Myrtol standardisiert bei akuter Rhinosinusitis:

Antibiotische Begleittherapie oft nicht notwendig

 

Hamburg (28. August 2008) – Der weit überwiegende Teil akuter Rhinosinusitiden wird nicht von Bakterien, sondern von Viren verursacht. Nur wenn die Beschwerden länger als sieben Tage anhalten, sich verschlimmern oder hohes Fieber auftritt, ist eine antibiotische Therapie indiziert. Im Zentrum der Behandlung der akuten Rhinosinusitis stehen pflanzliche Sekretolytika wie Myrtol standardisiert (GeloMyrtol® forte). 26 Studien an 5.800 Patienten belegen: Der Wirkstoff steigert signifikant die Sekretolyse und die ziliäre Schlagfrequenz; er wirkt antientzündlich und antibakteriell. Und Myrtol standardisiert reduziert die Notwendigkeit einer antibiotischen Begleittherapie um den Faktor 2. Dieses Fazit zogen Prof. Dr. Hans Behrbohm (Berlin) und Dr. Thorsten Zehlicke (Hamburg) auf der Pressekonferenz „Akute Rhinosinusitis: Trends und Therapien“ am 28. August 2008 in Hamburg.

 

„Die akute Rhinosinusitis ist eine Entzündung einer oder mehrerer Nasennebenhöhlen, die im Jahre 2002 mehr als sechs Millionen mal diagnostiziert wurde und damit zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt gehört“, sagte Prof. Dr. Hans Behrbohm, Chefarzt der Park-Klinik Berlin Weissensee. „8,5 Millionen ärztliche Verordnungen unterstreichen die sozioökonomische Bedeutung der Erkrankung. Ihre   Leitsymptome sind nasale Obstruktion, Kopf- und Gesichtsschmerz, Hyposmie und nasale Sekretion.“  „Die akute Rhinosinusitis entsteht oft aus einem Infekt der oberen Luftwege, wenn durch die Schwellung der Schleimhäute oder durch anatomische Besonderheiten der Sekretabfluss aus den Nebenhöhlen behindert wird“, erklärte Dr. Thorsten Zehlicke.

 

 

Meist sind Viren die Auslöser

 

Rhino-, Influenza- und Parainfluenzaviren sind die häufigsten viralen Verursacher. Die eher seltenere primär bakteriell bedingte Rhinosinusitis wird vor allem durch Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae und Moraxella catarrhalis ausgelöst. „In einer Vielzahl von evidenzbasierten Studien wurde deshalb in den letzten Jahren die Frage nach einer adäquaten Pharmakotherapie der akuten Rhinosinusitis nachgegangen. Ergebnis: Die Patienten müssen über einen Zeitraum von sieben Tage kontrolliert werden. Wenn die Beschwerden persistieren, zunehmen oder wenn hohes Fieber auftritt, kommt eine Antibiotikatherapie in Betracht“, so Prof. Behrbohm. Neben lokalen Alpha-Adrenergika und topischen Steroiden spielen pflanzliche Sekretolytika wie Myrtol standardisiert (GeloMyrtol® forte) eine zentrale Rolle bei der Pharmakotherapie der Rhinosinusitis.

 

 

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Abb. 1: Bei Entzündungen der Schleimhaut kommt es zum Verlust der Zilien. Der Sekret-Transport wird verlangsamt oder kommt völlig zum Erliegen.

 

 

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Abb. 2: Der Mukoziliarapparat: Becherzellen und seromuköse Drüsen produzieren ein Sekret, das auf der Oberfläche der Schleimhaut einen zweischichtigen Film bildet. Er besteht aus einer dünnflüssigen Sol- und einer zähflüssigen Gelschicht.

 

 

 

Zahlreiche In-vitro-Untersuchungen und 26 Studien an 5.800 Patienten dokumentierten:

 

  • Myrtol standardisiert steigert – signifikant – die Sekretolyse um bis zu 32 Prozent und ist damit reinem Eukalyptusöl in seiner Wirksamkeit überlegen.(1)
  • Myrtol standardisiert steigert eindeutig die ziliäre Schlagfrequenz und hat eine experimentell nachgewiesene pharmakologische sekretomotorische und sekretolytische Wirkung auf den menschlichen Mukoziliarapparat.(2)
  • Myrtol standardisiert greift in Entzündungsprozesse ein; es fängt die aggressivsten Sauerstoffradikale vom OH-Typ ab und drosselt die Leukozytenaktivierung. (3,4)
  • Die orale Gabe von Myrtol standardisiert führt zu einer dosisabhängigen Abnahme der Leukotrienkonzentration (LTC4/ D4/ E4), was die antiinflammatorischen Wirkeigenschaften unterstreicht.(5)
  • Der Wirkstoff hemmt im Konzentrationsbereich von 5-0,039% (v/v) die Erreger Streptococcus pneumoniae und Hämophilus influenzae; sie sind die häufigsten Erreger präklinisch erworbener Sinusitiden. (6)

 

 

Umfassender Wirksansatz – Schnelle und starke Symptomlinderung

 

Von diesem Wirkspektrum profitieren Sinusitis-Patienten klinisch. So zeigte u. a. eine GCP-konforme, randomisierte, kontrollierte Multizenterstudie(7) an 331 Sinusitis-Patienten, die entweder mit Myrtol standardisiert, einem anderen ätherischen Öl oder Placebo behandelt worden waren: Im Verlauf einer Behandlung über 6 Tage verbesserte sich der Symptomenscore (Kopfschmerzen, Schmerzen beim Bücken, Allgemeinbefinden, Fieber, Nasensekretation, Sekretmenge, Sekretviskosität und Nasenatmung) signifikant gegenüber der Placebogruppe. Und: Die Notwendigkeit einer antibiotischen Begleittherapie und das Ausmaß der Arbeitsunfähigkeit waren in der Myrtol-Gruppe um den Faktor 2 geringer als in der Placebogruppe.

 

Befunde, die sich auch an zahlreichen Patienten im Hamburger Bundeswehr-Krankenhaus bestätigten, wie Dr. Zehlicke am Beispiel von repräsentativen Kasuistiken erklärte: „Ein Patient  litt z.B. seit einigen Tagen an einer akuten Sinusitis, die bereits mit einem Antibiotikum anbehandelt worden war. Es trat lediglich eine dezente Verbesserung der Beschwerden auf. Nach zusätzlicher Gabe von abschwellendem Nasenspray und GeloMyrtol® forte kam es zum schnellen Rückgang der Beschwerden.“

 

 

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Abb. 3: Unter Myrtol standardisiert liegt die Anzahl der Patienten, die einer antibiotischen Begleittherapie bedürfen, um den Faktor 2 unter Placebo. 

 

 

 

AWMF-Leitlinie: Deutliche Unterschiede bei Sekretolytika

 

GeloMyrtol® forte ist in seinem Wirkprofil anderen Sekretolytika deutlich überlegen. Das dokumentiert  die neue Leitlinie „Rhinosinusitis“(8) von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Ihr Fazit: Für N-Acetylcystein ist keine therapeutische Wirkung nachgewiesen. Wegen fehlender relevanter Studien ist die Substanz ebenso wenig für die Behandlung der Rhinosinusitis zugelassen wie Ambroxol. Die chemisch nicht definierte Mischung aus fünf Phytoextrakten hat allenfalls additive therapeutische Effekte bei der Behandlung der purulenten Sinusitis. Für Myrtol standardisiert ist dagegen eine Steigerung der mukoziliären Clearance belegt. Die Substanz wirkt sekretolytisch, mukolytisch, antientzündlich, antibakteriell und antioxidativ. „Aufgrund seines breiten Wirkspektrums ist GeloMyrtol® forte die Therapieoption der ersten Wahl bei Rhinosinusitis“, resümmierte Prof. Behrbohm.

 

 

Literatur

  1. Wittig T, Myrtol standardisiert – Eine klinische Dokumentation, Ergebnisse Verlag (2005) (4):23
  2. Behrbohm H, Kaschke O, Sydow K, Der Einfluss des pflanzlichen Sekretolytikums Gelomyrtol® forte auf die mukoziliäre Clearance der Kiefernhöhle, Laryngo-Rhino-Otol. (1995) 74: 733-737
  3. Graßmann J, Hippeli S, Dornisch K, Rohnert U, Beuscher N, Elstner EF,    Antioxidant Properties of Essential Oils, Arzneim.-Forsch./ DrugRes. (2000) 50 (I): 135-139
  4. Hippeli S et al., Freie Radikale in Pathogenese und Therapie von entzündlichen Erkrankungen des Bronchialsystems, in: Meister R, Entzündliche Erkrankungen des Bronchialsystems, Springer Verlag, 1. Auflage 2000, Seiten 1-25
  5. Beuscher N, Kietzmann M, Bien E, Champeroux P, Interference of Myrtol standardized with inflammatory and allergic mediators, Arzneim.-Forsch./ Drug Res. (1998) 48 (I), 985-989
  6. Bomblies L & Sonnenschein R, Myrtol standardisiert. Ermittlung der „Minimalen Hemmkonzentration“ (MHK) mit verschiedenen Testkeimen. Labor L+S AG, Myrtol standardisiert Dokumentation 1996.
  7. Federspil P et al., Wirkung von Myrtol standardisiert bei der Therapie der akuten Sinusitis – Ergebnisse einer doppelblinden, randomosierten Multizenterstudie gegen Plazebo, Laryngo-Rhino-Otol. (1997) 76: 23-27
  8. Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher Fachgesellschaften; http://leitlinien.net/

 

 

GeloMyrtol® forte

 

GeloMyrtol® forte. Wirkst.: Myrtol stand. Zus.: 1 Kps. enth. 300 mg Myrtol stand. auf mind. 75 mg Limonen, 75 mg Cineol u. 20 mg a-Pinen. Hilfsst.: Raffiniertes Rapsöl; Gelatine; Glycerol 85 %; Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend); Hypromelloseacetatsuccinat; Triethylcitrat; Natriumdodecylsulfat; Talkum; Dextrin; Glycyrrhizinsäure, Ammoniumsalz. Anw.-Geb.: Akute u. chron. Bronchitis u. Sinusitis. Gegenanz.: Nicht anwenden bei entzündl. Erkr. i. Bereich Magen-Darm u. d. Gallenwege, schweren Lebererkr., bek. Überempfindlichkeit gegen einen d. Bestandt. des Arzneim.; Nebenw.: In Einzelfällen Magen-Darm-Beschw., in Bewegung setzen vorhandener Nieren- u. Gallensteine, Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautausschlag, Gesichtsschwellung, Atemnot oder Kreislaufstör.). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, 25551 Hohenlockstedt (01/4)

 


 

Quelle: Fach-Pressekonferenz der Firma Pohl Boskamp zum Thema „Akute Rhinosinusitis: Trends und Therapien“ am 28.08.2008 in Hamburg.

 

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