Neues Pflegekonzept auf dem Prüfstand

Forschungsprojekt nimmt "Beschütztes Wohnen" im Pflegeheim unter die Lupe

 

Abb.: Eckard Kallert (l.h.), Geschäftführer des Heywinkelhauses und Pflegedienstleitung Monika Stukenborg (l.v.) sind gespannt auf die Ergebnisse des Forschungsprojektes. Ob auch das 'Erlebnisbad' unter anderem einen positiven Einfluss auf die Patienten hat, untersuchen Dipl.-Pflegepädagogin Marlies Böggemann, Prof. Dr. Elke Hotze, Jennifer Jacobs und Maike van Eijsden (r. v.h.n.v.)Osnabrück (9. Februar 2010) – Prof. Dr. Elke Hotze von der Fachhochschule Osnabrück wird in den nächsten 16 Monaten gemeinsam mit ihrem Team untersuchen, wie sich das neue Wohnkonzept "Beschütztes Wohnen" des Heywinkelhauses Osnabrück in der Praxis bewährt. Das Alten- und Pflegeheim Heywinkelhaus verfolgt seit dem letzten Frühjahr ein neues Pflegekonzept für schwerst-demenzkranke Menschen. In der stationären Altenpflege ist die Tendenz groß, dass Demenzkranke, die zumeist noch schwer in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, vereinsamen. Das "beschützte Wohnen" soll dem im Heywinkelhaus Osnabrück entgegenwirken.

 

 

Dazu werden die Bewohner in einem Gemeinschaftraum betreut. Dort ist mindestens eine Pflegekraft immer anwesend, die dann zeitnah auf die Bedürfnisse der Bewohner reagieren kann. Gleichzeitig haben die Bewohner jederzeit die Gelegenheit sich aus der Gemeinschaft zurückzuziehen und in ihr eigenes Zimmer bringen zu lassen. Darüber hinaus gibt es täglich verschiedene Aktivitäten, die die Pflegekräfte mit den Bewohnern gemeinsam oder auch mit einzelnen Bewohnern durchführen, wie z.B. das Kochen am Pflegebett, das den Geruchssinn der Bewohner animiert, leichte Gymnastikübungen im Bett oder das "Erlebnisbad", ein Sprudelbad mit Lichtspiel, das die Bewohner entspannen und beruhigen soll.

 

Aktuell werden im Heywinkelhaus acht Patienten in dem neuen Pflegekonzept betreut. Prof. Dr. Elke Hotze untersucht jetzt, wie sich das "Beschütze Wohnen" auf die Patienten auswirkt. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob sich die Lebensqualität der Bewohner durch die Gemeinschaft und die unterschiedlichen Aktivitäten verbessert. "Das ist für mich eine spannende Erfahrung. Die Demenzforschung stellt uns vor allem vor methodische Herausforderungen", so Prof. Elke Hotze. Denn die Betroffenen selbst können meist nicht mehr artikulieren, wie sie die Veränderungen wahrnehmen. Hier sind dann vor allem die Erfahrungen des Pflegepersonals und der pflegenden Angehörigen gefragt. Neben Befragungen zu den Erfahrungswerten der Beteiligten, werden vor allem auch teilnehmende Beobachtungen durchgeführt, die Aufschluss über die praktische Umsetzung des Konzepts geben sollen. Unterstützt wird Prof. Hotze dabei durch ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Diplom-Pflegepädagogin Marlies Böggemann und zwei Studentinnen, Jennifer Jacobs und Maike van Eijsden. Jennifer Jacobs studiert Management im Gesundheitswesen, Maike van Eijsden absolviert den Studiengang Pflegewissenschaft. Beide haben bereits vor ihrem Studium praktische Erfahrungen im Pflegebereich gesammelt und freuen sich jetzt auf die wissenschaftliche Arbeit.

Das Forschungsprojekt wird gefördert durch das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie und die Heywinkelstiftung Osnabrück.

 

 

Abb.: Eckard Kallert (l.h.), Geschäftführer des Heywinkelhauses und Pflegedienstleitung Monika Stukenborg (l.v.) sind gespannt auf die Ergebnisse des Forschungsprojektes. Ob auch das 'Erlebnisbad' unter anderem einen positiven Einfluss auf die Patienten hat, untersuchen Dipl.-Pflegepädagogin Marlies Böggemann, Prof. Dr. Elke Hotze, Jennifer Jacobs und Maike van Eijsden (r. v.h.n.v.)

 

Abb.: Eckard Kallert (l.h.), Geschäftführer des Heywinkelhauses und Pflegedienstleitung Monika Stukenborg (l.v.) sind gespannt auf die Ergebnisse des Forschungsprojektes. Ob auch das "Erlebnisbad" unter anderem einen positiven Einfluss auf die Patienten hat, untersuchen Dipl.-Pflegepädagogin Marlies Böggemann, Prof. Dr. Elke Hotze, Jennifer Jacobs und Maike van Eijsden (r. v.h.n.v.)

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Fachhochschule Osnabrück vom 09.02.2010 (tB).

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