Onkologie_aktuell

Daten reichen noch nicht für Zusatznutzen-Ableitung

Larotrectinib bei Tumoren mit NTRK-Genfusion

  • Erste Bewertung eines Krebstyp-übergreifenden Wirkstoffs
  • Studien ohne Kontrollarme

Köln (15. Januar 2020) -- Mit Larotrectinib wurde im Sommer 2019 erstmals ein Wirkstoff in Europa zugelassen, der bei zahlreichen unterschiedlichen soliden Tumoren eingesetzt werden kann, sofern im Tumorgewebe eine sogenannte NTRK-Genfusion vorliegt. Eine solche Verschmelzung eines neurotrophen Tyrosin-Rezeptor-Kinase-Gens mit einem anderen Gen führt zu einer starken Vermehrung der Tumorzellen, weshalb man den entsprechenden Signalweg selektiv auszuschalten versucht. Zugelassen wurde der neue Inhibitor für Fälle, in denen die Erkrankung lokal fortgeschritten oder metastasiert ist und andere zufriedenstellende Behandlungsoptionen fehlen.

Erweiterung der Therapiesequenz beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom

Kadcyla im post-neoadjuvanten Setting zugelassen

Berlin (14. Januar 2020) -- Seit Mitte Dezember 2019 ist Kadcyla ® (Trastuzumab Emtansin) für die post-neoadjuvante Behandlung von Patienten mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom, die nach neoadjuvanter Taxan-haltiger und HER2gerichteter Therapie keine pathologische Komplettremission (pCR) erreichten, zugelassen. Die Zulassung erfolgte auf Basis der Daten der KATHERINE-Studie. In der Phase-III-Studie verbesserte Kadcyla die 3Jahres-Rate des invasiv-krankheitsfreien Überlebens (iDFS) gegenüber Herceptin® (Trastuzumab) von 77,0 % auf 88,3 % – das Rezidiv- und Sterberisiko reduzierte sich um 50 %.1 Anlässlich eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG in Berlin erläuterte Prof. Dr. Marc Thill, Frankfurt am Main, die Studiendaten zu Kadcyla im post-neoadjuvanten Setting sowie den Stellenwert der neuen Therapieoption für die Patienten.

Neuartige Kombination von Antikörpern führt zu deutlicher Verbesserung bei Krebs-Immuntherapie

Basel, Schweiz (30. Dezember 2019) -- Der gleichzeitige Einsatz von Antikörpern, die auf zwei verschiedenen Wirkungsmechanismen beruhen, führt zu einer effektiveren Zerstörung von Tumoren. Dies zeigt eine im Fachjournal «PNAS» veröffentlichte Studie von medizinischen Onkologen und Wissenschaftlern der Universität Basel an Tiermodellen. Davon profitieren könnten vor allem Patientinnen und Patienten mit Tumoren, die nicht auf die bereits verfügbaren Immuntherapie-Behandlungen ansprechen.

DGHO-Jahrestagung 2019

Ein Jahr Lenvima® in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder inoperablen hepatozellulären Karzinoms (HCC)

  • Studiendaten bestätigen sich in der klinischen Praxis
  • Stellenwert der Systemtherapie nimmt zu

Berlin (8. November 2019) -- Lenvima® (Lenvatinib) ist als Monotherapie seit einem Jahr für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem oder inoperablem HCC zugelassen, die zuvor noch keine systemische Therapie erhalten haben.[1] Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) in Berlin gab Prof. Dr. Henning Wege, Hamburg, einen aktuellen Überblick über die Therapie des HCC. Sein Fazit: Lenvima® ist auch im klinischen Alltag ein wirksames und gut handhabbares Medikament. Zusätzlich haben sich die Chancen auf eine Tumorkontrolle durch weitere neue Substanzen in der Zweitlinie verbessert. Der Stellenwert der Systemtherapie beim HCC nimmt zu.

Jahrestagung 2019 von DGHO, OeGHO, SGMO und SGH+SSH

Hämatologie und Onkologie 2020:
Stärkere Einbindung der Pflege in die interdisziplinäre Betreuung

Berlin (12. Oktober 2019) – Die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie ist der wichtigste wissenschaftliche Kongress für das Fachgebiet im deutschsprachigen Raum. So werden sich in diesem Jahr mehr als 5.500 ExpertInnen über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Diagnostik und Therapie von hämatologischen und onkologischen Erkrankungen austauschen und die neuesten Daten kritisch diskutieren. Dabei ist die Hämatologie und Medizinische Onkologie eines der "bewegendsten" Fächer in der Medizin. Auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie von Blut- und Krebserkrankungen findet derzeit ein rasanter Fortschritt statt. Im Bereich der Diagnostik stehen u. a. genomische und weitere Hochdurchsatz-Omics-Daten zur Verfügung, im Bereich der Therapie eine Vielzahl innovativer Arzneimittel bis hin zur CAR-T-Zelltherapie.

Amgen LogoAmgen Onkologie

Mit Leidenschaft gegen das, was Leiden schafft

  • Amgen Onkologie-Pipeline – Fokus auf Innovationen bei hohem medizinischem Bedarf
  • Anhaltender Anstieg der Thrombozytenzahl unter Nplate® bei der Immunthrombozytopenie (ITP)
  • Konsistent längeres Überleben beim mCRC unter Vectibix®
  • Meilenstein beim multiplen Myelom: Kyprolis® als selektiver Proteasominhibitor für eine zielgerichtete Therapie

München/Berlin (11. Oktober 2019) – Es gibt Fortschritte beim Therapiemanagement von verschiedenen hämatologischen und onkologischen Krankheitsbildern: Beispiele sind die Immunthrombozytopenie, das metastasierte kolorektale Karzinom sowie das multiple Myelom, wie beim MediaDialog von Amgen anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) deutlich wurde. Das Unternehmen stellte bei der Veranstaltung in Berlin auch seine aktuelle Onkologie-Pipeline vor.

Vifor LogoEisenmangel in der Onkologie

Intravenöse Eisensubstitution als bedeutender Faktor in der Supportivtherapie

  • Onkologische Patienten leiden häufig an einem Eisenmangel.(1) Die Ursachen hierfür sind multifaktoriell.(2)
  • Ein Eisendefizit kann schwere Folgen haben, gerade für den onkologischen Patienten. So kann zum Beispiel die Wirksamkeit der Chemotherapie beeinflusst werden(3) und es können häufiger lokale Rezidive auftreten(4). Des Weiteren kann die Lebensqualität zusätzlich beeinträchtigt werden(5) und die Mortalitätsrate kann erhöht sein(6). Deshalb ist eine sorgfältige Diagnostik des Eisenmangels und der Eisenmangelanämie wichtig.
  • Die Bestimmung der Transferrinsättigung (TSAT) könnte hierbei eine Schlüsselrolle spielen.(1) In einer aktuell gestarteten nicht-interventionellen Studie wird die Prävalenz von Eisenmangel bei onkologischen Patienten anhand einer TSAT < 20 % untersucht.
  • Nationale(1) und internationale(7) Leitlinien empfehlen als effektive Möglichkeit der Eisenmangel-Korrektur eine intravenöse (i.v.) Eisensubstitution. Eisencarboxymaltose (ferinject®, FCM)*(8) weist gegenüber anderen i.v.-Eisenpräparaten eine Reihe von Besonderheiten auf; diese können im Praxisalltag Vorteile bieten(9).

Berlin (11. Oktober 2019) -- In Abhängigkeit von der Tumorentität weisen bis zu 63 % der onkologischen Patienten einen Eisenmangel auf sowie im Durchschnitt aller Tumorentitäten 33 % eine Eisenmangelanämie. Am höchsten liegt die Eisenmangel-Rate bei Patienten mit einem Pankreaskarzinom (63 %), einem kolorektalen Karzinom (52 %) oder einem Lungenkarzinom (51 %). Bei 82 % der onkologischen Patienten mit Eisenmangel handelt es sich im Speziellen um einen funktionellen Eisenmangel(10): hier ist trotz ausreichender Eisenreserven die Verfügbarkeit des Eisens im Sinne einer unspezifischen Abwehrmaßnahme eingeschränkt. Neben dem funktionellen Eisenmangel gibt es noch den absoluten Eisenmangel, bei dem die Minderversorgung der Erythropoese und anderer Zellen des Körpers auf einem wirklichen Mangel an Eisen beruht.(1) Wird der Eisenmangel nicht behandelt, kann sich eine Eisenmangelanämie entwickeln. Dabei werden die Hämoglobin (Hb)-Normwerte (Hb-Wert < 12 g/dl bei Frauen, < 13 g/dl bei Männern) unterschritten.(1)

IOWiG

Derzeit keine Empfehlung für Screening auf Hodenkrebs

  • Hodenkrebs ist selten, wird auch ohne regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen in den meisten Fällen rechtzeitig erkannt und ist gut behandelbar.

Köln (10. Oktober 2019) -- Der Hodenkrebs ist eine bösartige Erkrankung des Hodens, die in einem Hoden beginnt und im weiteren Verlauf auch Nebenhoden und Samenleiter betreffen kann. Vor allem junge Männer zwischen 25 und 45 Jahren sind betroffen. Im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Hall in Tirol und München sowie der Gesundheit Österreich GmbH Wien nun untersucht, ob eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung für Männer ab 16 Jahren zu besseren Behandlungsergebnissen beim Hodenkrebs führt.

Präzisionsonkologie

Neue Chancen für Patienten durch tumorunabhängige Wirkung von VITRAKVI® (Larotrectinib) bei TRK-Fusionstumoren

  • Statt Tumorlokalisation ist molekulargenetische Aufklärung von Tumoren maßgeblich für onkologische Therapien
  • Larotrectinib ist der erste Wirkstoff mit tumorunabhängiger Indikation in der EU für die Behandlung von Erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit soliden Tumoren mit einer NTRK(1)-Genfusion
  • Voraussetzung für den Einsatz der Therapie ist der Nachweis einer NTRK-Genfusion
  • Larotrectinib zeigte hohe Ansprechraten, eine langanhaltende Wirkung und eine gute Verträglichkeit bei Erwachsenen und Kindern mit TRK(2) -Fusionstumoren

Berlin (23. September 2019) – Die Präzisionsonkologie eröffnet neue Wege in der Behandlung von Krebs: Nicht mehr die Lokalisation des Tumors ist maßgeblich für die Therapie, sondern seine molekulargenetischen Eigenschaften. Der präzisionsonkologische Wirkstoff Larotrectinib (VITRAKVI®) steht für eine neue Generation von onkologischen Substanzen. Denn er ist der erste Wirkstoff mit tumorunabhängiger Indikation in der EU für die Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit soliden Tumoren, die eine NTRK(1)-Genfusion aufweisen.(a) Larotrectinib hat in den klinischen Studien(3) hohe Ansprechraten, eine langanhaltende Wirkung und ein gutes Nebenwirkungsprofil gezeigt. Es bietet Patienten mit TRK2-Fusionstumoren die Chance, ihre Erkrankung über einen langen Zeitraum bei guter Lebensqualität zu kontrollieren und ist so ein Schritt auf dem Weg zur Chronifizierung von Tumorerkrankungen. NTRK-Genfusionen können im gesamten Körper auftreten. Bisher wurden sie bei rund 30 verschiedenen soliden Tumoren nachgewiesen.

Therapie des Urothelkarzinoms

Therapie des mUC - breiteste Evidenz für Tecentriq &
neue Chancen durch  genomic profiling

Hamburg (20. September 2019) -- Die Krebsimmuntherapie mit dem PD-L1-Inhibitor Tecentriq®▼ (Atezolizumab) hat sich beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (mUC) im klinischen Alltag vielfach bewährt und etabliert.1 Dies zeigen auch die aktuellen Daten der SAUL-Studie: In der größten prospektiven Phase-IIIbStudie mit einem Krebsimmuntherapeutikum beim Urothelkarzinom wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von Tecentriq auch bei Patienten gezeigt, die normalerweise von der Teilnahme an klinischen Studien ausgeschlossen werden. Welche Relevanz diese Daten für Uro-Onkologen und mUC-Patienten im klinischen Alltag haben, hoben Experten im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Hamburg hervor. In diesem Zusammenhang betonten die Experten auch das Potenzial einer molekulargenetischen Diagnostik für eine auf das individuell genetische Tumorprofil abgestimmte Therapie. Zugleich gaben Sie einen Überblick über den Status quo der genomischen Analyse bei urogenitalen Krebserkrankungen für eine zukünftig verbesserte Therapiestratifizierung.

Checkpoint-Inhibitoren und Autoimmunreaktionen

Rheuma häufig Nebenwirkung von neuer Krebsbehandlung

Berlin/Dresden (11. September 2019) – Sogenannte Checkpoint-Inhibitoren können Krebserkrankungen heilen, indem sie die körpereigene Immunabwehr verstärken. Diese Medikamente aktivieren dabei jedoch dieselben Zellen, die an der Entstehung der rheumatoiden Arthritis (RA) und anderer Autoimmunerkrankungen beteiligt sind, körpereigene T-Zellen. Gelenkbeschwerden gehören deshalb zu häufigen Nebenwirkungen der Checkpoint-Inhibitoren – Krebspatienten benötigen immer häufiger eine rheumatologische Behandlung. Was dabei zu beachten ist, diskutierten Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) bei ihrer Jahrestagung in Dresden.

Krebsimmuntherapie beim SCLC und mTNBC

Neue Perspektiven für Patienten durch weitere Zulassungen für Tecentriq

Frankfur am Main (6. September 2019) - Der PD-L1-Inhibitor Tecentriq®▼ (Atezolizumab) ist ab sofort in Kombination mit Chemotherapie auch für die First-Line-Therapien des triple-negativen Mammakarzinoms (TNBC) und des kleinzelligen Lungenkarzinoms (SCLC) im jeweils fortgeschrittenen Stadium zugelassen.1,2 In beiden Indikationen ist Tecentriq das erste zugelassene Krebsimmuntherapeutikum überhaupt. Und viel wichtiger: In beiden Indikationen bietet Tecentriq betroffenen Patienten die Chance auf ein verlängertes Überleben.3–5 Eine weitere Zulassung erfolgte zudem für die First-Line-Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in Kombination mit Carboplatin und nab-Paclitaxel. Diese First-Line-Kombination erweitert für die WT-Population das bestehende Behandlungsspektrum und ermöglicht zusammen mit der bereits im Frühjahr erfolgten First-Line-Zulassung für Tecentriq in Kombination mit Avastin plus Chemotherapie eine noch patientenindividuellere Behandlung mit Tecentriq über klassische Biomarker hinweg.6,7 Im Rahmen eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG in Frankfurt am Main wurde der Stellenwert der neuen Therapieoptionen mit Tecentriq für die klinische Praxis diskutiert.

servier logoLONSURF® (Trifluridin/Tipiracil)
erhält Zulassung in der EU für Patienten mit bereits behandeltem metastasierendem Magenkrebs

Paris, Frankreich (6. September 2019) - Servier und sein Partner Taiho Pharmaceutical Co. Ltd. gaben heute bekannt, dass die Europäische Kommission (EK) die Verwendung von LONSURF (Trifluridin/Tipiracil) als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem Magenkarzinom einschließlich Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs, die bereits mit mindestens zwei systemischen Therapieregimen für die fortgeschrittene Erkrankung behandelt worden sind, genehmigt hat.