Neue Option zur Rauchentwöhnung:

Champix® (Vareniclin) ab März 2007 verfügbar

 

Frankfurt/Karlsruhe (17. Januar 2007) – Ab März 2007 steht Ärzten und ausstiegswilligen Rauchern eine neue Therapieoption zu Verfügung: Champix® (Vareniclin) von Pfizer. Das verschreibungspflichtige Medikament wurde speziell zur Rauchentwöhnung entwickelt und enthält kein Nikotin. Im Vergleich zu Bupropion und Plazebo hat sich bei Champix® eine überlegene Kurz- und Langzeiteffektivität gezeigt.

 

Rauchen ist nach wie vor der Hauptrisikofaktor für eine Vielzahl von Krankheiten. Mehr als 40 Prozent der Raucher (1) möchten nach eigenen Angaben von ihrer Sucht loskommen. Neben der körperlichen Abhängigkeit ist Nikotinsucht jedoch durch eine starke psychische Komponente gekennzeichnet. Deshalb sind Versuche, den Rauchausstieg mit Willenskraft, dem so genannten „kalten Entzug“ alleine zu bewältigen häufig nicht erfolgreich. Nach einem Jahr sind mit dieser Methode nur circa drei bis fünf Prozent der Raucher immer noch abstinent. Deutlich steigern lassen sich die Erfolgschancen von ausstiegsmotivierten Rauchern durch das Zusammenspiel von ärztlicher Unterstützung, verhaltens-therapeutischen Ansätzen und den Einsatz von Medikamenten.

 

Vareniclin ist ein partieller Agonist, der – wie auch Nikotin – hochspezifisch an den α4β2-Acetylcholin-Rezeptoren bindet. Die agonistische Komponente stimuliert den Rezeptor, sodass das Verlangen nach Nikotin und die typischen Nikotin-Entzugssymptome während der Rauchentwöhnung reduziert werden. Die antagonistische Wirkung blockiert den Rezeptor und schwächt das nikotinvermittelte Belohnungsgefühl ab, falls der Raucher rückfällig werden sollte. Dieser duale Wirkmechanismus führt zu höheren Abstinenzraten als andere einzeln angewendete Methoden der Nikotinentwöhnung.

 

Die Ergebnisse einer klinischen Studie mit rund 1.000 Rauchern zeigen, dass nach neun bis zwölf Wochen der Einnahme von Vareniclin 43,9 Prozent der Teilnehmer rauchfrei waren. Danach ist die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Ausstieg mit Vareniclin fast doppelt so hoch wie unter Bupropion und viermal höher als unter Plazebo.(2) In allen Studien zeigte sich auch ein günstiges Verträglichkeitsprofil des Wirkstoffs. Die häufigste Nebenwirkung war Übelkeit, die bei 30 Prozent der Patienten beobachtet wurde und im Verlauf der Therapie zurückging. Die  Abbruchrate aufgrund von Übelkeit betrug weniger als drei Prozent. Die Studienabbrüche aufgrund aller unerwünschten Nebenwirkungen waren vergleichbar mit Plazebo.

 

Vareniclin ist ein verschreibungspflichtiges Rauchentwöhnungsmittel zur oralen Einnahme und ist nicht erstattungsfähig – wie alle Rauchentwöhnungspräparate. Die Therapie kostet pro Tag ungefähr so viel wie eine Packung Zigaretten. Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten. Die Dosis wird von anfangs 1x täglich 0,5 mg auf 2x täglich 1 mg erhöht. Die empfohlene Therapiedauer beträgt zwölf Wochen.

 

Auf Champix eingestellte ausstiegswillige Raucher haben zusätzlich die Möglichkeit, sich von Life Rewards – einem individualisierbaren Unterstützungsprogramm – auf ihrem Weg zum Nichtraucher begleiten zu lassen. Tägliche, motivierende E-Mails oder SMS-Nachrichten mit Tipps und Tricks zum Umgang mit der ungewohnten Situation als Nichtraucher, Tagebuchfunktion auf einer Website oder Hilfe zur Vermeidung von Gewichtszunahme können dem zukünftigen Ex-Raucher zusätzliche Hilfestellung sein.

 

Der forschende Arzneimittelhersteller Pfizer ist weltweit führend und schwerpunktmäßig auf den Gebieten Human-Arzneimittel, Consumer Healthcare und Tiergesundheit tätig. Im vergangenen Jahr profitierten über 165 Millionen Patienten von Pfizer-Arzneimitteln, davon mehr als 9 Millionen in Deutschland. Mit dem höchsten Forschungsetat der Branche (2005: 7,4 Milliarden US-Dollar) setzt der Arzneimittelhersteller mit Hauptsitz in New York neue Standards in der Erforschung und Entwicklung von innovativen Medikamenten. Im Geschäftsjahr 2005 erzielte das Unternehmen weltweit einen Umsatz in Höhe von rund 51,3 Milliarden US-Dollar und beschäftigte ca. 106.000 Mitarbeiter. Die Unternehmen der Pfizer-Gruppe in Deutschland befinden sich an fünf Standorten: Karlsruhe, Feucht, Illertissen, Freiburg und Frankfurt Höchst. Insgesamt sind etwa 5.200 Mitarbeiter beschäftigt.

 

 

Quellen

 

  1. Boyle P et al. Eur J Pub Health. 2000;10:5–14. 2. CDC. MMWR. 2002;51:642–645. 3. CDC. MMWR. 2004;53:427–430.
  2. Jorenby, DE et al., Efficacy of Varenicline, an α4β2 Nicotinic Acetylcholine Receptor Partial Agonist, vs Placebo or Sustained-Release Bupropion for Smoking Cessation. JAMA. 2006; 296:56-63.


Quelle: Einführungs-Pressekonferenz der Firma Pfizer Deutschland zum Thema „Der mühsame Weg zum Nichtraucher: Brauchen wir ein ganzheitliches Konzept?“ am 17.01.2007 in Frankfurt am Main (edelman) (tB).

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