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Omega-3-Säurenethylester 90 senken gleich doppelt das kardiovaskuläre Risiko

 

Frankfurt am Main (22. März 2007) ‑ Trotz der guten Fortschritte in der Akutbehandlung stellt die Postinfarkt‑Mortalität noch immer einen Risikofaktor für Patienten mit Myokard-Infarkt dar. Die Sekundärprävention ist daher von großer Wichtigkeit. Das bisherige sekundärpräventive Spektrum ist durch den Einsatz einer weiteren Substanzklasse, dem Omega-3-Säurenethylester 90, zu ergänzen. Diese vermindern das Risiko tödlicher kardialer Ereignisse, da sie unabhängig von ihrer starken Wirkung auf die Triglyceride im Blut in der Ischämie an der Herzmuskelzelle potente antiarrhythmische Effekte aufweisen. Neben der Indikation für die Sekundärprävention nach Herzinfarkt hat Omega-3-Säurenethylester 90 auch die Zulassung zur Behandlung der endogenen Hypertriglyceridämie. Warum und auf weiche Weise Omega-3-Säurenethylester 90 das kardiovaskuläre Risiko vermindern, zeigte das Unternehmen Trommsdorff Arzneimittel heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main auf.

 

Triglyceride und das Risiko einer koronaren Herzkrankheit

Ob Triglyceride das Risiko einer koronaren Herzerkrankung erhöhen, wird kontrovers diskutiert. Die familiäre kombinierte Hyperlipidämie, die bei 2 % der Gesamtbevölkerung auftritt, ist eine oft übersehene Fettstoffwechseldiagnose, die sich bei 80 % der Betroffenen als reine, oft mäßige Hypertriglyceridämie darstellt. Diese wiederum stellt einen entscheidenden Risikofaktor für das Auftreten der koronaren Herzkrankheit dar. Das hohe kardiovaskuläre Risiko ist durch die Zusammensetzung der triglyceridreichen Lipoproteine bedingt: Die Leberzelle produziert bei einer vermehrten Verfügbarkeit von Fettsäuren für die Triglyceridsynthese eine erhöhte Anzahl an VLDL (Very-low-density-Lipoproteinen). Diese haben jedoch eine abnorme Zusammensetzung. Die daraus entstehenden triglyceridarmen LDL-Partikel werden vermehrt in die Makrophagen aufgenommen und begünstigen so die Entstehung von Arteriosklerose. Durch die Senkung der Triglycerid‑Konzentration auf unter 150mg/dl wird die Zusammensetzung der VLDL / LDL verbessert bis normalisiert, so dass das kardiale Risiko verringert werden kann.

 

Ein Weg zur Verbesserung der Lipoprotein‑Komposition ist eine Ernährungsumstellung. Doch mit einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten allein erreicht man das Therapieziel in der Regel nicht. Zusätzlich ist eine medikamentöse Therapie nötig, etwa der Einsatz der hoch dosierten Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure. Die notwendige Dosierung (1,5 bis 3 g täglich) erfordert die Einnahme in Form von Ethylesterzubereitungen, wie sie beispielsweise im Präparat ZODIN® vorliegen.

 

Sekundärprävention nach Herzinfarkt mit Omega-3-Säurenethylester 90

Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Acetylsalicylsäure und Statine gehören zu den anerkannten Standard-Sekundärpräventiva bei Postinfarktpatienten. Entsprechend den Ergebnissen der GISSI-Studie sind die genannten Substanzklassen um den Wirkstoff Omega-3­-Säurenethylester 90 zu erweitern. So konnte an über 11.000 Post-Infarktpatienten die Gesamtmortalität und insbesondere das Risiko für den plötzlichen Herztod signifikant reduziert werden. Als Ursache werden antiarrhythmische Effekte angenommen. Omega-3­Säurenethylester 90 sollte daher stärker im Rahmen der Sekundärtherapie angewendet werden. Eine indikationsspezifische Zulassung liegt bereits vor, und auch die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) sowie die Amerikanische Herzgesellschaft (AHA) sprechen in ihren Leitlinien eine nachdrückliche Empfehlung für diese Therapieform aus.

 

Wirkmechanismus und Bioverfügbarkeit von Omega-3-Säurenethylester 90

Zur Behandlung der Hypertriglyceridämie sind täglich zwischen 1,5 und 2,5 g Omega-3-­Fettsäuren erforderlich. Um etwa 2,5 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag aufzunehmen, müsste man 19 Kapseln einer herkömmlichen Fischzubereitung zu sich nehmen. Dies bedeutet auch eine erhöhte Zufuhr an überflüssiger Energie und gesättigten Fischsäuren im Rahmen dieser hohen Triglycerid‑Aufnahme, in diesem Fall ein Energieplus von 65 kcal und einer jährlichen Zunahme des Fettgewebes um 2 kg. Hingegen sind nur drei Kapseln eines Omega-3­Säurenethylesters 90 (ZODIN®) erforderlich. Davon zu unterscheiden ist die Sekundärprävention nach Myokardinfarkt: Hier reicht eine Kapsel Omega-3-Säurenethylester 90 täglich.

 

Für die antiarrhythmische Wirkung an der Herzmuskelzelle ist die freie Form von Omega-3­-Fettsäuren erforderlich. Aus Fischöl stehen jedoch weniger freie Omega-3-Fettsäuren zur Verfügung, da Teile der Omega-3-Fettsäuren, die bei der Abspaltung durch die Pankreaslipase entstehen, nur als Monoglyceride vorliegen und somit von der Herzmuskelzelle nicht verarbeitet werden können. Ethylester werden dagegen durch die Pankreaslipase in Ethanol und Omega-3-Fettsäuren komplett gespalten. Die Bioverfügbarkeit von Omega-3-Fettsäuren für das Herz ist somit wesentlich höher als bei einer gleichen Dosis Fisch oder Fischölzubereitungen.

 

Über Trommsdorff

Die seit 1797 bestehende Trommsdorff GmbH & Co. KG Arzneimittel, ansässig in Alsdorf bei Aachen, entwickelt, produziert und vertreibt Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege, der Haut, des Nervensystems und des Magen­-Darm-Traktes. Das Unternehmen, weiches 240 Mitarbeiter beschäftigt, entwickelt und produziert für sich selbst und seine Partner im In- und Ausland Präparate, die höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden.

 


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma Trommsdorff zum Thema “Der positive Einfluss von Omega-3-Säurenethylester 90 auf das kardiovaskuläre Risiko” am 22.03.2007 in Frankfurt am Main (MCG – Medical Consulting Group).

 

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