Doppelte Antikörper-Blockade beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom

Optimierte Therapie mit Perjeta in der Adjuvanz

Berlin (23. Februar 2018) - Herceptin® (Trastuzumab) hat die Heilungschancen von Frauen mit primärem HER2-positivem Mammakarzinom entscheidend verbessert – dennoch erleidet ein Teil der Patientinnen nach wie vor ein Rezidiv. Die Hinzunahme von Perjeta® (Pertuzumab) kann den Behandlungserfolg weiter verbessern: Bereits seit 2015 ist die doppelte Antikörper-Blockade in Kombination mit einer Chemotherapie für die neoadjuvante Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem Mammakarzinom zugelassen.1 Erste Ergebnisse der Phase-III-Studie APHINITY belegen zudem, dass insbesondere Patientinnen mit erhöhtem Rezidivrisiko auch in der Adjuvanz von der zusätzlichen Behandlung mit Perjeta profitieren: Gegenüber der alleinigen Behandlung mit Herceptin und einer Chemotherapie reduzierte das Perjeta-Regime das Rezidivrisiko dieser Patientinnen um nahezu 25 %.2 Im Rahmen eines Roche Symposiums auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) wurden die Studiendaten in Hinblick auf eine Weiterentwicklung der Therapie des frühen HER2-positiven Mammakarzinoms diskutiert.


In die Placebo-kontrollierte, doppelblinde, randomisierte Phase-III-Studie APHINITY2 wurden über 4.800 Therapie-naive Patientinnen mit primärem HER2-positivem Mammakarzinom eingeschlossen. Postoperativ wurden die Patientinnen adjuvant über ein Jahr entweder mit Herceptin plus Perjeta oder Herceptin plus Placebo behandelt. In beiden Armen erhielten die Patientinnen zusätzlich eine Anthrazyklin- oder Carboplatin-basierte Chemotherapie.2


Hinzunahme von Perjeta reduziert Rezidivrisiko

Die Primäranalyse der APHINITY-Studie belegt, dass insbesondere Patientinnen mit einem erhöhten Rezidivrisiko von der zusätzlichen Behandlung mit Perjeta profitieren: So war das Rezidivrisiko unter der doppelten Antikörper-Blockade bereits nach einem medianen Follow-up von 45,4 Monaten gegenüber der alleinigen Behandlung mit Herceptin plus Chemotherapie bei Patientinnen mit nodal-positiver Erkrankung um 23 % (invasives krankheitsfreies Überleben [iDFS]: 92,0 vs. 90,2 %; HR: 0,77; p = 0,019) und bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-negativem Brustkrebs um 24 % (iDFS: 92,8 vs. 91,2 %; HR: 0,76; p = 0,085) reduziert.2 Die APHINITY-Studie bestätigte darüber hinaus das bekannte Sicherheitsprofil der doppelten Antikörper-Blockade.1,2


Herceptin plus Perjeta schon heute beim frühen Brustkrebs einsetzen

In den USA ist die doppelte Antikörper-Blockade mit Herceptin und Perjeta in Kombination mit einer Chemotherapie bereits seit Ende 2017 für die einjährige Behandlung von Frauen mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom und erhöhtem Rezidivrisiko zugelassen (18 Zyklen Therapie unabhängig vom Zeitpunkt der OP).3 Die entsprechende EU-Zulassung wird im Laufe des Jahres erwartet. Bereits zugelassen ist die doppelte Antikörper-Blockade in der EU für die neoadjuvante Therapie.1 Resultate der zulassungsrelevanten Studie NeoSphere belegen die Wirksamkeit in dieser Therapiesituation: Patientinnen, die in der Neoadjuvanz Perjeta zusätzlich zu Herceptin und Docetaxel erhielten, erreichten nahezu doppelt so häufig eine pCR in Brust und Axilla (ypT0/is ypN0) – die pCR-Rate erhöhte sich signifikant von 21,5 % auf 39,3 % (p = 0,0063).4


Referenzen

  1. Fachinformation Perjeta®, Stand: Dezember 2017
  2. von Minckwitz G et al., N Engl J Med 2017; 377(2): 122-31
  3. Full Prescribing Information PERJETA®, revised 12/2017
  4. Gianni L et al., Lancet Oncol 2012; 13: 25-32


Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.


Roche weltweit

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jeder Patientin und jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.

Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement.

Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln, und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Zum Ziel des Unternehmens gehört es, durch Kooperationen mit allen relevanten Partnern den Zugang von Patientinnen und Patienten zu medizinischen Innovationen zu verbessern. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 30 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das achte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche im Dow Jones Sustainability Index.

Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2016 weltweit über 94.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2016 investierte Roche CHF 9,9 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 50,6 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.


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Roche in Deutschland

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diagnostics Deutschland GmbH und Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert.

  • Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de



Roche Pharma AG

Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.400 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.
 



Quelle: Roche Pharma, 23.02.2018 (tB).