News

DBfK

Pflichtdienst – nur freiwillig!

Berlin (2. Dezember 2019) -- In der CDU wird die Einführung eines Pflichtdienstes für alle jungen Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Neu ist das Thema nicht. Der Bundesvorstand des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) hat sich vor kurzem intensiv mit den Vorschlägen für ein verpflichtendes oder ein freiwilliges Jahr für alle befasst.

Krankenkassen bauen lebens- und arbeitsweltbezogene Prävention weiter aus

Präventionsbericht 2019

Berlin/Essen (28. November 2019) -- Mit mehr als 544 Millionen Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr Aktivitäten zur Gesundheitsförderung in Lebenswelten, Betrieben und für einzelne Versicherte unterstützt. Das entspricht 7,49 Euro je Versicherten – damit übertrafen die Krankenkassen den gesetzlich vorgesehen Orientierungswert von 7,34 Euro. Erreichen konnten sie mit den geförderten Maßnahmen insgesamt fast 8,5 Mio. Menschen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Förderung von präventiven Maßnahmen in Lebenswelten und Betrieben, wie der aktuelle Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS) zeigt.

42. Deutscher Krankenhaustag im Rahmen der MEDICA

Ambulante Notfallversorgung im Fokus

Düsseldorf (19. November 2019) – Am zweiten Kongresstag des 42. Deutschen Krankenhaustages standen im „Krankenhaus-Träger-Forum“ und im Forum „Pflege im Krankenhaus“ zentrale Herausforderungen der zukünftigen Versorgungsstrukturen im Fokus der Diskussionen.

Feueralarm auf der Kinder IntensivstationUniversitätsklinikum Ulm absolviert erfolgreich Evakuierungsübung in der Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin

Feueralarm: Ernstfall auf der Kinder-Intensivstation geprobt

Ulm(15. November 2019) -- Ein Alarm ertönt, ein kurzer Schreck, dann muss alles ganz schnell gehen. Wenn es brennt, zählt jede Minute, um Patient*innen und Mitarbeiter*innen vor Feuer und Rauch in Sicherheit zu bringen. Zügig, aber mit Bedacht werden die Inkubatoren mit samt der Infusionsständer und anderen medizinischen Geräten über den Flur gerollt. Es herrscht konzentriertes Schweigen, außer den kurzen aber deutlichen Anweisungen des Einsatzleiters wird nicht viel gesprochen. Um für den Ernstfall gut gerüstet zu sein, hat die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Ulm am Donnerstag, 14.11.2019 zusammen mit der Feuerwehr Ulm eine Evakuierungsübung durchgeführt. Übungsort war ein besonders sensibler Bereich der Kinderklinik, die Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin. Dort werden Kinder aller Altersstufen mit akut lebensbedrohlichen Erkrankungen versorgt, vom Frühgeborenen bis zu schwerstkranken Kindern und Jugendlichen.

Weleda Trendforschung 2019

Soziale Beziehungen – Anker in einer oft egoistischen Gesellschaft?

Hamburg (25. Oktober 2019) -- Familie, Lebensgemeinschaften, enge Freunde – unser soziales Umfeld ist für die meisten von uns Dreh- und Angelpunkt der wichtigsten Lebensereignisse. Sofern unsere Bindungen stark sind, insbesondere innerhalb der Familie oder im engsten Kreis, können wir uns geborgen und sicher fühlen und spüren Zusammenhalt und Vertrauen. Das prägt uns von klein auf, ein Leben lang.

DBfK zur heute gestarteten Ausbildungsoffensive Pflege

Wer ausbildet, trägt Verantwortung!

Berlin (22. Oktober 2019) -- Mit bunten Farben startete heute in Berlin die neue Ausbildungsoffensive Pflege des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) – Mitglied der Arbeitsgruppe 1 (Ausbildung) der Konzertierten Aktion Pflege - unterstützt Werbung für die Pflegeausbildung und hat die Kampagne unter dbfk.de/bildung auf seiner Webseite verlinkt. „Wer ausbildet, trägt Verantwortung und ist eine Verpflichtung eingegangen“, erklärt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Mit dem Ausbildungsvertrag haben Pflegeschüler/innen Anspruch auf Rahmenbedingungen, die dem Erreichen des Ausbildungsziels dienen; auf qualifizierte Praxisanleitung im Umfang von mindestens 10% ihrer Ausbildungszeit, Freistellung zur Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen und auf Lern- und Vorbereitungszeiten. Insbesondere aber dürfen den Auszubildenden nur solche Aufgaben übertragen werden, die dem Ausbildungszweck und –stand entsprechen. So steht es im Pflegeberufegesetz. Leider liegen häufig Welten zwischen dem, was Pflegeschüler/innen im theoretischen Unterricht lernen, und der erlebten Pflegepraxis in den Ausbildungsbetrieben“, so Bienstein.

„Situation und Entwicklung der Pflege bis 2030“

Pflegekräftebedarf steigt immens an

Berlin, (22. Oktober 2019) – Im Jahr 2030 werden in Deutschland bei einer Fortschreibung des Trends 187.000 Pflegevollkräfte zusätzlich gebraucht. Dies ist das Ergebnis des Gutachtens „Situation und Entwicklung der Pflege bis 2030“ des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Im Krankenhaus sind demnach 63.000 zusätzliche Vollzeit-Pflegekräfte (+ 20 Prozent) erforderlich, in der stationären Pflege 51.000 (+ 21 Prozent). Besonders dramatisch stellt sich das Bild nach der Untersuchung in der ambulanten Pflege dar, die ein Plus von 49 Prozent oder 73.000 verzeichnet. Das sind die Zahlen bei einer steigenden Fallzahl, ohne aber die notwendige verbesserte Personalbesetzung einzuberechnen. „Wenn wir diese berücksichtigen, ist der Mehrbedarf weit größer. Jede Verbesserung der Pflegepersonalschlüssel um ein Prozent in die drei Bereiche der Pflege bedeutet rund 9.000 Pflegekräften zusätzlich“, erläutert Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der DKG.

Deutsche Transplantationsgesellschaft (DTG)

Neue Perspektiven durch Organperfusion -
Verbesserte Organkonservierung durch Maschinenperfusion

Hannover (17. Oktober 2019) -- Die maschinelle Perfusion von Spenderorganen hat der Transplantationsmedizin und ihren Patienten in den letzten Jahren neue Perspektiven eröffnet. Transplantationsmediziner davon aus, dass mit Hilfe der Maschinenperfusion die Erfolge der Transplantation verbessert werden können und mehr Patienten ein Organ zur Verfügung gestellt werden kann. In Deutschland kommt das System derzeit zwar bei der Lungen- und Herztransplantation zum Einsatz, wird aber nicht von den Krankenkassen finanziert.

DGfN

Akutes Nierenversagen: Nephrologische Mitbetreuung rettet Leben

Düsseldorf (11. Oktober 2019) -- Ein akutes Nierenversagen tritt bei jedem zehnten bis fünften Intensivpatienten auf. Daten zeigen, dass die frühzeitige Mitbetreuung dieser Patienten durch Nephrologen bzw. intensivmedizinische Nephrologen zu einem besseren Gesamtüberleben wie auch zu einem besseren renalen Outcome führt. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) fordert daher das Hinzuziehen eines Nierenexperten (Nephrologen) bei Patienten mit akutem Nierenversagen auf der Intensivstation.

c’t deckt auf

Massive Datenschutzmängel in Gesundheits-App:
Datenschleuder Ada-App

Hannover (11. Oktober 2019) – Gesundheits-Apps wie die der Ada Health GmbH verarbeiten besonders sensible Daten und betonen gerne, dass ihnen die Privatsphäre der Nutzer wichtig sei. Doch eine Analyse des Datenverkehrs belegt, dass die Ada-App Gesundheitsdaten an Dritte weitergab. Das berichtet Europas größtes IT- und Techmagazin c’t in seiner aktuellen Ausgabe 22/19.

Varenicline

Hilft Nikotin beim Lernen?

Dortmund (9. Oktober 2019) -- „Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht, das habe ich schon hundertmal geschafft“, soll der Schriftsteller Marc Twain gesagt haben. Das Rauchen aufzugeben fällt vielen Menschen wohl eher schwer. Schließlich regt Nikotin Nervenzellen an und steigert zumindest kurzfristig Prozesse der Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Gedächtnisbildung. Vor allem letzter Punkt ist für die Forschung interessant und wird nun in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) genauer beleuchtet.

Nanocellulose SchaltkreisBioverträgliche Sensoren aus Nanocellulose

Holz auf unserer Haut

Dübendorf, Schweiz (9. Oktober 2019) -- Blutwerte für die medizinische Diagnostik können auch ohne schmerzhaften Nadelstich ermittelt werden. Empa-Forscher entwickeln derzeit gemeinsam mit einem kanadischen Team flexible, bioverträgliche Sensoren aus Nanocellulose, die auf der Haut liegen. Die 3D-gedruckten Analysechips aus nachwachsenden Rohstoffen werden künftig sogar biologisch abbaubar sein.  Die Idee, gesundheitlich relevante Werte im Körper über die Haut zu messen, ist bereits in der medizinischen Diagnostik angekommen. So können beispielsweise Diabetiker den Blutzucker schmerzfrei über einen Sensor ermitteln, anstatt sich in den Finger piksen zu müssen. Empa-Forscher haben nun gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Kanada einen neuartigen Sensor hergestellt, der flexibel auf der Hautoberfläche liegt und besonders bioverträglich ist, da er aus Nanocellulose besteht.

Nobelpreis 2019

Nobelpreis-prämierte Forschung ermöglicht Pharma-Unternehmen die Entwicklung neuer Krebs- und Anämie-Medikamente

  • Der diesjährige Nobelpreis für Medizin geht an die Entdecker des Sauerstoff-Sensor-Systems in den Körperzellen


Berlin (7. Oktober 2019) -- Heute wurde in Stockholm verkündet, dass William G. Kaelin, Sir Peter J. Ratcliffe und Gregg L. Semenza für die Aufklärung des Sauerstoff-Sensor-Systems von Körperzellen den diesjährigen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhalten. Zellen passen mit Hilfe dieses Sensors ihren Stoffwechsel an. Nierenzellen verwenden ihn auch, um den Bedarf des Körpers an neuen roten Blutkörperchen für den Sauerstofftransport zu ermitteln. Ein Kernelement des aus mehreren Molekülen bestehenden Sensors ist der Hypoxia Inducible Factor (HIF).

Unstatistik des Monat

Der „Heilige Gral der Krebsforschung“ ist oft kaum besser als ein Münzwurf

Essen (4. Oktober 2019) -- Laut „Focus online“ haben Forscher der Cleveland Clinic Bluttests für zehn verschiedene Krebsarten im Frühstadium entwickelt. Diese haben eine Treffsicherheit bis 90 Prozent. Nicht angegeben ist jedoch die Falsch-Alarm-Rate. Es bleibt daher unklar, wie häufig ein Test bei gesunden Personen fälschlicherweise Krebs diagnostiziert.

DBfK zur neuen Qualitätsprüfung in der Pflege

Ja zum neuen Prüfsystem, aber bitte mit Augenmaß!

Berlin (2. Oktober 2019) -- In stationären Pflegeeinrichtungen kommt seit dem 1. Oktober 2019 ein neues Prüfsystem zur Anwendung. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert das seit langem, hat an der Entwicklung mitgearbeitet und begrüßt ausdrücklich, dass es jetzt in die Umsetzung geht.  Das Konzept dazu ist gut und pflegewissenschaftlich fundiert. Damit bietet sich eine angemessene Methode, die tatsächliche Versorgungsqualität in der Pflege festzustellen. Im Prinzip ist damit auch eine gute Basis für die Verbraucher bei der Entscheidung für eine Einrichtung geschaffen. Allerdings ist angesichts der Komplexität von die Qualität beeinflussenden Faktoren und der Versorgungssituation ein solches Instrument nicht automatisch nutzerfreundlich. Aber anstelle einer nicht aussagekräftigen Verkürzung - wie sie das alte Notensystem hatte - sollten Verbraucher jetzt ein Angebot erhalten, mit dem die Prüfergebnisse aufbereitet, gut verständlich und zugänglich werden. Ein „Wahlomat“ für Qualitätsberichte?

DBfK

Neue Online-Umfrage zu „Pflegepersonaluntergrenzen

Berlin (1. Oktober 2019) -- Heute startet der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine neue Online-Umfrage. Es geht um den Umgang mit den Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG), die seit Januar 2019 in vier sogenannten ‚pflege-sensitiven‘ Bereichen der Krankenhäuser gelten: der  Intensivmedizin, Unfallchirurgie, Kardiologie und Geriatrie.

IQWiG

Neugeborenen-Screening auf Sichelzellkrankheit kann Todesfälle vermeiden

  • Frühere Diagnose kombiniert mit Infektionsprophylaxe sowie Schulung von Angehörigen erhöht die Lebenserwartung

Köln (19. September 2019) -- Nach einem SCD-Screeningmit anschließender Infektionsprophylaxe sowie der Schulung von Fachpersonal und Angehörigen sterben voraussichtlich weniger Kinder an Sichelzellanämie. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) untersucht, ob ein systematischer Test von Neugeborenen auf die Sichelzellkrankheit (englisch sickle cell disease, kurz SCD) in Deutschland sinnvoll wäre.

DBfK

Mehr Patientensicherheit auch im deutschen Gesundheitssystem!

Berlin (17. September 2019) -- Am 17. September ist der Tag der Patientensicherheit - 2019 erstmalig weltweit durch eine Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation. Wer glaubt, dass mehr Anstrengungen für die Sicherheit kranker und pflegender Menschen im deutschen Gesundheitssystem nicht erforderlich seien der irrt. Patientensicherheit ist unmittelbar verknüpft mit der Qualifikation und der Kapazität des Pflegepersonals - und da gibt es in Deutschland viel nachzuholen. Der DBfK fordert eine konsequente Neuausrichtung hin zu Patienten- und Mitarbeiterorientierung.

BARMER LogoBARMER-Krankenhausreport 2019

Rund eine Million Blutkonserven vermeidbar

Berlin (12. September 2019) – Deutschland benötigt so viel Spenderblut pro Kopf wie kein anderes Land. Allein im Jahr 2017 wurden hierzulande mehr als 3,2 Millionen Blutkonserven eingesetzt. Deutsche Krankenhäuser könnten jedoch rund eine Million Blutkonserven pro Jahr einsparen. Die Voraussetzung dafür ist, Patientinnen und Patienten wie beispielsweise in den Niederlanden konsequent mit einem speziellen Behandlungskonzept zur Stärkung der körpereigenen Blutreserven, dem „Patient Blood Management“ (PBM), auf planbare Operationen vorzubereiten. Zu diesem Schluss kommt der BARMER-Krankenhausreport 2019, den die Krankenkasse am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. „Im Sinne der Patientensicherheit sollten Bluttransfusionen so sparsam wie möglich eingesetzt und das Patient Blood Management bundesweit konsequent umgesetzt werden. Damit werden Patientinnen und Patienten auf Operationen besser vorbereitet, unnötige Blutverluste reduziert und Transfusionen samt ihren Risiken seltener“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BARMER, Prof. Dr. Christoph Straub.

Ständig im Einsatz und am Limit, Personalmangel, Überstunden und Gewalterfahrung

Anforderungen an Personal in Krankenhaus und Rettungsdienst hat kritische Grenze überschritten

  • DGIIN startet Online-Kampagne „Danke für 24/7“

Berlin (11. September 2019) – Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) startet die Online-Kampagne „Danke für 24/7“. Die Fachgesellschaft bedankt sich damit bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus und Rettungsdienst. Hier tragen Ärzte und Pflegekräfte 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche Sorge für Patientinnen und Patienten. Das verdient aus Sicht der DGIIN eine besondere und öffentliche Wertschätzung.

Gut gemeint, schlecht gemacht

Intensiv- und Notfallmediziner kritisieren neue „116 117“-Werbung für den ärztlichen Bereitschaftsdienst

Berlin (11. September 2019) -- Gut gemeint, schlecht umgesetzt: Immer mehr Intensiv- und Notfallmediziner kritisieren die neue TVWerbekampagne für die Telefonnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. „Die Werbung bagatellisiert in den Augen von Mitarbeitern in den Notfallaufnahmen die tatsächliche Brisanz und Schwierigkeiten in diesem Bereich“, sagt Professor Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Diese vermutlich auch sehr kostenintensive Aktion wird dem zu vermittelnden Inhalt in keiner Weise gerecht. Das Niveau der Werbeclips wird von den betroffenen Patienten vermutlich kaum ernst genommen und trägt so nicht nachhaltig dazu bei, eine bessere Steuerung der Patientenströme zu gewährleisten.“

Neuroradiologen am Universitätsklinikum Leipzig setzen innovatives Verfahren erfolgreich ein

Neue Behandlungsoption bei komplizierten Hirnaneurysmen

Leipzig (6. September 2019) -- Wird ein Aneurysma im Gehirn entdeckt, löst das bei den Betroffenen immer große Ängste und Sorgen aus. Denn die Aussackungen der Hirnarterien sind gefährlich: Ein Riss führt zu einem Notfall, der das Leben und die Gesundheit stark gefährdet. Eine vorsorgliche Operation ist daher meist dringend angeraten. Allerdings gab es diese Möglichkeit bisher nicht für alle Fälle: Liegt das Aneurysma tiefer im Gehirn, an kleinen, unübersichtlichen oder stark verzweigten Gefäßen, gilt die Gefäßschädigung als nur schwer und mit hohem Risiko operierbar. Seit kurzem bieten neue innovative Implantate auch für Aneurysmen dieser sehr kleinen Gefäße Hoffnung auf einen schonenden und erfolgreichen Eingriff. Die Neuroradiologen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) haben diese speziellen Stents bereits 70 mal erfolgreich einsetzen können. Damit verfügen die Leipziger aktuell über die weltweit größte Erfahrung bei diesem hochspezialisierten Verfahren.

Rote-Hand-Brief für Produkte zur parenteralen Ernährung

Notwendiger Lichtschutz zur Reduktion des Risikos schwerwiegender unerwünschter Wirkungen bei Frühgeborenen

Bonn (2. September 2019) -- Die Zulassungsinhaber von Arzneimitteln zur parenteralen Ernährung, die Aminosäuren und/oder Fettemulsionen enthalten und zur Anwendung bei Neugeborenen und Kindern unter 2 Jahren bestimmt sind, möchten Sie in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über die folgenden neuen Sicherheitsmaßnahmen informieren.

GKV-Spitzenverband

Notfallversorgung aus Patientensicht konzipieren

Berlin (28. August 2019) -- Millionen Menschen in Deutschland suchen jährlich dringend medizinische Hilfe. Allein etwa 19 Millionen von ihnen nutzen den ambulanten Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte oder die Notfallambulanzen der Krankenhäuser. Da der ambulante Bereitschaftsdienst eher unbekannt ist, gehen zu viele Hilfesuchende in die Notfallambulanzen der Krankenhäuser - selbst mit leichten Problemen und nicht nur an Wochenenden. Die Folgen sind lange Wartezeiten und überlastetes Personal in den Notaufnahmen der Krankenhäuser. „Für Menschen in Not ist es unerheblich, ob der helfende Arzt im Krankenhaus arbeitet oder in einer ambulanten Arztpraxis. Patienten gehen dorthin, wo sie Hilfe bekommen. Das haben uns die letzten Jahre gezeigt. Also müssen wir die Notfallversorgung neu organisieren. Künftige Strukturen müssen sich am Bedarf und an Bedürfnissen von Patienten orientieren und nicht andersherum“, fordert Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband.

BfArM

Sterilisation von Einweg-Trägerschalen aus Faserformmaterial (Nierenschalen etc.)

Bonn (27. August 2019) -- Das BfArM hat Kenntnis erlangt über mögliche mikrobielle Kontaminationen von Trägerschalen aus Faserformmaterialien, die sogenannten Operations-Kits beigepackt wurden. Bei einer Überprüfung sterilisierter Operations-Kits sind durch einen Hersteller unter Verwendung einer Standardmethode zur Bestimmung der Gesamtkeimzahl derartige unsterile Trägerschalen identifiziert worden. Es besteht die Gefahr, dass es bei Verwendung eines dadurch unsterilen Operations-Kits im OP-Bereich zu einer Rekontamination der Operationsutensilien und dadurch zu einer möglichen Infektion von Patienten kommt.

Expertengremium bestätigt wahrscheinlichen Zusammenhang

Nächtliche Schichtarbeit als Krebsauslöser

Bremen (15. August 2019) -- Nachtschichtarbeit löst wahrscheinlich Krebs aus. Diese Einschätzung bestätigte im Juni ein international besetztes Gremium aus 27 Wissenschaftlern für die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC). Ihre Einschätzung erschien nun in der Fachzeitschrift „Lancet Oncology“.

KleinsterStent der Welt50 Mikrometer dick und rund 300 Mikrometer lang

Der kleinste Stent der Welt

Zürich, Schweiz (8. August 2019) -- Forschende der ETH Zürich haben ein neues Verfahren entwickelt, um verformbare Mikrostrukturen herzustellen. Zum Beispiel: Gefässprothesen, die 40 mal kleiner sind als was bisher möglich war. Dereinst könnten solche Stents helfen, lebensgefährliche Harnwegsverengungen von Föten im Mutterleib zu erweitern.

The Retirement Mortality Puzzle

Für Gutverdiener ist der Renteneintritt ein Gesundheitsrisiko

Essen (5. August 2019) -- Die Erwerbsbiografie hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie der Renteneintritt die Sterblichkeit beeinflusst. So profitieren Männer aus manuellen Routinejobs davon, mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Für Männer und Frauen, die aus gut bezahlten Jobs mit 65 Jahren ihr Berufsleben beenden, steigt hingegen die Sterblichkeit kurz nach der Verrentung. Eine Schlüsselrolle für die Sterblichkeitseffekte spielt die Aktivitätsveränderung um den Renteneintritt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Grundlage sind Daten der Deutschen Rentenversicherung zu knapp 800.000 Rentnerinnen und Rentnern der Geburtsjahrgänge 1934 bis 1936.

ReanimationsmatteErste-Hilfe-Tool

Reanimationsmatte vereinfacht Herzdruckmassage

München (1. August 2019) -- Rund 10.000 Menschen sterben hierzulande jährlich in Folge eines Herz-Kreislaufversagens, obwohl sie gerettet werden könnten. Nur fünfzehn Prozent der Deutschen trauen sich in einer solchen Notsituation zu, mit einer Herzdruckmassage den Betroffenen zu helfen. Eine neuartige Reanimationsmatte soll künftig unausgebildeten Ersthelfern das Wiederbeleben bei Herzstillstand erleichtern. Ein Fraunhofer-Forscherteam hat das Erste-Hilfe-Tool mit integrierter Sensorik gemeinsam mit Studierenden der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München entwickelt.

71488 1 driving 2732934 1920Ein Fünftel aller zugelassenen Arzneimittel können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen

Promille-Höchstgrenze für Medikamente im Straßenverkehr?

Heidelberg (26. Juli 2019) -- Autofahren bedeutet auch für Krebspatienten Unabhängigkeit und Mobilität. Für Fahrten zum Arzt, ins Krankenhaus oder zur Arbeit sind sie oft auf ihren fahrbaren Untersatz angewiesen. Heikel kann das werden, wenn Medikamente im Spiel sind. Denn rund ein Fünftel aller zugelassenen Arzneimittel können nach den Angaben ihrer Hersteller die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums erläutert die Rechtslage: Was ist erlaubt, worauf ist zu achten und welche Alternativen bieten sich an?

Alkoholische Getränke als Durstlöscher ungeeignet

BZgA rät bei Hitze zum vorsichtigen Umgang mit Alkohol

Köln (23. Juli 2019) -- An heißen Tagen kommt jede Abkühlung recht. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät jedoch zur Vorsicht beim Konsum von alkoholischen Getränken an Hitzetagen. Den Durst mit alkoholhaltigen Kaltgetränken zu löschen, ist mit besonderen Risiken verbunden. Die BZgA empfiehlt, an Tagen mit sehr hohen Temperaturen auf Alkohol weitestgehend zu verzichten.

Das weltweit erste MRT taugliche FingeroxymeterRostocker Forscher entwickeln neues Medizin-Gerät

MRT-taugliches Fingeroxymeter

Rostock (22. Juli 2019) -- Wissenschaftler der Universität Rostock und der Firma Bluepoint medical entwickeln gemeinsam ein Magnet-Resonanz-Tomographie-taugliches mobiles Messgeräte zur Sauerstoffsättigung des Blutes von Patienten. Ein weiteres neues Medizin-Produkt für den Weltmarkt kommt vom Lehrstuhl für Technische Elektronik und Sensorik der Universität Rostock und der Selmsdorfer Firma Bluepoint medical. Beide haben gemeinsam ein MRT-taugliches Fingeroxymeter zum Messen der Sauerstoffsättigung und des Pulses von Patienten während der Untersuchung in der „Röhre“ des MRT entwickelt.

DEGUM fordert: Notarzteinsatzfahrzeuge flächendeckend mit Sonografie ausstatten

Mobile Ultraschallgeräte können Leben retten

Berlin (19. Juli 2019) –  Im Ernstfall entscheiden oft nur Minuten über Leben oder Tod. Je schneller ein Notarzt vor Ort die richtige Diagnose stellen kann, desto gezielter die Erstmaßnahmen. Ein Ultraschallgerät im Einsatzfahrzeug kann maßgeblich dazu beitragen, zeitnah die richtige Diagnose zu stellen und damit die richtige Therapie einzuleiten. „Zwar werden mehr und mehr Notarzteinsatzfahrzeuge mit sogenannten Point of Care-Geräten ausgestattet, dies ist aber noch längst kein Standard“, sagt Dr. med. Armin Seibel von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).

Integrierte Notfallzentren

DGINA und DIVI fordern höhere Mindeststandards für Vertragsärzte

Berlin (18. Juli 2019) -- Bei der vom Bundesgesundheitsministerium geplanten Einführung von sogenannten Integrierten Notfallzentren (INZ) fordern die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) die klare Qualitätsstandards für die dort tätigen Fachkräfte. Die beiden Fachgesellschaften haben gemeinsam ein Positionspapier erstellt, in dem sie „Empfehlungen zur Struktur und Qualifikation des Personals in Integrierten Notfallzentren“ geben. Diese Forderungen gehen deutlich über die kürzlich veröffentlichten Strukturempfehlungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des Marburger Bundes zum gleichen Thema hinaus.

GQMG

Sicherheitskultur erfordert weitreichende Anstrengungen

Köln (12. Juli 2019) -- Sicherheitskultur in der medizinischen Versorgung zeigt sich darin, was Mitarbeiter tun, wenn niemand zuschaut. Die AG Risikomanagement der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung (GQMG) hat soeben ein Positionspapier zur Etablierung einer Sicherheitskultur publiziert. Die Kultur einer Einrichtung entziehe sich der unmittelbaren Steuerung. Vielmehr müsse sie über Personen, Prozesse und Kommunikation beeinflusst werden. Jede Organisation müsse daher ihren eigenen Weg zu dem Ziel größtmöglicher Patientensicherheit entwickeln.

MDK-Gemeinschaft

Neun neue und 11 überarbeitete SEG 4-Kodierempfehlungen beschlossen

Essen (9. Juli 2019) – Die Sozialmedizinische Expertengruppe „Vergütung und Abrechnung“ (SEG 4) der MDK-Gemeinschaft hat neun neue SEG 4-Kodierempfehlungen beschlossen und elf Kodierempfehlungen überarbeitet.

2019 bepanthen kinderf rderung studiegemeinschaftssinn pk 3Bepanthen-Kinderförderung und Universität Bielefeld veröffentlichen Studie zum Gemeinschaftssinn bei Kindern und Jugendlichen

Generation „Rücksichtslos“? Ein Drittel aller Jugendlichen hat keinen Gemeinschaftssinn

  • Aktuelle Studie der Bepanthen-Kinderförderung belegt: Ein bedenklicher Teil der Kinder und Jugendlichen zeigt Mängel in ihrem Sinn für das gemeinschaftliche Miteinander.
  • Eklatante Unterschiede im sozialen Bewusstsein von Mädchen und Jungen

Leverkusen (25. Juni 2019) – Gemeinschaftssinn ist einer der tragenden Pfeiler unserer Gesellschaft. Zu seinen Grundlagen gehören Kompetenzen wie Empathie, Solidarität, Respekt, Hilfsbereitschaft und soziale Integration. Diese Grundlagen werden größtenteils in der Kindheit und der frühen Jugend erfahren und erlernt. Doch wie steht es um den Gemeinschaftssinn der heranwachsenden nächsten Generation?

Robert Koch-Institut

Schätzung hitzebedingter Sterbefälle im Sommer 2018

Berlin (6. Juni 2019) --Der Sommer 2018 war der zweitheißeste in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Angesichts des sehr trockenen und über viele Wochen anhaltend warmen Wetters war eine hohe Zahl an hitzebedingten Sterbefällen zu erwarten. Ein zeitnahes Monitoring der Daten zur Sterblichkeit existiert für Gesamtdeutschland nicht, ist aber in den Bundesländern Berlin und Hessen etabliert. Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts haben nun die Anzahl der Personen geschätzt, die im Sommer 2018 in Hessen und Berlin hitzebedingt verstorben sind.

Mindestmengen-Regelung auch 15 Jahre nach ihrer Einführung kaum Wirkung in der Versorgung

OP ohne Routine:
40 Prozent der Kliniken operieren Patienten, ohne die Mindestmengen einzuhalten

Gütersloh (3. Juni 2019) Viele Krankenhäuser halten die gesetzlich vorgegebenen Mindestmengen für komplexe Operationen nicht ein. Wie eine aktuelle Analyse des Science Media Centers (SMC) und der Weissen Liste der Bertelsmann Stiftung zeigt, erreichten 40 Prozent der deutschen Kliniken, die solche Eingriffe durchführen, eine oder mehrere der verbindlichen Fallzahlen im Jahr 2017 nicht. Dadurch ergeben sich für die Patienten unnötige Risiken.

DIMDI

ICD-11 von der WHA verabschiedet

Köln (27. Mai 2019) - Die 72. Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) hat am 25.05.2019 die 11. Revision der ICD verabschiedet. Sie ist das Ergebnis 12-jähriger internationaler Entwicklungsarbeit von 96 Mitgliedsstaaten, an der auch das DIMDI intensiv beteiligt war. Die Resolution zur Verabschiedung hat die WHO auf ihrer Website veröffentlicht. Um den Einsatz der ICD-11 in den Mitgliedsstaaten vorzubereiten, stellt die WHO Trainingsprogramme und Tools zur Verfügung.

MDK-Behandlungsfehler-Begutachtung

Anstrengungen für Patientensicherheit verstärken

Berlin (16. Mai 2019) - 14.133 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern hat der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) 2018 erstellt. In jedem vierten Fall wurde ein Fehler bestätigt. Das geht aus der Begutachtungsstatistik hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Sicherheitsmaßnahmen müssen konsequent umgesetzt werden. Notwendig sind Patientensicherheitsbeauftragte und eine nationale Strategie zur Fehlervermeidung. Die Anzahl der Gutachten ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. In knapp jedem vierten Fall (3.497) bestätigten die MDK-Gutachterinnen und Gutachter den Verdacht der Versicherten. In jedem fünften Fall (2.799) stellte der MDK fest, dass der Fehler den erlittenen Schaden auch verursacht hat. 

RKC 2019 teaserRobert Koch-Institut

Wachsende Bedeutung von Burden-of-Disease-Studien für das Gesundheitswesen

Berlin (15. Mai 2019) – Thema des diesjährigen Robert-Koch-Colloquium mit sechs Vorträgen international renommierter Referentinnen und Referenten ist die wachsende Bedeutung von Burden-of-Disease-Studien für das Gesundheitswesen. Das Colloquium findet jeweils mittwochs um 16.15 Uhr am RKI-Standort Nordufer (Berlin-Wedding) statt. Im ersten Vortrag am 15. Mai 2019 stellt Christopher J.L. Murray, Mitinitiator der Global Burden of Disease-Studie und heute Direktor des Institute of Health Metrics and Evaluation (IHME), die Ansätze und Herausforderungen der Global Burden of Disease-Studie vor. Das RKI überträgt alle Vorträge live auf Twitter.

Boehringer Ingelheim und Kooperationspartner gegen Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ tourt wieder durch Deutschland

  • Bundesweite Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ informiert über Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen– zahlreiche nationale und regionale Partner sind beteiligt
  • Interessierte können sich kostenlos medizinisch beraten lassen und Auskunft über ihr persönliches Risiko hinsichtlich Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhalten
  • Rote Infobusse touren von Mai bis August 2019 durch über 100 Städte

Ingelheim (3. Mai 2019) – Die von Boehringer Ingelheim ins Leben gerufene bundesweite Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ geht in die nächste Runde: Zwei rote Infobusse touren ab sofort vier Monate durch das Land und machen in über 100 deutschen Städten Halt, um die Bevölkerung über Diabetes und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu informieren. Vor Ort haben Interessierte die Möglichkeit, ihr persönliches Risiko kostenlos testen und sich von Fachärzten beraten zu lassen.

Schon der Gedanke an Kaffee sorgt für einen Energie-Kick am Morgen

Berlin (25. April 2019) - Vor der ersten Tasse Kaffee sind viele morgens noch gar nicht richtig ansprechbar. Doch bereits der Duft des frisch aufgebrühten Energielieferanten weckt die Sinne und lässt das Hirn so richtig hochfahren. Aber warum ist das so? Wissenschaftler der Monash University in Melbourne und der University of Toronto haben nun herausgefunden, dass schon der bloße Gedanke an Kaffee bei Kaffeeliebhabern zu einem intensiven Placeboeffekt führen kann, ohne das Heißgetränk tatsächlich zu sich genommen zu haben.

GOTS LogoTrendsport Klettern und Bouldern –
immer mehr junge Sportler verletzen sich schwer

Jena (25. April 2019) – Der Klettersport hat sich in den letzten Jahren von einer Randsportart zum Breitensport gewandelt und – wird 2020 in Tokio zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen vertreten sein. Maßgeblichen Anteil daran hat der weltweite Boom der Subdisziplin Bouldern (Klettern ohne Seil in Absprunghöhe). Mediziner der GOTS beobachten dabei veränderte und für den Klettersport bislang untypische Verletzungen, die zum Teil immer schwerwiegender werden.

BfArM

Möglicher Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und der Entstehung eines anaplastischen großzelligen Lymphoms (ALCL)

Ergänzungen vom 04.04.2019:

Bonn (4. April 2019) - Das BfArM steht in engem Austausch mit den europäischen und internationalen Partnerbehörden sowie den medizinischen Fachgesellschaften und ist Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen, die sich mit der Bewertung des Risikos des Brustimplantat-assoziierten anaplastischen Großzell-Lymphoms (BIA-ALCL) befassen.

RKI  Tag des GesundheitsamtesRobert Koch-Institut

Erstmals Tag des Gesundheitsamtes am 19. März

Berlin (19. März 2019) - Wer entscheidet bei einem Masernausbruch vor Ort über die Maßnahmen zur Bekämpfung? Wer kümmert sich um die infektions­hygienische Überwachung der Kliniken? Wer erhebt Daten zur Bewertung der gesundheitlichen Situation von Schulanfängern? Wer berät die Politik vor Ort bei Gesundheitsfragen? Die Arbeit der rund 400 kommunalen Gesundheitsämter in Deutschland ist vielfältig, unverzichtbar – und nicht ausreichend gewürdigt. "Dabei ist das Gesundheitsamt eine zentrale Säule für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung", betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, anlässlich des ersten "Tags des Gesundheitsamtes" am 19. März 2019.

Erwerbsbiographien

Früher Arbeitsplatzverlust beeinträchtigt Gesundheit langfristig

Bamberg (14. Februar 2019) - Zahlreiche Studien legen nahe, dass Arbeitsplatzverluste und Arbeitslosigkeit zu einer schlechteren Gesundheit führen. Soziologen der Universität Bamberg greifen diese Forschung nun auf und fragen: Hat der Verlust des Arbeitsplatzes auch dann noch Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn er schon Jahrzehnte zurückliegt und gegebenenfalls anschließend weitere Anstellungen folgten? Jonas Voßemer und Prof. Dr. Michael Gebel vom Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Methoden der empirischen Sozialforschung, an der Universität Bamberg zeigen in einer aktuellen Studie: Der unfreiwillige Verlust des Arbeitsplatzes in einer frühen Phase des Berufslebens beeinträchtigt die Gesundheit langfristig. Mehr als 30 Jahre später lassen sich noch Auswirkungen auf die Gesundheit ausmachen, die auf diesen Bruch in der Biographie zurückzuführen sind.

Erste prospektive Studie zur Risikobewertung

Mit Tattoos in den Scanner?

Leipzig (30. Januar 2019) - Tätowierungen liegen im Trend, etwa jeder Achte in Deutschland hat sich bereits ein Tattoo stechen lassen. Eine aktuelle repräsentative Befragung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt: Für viele Menschen gelten Tätowierungen als gesundheitlich unbedenklich, von den bereits tätowierten Personen denken das fast 90 Prozent. Wenn Menschen mit Tattoos im Magnetresonanztomographen (MRT) untersucht werden sollen, tritt häufig die Frage auf, wie riskant das für sie wirklich ist. Die erste prospektive Studie mit statistisch belegbaren Zahlen dazu hat nun eine Forscherteam um Nikolaus Weiskopf im renommierten New England Journal of Medicine vorgelegt.

Radiologie MünchenKrebsdiagnostik mit PET/CT:

Radiologie München eröffnet neuen Standort in Großhadern

  • Eines der wenigen Zentren, die dieses nuklearmedizinische Verfahren anbieten
  • Verkürzung der Wartezeiten für Krebspatienten im Großraum München
  • Hightechausstattung mit weiteren Hochleistungsgeräten für modernste Bildgebung

München (24. Januar 2019) - Großzügige Praxisflächen, angenehmes Ambiente und Ausstattung mit Hochleistungsgeräten der neuesten Generation – die Radiologie München hat am Max-Lebsche-Platz im Stadtteil Großhadern jetzt ihren achten Standort eröffnet und ermöglicht damit vor allem Krebspatienten Zugang zu hochmodernen Diagnoseverfahren. Im Mittelpunkt des neuen Zentrums steht das PET/CT, das bayernweit nur in wenigen ambulanten Zentren zum Einsatz kommt und im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren bösartige Gewebeveränderungen im Rahmen der Krebsdiagnostik bereits in frühen Stadien sichtbar macht. Prof. Dr. med. Thorsten Johnson, Facharzt für Radiologie und Standortleiter: „Im ambulanten Bereich gibt es bislang kaum PET/CTs. Sie vereinen die Funktion zweier Großgeräte – eines PET und eines CT – und benötigen deshalb auch eine entsprechende Expertise, Fachärzte beider Disziplinen, Nuklearmedizin und Radiologie, und natürlich geschultes Assistenzpersonal. Insgesamt ist dies extrem aufwendig und investitionsintensiv, jedoch auch von entscheidender Bedeutung für die Krebsdiagnostik, da die Erkennung von Tumoren und Metastasen über Stoffwechselveränderungen präziser und früher erfolgt als über klassische, rein morphologische Bildgebung. Für Patienten und die behandelnden Kollegen bedeutet der neue Standort eine deutlich verbesserte Verfügbarkeit dieses Verfahrens, das für viele Krebserkrankungen eine Schlüsselrolle spielt, und damit verkürzte Wartezeiten.“

Bürger fragen – Wissenschaftler antworten

Das IQWiG legt vier neue Themen für HTA-Berichte fest

Köln (23. Januar 2019) - Depressionen bei Kindern, mHealth-Lösungen bei Multipler Sklerose, Elephantiasis und Schmerzen bei Endometriose – Fragen zu diesen vier medizinischen Themen hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in diesem Jahr aus den Vorschlägen von Bürgerinnen und Bürgern für die wissenschaftliche Bewertung in Form von HTA-Berichten ausgewählt. Externe Sachverständige werden nun den Fragen der Bürgerinnen und Bürger nachgehen und dann jeweils eine wissenschaftliche Bewertung von medizinischen Verfahren und Technologien (engl. Health Technology Assessment = HTA) erstellen. Diese Bewertung wird dann als sogenannter HTA-Bericht beim ThemenCheck Medizin des IQWiG veröffentlicht.

DIMDI veröffentlicht alle drei Bände

ICD-10-WHO Version 2019

Köln (21. Januar 2019) - Das DIMDI veröffentlicht die ICD-10-WHO Version 2019, die deutsche Übersetzung der englischen Originalfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Klassifikation dient in Deutschland unter anderem der Verschlüsselung von Todesursachen für die Todesursachenstatistik.

SymPartner von SIBISForscher der Uni Siegen haben einen Roboter designt, der SeniorInnen dabei unterstützen soll, länger selbstständig in der eigenen Wohnung zu leben

Ein Roboter als Mitbewohner

Siegen (16. Januar 2019) - Wenn Frieda nach dem Einkaufen nach Hause kommt, wartet in der Wohnung der 75-Jährigen ein Roboter auf sie. Sympartner heißt er, ist 1,50 m groß, begrüßt die Seniorin und fragt, ob er ihre Wohnungsschlüssel aufbewahren soll. Der untere Teil des Roboters besteht aus Holz, darauf können SeniorInnen zum Beispiel ein Buch oder Magazin ablegen. Vorn ist ein Tablet eingebaut, das SeniorInnen im Sitzen bedienen können. Das Besondere an Sympartner ist seine soziale Funktion. Er soll dafür sorgen, dass SeniorInnen sich nicht einsam fühlen, wenn sie im Alter alleine wohnen, und dabei unterstützen, dass sie länger selbstständig im eigenen Haus leben können. Beides sind Wünsche, die ältere Menschen immer wieder äußern. In einem Kooperationsprojekt, unter anderem mit der TU Ilmenau, haben Forscher der Uni Siegen den Roboter entwickelt. Die Siegener Wissenschaftler waren für das Design des Roboters zuständig. Sie haben entschieden, wie er aussehen soll, welche Emotionen er wie zeigt und wie die SeniorInnen ihn bedienen können.

DRK Geschichte Korea BusanDeutsches Rotes Kreuz

Erinnerung an ersten Einsatz in Südkorea vor 60 Jahren

Berlin (14. Januar 2019) - Rund 60 Jahre nach dem Ende des ersten Auslandseinsatzes des Deutschen Roten Kreuzes nach dem Zweiten Weltkrieg erscheint eine Sonderpublikation zum DRK-Krankenhaus in der südkoreanischen Hafenstadt Busan. „Dieser Einsatz war die erste Auslandsmission des DRK nach Kriegsende und markiert einen wichtigen Meilenstein in der internationalen humanitären Hilfe des DRK“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Im Mai 1954 entsandte das Deutsche Rote Kreuz im Auftrag der Bundesregierung ein Krankenhaus in das vom Krieg verwüstete Südkorea.

Unstatistik des Monats

„Sie sind wahrscheinlich HIV-Positiv“

Essen (8. Januar 2019) - Seit Oktober dürfen in Deutschland HIV-Schnelltests frei verkauft werden, die man in Apotheken, Drogerien oder über das Internet bestellen und anonym selbst durchführen kann. Zum verantwortungsvollen Umgang mit ihnen gehört, verständlich zu erklären, was ein positives Testergebnis wirklich bedeutet. Denn bei einem positiven Testergebnis liegt die Wahrscheinlichkeit, dass man infiziert ist, nur bei etwa 8 Prozent.

Sorge um Datensicherheit

Bürger fürchten die Nebenwirkungen der digitalen Medizin

Düsseldorf (4. Januar 2019) - Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney ließ aus Angst vor einem Hackerangriff die Fernsteuerungsfunktion seines Herzschrittmachers ausschalten. Ebenso wie Cheney fürchten auch deutsche Bürger die Risiken und Nebenwirkungen der modernen Medizin: Drei von zehn Patienten haben Angst vor dem Ausfall der Computersysteme bei einem Krankenhausaufenthalt. Die Versicherten befürchten, dass gerade kleinere kommunale Krankenhäuser in ländlichen Gegenden schlecht auf einen Angriff aus dem Netz vorbereitet sind, wie 51 Prozent bestätigen. Nachholbedarf in puncto Datensicherheit sehen die Bürger auch bei konfessionellen Krankenhäusern (46 Prozent) und Hausarztpraxen (45 Prozent). Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bundesbürgern.

IQWiG-Herbst-Symposium 2018

Saure Früchte vom Baum der Erkenntnis?
Wie wir Evidenz kommunizieren

Köln (27. Dezember 2018) - Patientinnen, Ärzte, Medienvertreter und Politikerinnen: Die Kommunikation gesundheitsbezogener Evidenz hat mehrere Zielgruppen, die sich in ihrem Vorwissen, ihren Absichten und ihrem Informationsbedarf stark unterscheiden. Es gibt aber Gemeinsamkeiten, etwa in der Kommunikationspsychologie und -soziologie: Die kommunizierte Evidenz stößt oft auf innere Widerstände wegen Informationsüberflutung, liebgewonnene Vorurteile und konkurrierende Einflüsse – von Marketing-Frames bis zu echten Fake News.

DRK-Erste-Hilfe-Tipps zum Jahreswechsel

Was tun, wenn der Silvesterböller ins Auge geht?

Berlin (27. Dezember 2018) - Mehr als 137 Millionen Euro geben die Deutschen für Silvesterböller aus. Es wird ausgelassen gefeiert - mitunter jedoch mit schwerwiegenden Folgen wie Handverletzungen, abgerissenen Fingern, Verletzungen am Auge oder Schädelverletzungen. Allein in der Berliner Charité mussten nach der Silvesternacht 2017/18 mehr als 40 Augenverletzungen behandelt werden - doppelt so viel wie in den Vorjahren. „Leider sorgt fahrlässiger Umgang mit Böllern Jahr für Jahr aufs Neue für schwere Verletzungen“, warnt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Er gibt folgende Erste-Hilfe-Tipps für den Fall, dass es doch zu Verletzungen kommt:

Erholungsforschung

Aktuelle Studie zu Erholung und Wohlbefinden in der Weihnachtszeit

Berlin (17. Dezember 2018) - Die gute Nachricht kurz vor Weihnachten kommt in diesem Jahr aus der Erholungsforschung: Allem Stress zum Trotz steigt die positive Stimmung derjenigen, die sich auf Weihnachten freuen, schon in der Adventszeit kontinuierlich an. Das zeigt eine aktuelle Studie, die in der Fachzeitschrift „Work & Stress“ veröffentlicht wurde. Der Studie zufolge lohnt es außerdem, in den Weihnachtsferien bewusst von der Arbeit abzuschalten. Wer sich gut erholt und es dann auch noch schafft, die Entspannung in die Wochenenden des neuen Jahres zu übertragen, profitiert auch länger von der Erholung. Arbeitgeber können die Erholungserfahrungen ihrer Angestellten zudem gezielt beeinflussen.

PTC Therapeutics LogoSeltene Erkrankungen

Früherkennung der Duchenne-Muskeldystrophie verbessert Prognose

München (17. Dezember 2018) – Die Duchenne-Muskeldystrophie (DMD), eine seltene und tödlich verlaufende Erkrankung, führt bereits ab der frühen Kindheit zu einem fortschreitenden Muskelabbau, zunächst der Bewegungs- und später der Atem- und Herzmuskulatur. Die meist männlichen Patienten versterben vorzeitig, oft schon im dritten Lebensjahrzehnt, an Lungen- oder Herzkomplikationen.1,2 Neben der Behandlung kommt der Diagnostik der DMD besondere Bedeutung zu, denn gerade die frühzeitige Diagnose der DMD kann die Prognose der Betroffenen erheblich verbessern3. Dabei ist es wichtig, die ersten muskelspezifischen sowie auch die unspezifischen frühen Zeichen (motorische, kognitive und sprachliche Entwicklungsverzögerungen) einer DMD rechtzeitig zu erkennen, um früh gezielte Maßnahmen einleiten zu können, so das Resümee eines vom Biopharmaunternehmen PTC Therapeutics organisierten Expertentreffens.

Krankenkassen erreichen so viele Menschen mit Gesundheitsförderung wie noch nie

Präventionsbericht 2018

Berlin/Essen (14. Dezember 2018) - Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit präventiven und gesundheitsförderlichen Maßnahmen erreicht. Das sind so viele wie nie zuvor, heißt es im aktuellen Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS). Mit insgesamt 520 Millionen Euro unterstützten die Krankenkassen Projekte in Lebenswelten, Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie individuelle Präventionskurse. Das entspricht 7,18 Euro je Versichertem. Die Krankenkassen schöpften damit den gesetzlich vorgesehenen Gesamtbetrag aus. „Die hohen Ausgaben für Prävention und Gesundheitsförderung zeigen, dass die gesetzlichen Krankenkassen konsequent Prävention und Gesundheitsförderung ausbauen. Prävention kann aber nur gelingen, wenn verschiedene Maßnahmen und Handlungen ineinandergreifen. Deshalb wird es künftig auf eine noch intensivere Vernetzung aller verantwortlichen Partner ankommen“, sagt Gernot Kiefer, Mitglied im Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.