Strahlen- und Kontrastmittel-Dosismanagement in der Radiologie

Radimetrics Enterprise Platform 2.5: Höhere Patientensicherheit und umfassende Unterstützung des Radiologen

 

  • Radimetrics Enterprise Platform 2.5 ermöglicht erstmals Strahlen- und Kontrastmittel-Dosismanagement in einem System.
  • Innovative Software zur bestmöglichen Reduktion der Strahlenexposition  ohne Einbußen an diagnostischer Aussagekraft.
  • Geeignet für alle bildgebenden Modalitäten sämtlicher Hersteller.

 

Hamburg (13. Mai  2015) – Radiologische Diagnostik sollte effizient, zuverlässig und sicher für den Patienten sein. In dem Spannungsfeld immer strengerer Richtlinien, knapper Ressourcen, zunehmender klinischer Komplexität und eines steigenden Strahlenschutzbewusstseins werden die Radiologen heute mit einer hohen Verantwortung konfrontiert. Mit den neuen europäischen Vorgaben (Euratom-Richtlinie), die im Jahr 2018 in Deutschland in Kraft treten, wird es verpflichtend sein, die Dosis der radioaktiven Strahlung für jeden Patienten umfassend zu dokumentieren. Damit sollen höchste Sicherheitsstandards in der bildgebenden Diagnostik gewährleistet werden. Die manuelle Erhebung und Dokumentation der Strahlenexposition ist allerdings aufwändig und zeitintensiv. Einen Lösungsansatz stellt das Strahlen- und Kontrastmittel-Dosismanagementsystem „Radimetrics Enterprise Platform 2.5“ dar. Im Rahmen des 96. Deutschen Röntgen-Kongresses wurde diese innovative Software, ihre Funktionen, Anwendungsmöglichkeiten sowie erste damit bereits gewonnene Erfahrung aus dem klinisch-radiologischen Alltag vorgestellt.

 

 

Individuelle Dosisberechnung und Dosismanagement

 

Die Radimetrics Enterprise Platform 2.5 ermöglicht branchenweit erstmals Strahlen- und Kontrastmittel-Dosismanagement in einem System. Die intuitiv und individuell anpassbare Software ist herstellerunabhängig auf alle bildgebenden Modalitäten anwendbar, berichtete Jessica Hansen von Bayer HealthCare Deutschland. Ziel ist es, die Radiologen durch eine vollständig automatisierte Dosiserhebung und -überwachung zu unterstützen und die Patientensicherheit durch eine Reduktion der Strahlenexposition zu erhöhen, ohne die Qualität der bildgebenden Diagnostik zu beeinträchtigen.

 

Für eine umfassende Berichterstattung bietet die Radimetrics Enterprise Platform 2.5 als webbasierte Lösung eine volle Integration in das vorhandene IT-System der Kliniken und Praxen. Die Software berechnet, dokumentiert und analysiert die Kontrastmittel- und Strahlendosis für jede bildgebende Untersuchung und bietet dem Radiologen mehr Transparenz im Umgang mit der Strahlen- und Kontrastmittelexposition. Alle Daten werden nahtlos in die Krankenhausinformationssysteme und die radiologischen Informationssysteme eingespeist. Dadurch verringert sich der Zeitaufwand für die Dokumentation. Der integrierte Dosisrechner kalkuliert die Strahlendosis für den Patienten und 26 Organe. Die Radimetrics Enterprise Platform 2.5 gewährleistet eine reproduzierbarere Qualität der bildgebenden Diagnostik und eine Verringerung systematischer Abweichungen. Außerdem unterstützt es die Radiologen bei der Optimierung der Patientenplanung und kann somit dazu beitragen, die Ressourceneffizienz zu steigern.

 

 

Konsequente Dokumentation der Strahlen- und Kontrastmittelexposition

 

Professor Dr. med. Michael Forsting, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Universitätsklinikum Essen, berichtete über seine praktischen Erfahrungen mit dem innovativen Dosismanagementsystem. Seit der Implementation von Radimetrics Enterprise Platform 2.5 sei es möglich gewesen, die Gesamtstrahlendosis und die Spitzenbelastungen zu reduzieren, ohne dadurch Einbußen an diagnostischer Aussagekraft in Kauf nehmen zu müssen. Unnötige Strahlen- und Kontrastmittelbelastungen der Patienten können laut Forsting durch die Nutzung der Software vermieden werden. Insbesondere in der Pädiatrie stelle die organbasierte Ermittlung der minimal erforderlichen Strahlendosis einen wesentlichen Fortschritt in Bezug auf die Sicherheit in der radiologischen Diagnostik dar.

 

Weiterhin ermöglicht die Dosismanagement-Software ein Monitoring der kumulativen effektiven Strahlen- und Kontrastmittel-Dosis bei dem individuellen Patienten. „Alle Dosis-Daten sind auf Knopfdruck verfügbar“, so Forsting. Als nützlich und hilfreich habe sich in der klinischen Routine die Identifikation einer kritischen kumulativen Gesamtdosis erwiesen. Falls vorab festgelegte Grenzwerte überschritten werden, gibt das System automatische Warnungen ab, so dass zeitnah entsprechende Korrekturmaßnahmen ergriffen werden können oder nicht radioaktive bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Kernspintomographie in Erwägung gezogen werden können.

 

 

Verbesserung der Effizienz bildgebender Untersuchungen

 

Ein weiterer Vorteil der Software Radimetrics Enterprise Platform 2.5 besteht in der Möglichkeit, dass auch die Nutzung der Scanner überwacht werden kann. Somit wird auch die Auslastung transparent; Überbuchungen und lange Wartezeiten können vermieden werden. Zudem berechnet die Dosismanagement-Software Durchschnittsdosierungen für die verschiedenen Modalitäten, anhand derer sich unterschiedliche Scanner aber auch verschiedene Kliniken miteinander vergleichen lassen.  Letztendlich trage das neue System mit Strahlen- und Kontrastmittel-Dosismanagement zu einer erhöhten Sicherheit, einer verbesserten Reproduzierbarkeit und einer gesteigerten Effizienz der radiologischen Diagnostik bei, resümierte der Essener Radiologe.

 

 

Fazit für die Praxis

 

Bei einem effizienten Dosismanagement in der bildgebenden Diagnostik geht es für den Radiologen nicht nur darum, die neuen ab 2018 geltenden regulatorischen Direktiven zu erfüllen, sondern auch den Anforderungen der modernen Diagnostik gerecht zu werden, höhere Sicherheits- und Qualitätsstandards zu etablieren und eine effiziente Auslastung der vorhandenen Geräte zu gewährleisten. Die  herstellerunabhängige und für alle Modalitäten geeignete Software Radimetrics Enterprise Platform 2,5 ermöglicht ein effizientes Management der Strahlen- und Kontrastmitteldosis und trägt dazu bei, unnötige Strahlenbelastung der Patienten zu vermeiden und kritische Situationen pro-aktiv zu erkennen.

 

 

Über Bayer HealthCare Deutschland

 

Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology & Interventional) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

 

 

 


Quelle: Bayer HealthCare, 13.05.2015 (tB).