Medizin

Abschlussbericht zu Biologika bei Rheuma

Evidenzlage deutlich verbessert – noch immer fehlen aber Direktvergleiche

  • Biologika werden immer noch zu kurz und zu oft gegen Placebos getestet, was Vergleiche untereinander erschwert. Dennoch gibt es, auch dank Zusatzangaben der Hersteller, neue Erkenntnisse
  • Nur wenige Unterschiede zwischen den Wirkstoffen nachweisbar

Köln (17. September 2019) -- Im Sommer 2018 legte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seinen Vorbericht zur Nutzenbewertung von biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen – sogenannten Biologika – in der Rheuma-Therapie vor und bat um Stellungnahmen. Jetzt wurde der umfangreiche Abschlussbericht veröffentlicht. Danach fehlen nach wie vor Langzeituntersuchungen und vor allem Studien, in denen mindestens zwei der neun zu bewertenden Wirkstoffe gegeneinander getestet wurden – und das, obwohl Biologika seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten auf dem Markt sind und an potenziellen Studienteilnehmern kein Mangel herrscht. Dennoch gibt es wichtige neue Erkenntnisse, nicht zuletzt, weil Hersteller dem IQWiG auf Anfrage weitere Auswertungen älterer Studien übermittelt haben.

IQWiG

HTA im europäischen Verbund:
Osteoporose-Screening ohne Nutzenbeleg

  • HTA im europäischen Verbund - Osteoporose-Screening ohne Nutzenbeleg
  • Erstmals bewertet ein IQWiG-Team für das europäische Netzwerk EUnetHTA federführend eine Gesundheitstechnologie. Demnach ist der Nutzen eines Osteoporose-Screenings nicht belegt

Köln (17. September 2019) -- Voneinander lernen und voneinander profitieren: Das ist die Grundidee des European Network for Health Technology Assessment (EUnetHTA). Ziel der Kooperation ist es, grenzüberschreitend die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit der europäischen HTA-Agenturen zu fördern (HTA = Health Technology Assessment = Gesundheitstechnologie-Bewertung). Dabei geht es auch darum, unnötige doppelte Arbeit zu vermeiden. Denn nicht zu jeder diagnostischen oder therapeutischen Intervention muss in jedem Land ein eigener HTA-Bericht erstellt werden. HTA-Berichte aus anderen europäischen Ländern oder auch gemeinsam von einzelnen HTA-Agenturen erstellte Bewertungen können gegebenenfalls auch in anderen Ländern als Grundlage für Erstattungsentscheidungen verwendet werden. Die EU-Kommission strebt an, hierfür bald gesetzliche Grundlagen zu schaffen.

nahrungsmittelallergienNahrungsmittelallergien

Erkenntnisse zur Entstehung der Nahrungsmittel-induzierten Darmentzündung

Langen (12. September 2019) -- Allergien und ihre Behandlung sind ein Forschungsschwerpunkt im Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Nun haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des PEI die Nahrungsmittelallergie-induzierte Darmentzündung (Allergische Enteritis) ins Visier genommen, die bisher wenig erforscht ist, und aktuelle Forschungsergebnisse publiziert.

NeonatologieRKI

Kolonisationsscreening in neonatologischen Intensivstationen

Berlin (12. September 2019) -- Seit 2012 empfiehlt die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention ein wöchentliches Kolonisationsscreening in neonatologischen Intensivstationen. Im Epidemiologischen Bulletin ist in der Ausgabe 37/2019 ein Beitrag über die Ergebnisse einer Befragung von neonatologischen Intensivstationen zur Umsetzung dieser Empfehlung erschienen. Diese erste Übersicht zur Praxis des Kolonisationsscreenings in neonatologischen Intensivstationen in Deutschland zeigt Möglichkeiten der kontinuierlichen Verbesserung. Die Autorinnen und Autoren des Beitrags aus dem Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, und der Universitätskinderklinik Lübeck diskutieren auch den Nutzen des Screenings im Hinblick auf die Late-onset Sepsis, eine schwer­wiegende Kompli­kation auf neonatologischen Intensivstationen mit erheblicher Morbidität, Mortalität und negativen Langzeitfolgen für die Entwicklungsprognose von intensivmedizinisch behandelten Früh- und Neugeborenen.

Bayer LogoBepanthen® Wund- und Heilsalbe unterstützt Therapie bei aktinischen Keratosen

  • Therapie der aktinischen Keratose erfolgt häufig mit ablativen Laserverfahren1
  • Bepanthen® Wund- und Heilsalbe fördert die Wundheilung nach einer Lasertherapie stärker als Vaseline und wirkt antiinflammatorisch.2
  • Dieses Ergebnis steht im Einklang mit vielseitigen Untersuchungen an Hautmodellen.3

Leverkusen (9. September 2019) – Derzeit werden in Deutschland etwa 1,7 Millionen Menschen aufgrund einer aktinischen Keratose behandelt. Man geht davon aus, dass diese Zahl in den nächsten Jahren entsprechend der demografischen Entwicklung weiter ansteigen wird.1