Nephrologie

CREDENCE-Studie

SGLT2-Hemmer verlangsamen das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit

Berlin (15. April 2019) - Die aktuell publizierte CREDENCE-Studie [1] stellt in vielerlei Hinsicht eine Sensation dar: Sie wurde vorzeitig abgebrochen, weil sich bereits vor dem geplanten Studienende eine signifikante Überlegenheit des Prüfmedikaments abzeichnete. Sie ist somit nicht nur eine der wenigen nephrologischen Studien der letzten Dekaden, die positiv ausfielen, sie gibt darüber hinaus Evidenz dafür, dass SGLT2-Hemmer das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit (CKD) zusätzlich zur Standardtherapie mit RAAS-Inhibitoren wirksam aufhalten. Seit Jahren wird nach Therapien gesucht, um die Krankheitsprogredienz zu verlangsamen und Betroffenen ein möglichst langes Leben ohne Dialyse zu ermöglichen.

Heimdialyseversorgung in Pflegeeinrichtungen

Wie Pflegegesetz und Telemedizin neue Perspektiven bieten

Unterschleißheim (10. April 2019) – Um die stationäre Heimdialyseversorgung in Deutschland steht es schlecht: Durch die demografische Entwicklung steigt der Anteil dialyse-pflichtiger Patienten in Pflegeeinrichtungen zukünftig überproportional.1 Dialyse-pflichtigen Patienten, die in eine stationäre Pflegeeinrichtung kommen, steht die Therapieoption Heimdialyse in Form einer Peritonealdialyse (PD) oftmals nicht zur Verfügung. Auf dem Baxter Satellitensymposium „Heimdialyseversorgung in Pflegeeinrichtungen – Wunsch oder Wirklichkeit?“ im Rahmen des Deutschen Pflegetages diskutierten Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Medizin und Recht darüber, wie durch das seit 01.01.2019 geltende Pflegepersonal-Stärkungs-gesetz (PpSG) die stationäre medizinische Versorgung für pflegebedürftige Patienten verbessert werden kann.

DGfN

Wie lässt sich eine chronische Nierenkrankheit aufhalten?

Berlin (28. September 2018) - Die chronische Nierenkrankheit ist eine progrediente Erkrankung, sie schreitet fort und verlorene Nierenfunktion lässt sich in aller Regel nicht wiedergewinnen. Allerdings lässt sich das Fortschreiten durch verschiedene Maßnahmen verlangsamen. Eine rechtzeitige Vorstellung beim Nierenexperten (Nephrologen) sorgt dafür, dass die Betroffenen optimal medikamentös versorgt werden, es gibt aber auch einige Dinge, die der Patient selbst machen kann, um die verbliebene Nierenfunktion bestmöglich zu schützen. Aber um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Über die Maßen viel Wasser und Tee trinken gehört nicht dazu.

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)

Zielgerichtete Vorbehandlung vor Transplantation statt Immunsuppression nach „Gießkannenprinzip“

Berlin (28. September 2018) – Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) in Berlin stellte Prof. Dr. Martin Zeier, Universität Heidelberg, heute ein neuartiges Verfahren zur spezifischen Beeinflussung des Immunsystems nach (Nieren-) Transplantation vor, das zukünftig die nebenwirkungsreiche Immunsuppression obsolet machen könnte: Das TolerogenixX-Verfahren gewöhnt das Immunsystem des Empfängers vor der Transplantation an das Fremdgewebe und kann so Abstoßungen verhindern. Eine erste klinische Studie konnte bereits die Sicherheit des Verfahrens nachweisen.

Baxter LogoDialyse

Hoher Nutzen, mäßige Nutzung:
Möglichkeiten der Peritonealdialyse (PD) zu wenig ausgeschöpft

Berlin (27. September 2018) – Die Peritonealdialyse wird im europäischen Vergleich deutschlandweit eher wenig eingesetzt. Dabei bietet das Verfahren zahlreiche Vorteile für Behandler und Patienten. Im Zusammenspiel mit der Telemedizin lassen sich aus der PD noch mehr Pluspunkte gewinnen. Die Resultate sind ein optimiertes Monitoring, die Verbesserung der Adhärenz und eine höhere Lebensqualität für den Nierenpatienten – so das Fazit einer Presseveranstaltung im Rahmen des DGfN in Berlin.

Weltnierentag 2018:

Nierenkrankheiten bei Frauen: Besonderheiten und Risiken

Berlin (8. März 2018) - Der Weltnierentag am 08. März 2018 steht in diesem Jahr unter dem Motto „Nieren- und Frauengesundheit“. Das ist Grund genug, dass sich die die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), der Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V., das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V., die PHV Patienten-Heimversorgung Gemeinnützige Stiftung sowie die Deutsche Nierenstiftung des Themas Schwangerschaft und Niere annehmen. Ziel des jährlichen Aktionstags ist es zudem immer, die Prävention von Nierenkrankheiten in den öffentlichen Fokus zu rücken und auf die vielfältigen Funktionen der Nieren und deren Wichtigkeit aufmerksam zu machen.

Hyperkaliämie – das Damoklesschwert bei kardio-renalen Patienten: Risiken und therapeutische Herausforderungen 

  • Die Behandlung kardio-renaler Patienten erfordert effektive Medikamente, um die Krankheits-Progression aufzuhalten und die Prognose zu verbessern; allerdings führen diese Therapeutika häufig zu einer Hyperkaliämie, die ihrerseits mit einer erhöhten Sterblichkeit einhergeht.1-4
  • Es besteht ein großer, ungedeckter Bedarf an verträglichen neuen Behandlungsstrategien für Patienten mit Hyperkaliämie.1,5
  • Der kaliumbindende Wirkstoff Patiromer bietet eine neuartige potenzielle Therapieoption für eine effektive Kontrolle der Kaliumspiegel. 5,6

Mannheim (16. September 2017)Patienten mit Herz- und Niereninsuffizienz haben ein erhöhtes Risiko für potenziell lebensbedrohliche Hyperkaliämien. Dieses wird weiter verschärft, wenn sie leitliniengemäß eine Therapie mit Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAASi) erhalten. Die Hyperkaliämie erhöht das Risiko für Notfalleinweisungen, Hospitalisierungen und Tod.1 Deshalb werden RAASi häufig in der Dosis reduziert oder abgesetzt; damit wird in Kauf genommen, dass deren kardio- und nephroprotektive Wirkung verloren geht – mit ebenfalls potenziell lebensbedrohlichen Folgen.4 Auf einem von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma veranstalteten Symposium im Rahmen der 9. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) diskutierten international anerkannte Experten mögliche Strategien im Umgang mit diesem Dilemma aus nephrologischer und kardiologischer Sicht. Bislang verfügbare Optionen zum mittel- bis langfristigen Kaliummanagement sind in ihrem Einsatz limitiert – nicht zuletzt aufgrund teils schwerwiegender Nebenwirkungen.1,5 Einen Ausweg können die Kaliumbinder Patiromer und ZS-9 als potenzielle neue Therapieoptionen bieten.5-7

Parsabiv® (Etelcalcetid) bei Dialysepatienten

sHPT-Therapie 2.0

München (23. Juni 2017) – Der sekundäre Hyperparathyreoidismus (sHPT) ist eine ernst zu nehmende Stoffwechselstörung, die bei Patienten mit chronischer Nierenkrankheit häufig progredient verläuft und mit erheblichen klinischen Folgen wie Gefäß- und Knochenerkrankungen verbunden ist.1 An die Therapie des sHPT werden hohe Anforderungen gestellt, da es nicht nur gilt, die pathologisch erhöhte Parathormonkonzentration (PTH) im Serum abzusenken, sondern auch, die risikoassoziierten Begleitparameter Serumcalcium und Serumphosphat in Balance zu halten. Calcimimetika, die bei dialysepflichtigen Patienten eingesetzt werden, können diesen Therapieanforderungen gerecht werden.

Verständlich und kompakt – neues Informationsblatt von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung

„Nierenkrebs – was für Sie wichtig ist“

Berlin (22. September 2016) - Jährlich erkranken in Deutschland etwa 16000 Menschen an Nierenkrebs. Davon werden etwa drei Viertel so früh entdeckt, dass der Krebs in der Regel gut heilbar ist. Wenn der Krebs noch nicht in entfernte Lymphknoten oder Organe gestreut hat, empfehlen die Experten eine Operation. Ist eine Heilung nicht wahrscheinlich, so können Medikamente, Operation oder Bestrahlung das Krebswachstum zeitweise aufhalten.

Chancen und Limitationen

Digitale Versorgungskonzepte in der Nephrologie

Berlin (12. September 2016) - Die Digitalisierung aller Lebensbereiche findet aktuell für alle Menschen in Industrienationen hautnah und fassbar statt. Nahezu jeder Mensch verwendet heute Smartphones. Zahlreiche Vorgänge der Kommunikation, aber auch der Geschäftstätigkeit, erfolgen mit digitaler Unterstützung. Es ist deshalb kein Wunder, dass dies auch die Gesundheitsbranche im Gesamten und die Nephrologie im Besonderen erfasst.

8. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie eröffnet

Berlin (10. September 2016) - Während der Eröffnungsveranstaltung wurden auch die höchsten Ehrungen der DGfN verliehen: Mit der Franz-Volhard-Medaille wurde Prof. Dr. med. Josef M. Pfeilschifter, Frankfurt a.M., geehrt. Den Franz-Volhard-Preis zur Förderung herausragender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nierenforschung erhielten Prof. Dr. Jochen Reiser, Chicago/USA, und Prof. Dr. Bernard Schermer, Köln.