Neues Projekt am IPP

Verbundprojekt „Mediencoaches für das Berufsfeld Pflege“

 

Bremen (12. Oktober 2012) – Digitale Medien sind ein fester Bestandteil des beruflichen Alltags, auch in den Pflegeberufen. Die elektronische Patientenverwaltung oder die Planung der Pflege am PC gehören in vielen Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten inzwischen zu den täglichen Aufgaben der Pflegekräfte. Allerdings ist es für viele Berufstätige noch nicht selbstverständlich, Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung des beruflichen Lernens zu nutzen, sodass ein Qualifizierungsbedarf erkennbar ist.

 

Daher freuen sich Prof Dr. Dorothee M. Meister vom Arbeitsbereich Medienpädagogik und empirische Medienforschung der Universität Paderborn und Frau Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck von der Forschungsabteilung Qualifikations- und Curriculumforschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, dass es gelungen ist, Fördergelder für das Praxisforschungsprojekt MeCoPflege zu erhalten. Das Projektvolumen umfasst insgesamt 600.000 Euro über den Zeitraum von drei Jahren und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Ausschreibung „Stärkung der digitalen Medienkompetenz für eine zukunftsorientierte Medienbildung in der beruflichen Qualifizierung“ finanziert. Das am 23. August mit einer Kick-Off-Veranstaltung an der Universität Paderborn gestartete Verbundprojekt wird neben den beiden beteiligten Universitäten gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern aus der Praxis aus dem Raum Paderborn und Bremen realisiert.


Ziel des Projektes ist es, Pflegekräfte aus der Berufspraxis sowie Lehrende aus Aus-, Fort- und Weiterbildung durch die Implementierung von Bildungsmedien beim beruflichen Lernen zu unterstützen. Um die Medienkompetenzen der beruflich Pflegenden nachhaltig zu stärken, setzt das Projekt an drei Eckpunkten an: Erstens konzipiert das Projektteam eine Qualifizierungs-maßnahme zum „Mediencoach für das Berufsfeld Pflege“, an der 30 Pflegende und Lehrende aus kooperierenden Krankenhäusern, Schulen und Weiterbildungszentren teilnehmen. Neben der Stärkung der eigenen Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Medien entwickeln die Mediencoaches im Rahmen der Qualifizierung Konzepte zur Förderung der Medienkompetenz in Ihren Einsatzfeldern. Dazu werden zweitens in den Einrichtungen sogenannte Medienpoints implementiert, worunter eine arbeitsplatznahe technische Infrastruktur für digitales Lernen und die Recherche von Fachinformationen zu verstehen ist. Drittens wird sowohl für den Bildungsbereich als auch für Pflegestationen eine digitale Lern- und Arbeitsplattform eingerichtet und projektbegleitend inhaltlich erweitert. Der Nutzen der entwickelten und erprobten Maßnahmen für die Berufspraxis wird dabei regelmäßig überprüft. Geplant ist eine Überführung und Verstetigung der Qualifizierungsmaßnahme in ein wissenschaftliches Weiterbildungsangebot.

 

 

Die Kooperationspartner des Projektes MeCoPflege (v. l.): Barbara-Venhaus Schreiber (Bremer Krankenpflegeschule e.V.), Eva Theune (Caritasverband Paderborn e.V.), Dr. Desireé Grothues (DLR (Projektträger)), Brigitte von Germeten-Ortmann (Caritasverband Paderborn e.V.), Jörn Gattermann (Integratives Bildungszentrum am Klinikum Bremen Mitte), Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, Agnes-Dorothee Greiner (beide Universität Bremen), Anna-Maria Kamin, Sabine Bade, Karolina Keller, Prof. Dr. Johannes Magenheim, Prof. Dr. Dorothee M. Meister (alle Universität Paderborn). Foto (Universität Paderborn, Frauke Döll) 

 

Die Kooperationspartner des Projektes MeCoPflege (v. l.): Barbara-Venhaus Schreiber (Bremer Krankenpflegeschule e.V.), Eva Theune (Caritasverband Paderborn e.V.), Dr. Desireé Grothues (DLR (Projektträger)), Brigitte von Germeten-Ortmann (Caritasverband Paderborn e.V.), Jörn Gattermann (Integratives Bildungszentrum am Klinikum Bremen Mitte), Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, Agnes-Dorothee Greiner (beide Universität Bremen), Anna-Maria Kamin, Sabine Bade, Karolina Keller, Prof. Dr. Johannes Magenheim, Prof. Dr. Dorothee M. Meister (alle Universität Paderborn). Foto (Universität Paderborn, Frauke Döll)

 


 

Quelle: Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), 12.10.2012 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung