Medizin

Update DGN-Kongress: Aktuelle Erkenntnisse zu drei neurodegenerativen Erkrankungen

SMA, NMOSD und MS: Frühzeitig handeln und Prognose der Patienten verbessern

  • Unter einer oralen Therapie mit Risdiplam erreichen Säuglinge mit Spinaler Muskelatrophie (SMA) vom Typ 1 wichtige Meilensteine der kindlichen Entwicklung wie Sitzen ohne Unterstützung (7 von 17 Säuglingen, 41,2 %)1,2 und Patienten mit SMA Typ 2 und 3 können ihre motorischen Funktionen verbessern3.
  • Bei Patienten mit Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) konnte für eine Monotherapie mit Satralizumab eine Verringerung des Schubrisikos um 55 % nachgewiesen werden.4
  • Neue 6-Jahres-Daten für OCREVUS®▼ (Ocrelizumab) zeigen: Eine kontinuierliche Therapie reduzierte das Fortschreiten der Behinderung sowohl bei aktivera schubförmiger MS (RMS)b als auch bei früherc primär progredienter MS (PPMS) dauerhaft.5,6

Grenzach-Wyhlen/Stuttgart (27. September 2019) -- Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) präsentierten Experten aktuelle Entwicklungen und neue potenzielle Therapieansätze bei den neurodegenerativen Erkrankungen SMA, NMOSD und MS.

DGN-Kongress 2019

Changing Migraine:
Neue Therapiehorizonte durch spezifischen CGRP-Antikörper AJOVY® 

Ulm/Stuttgart (26. September 2019) -- Die Migräne-Erkrankung ist aufgrund einer stark belastenden Symptomatik und einhergehender Komorbiditäten mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität verbunden – insbesondere dann, wenn sie chronisch verläuft und Migräne-Attacken Alltagsplanung und Sozialleben stark einschränken. Bisher wurden in der Migräne-Prophylaxe sehr unspezifische Wirkstoffe eingesetzt, die nicht speziell für die Migräne-Therapie entwickelt wurden. Mit den CGRP-Antikörpern (Calcitonin Gene- Related Peptide) steht erstmals eine Substanzklasse zur Verfügung, die aufgrund ihres Wirkmechanismus den Anforderungen an eine spezifische Migränetherapie gerecht wird. Antikörper wie Fremanezumab (AJOVY®) erfüllen nicht nur die Bedürfnisse der Patienten hinsichtlich Effektivität und Verträglichkeit, sondern überzeugen auch hinsichtlich einer klaren Verbesserung von Komorbiditäten wie z.B. Depressionen.1,2 Als einziger der zugelassenen CGRP-Antikörper bietet Fremanezumab neben der Monatsdosis auch eine Quartalsdosis.3 Die flexible Anwendungsmöglichkeit und ein schnelles, langanhaltendes Ansprechen des Antikörpers sprechen für einen breiten Einsatz in der klinischen Routine. Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) diskutierten die Neurologen und Kopfschmerzexperten Dr. med. Lars Neeb (Berlin), Prof. Dr. med. Till Sprenger (Wiesbaden) und PD Dr. med. Ruth Ruscheweyh (München) über die Vorteile der CGRP-Antikörper und ihren Stellenwert in der prophylaktischen Behandlung der Migräne.

„Mehr Patientensicherheit bei Implantaten und schnellere Versorgung mit neuen Therapien“

Bundestag entscheidet über Implantateregister

Berlin (26. September 2019) -- Sicherheit und Qualität von Implantationen für gesetzlich und privat Versicherte werden künftig durch ein Register verbessert. Der Deutsche Bundestag entscheidet heute in 2./3. Lesung über das „Gesetz zur Errichtung eines Implantateregisters Deutschland und zu weiteren Änderungen des Fünften Buches Sozialgesetzbuch“ (Implantateregister-Errichtungsgesetz, EIRD). Das Gesetz regelt zudem, dass neue Therapien schneller in die Versorgung kommen. Dazu sollen Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) beschleunigt werden.

„Moderne Ausbildung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten – Verbesserte Versorgung für psychisch kranke Menschen“

Bundestag entscheidet über Reform der Psychotherapeutenausbildung

Berlin (26. September 2019) -- Wer Psychotherapeutin oder Psychotherapeut werden möchte, dem wird künftig an den Universitäten ein „Direktstudium“ zur Verfügung stehen. Denn in Zukunft wird die Approbation zum Psychotherapeuten im Anschluss an ein 5-jähriges Universitätsstudium erteilt werden. Über die Neuordnung der Psychotherapeutenausbildung entscheidet heute der Deutsche Bundestag in 2./3. Lesung. Das Gesetz enthält über die Regelungen zur Reform der Psychotherapeutenausbildung hinaus auch Regelungen zur unmittelbaren Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung.

„Wir machen die Hebammenausbildung moderner und attraktiver“

Bundestag entscheidet über Reform der Hebammenausbildung

Berlin (26. September 2019) -- Hebammen werden in Deutschland künftig in einem dualen Studium ausgebildet. Der Deutschen Bundestag entscheidet heute in 2./3. Lesung über das „Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung und zur Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (Hebammenreformgesetz, HebRefG)“.

Bayer Logo117.Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Aflibercept (Eylea®) kann die Behandlungslast durch verlängerte Injektionsintervalle bei Patienten mit nAMD oder DMÖ verringern

  • Die neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration (nAMD) und das diabetische Makulaödem (DMÖ) lassen sich gut behandeln, doch die Therapie kann für Patienten und Angehörige belastend sein
  • Die Behandlungslast bei nAMD-Patienten kann durch verlängerte Injektionsintervalle mit Aflibercept mittels Treat & Extend (T&E)-Ansatz bereits im ersten Behandlungsjahr reduziert werden. Ein früherer T&E-Beginn ist dabei einem späten Beginn nicht unterlegen, wie aktuelle Ergebnisse der ARIES-Studie zeigen
  • Aflibercept ist auch bei Patienten, die aufgrund eines DMÖ einen Visusverlust erleiden, gut wirksam. Sie profitieren vor allem von einer frühen, intensiven Behandlung sowie von Therapieadhärenz

Leverkusen/Berlin (26. September 2019) – Chronische Netzhauterkrankungen wie die neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration (nAMD) und das diabetische Makulaödem (DMÖ) können mit Angiogenese-Inhibitoren wie Aflibercept (Eylea®) gut behandelt werden. Für Patienten und Angehörige kann die Therapie aber belastend sein, weil die Behandlung dauerhaft erfolgen muss und mit regelmäßigen Arztbesuchen verbunden ist. Die Herausforderung besteht deshalb heute darin, die Behandlungslast zu reduzieren. Dazu können unter anderem verlängerte Therapieintervalle bei der nAMD und eine frühe, intensive Behandlung bei einer Visusbeeinträchtigung aufgrund eines DMÖ beitragen.

DGN-Kongress 2019

Moderne MS-Therapie – Langzeitsicherheit, Adhärenz und individuelle Lebensplanung

Ulm/Stuttgart (25. September 2019) -- Weltweit sind ca. 2,5 Millionen Menschen von Multipler Sklerose betroffen. Durch einen frühzeitigen Therapiebeginn und eine auf den Patienten individuell zugeschnittene Therapie können die MS-bedingten Einschränkungen im Langzeitverlauf positiv beeinflusst werden. Die Basistherapie, z. B. mit Immunmodulatoren, bildet das Fundament für die Therapie und verfolgt das Ziel, die Häufigkeit und Schwere der Schübe zu verringern sowie das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern. Für eine langfristige Therapietreue des Patienten sollte die Behandlung sicher, verträglich und gut in den Alltag integrierbar sein. Auch die individuelle Lebensplanung des Patienten, wie z.B. Reisetätigkeit oder Kinderwusch, sollte berücksichtigt werden. Die Nutzung von Injektoren kann dabei eine vielversprechende Möglichkeit zur Steigerung der Adhärenz sein. Doch welche Aspekte sind darüber hinaus relevant für eine erfolgreiche MS-Therapie und welche Entwicklungen können wir zukünftig erwarten? Diese Fragen diskutierten MS-Experten bei einem Teva-Symposium im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Stuttgart. 

DOG-Kongress 2019

Novartis eröffnet mit Ranibizumab (Lucentis®) und Voretigen Neparvovec (Luxturna®) neue Perspektiven in der pädiatrischen Ophthalmologie 

  • Ranibizumab als erste und derzeit einzige pharmakologische Therapie für ROP (Retinopathy of Prematurity) bei Frühgeborenen in Europa zugelassen.1
  • Ranibizumab erzielte in der Phase-III-Studie RAINBOW mit einer Dosierung von 0,2 mg die höchste Ansprechrate (80 %) bei der Behandlung von ROP.2
  • Erste Patientin in München erfolgreich mit Voretigen Neparvovec behandelt.

Nürnberg/Berlin (25. September 2019) – Die Frühgeborenen-Retinopathie (retinopathy of prematurity [ROP]) zählt zwar zu den seltenen Augenerkrankungen, allerdings ist sie weiterhin eine der häufigsten Erblindungsursachen im Kindesalter.3,4 Mit der Erteilung der EU-Zulassung für Lucentis® (Ranibizumab) bei Frühgeborenen zur Behandlung einer ROP in Zone I (Stadien 1+, 2+, 3 oder 3+), Zone II (Stadium 3+) oder einer AP ROP (aggressiv-posterioren Frühgeborenen-Retinopathie) steht seit dem 4. September 2019 die erste und einzige zugelassene pharmakologische Therapie für ROP bei Frühgeborenen in Europa zur Verfügung. Die dahinterstehenden Daten wurden nun anlässlich eines Pressegesprächs im Rahmen der 117. DOG-Jahrestagung in Berlin präsentiert. 

Aktuelle Umfrage

Stillzeit„Mama-Monitor“ zeigt:
Frauen vertrauen auf Nahrungsergänzungsmittel bei Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wer sich ein Kind wünscht, schwanger ist oder stillt, weiß, wie wichtig die gute Versorgung mit Nährstoffen ist – und vertraut auf zusätzliche Präparate
  • Nach der Geburt vergessen die Frauen ihr eigenes Wohl – die Beratung von Frauenärzten und Hebammen ist daher wichtig
  • Elevit® 1, 2 und 3 ermöglichen eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen während der verschiedenen Phasen

Leverkusen (23. September 2019) – Der „Mama-Monitor – von Wunsch bis Wunder“, eine repräsentative Umfrage von Bayer unter Frauen mit Kinderwunsch, Schwangeren und stillenden Müttern, zeigt, dass die meisten Frauen die Bedeutung einer guten Nährstoffversorgung während der Schwangerschaft und Stillzeit kennen.(1) Dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bereits in der Kinderwunschphase von großer Bedeutung ist, ist vielen Frauen jedoch nicht bewusst. Entsprechend ist die Anzahl der Verwenderinnen von Nahrungsergänzungsmitteln in der Kinderwunschphase deutlich geringer (58%) als in der Schwangerschaft (86%). Auch in der Stillzeit sinkt die Quote wieder (51%), obwohl gerade dann ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht.(1)

Abschlussbericht zu Biologika bei Rheuma

Evidenzlage deutlich verbessert – noch immer fehlen aber Direktvergleiche

  • Biologika werden immer noch zu kurz und zu oft gegen Placebos getestet, was Vergleiche untereinander erschwert. Dennoch gibt es, auch dank Zusatzangaben der Hersteller, neue Erkenntnisse
  • Nur wenige Unterschiede zwischen den Wirkstoffen nachweisbar

Köln (17. September 2019) -- Im Sommer 2018 legte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seinen Vorbericht zur Nutzenbewertung von biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen – sogenannten Biologika – in der Rheuma-Therapie vor und bat um Stellungnahmen. Jetzt wurde der umfangreiche Abschlussbericht veröffentlicht. Danach fehlen nach wie vor Langzeituntersuchungen und vor allem Studien, in denen mindestens zwei der neun zu bewertenden Wirkstoffe gegeneinander getestet wurden – und das, obwohl Biologika seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten auf dem Markt sind und an potenziellen Studienteilnehmern kein Mangel herrscht. Dennoch gibt es wichtige neue Erkenntnisse, nicht zuletzt, weil Hersteller dem IQWiG auf Anfrage weitere Auswertungen älterer Studien übermittelt haben.

IQWiG

HTA im europäischen Verbund:
Osteoporose-Screening ohne Nutzenbeleg

  • HTA im europäischen Verbund - Osteoporose-Screening ohne Nutzenbeleg
  • Erstmals bewertet ein IQWiG-Team für das europäische Netzwerk EUnetHTA federführend eine Gesundheitstechnologie. Demnach ist der Nutzen eines Osteoporose-Screenings nicht belegt

Köln (17. September 2019) -- Voneinander lernen und voneinander profitieren: Das ist die Grundidee des European Network for Health Technology Assessment (EUnetHTA). Ziel der Kooperation ist es, grenzüberschreitend die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit der europäischen HTA-Agenturen zu fördern (HTA = Health Technology Assessment = Gesundheitstechnologie-Bewertung). Dabei geht es auch darum, unnötige doppelte Arbeit zu vermeiden. Denn nicht zu jeder diagnostischen oder therapeutischen Intervention muss in jedem Land ein eigener HTA-Bericht erstellt werden. HTA-Berichte aus anderen europäischen Ländern oder auch gemeinsam von einzelnen HTA-Agenturen erstellte Bewertungen können gegebenenfalls auch in anderen Ländern als Grundlage für Erstattungsentscheidungen verwendet werden. Die EU-Kommission strebt an, hierfür bald gesetzliche Grundlagen zu schaffen.

Johnson Johnson logoJohnson & Johnson Vision stellt die TECNIS Synergy™ IOL
Intraokularlinse für den kontinuierlichen Sehbereich
auf dem ESCRS-Kongress 2019 vor

  • Die TECNIS Synergy™ IOL ermöglicht Patienten, die unter Grauem Star leiden, ein durchgängiges und kontrastreiches Sehvermögen von nah bis fern – auch bei schwierigen Lichtverhältnissen¹‚².
  • Vorgestellte klinische Daten zeigen, dass die TECNIS Synergy™-Intraokularlinse einen breiten kontinuierlichen Sehbereich bietet und Patienten ermöglicht, in ihrem individuellen, idealen Entfernungsbereich zu fokussieren.
  • Die TECNIS Synergy™-Intraokularlinse ist die neueste und fortschrittlichste Linse innerhalb der branchenführenden TECNIS®-Intraokularlinsen-Familie zur Korrektur der Alterssichtigkeit.

SANTA ANA, Kalifornien, USA (15. September 2019) -- Johnson & Johnson Vision,ǂ ein Weltmarktführer in den Bereichen Augenheilkunde und Presbyopie-korrigierender Intraokularlinsen (IOL zur Korrektur der Alterssichtigkeit), gab heute die Markteinführung seiner TECNIS Synergy™-Intraokularlinse zur Behandlung des Grauen Stars in Europa, Australien und Neuseeland bekannt. Die Technologie der TECNIS Synergy™-Intraokularlinse setzt innerhalb des Segments Presbyopie-korrigierender Intraokularlinsen einen neuen Standard; sie verhilft Patienten zu einem durchgängigen und kontrastreichen Sehen im Fern- und Nahbereich, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen.1,2 Diese Ankündigung erfolgt rechtzeitig zum 37. Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) in Paris, Frankreich, auf dem Johnson & Johnson Vision zudem neue klinische Daten zur TECNIS Synergy™-Intraokularlinse vorstellt.

NeonatologieRKI

Kolonisationsscreening in neonatologischen Intensivstationen

Berlin (12. September 2019) -- Seit 2012 empfiehlt die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention ein wöchentliches Kolonisationsscreening in neonatologischen Intensivstationen. Im Epidemiologischen Bulletin ist in der Ausgabe 37/2019 ein Beitrag über die Ergebnisse einer Befragung von neonatologischen Intensivstationen zur Umsetzung dieser Empfehlung erschienen. Diese erste Übersicht zur Praxis des Kolonisationsscreenings in neonatologischen Intensivstationen in Deutschland zeigt Möglichkeiten der kontinuierlichen Verbesserung. Die Autorinnen und Autoren des Beitrags aus dem Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, und der Universitätskinderklinik Lübeck diskutieren auch den Nutzen des Screenings im Hinblick auf die Late-onset Sepsis, eine schwer­wiegende Kompli­kation auf neonatologischen Intensivstationen mit erheblicher Morbidität, Mortalität und negativen Langzeitfolgen für die Entwicklungsprognose von intensivmedizinisch behandelten Früh- und Neugeborenen.

nahrungsmittelallergienNahrungsmittelallergien

Erkenntnisse zur Entstehung der Nahrungsmittel-induzierten Darmentzündung

Langen (12. September 2019) -- Allergien und ihre Behandlung sind ein Forschungsschwerpunkt im Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Nun haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des PEI die Nahrungsmittelallergie-induzierte Darmentzündung (Allergische Enteritis) ins Visier genommen, die bisher wenig erforscht ist, und aktuelle Forschungsergebnisse publiziert.

Bayer LogoBepanthen® Wund- und Heilsalbe unterstützt Therapie bei aktinischen Keratosen

  • Therapie der aktinischen Keratose erfolgt häufig mit ablativen Laserverfahren1
  • Bepanthen® Wund- und Heilsalbe fördert die Wundheilung nach einer Lasertherapie stärker als Vaseline und wirkt antiinflammatorisch.2
  • Dieses Ergebnis steht im Einklang mit vielseitigen Untersuchungen an Hautmodellen.3

Leverkusen (9. September 2019) – Derzeit werden in Deutschland etwa 1,7 Millionen Menschen aufgrund einer aktinischen Keratose behandelt. Man geht davon aus, dass diese Zahl in den nächsten Jahren entsprechend der demografischen Entwicklung weiter ansteigen wird.1

Novartis logo47. Kongress der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)

Neue Daten zu Novartis Ilaris® zeigen Wirksamkeit bei Colchicinresistentem FMF und bei SJIA

  • Bei familiärem Mittelmeerfieber (FMF) reicht die Standardtherapie Colchicin bei 5 bis 10 % der Patienten nicht aus1; bei diesen Patienten zeigte Canakinumab (Ilaris®) eine hohe Wirksamkeit und gute Verträglichkeit.2,3
  • Patienten mit systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (SJIA) können trotz Reduktion der Canakinumab-Dosis eine dauerhafte Krankheitskontrolle erreichen.4

Dresden/Nürnberg (9. September 2019) – Bei seltenen autoinflammatorischen Erkrankungen wie dem familiären Mittelmeerfieber (FMF) und systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (SJIA) ist eine möglichst frühe Diagnose und gezielte Therapie wichtig, um Langzeitschäden und lebensgefährliche Risiken zu vermeiden. Für beide Erkrankungen, die auf einer übermäßigen Produktion des proinflammatorischen Zytokins Interleukin-1β (IL1β) beruhen, wurden im Rahmen des 47. Kongresses der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Dresden jetzt aktuelle Daten vorgestellt.4,5

roeteln standardsPEI engagiert sich im Verbund mit WHO für zuverlässige Teststandards

Rötelndiagnostik

Langen (9. September 2019) -- Weltweit eingesetzte Referenzpräparate (Internationale Standards) sind unentbehrlich für zuverlässige diagnostische Tests. Eine internationale Expertengruppe hat den bisher verwendeten Internationalen Standard für die Diagnostik von Röteln unter die Lupe genommen. Über die Ergebnisse berichtet The Lancet Infectious Diseases in seiner Online-Ausgabe vom 06.09.2019.

Bionische Prothese mit Sensoren

Beinprothese mit Gespür verbessert die Gesundheit

Zürich, Schweiz (9. September 2019) -- Erstmals spüren zwei Personen mit Beinamputation oberhalb des Knies ihren künstlichen Fuss und ihr künstliches Bein in Echtzeit. Ermöglicht wird dies durch eine neuartige bionische Prothese mit Sensoren, die mit den Nerven im Oberschenkel verbunden sind. Dank dem Neurofeedback haben die Prothesenträger ein höheres Vertrauen in die künstliche Gliedmasse, das Gehen ist für sie körperlich und mental weniger anstrengend, und sie leiden weniger unter Phantomschmerzen.

Picato® (Ingenolmebutat)

Überprüfung des Risikos für die Entstehung von Hautkrebs

Bonn (6. September 2019) -- Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) überprüft Daten zur Auslösung von Hautkrebs bei Patienten, die Picato® (Ingenolmebutat), ein Gel zur Behandlung von aktinischen Keratosen, angewendet haben. Die aktinische Keratose ist eine Hauterkrankung, die durch zu viel Sonnenlicht verursacht wird. Auslöser für die Überprüfung waren Daten aus mehreren Studien, die eine höhere Anzahl von Hautkrebsfällen, einschließlich Plattenepithelkarzinomen, bei Patienten, die mit Picato® behandelt wurden, zeigten.

Novartis logo47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)

Cosentyx® effektiv bei Biologika-naiven Patienten im Praxisalltag,
auch bei komorbiden und vorbehandelten Patienten wirksam

  • Komorbidität, etwa Depressionen oder kardiovaskuläre Erkrankungen, kommen im Praxisalltag bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA) und ankylosierender Spondylitis (AS) häufig vor.
  • Cosentyx® (Secukinumab) ist bei PsA- und AS-Patienten unter Alltagsbedingungen gut wirksam und verträglich und reduziert Haut- und Gelenkbeschwerden.
  • Ein Großteil der Patienten der AQUILA-Studie verblieb im Behandlungsalltag über die gesamte Studiendauer von einem Jahr auf Secukinumab.

Nürnberg/Dresden (5. September 2019) — Aktuelle, im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) präsentierte Ergebnisse einer Interimsanalyse der nicht-interventionellen AQUILA-Studie zeigen, dass extraartikuläre Manifestationen und Komorbidität unter Patienten mit PsA und AS keine Seltenheit sind. Im Behandlungsalltag sind besonders Depressionen (15,4% PsA, 15,4% AS), koronare Herzerkrankung (3,5% bzw. 7,9%) und Uveitis (1,7% bzw. 6,4%) verbreitet. Mehr als jeder 10. AS-Patient leidet zudem auch unter Psoriasis.1 

Kardiologie

Antidiabetikum erweist sich als hochwirksames Herzinsuffizienz-Medikament

Düsseldorf (5. September 2019) – Die eigentlich zur Therapie des Typ 2-Diabetes entwickelten SGLT 2-Hemmer reduzieren kardiovaskuläre Todesfälle, Krankenhausaufnahmen wegen einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz, die Gesamtsterblichkeit und verbessern die Lebensqualität bei chronischer Herzmuskelschwäche. Dies zeigt die aktuelle DAPA HF-Studie, die während des Kongresses der europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Paris vorgestellt wurde.

47. Kongress der DGRh, 33. Jahrestagung der DGORh, 29. Jahrestagung der GKJR

Axiale Spondyloarthritis und Morbus Bechterew:
Aktualisierte Leitlinie hilft, Menschen mit Rheuma unter Rückenschmerzpatienten schneller zu erkennen

Berlin/Dresden (5. September 2019) – Bei der axialen Spondyloarthritis (SpA), bekannt unter dem Namen Morbus Bechterew, handelt es sich um eine entzündliche Wirbelsäulenerkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis. Aufgrund ihrer unspezifischen Symptome bleibt sie besonders in ihrer frühen Form häufig lange unerkannt. Die aktualisierte S3-Leitlinie „Axiale Spondyloarthritis inklusive Morbus Bechterew und Frühformen“ soll nun dazu beitragen, den Zeitraum bis zur Diagnose weiter zu verkürzen. Durch einen schnellen Therapiebeginn können die rheumatischen Symptome frühzeitig gelindert und die Verknöcherung der Wirbelsäule so lange wie möglich hinausgezögert werden. Einen Überblick über die aktualisierte Leitlinie und ihre Auswirkungen auf die Behandlung gaben Experten auf der heutigen Pressekonferenz in Dresden anlässlich des Rheuma-Kongresses.

NovoNordisk LogoHämophilie

Esperoct® – der neue langwirksame Faktor VIII für dauerhaft hohen Schutz bei Hämophilie A

Frankfurt (3. September 2019) – Gute Nachrichten für Menschen mit Hämophilie A: Ab sofort steht Esperoct® (Turoctocog alfa pegol), der neue langwirksame rekombinante Faktor VIII (rFVIII) von Novo Nordisk, zur Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahre mit Hämophilie A (angeborener FVIII-Mangel) zur Verfügung.1 Durch die Glykopegylierung des rFVIII weist Turoctocog alfa pegol ein verbessertes pharmakokinetisches Profil mit einer verlängerten Halbwertszeit auf. Esperoct® stellt für Menschen mit Hämophilie A eine neue Therapieoption mit einem einfachen Therapieschema dar.

ipms ultraschall erleichtert die diagnose von mittelohrentzuendungenMikroelektromechanische Systeme

Ultraschall erleichtert die Diagnose von Mittelohrentzündungen

Dresden (2. September 2019) – Mittelohrentzündungen lassen sich künftig schnell und zuverlässig erkennen – ein neuartiger Ultraschallwandler von Fraunhofer-Forscherinnen und -Forschern macht es möglich. Ein US-amerikanisches Unternehmen und das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS arbeiten an der Entwicklung und Anwendung dieser Technologie. Integriert in ein Otoskop hilft sie Ärzten bei der Entscheidung, ob die Gabe von Antibiotika wirklich notwendig ist.

Levosert Hand offen7166Intrauterines Wirkstofffreisetzungssystem Levosert®

Signifikanter Preisvorteil und Doppelindikation

Köln (26. August 2019) – Das intrauterine Wirkstofffreisetzungssystem (IUS) Levosert® der Gedeon Richter Pharma GmbH ist eine besonders günstige Alternative in der Langzeitverhütung. Levosert® ist nicht nur ein effektives Kontrazeptivum, sondern auch bei starken Menstruationsblutungen indiziert.
Das Levonorgestrel (LNG)-freisetzende System Levosert® überzeugt mit seinem sehr günstigen Preis von rund 128 Euro. Umgerechnet auf den Monat liegen die Kosten für Anwenderinnen bei etwa 2,13 Euro über die gesamte 5-jährige Liegedauer.1 Für Ärzte bietet die 5er-Packung mit einem Apothekenverkaufspreis (AVP) von 516,20 Euro – das entspricht 103,24 Euro pro IUS – eine gleichermaßen günstige Verordnungsoption.

NekrotisierendeFasciitisNekrotisierende Fasziitis

Schnellere Diagnose für Erreger der nekrotisierenden Fasziitis

Braunschweig (26. August 2019) -- Schwere Infektionen durch „fleischfressende“ Bakterien machen zunehmend Schlagzeilen. Dahinter steckt das Krankheitsbild der nekrotisierenden Fasziitis (necrotizing soft tissue infections). Diese seltenen Infektionskrankheiten verursachen dramatische Gewebezerstörungen. Den Patienten müssen oft Gliedmaßen amputiert werden oder sie versterben, bevor eine passende Therapie gefunden wird. Der rasante Krankheitsverlauf, verschiedene bakterielle Erreger und deren zunehmende Antibiotikaresistenz machen eine Schnelldiagnostik nötig. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) erlangten jetzt mithilfe modernster Methoden erstmals Einblicke in die Zusammensetzung der Erreger der oft durch bakterielle Mischinfektionen verursachten Krankheit. Zudem konnten sie die am Infektionsort ablaufenden Prozesse besser charakterisieren und Unterschiede in der Wirtsantwort in Abhängigkeit vom Erregerspektrum beobachten. Damit gelang es, potenzielle Biomarker für die durch Einzelerreger wie Streptococcus pyogenes oder bakterielle Mischinfektionen verursachte nekrotisierende Fasziitis zu identifizieren. Diese neuen Biomarker könnten zukünftig in der klinischen Anwendung eine schnellere Diagnostik der Erreger und damit eine zugeschnittene Therapie ermöglichen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher jetzt im renommierten Fachjournal Nature Communications.