Abb.: Medizinische Versorgung in der Akutphase. Photo: Techniker KrankenkasseNeue Leitlinie zur Versorgung Schwerverletzter

 

Berlin (14. Juli 2011) – Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) veröffentlicht mit zehn weiteren medizinischen Fachgesellschaften die neue S3-Leitlinie „Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung“. Erstmalig werden auf höchstem wissenschaftlichem Niveau Qualitätsstandards für die Akutversorgung Schwerverletzter beschrieben. Die Leitlinie ist eine wichtige Entscheidungshilfe für alle an der Unfallversorgung beteiligten Berufsgruppen, teilt Professor Tim Pohlemann, Präsident der DGU, mit.

 

Jährlich verunglücken in Deutschland bei Unfällen durchschnittlich acht Millionen Menschen. Für Unfallchirurgen ist insbesondere die Versorgung von Patienten mit Mehrfachverletzungen mit den unterschiedlichsten und unvorhersehbaren Verletzungsarten eine verantwortungsvolle Herausforderung. Sie macht eine fachübergreifende Versorgung und Zusammenarbeit notwendig. Dazu haben alle für die Notfallversorgung relevanten medizinischen Fachdisziplinen mit nahezu 100 Experten den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse strukturiert zusammengetragen. Die Leitlinie auf S3-Niveau bietet eine rationale und transparente Basis für die optimale Therapie in der Akutphase. Die Empfehlungen sollen zur Verbesserung der Struktur- und Prozessqualität in den Kliniken sowie in der präklinischen Versorgung beitragen und durch deren Umsetzung die Ergebnisqualität, gemessen an der Sterblichkeit oder Lebensqualität, verbessern helfen.

Die Leitlinie ist Teil der „Initiative Qualität und Sicherheit in Orthopädie und Unfallchirurgie“ und bildet mit dem TraumaNetzwerk DGU® das Zentrum der qualitätsgesicherten Versorgung von Schwerverletzten in Deutschland.


Herausgeber der Leitlinie

 

  • Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (federführend)
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie,
  • Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin,
  • Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin,
  • Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie,
  • Deutsche Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie,
  • Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie,
  • Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie,
  • Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie,
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie,
  • Deutsche Röntgengesellschaft.

 

 

Die Leitlinie wird veröffentlicht unter: http://www.awmf.org/


Weitere Informationen


www.dgu-online.de
www.dgu-traumanetzwerk.de

 


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V., 14.07.2011 (tB).

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