Neu erschienen

Agenda Pflegeforschung für Deutschland

 

Halle (19, Juli 2012) – Eine qualitativ hochwertige Pflege ist unerlässlich, um den gesellschaftlichen Herausforderungen im Gesundheitswesen künftig begegnen zu können. Eine solche Pflege benötigt

wissenschaftliche Grundlagen und ist der Evidenzbasierung verpflichtet – soweit besteht mittlerweile Konsens. Einigkeit herrscht auch darin, dass eine Lösung der pflegerischen Versorgungsprobleme der nächsten Jahrzehnte nur dann möglich sein wird, wenn die in Deutschland vorherrschende Verengung der Pflege und des Pflegebegriffs auf Unterstützung bei körperorientierten Selbstversorgungseinbußen überwunden und das Aufgabenspektrum der Pflege um präventive, rehabilitative, beratende, anleitende, edukative und versorgungssteuernde Aufgaben erweitert wird. Um das zu ermöglichen, muss deutlich mehr in die Pflege und die Pflegeforschung investiert werden. Dazu müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden.

 

Ziel der hier vorgelegten Pflegeforschungsagenda 2020 ist es:

 

  • auf die Bedeutung von Pflegeforschung und die Wichtigkeit nachhaltiger Förderstrukturen hinzuweisen
  • für einen Zeitraum von zehn Jahren prioritäre Forschungsthemen festzulegen
  • Entscheidungsgrundlagen für die künftige Förderung von Pflegeforschung bereitzustellen
  • die Politik aufzufordern, dieses Forschungsgebiet auch in Deutschland künftig verlässlich und kontinuierlich mit Fördermitteln zu versehen.

 

Denn die Zeit ist reif, der Pflege in Forschung und Lehre einen eigenen und dauerhaften Platz einzuräumen.

 

 

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Quelle: Agenda Pflegeforschung, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, 19.07.2012 (tB).

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