Kinder- und Jugendmedizin

Monopolisierung der Impfstoffherstellung gefährdet die Immunisierung und damit die Gesundheit von Kindern

 

Berlin (23. Januar 2014) – Schon 2006 hat die Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der DAKJ unter Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Ulrich Heininger darauf hingewiesen (siehe Link unten) , dass auf Grund der zurückgegangenen Produktvielfalt bei Lieferengpässen oder der Entscheidung, ein Präparat vom Markt zu nehmen, oftmals nicht auf ein Alternativprodukt zurückgegriffen werden kann bzw. ein Alternativprodukt zwar verfügbar ist, aber den aktuellen Bedarf nicht decken kann.

 

In diesen Situationen kann es zu einer aus ethischer Sicht bedenklichen Priorisierung innerhalb von Indikationsgruppen kommen, mit der Folge eines nicht ausreichenden oder fehlenden Impfschutzes bei zahlreichen Kindern.

 

Die Entscheidungen einzelner Firmen mit Monopol, einen bestimmten Impfstoff vom Markt zu nehmen, wie auch Lieferengpässe, wie sie aktuell bei GlaxoSmithKline vorliegen, können somit zu einem Rückgang der Zahl vollständig grundimmunisierter Kinder führen, was wiederum die Impfziele gefährdet.

 

„Es muss über gesetzliche Regelungen nachgedacht werden, die die negativen Folgen der Monopolisierung der Impfstoffherstellung verhindern“, fordert der Generalsekretär der DAKJ, Prof. Dr. med. Manfred Gahr.

 

 

Link

 

Anbei die Stellungnahme „Folgen der Monopolisierung in der Pharmaindustrie für die Bereitstellung von Impfstoffen“ der Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der DAKJ, vor kurzem aktualisiert wurde:

 

 


 

Quelle: Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V., 23.01.2014 (tB).

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