Neue Patienten-Leitlinie „Schmerzbehandlung bei Operationen“

 

Witten/Herdecke (18. Oktober 2011) – In Ergänzung zu der bereits für Ärzte und medizinisches Fachpersonal existierenden S3-Leitlinie „Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) wurde nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit eine Patientenleitlinie „Schmerzbehandlung bei Operationen“ veröffentlicht.

 

Die evidenzbasierte Patienteninformation wendet sich direkt an Patienten, denen eine Operation bevorsteht und die sich vorab zum Thema Schmerz informieren wollen. In allgemeinverständlicher Sprache wird Wissenswertes zu Schmerzmitteln und nicht-medikamentösen Verfahren zur Schmerzlinderung vermittelt. Weiterhin stehen für Ratsuchende Adressen von Selbsthilfeorganisationen und Patientenberatungen zur Verfügung. Mit dieser Patienteninformation sollen die Rechte des Patienten gestärkt und eine informierte Entscheidung ermöglicht werden. An der Erstellung der Leitlinie waren neben Experten aus Wissenschaft und Forschung auch Patientenvertreter und Betroffene beteiligt.

Die Leitlinie wurde von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS) herausgegeben und unter maßgeblicher Beteiligung von Mitarbeitern des Instituts für Gesundheitswissenschaften der Universität Hamburg (Prof. Ingrid Mühlhauser), des Instituts für Forschung in der Operativen Medizin der Universität Witten/Herdecke (Prof. Edmund Neugebauer) sowie der DIVS (Prof. Heinz Laubenthal) erstellt.

Die Leitlinie soll in Zukunft in Kliniken sowie bei Ärztekammern und Krankenkassen erhältlich sein.

Die Leitlinie im Original finden Sie hier:

 

Akutschmerzkongress

Auf dem Akutschmerzkongress, der am 25. und 26. November 2011 unter dem Titel „Akutschmerztherapie und perioperative Medizin – (k)eine Aufgabe für Chirurgen?“ in Köln stattfinden wird, wird das Thema in einer eigenen Sitzung behandelt. Weitere Informationen zum Kongress erhalten Sie unter www.akutschmerzkongress.de.

 

 


Quelle: Universität Witten/Herdecke, 18.10.2011 (tB).

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