Multiplikatoren helfen bei der Vereinfachung der Pflegedokumentation in Hessen

„Es stärkt die Kompetenz der Pflege“

 

Berlin (17. Juni 2015) – In vielen hessischen Altenpflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten wird in Zukunft mit deutlich weniger Aufwand dokumentiert. 20 ausgebildete Multiplikatoren des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) unterstützen hessenweit ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege bei der Einführung eines einfacheren Dokumentationssystems, das von einem Expertengremium im Auftrag der Bundesregierung entwickelt wurde.


„Die künftige Dokumentation stärkt die Kompetenz der Pflege, weil unseren fachlichen Einschätzungen deutlich mehr vertraut wird“, zeigt sich Bettina Mohr, die Betreiberin des privaten Pflegeheimes Haus Rheingold in Oestrich-Winkel, begeistert. Sie führt die vereinfachte Pflegedokumentation in den nächsten Monaten in ihrer eigenen Einrichtung ein und begleitet zudem andere private und kommunale Heime bei der Umsetzung. „Weil wiederkehrende Maßnahmen nicht mehr dauernd abgezeichnet werden müssen und wir stattdessen nur besondere Ereignisse oder wirklich wichtige Informationen erfassen, spart die Dokumentation eine Menge Zeit, in der sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt mit den Bewohnern beschäftigen können.“

 

Dennoch würden in der Pflege selbstverständlich mehr Hände gebraucht, die Vereinfachung der Dokumentation sei also nur ein Schritt, betont der hessische bpa-Landesvorsitzende Jochen Rindfleisch-Jantzon. „Wir machen den Pflegeberuf damit auch ein Stück attraktiver, weil die Pflegefachkräfte ihr Wissen eigenständiger anwenden und spüren, dass ihrer Einschätzung zur Situation der Bewohnerinnen und Bewohner vertraut wird.“ Bisher würden zu viele Informationen einfach nur für die Prüfbehörden dokumentiert, die nie wieder jemand liest oder braucht.

 

Auch Bettina Mohr spürt eine große Begeisterung ihres Teams im Haus Rheingold, die entbürokratisierte Dokumentation endlich einzuführen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich, dass endlich etwas konkret umgesetzt wird, das sich die Pflege gewünscht hat und wofür sie gekämpft hat.“

 

 

 

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 950 in Hessen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

 

 


Quelle: bpa.Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., 17.06.2015 (tB).

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