdings keine Aussagen zum Nutzen und Schaden von EMDR bei Angststörungen zu. Geeignete Studien zur gesundheitsökonomischen Bewertung fehlen ebenfalls.

IQWiG

Lebertransplantationen:
Bessere Ergebnisse bei höheren Fallzahlen

  • In Krankenhäusern mit vielen Lebertransplantationen sind die Überlebenschancen größer. Studien zu Auswirkungen von konkret in die Versorgung eingeführten Mindestfallzahlen fehlen allerdings

Köln (2. Oktober 2019) -- Ist die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolgs bei planbaren Operationen davon abhängig, wie häufig das Krankenhaus bzw. das Ärzteteam den Eingriff durchführt? Um diese Frage geht es in acht Prüfaufträgen zu Mindestmengen, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erteilt hat. Für die zweite untersuchte Indikation, die Lebertransplantation, liegt nun der IQWiG-Bericht vor.

GrippeKampagneRKI

Bericht zur Grippesaison 2018/19 veröffentlicht

Berlin (30. September 2019) – Das Robert Koch-Institut hat seinen Bericht zur Influenzasaison 2018/19 veröffentlicht. Die vergangene Grippewelle verlief vergleichsweise moderat: Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI verzeichnete rund 3,8 Millionen influenzabedingte Arztbesuche – in der ungewöhnlich starken Grippewelle 2017/18 wurden dagegen 9 Millionen influenzabedingte Arztbesuche registriert. Die Schätzung bundesweiten Influenza-assoziierten Todesfälle ist generell um ein Jahr verzögert, da die Daten nicht früher zur Verfügung stehen. Im aktuellen Saisonbericht ist erstmals die Zahl für die Saison 2017/18 veröffentlicht: Geschätzt 25.100 Menschen sind in Deutschland durch Influenza gestorben. Das ist die höchste Zahl der vergangenen 30 Jahre.

Bei der Diagnosefindung seltene Erkrankungen mit einbeziehen

Fabry-Patienten in der neurologischen Praxis richtig diagnostizieren und behandeln

Stuttgart (27. September 2019) – Morbus Fabry zählt zu den seltenen Stoffwechselerkrankungen und wird häufig mit anderen Krankheiten, wie zum Beispiel Multipler Sklerose, verwechselt. Dabei ist eine frühzeitige Diagnose essenziell, da die Krankheit behandelbar ist und durch eine frühzeitige Therapie irreversible Organschäden vermieden bzw. verzögert werden können. Doch Morbus Fabry geht mit einer komplexen Pathologie, einer enormen Symptomvielfalt sowie unspezifischen Krankheitszeichen einher, wodurch die Diagnosestellung zu einer Herausforderung wird. Im Rahmen eines von der Shire Deutschland GmbH, jetzt Teil der Takeda Group, veranstalteten Symposiums auf der 92. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Stuttgart, stellte PD Dr. Tobias Böttcher, Medizinisches Versorgungszentrum der Johanna-Odebrecht-Stiftung Greifswald, Fallbeispiele aus der Praxis vor und erklärte, welche Symptome auf Morbus Fabry hinweisen können.

DGN-Kongress 2019

Neue Therapieoptionen zur Behandlung von akuten Migräneanfällen

Stuttgart (27. September 2019) -- Das Therapiespektrum hat sich für Patientinnen und Patienten mit Migräne in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Neue Antikörper helfen, Migräneanfälle effektiv zu verhindern bzw. die Anfallshäufigkeit zu reduzieren. Kommt es aber dennoch zu einem schweren Anfall, standen bislang nur Triptane zur Verfügung, um Anfallsdauer und -intensität zu mindern. Ein Problem, denn aufgrund ihrer gefäßverengenden Wirkung, dürfen Triptane von vielen Patienten nicht eingenommen werden. Neue Substanzen bieten nun auch endlich diesen Menschen, bei denen die Einnahme von Triptanen kontraindiziert ist, eine Therapieoption.

DGN-Kongress 2019

Paradigmenwechsel in der MS-Therapie -
Heilung durch Stammzelltransplantation?

Stuttgart (27. September 2019) -- Verschiedene Therapien sind heute hocheffektiv zur Prophylaxe der Krankheitsschübe bei Multipler Sklerose (MS), jedoch relativieren neuere Studien den Erfolg im Hinblick auf die langfristige Progressionshemmung. Eine Stammzelltransplantation dagegen ermöglicht einen Neustart des Immunsystems und ist ein auf Heilung ausgerichtetes Therapieprinzip. Bisher galt sie jedoch als sehr risikoreich und wurde nur als „ultima ratio“ eingesetzt. Vor dem Hintergrund neuerer Daten sieht PD Dr. Harald Prüß, Neuroimmunologe an der Charité, auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) das Potenzial für einen breiteren Einsatz.

DGN-Kongress 2019

Neurogenetik auf Erfolgskurs

Stuttgart (27. September 2019) -- Fortschritte in der Neurogenetik haben für verschiedene Erkrankungen Genmutationen als mögliche Ursache identifiziert. Auf diese Weise ist nicht nur eine gezielte Diagnostik zur Bestätigung klinischer Diagnosen und die genetische Beratung Betroffener möglich, sondern auch zunehmend die Korrektur der individuellen molekularen Defekte bzw. eine Kompensation oder Modifikation deren Folgen. Bei der Parkinson-Erkrankung werden mutationsbedingte Enzymdefekte bereits medikamentös in klinischen Studien angegangen – wie zwei aktuelle Publikationen zeigen [1, 2], die Kongresspräsident Prof. Thomas Gasser, Tübingen, auf dem DGN-Kongress in Stuttgart vorstellte.

RKI

Erste durch Stechmücken übertragene West-Nil-Virus-Erkrankung beim Menschen in Deutschland

Berlin (27. September 2019) -- Erstmals ist eine in Deutschland durch Mücken übertragene Infektion und Erkrankung mit dem West-Nil-Virus (WNV) bekannt geworden: Die Person aus Sachsen war an einer Gehirnentzündung erkrankt und ist inzwischen wieder genesen. WNV werden von Stechmücken zwischen Vögeln übertragen, aber auch Säugetiere (vor allem Pferde) und Menschen können sich über Mückenstiche infizieren.

Update DGN-Kongress: Aktuelle Erkenntnisse zu drei neurodegenerativen Erkrankungen

SMA, NMOSD und MS: Frühzeitig handeln und Prognose der Patienten verbessern

  • Unter einer oralen Therapie mit Risdiplam erreichen Säuglinge mit Spinaler Muskelatrophie (SMA) vom Typ 1 wichtige Meilensteine der kindlichen Entwicklung wie Sitzen ohne Unterstützung (7 von 17 Säuglingen, 41,2 %)1,2 und Patienten mit SMA Typ 2 und 3 können ihre motorischen Funktionen verbessern3.
  • Bei Patienten mit Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) konnte für eine Monotherapie mit Satralizumab eine Verringerung des Schubrisikos um 55 % nachgewiesen werden.4
  • Neue 6-Jahres-Daten für OCREVUS®▼ (Ocrelizumab) zeigen: Eine kontinuierliche Therapie reduzierte das Fortschreiten der Behinderung sowohl bei aktivera schubförmiger MS (RMS)b als auch bei früherc primär progredienter MS (PPMS) dauerhaft.5,6

Grenzach-Wyhlen/Stuttgart (27. September 2019) -- Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) präsentierten Experten aktuelle Entwicklungen und neue potenzielle Therapieansätze bei den neurodegenerativen Erkrankungen SMA, NMOSD und MS.

DGN-Kongress 2019

Changing Migraine:
Neue Therapiehorizonte durch spezifischen CGRP-Antikörper AJOVY® 

Ulm/Stuttgart (26. September 2019) -- Die Migräne-Erkrankung ist aufgrund einer stark belastenden Symptomatik und einhergehender Komorbiditäten mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität verbunden – insbesondere dann, wenn sie chronisch verläuft und Migräne-Attacken Alltagsplanung und Sozialleben stark einschränken. Bisher wurden in der Migräne-Prophylaxe sehr unspezifische Wirkstoffe eingesetzt, die nicht speziell für die Migräne-Therapie entwickelt wurden. Mit den CGRP-Antikörpern (Calcitonin Gene- Related Peptide) steht erstmals eine Substanzklasse zur Verfügung, die aufgrund ihres Wirkmechanismus den Anforderungen an eine spezifische Migränetherapie gerecht wird. Antikörper wie Fremanezumab (AJOVY®) erfüllen nicht nur die Bedürfnisse der Patienten hinsichtlich Effektivität und Verträglichkeit, sondern überzeugen auch hinsichtlich einer klaren Verbesserung von Komorbiditäten wie z.B. Depressionen.1,2 Als einziger der zugelassenen CGRP-Antikörper bietet Fremanezumab neben der Monatsdosis auch eine Quartalsdosis.3 Die flexible Anwendungsmöglichkeit und ein schnelles, langanhaltendes Ansprechen des Antikörpers sprechen für einen breiten Einsatz in der klinischen Routine. Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) diskutierten die Neurologen und Kopfschmerzexperten Dr. med. Lars Neeb (Berlin), Prof. Dr. med. Till Sprenger (Wiesbaden) und PD Dr. med. Ruth Ruscheweyh (München) über die Vorteile der CGRP-Antikörper und ihren Stellenwert in der prophylaktischen Behandlung der Migräne.

„Mehr Patientensicherheit bei Implantaten und schnellere Versorgung mit neuen Therapien“

Bundestag entscheidet über Implantateregister

Berlin (26. September 2019) -- Sicherheit und Qualität von Implantationen für gesetzlich und privat Versicherte werden künftig durch ein Register verbessert. Der Deutsche Bundestag entscheidet heute in 2./3. Lesung über das „Gesetz zur Errichtung eines Implantateregisters Deutschland und zu weiteren Änderungen des Fünften Buches Sozialgesetzbuch“ (Implantateregister-Errichtungsgesetz, EIRD). Das Gesetz regelt zudem, dass neue Therapien schneller in die Versorgung kommen. Dazu sollen Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) beschleunigt werden.

„Moderne Ausbildung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten – Verbesserte Versorgung für psychisch kranke Menschen“

Bundestag entscheidet über Reform der Psychotherapeutenausbildung

Berlin (26. September 2019) -- Wer Psychotherapeutin oder Psychotherapeut werden möchte, dem wird künftig an den Universitäten ein „Direktstudium“ zur Verfügung stehen. Denn in Zukunft wird die Approbation zum Psychotherapeuten im Anschluss an ein 5-jähriges Universitätsstudium erteilt werden. Über die Neuordnung der Psychotherapeutenausbildung entscheidet heute der Deutsche Bundestag in 2./3. Lesung. Das Gesetz enthält über die Regelungen zur Reform der Psychotherapeutenausbildung hinaus auch Regelungen zur unmittelbaren Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung.

„Wir machen die Hebammenausbildung moderner und attraktiver“

Bundestag entscheidet über Reform der Hebammenausbildung

Berlin (26. September 2019) -- Hebammen werden in Deutschland künftig in einem dualen Studium ausgebildet. Der Deutschen Bundestag entscheidet heute in 2./3. Lesung über das „Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung und zur Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (Hebammenreformgesetz, HebRefG)“.

Bayer Logo117.Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Aflibercept (Eylea®) kann die Behandlungslast durch verlängerte Injektionsintervalle bei Patienten mit nAMD oder DMÖ verringern

  • Die neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration (nAMD) und das diabetische Makulaödem (DMÖ) lassen sich gut behandeln, doch die Therapie kann für Patienten und Angehörige belastend sein
  • Die Behandlungslast bei nAMD-Patienten kann durch verlängerte Injektionsintervalle mit Aflibercept mittels Treat & Extend (T&E)-Ansatz bereits im ersten Behandlungsjahr reduziert werden. Ein früherer T&E-Beginn ist dabei einem späten Beginn nicht unterlegen, wie aktuelle Ergebnisse der ARIES-Studie zeigen
  • Aflibercept ist auch bei Patienten, die aufgrund eines DMÖ einen Visusverlust erleiden, gut wirksam. Sie profitieren vor allem von einer frühen, intensiven Behandlung sowie von Therapieadhärenz

Leverkusen/Berlin (26. September 2019) – Chronische Netzhauterkrankungen wie die neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration (nAMD) und das diabetische Makulaödem (DMÖ) können mit Angiogenese-Inhibitoren wie Aflibercept (Eylea®) gut behandelt werden. Für Patienten und Angehörige kann die Therapie aber belastend sein, weil die Behandlung dauerhaft erfolgen muss und mit regelmäßigen Arztbesuchen verbunden ist. Die Herausforderung besteht deshalb heute darin, die Behandlungslast zu reduzieren. Dazu können unter anderem verlängerte Therapieintervalle bei der nAMD und eine frühe, intensive Behandlung bei einer Visusbeeinträchtigung aufgrund eines DMÖ beitragen.

DGN-Kongress 2019

Moderne MS-Therapie – Langzeitsicherheit, Adhärenz und individuelle Lebensplanung

Ulm/Stuttgart (25. September 2019) -- Weltweit sind ca. 2,5 Millionen Menschen von Multipler Sklerose betroffen. Durch einen frühzeitigen Therapiebeginn und eine auf den Patienten individuell zugeschnittene Therapie können die MS-bedingten Einschränkungen im Langzeitverlauf positiv beeinflusst werden. Die Basistherapie, z. B. mit Immunmodulatoren, bildet das Fundament für die Therapie und verfolgt das Ziel, die Häufigkeit und Schwere der Schübe zu verringern sowie das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern. Für eine langfristige Therapietreue des Patienten sollte die Behandlung sicher, verträglich und gut in den Alltag integrierbar sein. Auch die individuelle Lebensplanung des Patienten, wie z.B. Reisetätigkeit oder Kinderwusch, sollte berücksichtigt werden. Die Nutzung von Injektoren kann dabei eine vielversprechende Möglichkeit zur Steigerung der Adhärenz sein. Doch welche Aspekte sind darüber hinaus relevant für eine erfolgreiche MS-Therapie und welche Entwicklungen können wir zukünftig erwarten? Diese Fragen diskutierten MS-Experten bei einem Teva-Symposium im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Stuttgart. 

DOG-Kongress 2019

Novartis eröffnet mit Ranibizumab (Lucentis®) und Voretigen Neparvovec (Luxturna®) neue Perspektiven in der pädiatrischen Ophthalmologie 

  • Ranibizumab als erste und derzeit einzige pharmakologische Therapie für ROP (Retinopathy of Prematurity) bei Frühgeborenen in Europa zugelassen.1
  • Ranibizumab erzielte in der Phase-III-Studie RAINBOW mit einer Dosierung von 0,2 mg die höchste Ansprechrate (80 %) bei der Behandlung von ROP.2
  • Erste Patientin in München erfolgreich mit Voretigen Neparvovec behandelt.

Nürnberg/Berlin (25. September 2019) – Die Frühgeborenen-Retinopathie (retinopathy of prematurity [ROP]) zählt zwar zu den seltenen Augenerkrankungen, allerdings ist sie weiterhin eine der häufigsten Erblindungsursachen im Kindesalter.3,4 Mit der Erteilung der EU-Zulassung für Lucentis® (Ranibizumab) bei Frühgeborenen zur Behandlung einer ROP in Zone I (Stadien 1+, 2+, 3 oder 3+), Zone II (Stadium 3+) oder einer AP ROP (aggressiv-posterioren Frühgeborenen-Retinopathie) steht seit dem 4. September 2019 die erste und einzige zugelassene pharmakologische Therapie für ROP bei Frühgeborenen in Europa zur Verfügung. Die dahinterstehenden Daten wurden nun anlässlich eines Pressegesprächs im Rahmen der 117. DOG-Jahrestagung in Berlin präsentiert. 

Aktuelle Umfrage

Stillzeit„Mama-Monitor“ zeigt:
Frauen vertrauen auf Nahrungsergänzungsmittel bei Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wer sich ein Kind wünscht, schwanger ist oder stillt, weiß, wie wichtig die gute Versorgung mit Nährstoffen ist – und vertraut auf zusätzliche Präparate
  • Nach der Geburt vergessen die Frauen ihr eigenes Wohl – die Beratung von Frauenärzten und Hebammen ist daher wichtig
  • Elevit® 1, 2 und 3 ermöglichen eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen während der verschiedenen Phasen

Leverkusen (23. September 2019) – Der „Mama-Monitor – von Wunsch bis Wunder“, eine repräsentative Umfrage von Bayer unter Frauen mit Kinderwunsch, Schwangeren und stillenden Müttern, zeigt, dass die meisten Frauen die Bedeutung einer guten Nährstoffversorgung während der Schwangerschaft und Stillzeit kennen.(1) Dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bereits in der Kinderwunschphase von großer Bedeutung ist, ist vielen Frauen jedoch nicht bewusst. Entsprechend ist die Anzahl der Verwenderinnen von Nahrungsergänzungsmitteln in der Kinderwunschphase deutlich geringer (58%) als in der Schwangerschaft (86%). Auch in der Stillzeit sinkt die Quote wieder (51%), obwohl gerade dann ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht.(1)

Abschlussbericht zu Biologika bei Rheuma

Evidenzlage deutlich verbessert – noch immer fehlen aber Direktvergleiche

  • Biologika werden immer noch zu kurz und zu oft gegen Placebos getestet, was Vergleiche untereinander erschwert. Dennoch gibt es, auch dank Zusatzangaben der Hersteller, neue Erkenntnisse
  • Nur wenige Unterschiede zwischen den Wirkstoffen nachweisbar

Köln (17. September 2019) -- Im Sommer 2018 legte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seinen Vorbericht zur Nutzenbewertung von biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen – sogenannten Biologika – in der Rheuma-Therapie vor und bat um Stellungnahmen. Jetzt wurde der umfangreiche Abschlussbericht veröffentlicht. Danach fehlen nach wie vor Langzeituntersuchungen und vor allem Studien, in denen mindestens zwei der neun zu bewertenden Wirkstoffe gegeneinander getestet wurden – und das, obwohl Biologika seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten auf dem Markt sind und an potenziellen Studienteilnehmern kein Mangel herrscht. Dennoch gibt es wichtige neue Erkenntnisse, nicht zuletzt, weil Hersteller dem IQWiG auf Anfrage weitere Auswertungen älterer Studien übermittelt haben.

IQWiG

HTA im europäischen Verbund:
Osteoporose-Screening ohne Nutzenbeleg

  • HTA im europäischen Verbund - Osteoporose-Screening ohne Nutzenbeleg
  • Erstmals bewertet ein IQWiG-Team für das europäische Netzwerk EUnetHTA federführend eine Gesundheitstechnologie. Demnach ist der Nutzen eines Osteoporose-Screenings nicht belegt

Köln (17. September 2019) -- Voneinander lernen und voneinander profitieren: Das ist die Grundidee des European Network for Health Technology Assessment (EUnetHTA). Ziel der Kooperation ist es, grenzüberschreitend die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit der europäischen HTA-Agenturen zu fördern (HTA = Health Technology Assessment = Gesundheitstechnologie-Bewertung). Dabei geht es auch darum, unnötige doppelte Arbeit zu vermeiden. Denn nicht zu jeder diagnostischen oder therapeutischen Intervention muss in jedem Land ein eigener HTA-Bericht erstellt werden. HTA-Berichte aus anderen europäischen Ländern oder auch gemeinsam von einzelnen HTA-Agenturen erstellte Bewertungen können gegebenenfalls auch in anderen Ländern als Grundlage für Erstattungsentscheidungen verwendet werden. Die EU-Kommission strebt an, hierfür bald gesetzliche Grundlagen zu schaffen.

Johnson Johnson logoJohnson & Johnson Vision stellt die TECNIS Synergy™ IOL
Intraokularlinse für den kontinuierlichen Sehbereich
auf dem ESCRS-Kongress 2019 vor

  • Die TECNIS Synergy™ IOL ermöglicht Patienten, die unter Grauem Star leiden, ein durchgängiges und kontrastreiches Sehvermögen von nah bis fern – auch bei schwierigen Lichtverhältnissen¹‚².
  • Vorgestellte klinische Daten zeigen, dass die TECNIS Synergy™-Intraokularlinse einen breiten kontinuierlichen Sehbereich bietet und Patienten ermöglicht, in ihrem individuellen, idealen Entfernungsbereich zu fokussieren.
  • Die TECNIS Synergy™-Intraokularlinse ist die neueste und fortschrittlichste Linse innerhalb der branchenführenden TECNIS®-Intraokularlinsen-Familie zur Korrektur der Alterssichtigkeit.

SANTA ANA, Kalifornien, USA (15. September 2019) -- Johnson & Johnson Vision,ǂ ein Weltmarktführer in den Bereichen Augenheilkunde und Presbyopie-korrigierender Intraokularlinsen (IOL zur Korrektur der Alterssichtigkeit), gab heute die Markteinführung seiner TECNIS Synergy™-Intraokularlinse zur Behandlung des Grauen Stars in Europa, Australien und Neuseeland bekannt. Die Technologie der TECNIS Synergy™-Intraokularlinse setzt innerhalb des Segments Presbyopie-korrigierender Intraokularlinsen einen neuen Standard; sie verhilft Patienten zu einem durchgängigen und kontrastreichen Sehen im Fern- und Nahbereich, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen.1,2 Diese Ankündigung erfolgt rechtzeitig zum 37. Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) in Paris, Frankreich, auf dem Johnson & Johnson Vision zudem neue klinische Daten zur TECNIS Synergy™-Intraokularlinse vorstellt.

NeonatologieRKI

Kolonisationsscreening in neonatologischen Intensivstationen

Berlin (12. September 2019) -- Seit 2012 empfiehlt die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention ein wöchentliches Kolonisationsscreening in neonatologischen Intensivstationen. Im Epidemiologischen Bulletin ist in der Ausgabe 37/2019 ein Beitrag über die Ergebnisse einer Befragung von neonatologischen Intensivstationen zur Umsetzung dieser Empfehlung erschienen. Diese erste Übersicht zur Praxis des Kolonisationsscreenings in neonatologischen Intensivstationen in Deutschland zeigt Möglichkeiten der kontinuierlichen Verbesserung. Die Autorinnen und Autoren des Beitrags aus dem Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, und der Universitätskinderklinik Lübeck diskutieren auch den Nutzen des Screenings im Hinblick auf die Late-onset Sepsis, eine schwer­wiegende Kompli­kation auf neonatologischen Intensivstationen mit erheblicher Morbidität, Mortalität und negativen Langzeitfolgen für die Entwicklungsprognose von intensivmedizinisch behandelten Früh- und Neugeborenen.

nahrungsmittelallergienNahrungsmittelallergien

Erkenntnisse zur Entstehung der Nahrungsmittel-induzierten Darmentzündung

Langen (12. September 2019) -- Allergien und ihre Behandlung sind ein Forschungsschwerpunkt im Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Nun haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des PEI die Nahrungsmittelallergie-induzierte Darmentzündung (Allergische Enteritis) ins Visier genommen, die bisher wenig erforscht ist, und aktuelle Forschungsergebnisse publiziert.

Bayer LogoBepanthen® Wund- und Heilsalbe unterstützt Therapie bei aktinischen Keratosen

  • Therapie der aktinischen Keratose erfolgt häufig mit ablativen Laserverfahren1
  • Bepanthen® Wund- und Heilsalbe fördert die Wundheilung nach einer Lasertherapie stärker als Vaseline und wirkt antiinflammatorisch.2
  • Dieses Ergebnis steht im Einklang mit vielseitigen Untersuchungen an Hautmodellen.3

Leverkusen (9. September 2019) – Derzeit werden in Deutschland etwa 1,7 Millionen Menschen aufgrund einer aktinischen Keratose behandelt. Man geht davon aus, dass diese Zahl in den nächsten Jahren entsprechend der demografischen Entwicklung weiter ansteigen wird.1